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Brueckenzoll?

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  • Brueckenzoll?

    Hallo,

    noch eine Alltagsfrage: Musste man, wenn man die Seine auf einer der Bruecken ueberquerte, Brueckenzoll bezahlen? Wenn ja, wie viel?

    Schoenen Gruss,
    Gnlwth
    Talleyrand - der Mensch und die Persönlichkeit

  • #2
    Ebenfalls interessante Frage ... ich habe mal ein paar französische Internetseiten gesucht, die sich mit den mannigfaltigen Abgaben unter dem Ancien Régime befassen - auf die Schnelle habe ich jetzt nix mit Brückengeld gefunden:

    http://www.nithart.com/taxetimp.htm (interessant das Beispiel für Mulhouse: http://www.nithart.com/impotsex.htm)

    http://perso.orange.fr/pierre.collen...reg/impots.htm

    Man müsste jetzt für Paris konkret eine Tariftabelle recherchieren ... ich werds versuchen, allerdings brauche ich dafür noch etwas Zeit.

    Schöne Grüße
    Markus Stein
    "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

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    • #3
      Frz. Verwaltung für Brücken und Chaussen

      Es gibt in Frankreich noch heute eine - uralte - Behörde für Brücken und Chausseen; vielleicht findet man auf deren Webseite etwas?

      Viel Erfolg, Thomas H.

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      • #4
        Meine Antwort: "Eigentlich nein, aber vielleicht doch."

        Denn eigentlich hatte Colbert 1664 das Nördl. Kernland zu einem Zollgebiet vereinigt. Bis 1789 war das aber eine lange Zeit und wer weis, was bis dahin alles passierte. Ein Bsp.: Die mur des Fermiers généraux von Paris, welche 1784 errichtet wurden und bis 1791 bestanden.
        Je l'ay emprins

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        • #5
          Noch eine Frage zu dem Link http://perso.orange.fr/pierre.collen...reg/impots.htm

          Dort steht, dass die taille auf der Grundlage des Einkommens verteilt wurde.
          War bis jetzt der Meinung, dass als Grundlage der Grund und Boden gedient hat.

          Weis jemand Rat?
          Je l'ay emprins

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          • #6
            Unsere liebe Gnlwth sollte vielleicht präzisieren, welchen Staat und welche Zeitschnitt sie meint. Wir hätten außerdem noch verschiedene Typen von Brücken, wie permanente Steinbrücken, Pontonbrücken und fliegende Brücken zu bieten.

            Da die bedeutenden Strom-Brücken immer im Schutz einer Stadt oder Festung lagen, verwette ich mich darauf, daß diese Brücken immer einer städtischen, evtl. auch einer militairischen, Administration unterlagen. Zweckmäßigerweise dürfte eine Bücke immer mit einer Barriere kombiniert gewesen sein, evtl. auch zur Erhebung der Einfuhrsteuern (Akzise) und einer polizeylichen Passkontrolle.

            Also wäre in Richtung lokaler Behörden weiter zu suchen, denn die Behörden wie fr. "Administration des Ponts et Chaussées" oder pr. "Wegeinspektion" als Unterbehörde der "Oberbaudeputation" waren erst einmal nur für den Bau und Unterhalt zuständig.

            LB
            Do, ut des

            http://www.ingenieurgeograph.de

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            • #7
              Guten Tag,

              natuerlich. Als ich "Bruecken ueber die Seine" schrieb, dachte ich an Paris. Und da ich dieses Posting direkt im Anschluss an ein anderes (http://www.napoleon-online.com/forum...read.php?t=614) schrieb, in dem ich die Zeit praezesierte, setzte ich (offensichtlich faelschlicherweise) vorraus, man verstuende, um welchen Zeitraum es mir ginge.

              Also, Bruecken in der Stadt Paris, um 1770.

              Schoenen Gruss,
              Gnlwth
              Talleyrand - der Mensch und die Persönlichkeit

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              • #8
                Uups, da habe ich die Seine doch glatt überlesen und beinahe für die Spree gehalten.

                Ich würde also nach einem bekannten Beispiel wie der "Pont der Neuilly" suchen, eine der bekannten Meisterleistungen franz. Ingenieurkunst, die in der Hälfte des 18. JH noch im Ancien Régime erbaut wurde. Zur Baugeschichte gibt es einiges im Deutschen Museum zu München zu sehen.

                Die Franzmänner hier im Forum sollten es weitaus besser wissen als ich.

                LB
                Do, ut des

                http://www.ingenieurgeograph.de

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                • #9
                  Zitat von wufi Beitrag anzeigen
                  Noch eine Frage zu dem Link http://perso.orange.fr/pierre.collen...reg/impots.htm

                  Dort steht, dass die taille auf der Grundlage des Einkommens verteilt wurde.
                  War bis jetzt der Meinung, dass als Grundlage der Grund und Boden gedient hat.

                  Weis jemand Rat?

                  Das franz. Kataster, also Besteuerung vom Grund nach der Bonität des Bodens, wurde nach meinem Wissen von der Nationalversammlung 1791 (??) beschlossen. Zuerst sollten die Flächen nur geschätzt werden, aber die Flächen stets zu klein waren (warum nur?), wurde ab ca. 1800 ein Kataster auf Grundlage der tatsächlichen Flächen eingeführt, welche sich vom Meter ableitete. Merke also: Vertrauen ist, Kontrolle ist besser.

                  Das allg. Kataster, welches nach und nach auch bei den anderen europ. Staaten eingeführt wurde, ist also eine Errungenschaft der frz. Revolution.

                  LB
                  Do, ut des

                  http://www.ingenieurgeograph.de

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