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    Kann mir vielleicht jemand dabei helfen, umzurechnen, wieviele Kubikmeter oder Bäume man sich unter 20 sächsischen Klaftern Hartfloßholz vorzustellen hat?

    Ich bin derzeit etwas "lost in conversion" - mir fehlt das passende Nachschlagewerk.

  • #2
    Hallo,

    ein "Nachschlagewerk" habe ich leider nicht, aber laut Wikipedia entspricht ein sächsischer Klafter 1,69914 Meter....

    http://de.wikipedia.org/wiki/Alte_Ma...#Raumma.C3.9Fe
    Gruß aus Herbipolis (wer es nicht kennt...Google hilft )

    Ralf

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    • #3
      Ich versteh auch nichts davon, aber ich lese hier in ein Buch von 1812:

      1 bai. Klaster zu 6 Fuss = 1 Mètre 7 Decim. 5 Centim. 1,155 Millim.

      Allgemeines Lesebuch für katholische Bürger und Landleute... Bamberg und Würzburg 1812. (Seite 578).
      Zuletzt geändert von Bataaf; 14.04.2013, 19:54.

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      • #4
        Ja, leider eben Bayern, aber anscheinend in übereinstimmung mit Wikipedia:

        http://de.wikipedia.org/wiki/Alte_Ma...wichte_(Bayern)

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        • #5
          Ganz einfach zu merken:

          1 Klafter = 1 toise = 1/2 Ruthe = 6 Fuß

          Wer immer noch im metrischen system denkt, dem sollte für Überschlagsrechnungen genügen: 1 Klafter entspricht ca. 2m.

          Wer es genauer für einzelnen deutschen Staaten wissen will, schaut im Kapitel "Über die Verwandlung der Maaße" in den einschlägigen Lehrbüchern der praktischen Geometrie oder Landvermessung nach. Auch im Krünitz sollte etwas zu finden sein.
          Zuletzt geändert von Blesson; 15.04.2013, 23:31.
          Do, ut des

          http://www.ingenieurgeograph.de

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          • #6
            Zitat von herbipolis Beitrag anzeigen
            Hallo,

            ein "Nachschlagewerk" habe ich leider nicht, aber laut Wikipedia entspricht ein sächsischer Klafter 1,69914 Meter....

            http://de.wikipedia.org/wiki/Alte_Ma...#Raumma.C3.9Fe
            Welches Herbipolis ist eigentlich gemeint? Das in Kleinasien? Das Problem ist, dass Klafter sowohl als Längenmaß als auch als Raummaß (gerade bei Holz) verwendet wurde. Als Raummaß entsprach der sächsische Klafter etwa 3,34 cbm http://books.google.de/books?id=qoSB...lafter&f=false

