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Eis im 19. Jahrhundert oder auch früher

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  • Eis im 19. Jahrhundert oder auch früher

    Hallo Forum!

    Hab da mal eine Frage, die mir das Internet nicht beantworten konnte.

    Aber wie wurde Eis dazumals herstellt.

    Evt. Eisskulpturen, geforene Speisen oder Speiseeis etc.

    oder gab es das einfach nicht???
    gruz zzz

    k.k. Infanterieregmeint No. 3 Erzherzog Carl
    I. Grenadier-Comapgnie
    www.ir3.at

  • #2
    Seit der Antike gab es sog. Eiskeller, in denen Eis vom Winter in den Sommer "gerettet" werden konnte.

    Ausserdem konnte man seit der Renaissance(?) Wasser mit Hilfe von Salpeter zum gefrieren bringen.
    Wie genau: keine Ahnung.
    Je l'ay emprins

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    • #3
      Zitat von wufi Beitrag anzeigen
      Seit der Antike gab es sog. Eiskeller, in denen Eis vom Winter in den Sommer "gerettet" werden konnte.

      Ausserdem konnte man seit der Renaissance(?) Wasser mit Hilfe von Salpeter zum gefrieren bringen.
      Wie genau: keine Ahnung.
      hast hilft schon mal sehr um zu googeln


      danke
      gruz zzz

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      • #4
        Wiki sie dank!


        Der Eiskeller oder Eishöhle ist ein in der Regel außerhalb des Hauses gelegener Vorratsraum. Er ist fast immer unterirdisch angelegt, in Felsenkammern, Höhlen, Stollen oder tief im Gebäude und dient der Lagerung von Lebensmitteln, Getränken und Chemikalien in den Sommermonaten

        Vor der Erfindung der Kältemaschine durch Carl von Linde im Jahr 1876 brach man im Winter auf Weihern Eis, um es für den Bedarf im Sommer aufzubewahren. Dies tat man oft auf eigens hierfür, oder für die Trift, angelegten kleinen Stauseen (Woog) und bewahrte dann das Eis in solchen Eishöhlen auf. In deren Kühle hielten die Eismassen bis weit in den Sommer, ohne zu schmelzen. Eishöhlen wurden vor allem von Brauereien angelegt, die für die Herstellung von untergärigem Bier Kühle brauchten. Auch Metzger hielten oft Eishöhlen, Eiskeller oder Eishäuser für die Wurstherstellung und längere Haltbarmachung ihrer Waren vor. Das in den naturkühlen Eishöhlen aufgeschichtet Eis wurde oben mit Sägemehl zur Isolation bestreut, unten legte man Ablaufrinnen für das Schmelzwasser an. Abnehmer für das Eis waren auch Gaststätten, um gekühlte Getränke anzubieten.

        Der Eiskeller funktioniert stromlos. Zum Betrieb wurden im Winter Blöcke von Natureis aus nahe gelegenen Gewässern oder im Sommer über weite Strecken von Gletschern in ein solches von Außentemperaturen abgeschirmte Gewölbe, eingelagert.

        Der Boden eines Eiskellers hat eine Neigung, so dass das Schmelzwasser ablaufen kann. Zur Isolation wurde über das Eis und das Kühlgut eine Lage Stroh gelegt. Die Kühlung selbst entsteht durch die Abgabe der Eigenwärme des Kühlguts an das Eis bis zum Temperaturausgleich.

        Eiskeller befanden sich überall dort, wo eine Chance bestand, Eis im Winter oder von Gebirgen im Sommer zu gewinnen.

        Nachfolger der unterirdisch gelegenen Eiskeller sind die später besonders in Nordamerika errichteten oberirdischen Eishäuser.
        gruz zzz

        k.k. Infanterieregmeint No. 3 Erzherzog Carl
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        • #5
          N'abend zusammen,

          Hier wird noch einmal bestätigt, daß die o.g. Eiskeller für die Konservierung des natürlich vorkommenden Eises dienten.

          http://www.ub.uni-bielefeld.de/cgi-b...e=00000148.jpg

          Wie es scheint, war die einzige Nutzanwendung die Herstellung von Sorbets...

          Weiter waren nach dem STand des Wissens und der Technik möglich, aber noch des Nachweises harrend:
          • Verdunstungskälte (poröses Tongefäß, welches befächelt wurde)
          • Auflösung von Salzen in Wasser, welche dem Lösungsmittel Wärme entziehen
          LB
          Do, ut des

          http://www.ingenieurgeograph.de

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          • #6
            Wer schon einmal in Montmirail war, kann dort eine der wenigen noch erhaltenen Eiskeller bewundern.
            Ein 15 - 20m tiefes Loch, das sich konisch nach unten erweitert, mit einer Überbauung.
            Im Keller ( Wenn man ihn so nennen will ) wurden Holzbalken auf den Bogen gelegt und man legte die Eisblöcke darauf.
            Zwischen die Blöcke legte man Stroh um zu verhindern, das sich die Blöcke wieder zusammen eisten.
            Das Eis wurde im Winter vom Rhoneglätscher ( Schweiz ) abgebaut und mit Fuhrwerken sogar bis nach Paris transportiert.
            Da Ludwig XV ein grosser Freund von Sorbet war, war der Eiskeller von Schloss Montmirail, ( Der König verweilte gerne im Sommer dort ) von bedeutender grösse.
            Wenn der Keller voll war, hatte man Eis für ein Jahr.

            Grüsse vom Voltigeur

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