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            • #7
              Zitat aus dem Krünitz:
              Wenn es 1. zu Ausmessung der Längen dient, so ist es diejenige Länge, die ein Mann, wenn er beyde Arme ausstreckt, mit der Spitze der Mittel=Finger an beyden Händen erreichen kann. Weil aber die Länge der Menschen, und also nach Proportion auch diese Weite und Distanz sehr verschieden ist, so hat man dieses Maß auf einen gewissen Fuß gesetzt, und gibt gemeiniglich 3 Ellen, oder 6 pariser Schuh, wiewohl auch hierin einiger Unterschied vorkommt. Dieses ist das Maß, welches die Franzosen eigentlich Brasse, oder Toise courante, nennen. Fast alle Nationen bedienen sich dieses Maßes: a) zu Ausmessung der Tiefe des Meeres, der Flüsse und der Brunnen, wo man jedoch solches aller Orten im Deutschen nicht leicht eine Klafter, sondern lieber, und insonderheit auf den Schiffen, einen Faden, Holl. Vaam, oder Vadem, und im Franz. nicht leicht Toise, sondern Brasse nennt. b) Zu Ausmessung der Tiefe eines Bergwerkes, eines Schachtes, oder eines Stein=Bruches, wo es im Deutschen gewöhnlich eine Lachter, und im Franz. ebenfalls Brasse, und nicht Toise, heißt; wiewohl ein deutsches Lachter an den meisten Orten etwas mehr, als eine Klafter, nähmlich 3 1/2 Elle lang ist. c) Zu Ausmessung der Seile und Taue, insonderheit der Kabel=Taue, welche dazu dient, die Schiffs=Anker daran zu befestigen; in welchem Falle die Franzosen die Wörter Toise und Brasse ohne Unterschied, doch das letzte gewöhnlicher, als das erste, gebrauchen. Doch ist hierbey noch dieses anzumerken, daß bey Ausmeßung der Kabel=Taue eines Schiffes, die Länge der Klafter nicht allemahl gleich ist, sondern, daß man hierzu dreyerley Arten von Klaftern hat, nähmlich: α) die große von 6 Fuß, deren man sich bey den Kriegs=Schiffen bedient; β) die mittlere, von 5 1/2 F., nach welcher man auf den Kauffahrdey=Schiffen mißt, wiewohl die Holländer bey Ausrüstung derjenigen Schiffe, <39, 307> welche die ostindische Compagnie nach Ost=Judien schickt, ebenfalls die Kabel=Taue nach der großen Klafter rechnen; und endlich γ) die kleine, welche nur 5 F. hält, und von den kleinen Schiffen, als: den auf den Härings=Fang auslaufenden Buysen etc. gebraucht wird. d) Bey dem Feldmessen und andern geometrischen Vermessungen aber, wird die Klafter nur allein von den Franzosen als ihr gewöhnliches Maß gebraucht, und in diesem Falle solches bloß Toise, niemahls aber Brasse, genannt, da hingegen wir Deutsche uns in diesem Falle der Ruthe bedienen. Wenn 2. die Klafter zu Ausmessung der Flächen gebraucht wird, wie insonderheit bey den Franzosen ebenfalls in ihren geometrischen Vermessungen geschieht, so heißt solche eine Quadrat=Klafter, Fr. Toise carrée, und hält alsdann 3 Ellen oder 6 Fuß in der Länge, und eben so viel in der Breite oder Höhe.
              Wenn endlich 3. die Klafter zu Ausmessung der Körper gebraucht wird, so heißt solche eine Kubik=Klafter, Fr. Toise cube, welche 3 Ellen, oder 6 F., in der Länge, eben so viel in der Breite, und eben so viel in der Höhe, beträgt. Allein, auch dieses Maßes bedienen sich ebenfalls nur die Franzosen, nicht aber die Deutschen, ausser nur allein bey dem zu Scheiten geschlagenen Brenn=Holze, als welches in Klaftern gesetzt (Fr. mouler du bois), und darnach verkauft zu werden pflegt (Fr. Membrure de bois). Aber alsdann ist
              4. die Klafter ein körperliches Maß, welches die Länge der Scheite zu seiner Breite, im übrigen aber eine Klafter oder 3 E. in der Länge, und eben so viel in der Höhe hat, auch in den Städten mit einer Reihe guter Scheite noch überleget werden muß.
              Was man unter Busch=Klafter, Knüttel= (Knüppel= oder Klöppel=) Klafter, und Stock= <39, 308> oder Stamm=Klafter, verstehe, und was bey dem Setzen oder Legen des Holzes in Klaftern zu beobachten sey, s. im XXIV Th. S. 622 -- 631.
              Wenn eine Klafter in einem gewissen Lande 6 F. breit und hoch, und 4 F. 6 Z. lang ist, das Holz aber an eine Factorey verkauft wird, bey welcher die Klafter, nach eben dem Maße 6 F. 3 Z. breit und hoch, 4 F. 8 1/4 Z. lang ist, so entsteht die Frage: wie viel Land=Klaftern zu einer gewissen Menge Factorey=Klaftern, z. B. zu 5000, gehören? Diese Frage hat Hr. Hofr. Beckmann im 4 St. des 1 B. seiner physik. ökon. Biblioth. S. 545, aus dem 12 B. des allgem. Forstmagaz. S. 161, angeführt. Die Rechner, denen sie vorgelegt worden ist, mögen sie sehr schwer gefunden haben, auch haben sie, wie Hr. B. anführt, unterschiedene Facit heraus gebracht. Hr. B. hat sie am ang. O. so beantwortet, wie es auch dem gemeinsten Oekonomen faßlich seyn kann, der nur weiß, daß man zur Ausrechnung der Klafter, Länge, Breite und Höhe mit einander multipliciren muß. Zu dieser Absicht müssen die Maße in Viertel=Zollen ausgedruckt werden, und da kommen ziemlich große Zahlen heraus, deren Verhältniß Hr. B. in etwas kleinern Zahlen ausdrückt, und so die Frage beantwortet, auch zeigt, wie sie sich durch Logarithmen beantworten lässet. Ueber diese Klafter=Rechnung findet man auch eine ihres Verfassers, des Hrn. Hofr. Kästner, würdige Abh. im 50 St. des Hannov. Magaz. v. J. 1772, Col. 791, fgg
              .
              Do, ut des

              http://www.ingenieurgeograph.de

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