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Regiment Prinz Johann

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  • Regiment Prinz Johann

    Hi Foris,

    erst einmal ein fröhliches Hallo in die Runde, denn ich bin neu hier.

    Tja, ich habe da auch gleich mal eine Frage an die Experten. Im Zuge meiner Ahnenforschung bin ich auf eine Ahnin gestossen (die Mutter meines Urgroßvaters) die am 7. April 1812 in Wyhra (bei Borna) geboren wurde.
    Obwohl unehelich, stand der Name ihres leiblichen Vaters mit im Taufbuch. Danach soll er ein "königlich, sächsischer Dragoner aus dem Regimente Prinz Johann" gewesen sein.

    Ich habe mich über dieses Regiment im Netz schlau gemacht. Die Garnisonen dieser Kavallerieeinheit von Prinz Johann hatten ihre Stellungen in den Orten Mühlberg, Düben, Kemberg und Schmiedeberg. Also nicht gerade in der Nähe von Borna.

    Kann es möglich sein, daß im Zuge von Kampfhandlungen das Regiment von Prinz Johann - die Chevauxlegers - in dieser Zeit (ab 1811 -) in Bornas Garnison untergebracht war? (Borna liegt ja nahe bei Leipzig.) Denn dann könnte die Vaterschaft wohl hinkommen....

    Liebe Grüße
    Zuletzt geändert von AugustWalther; 07.03.2011, 11:28.
    Wenn Du nur Zitronen hast, mach Limonade drauß.

  • #2
    Willkommen,
    es wäre denkbar, dass der Chevauleger im Rahmen der Zusammenziehung der sächsischen Truppen für den Russlandfeldzug im Jahr 1811 in der Gegend von Borna durchgekommen ist. Zu dieser Zeit war das Regiment ganz bestimmt an keinen Kampfhandlungen beteiligt. Es soll aber im Frühjahr 1812 Napoleon durch Sachsen eskortiert haben, muss sich also in Richtung Osten, bzw. Süden und dann weiter nach Osten bewegt haben. Es ist angesichts der Umstände des Russlandfeldzuges eher unwahrscheinlich, dass dein Vorfahr lebend zurückkehrte.
    Insgesamt könnte die Sache also stimmen.

    Viele Grüße

    Gunter

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    • #3
      Zitat von Gunter Beitrag anzeigen
      Willkommen,
      es wäre denkbar, dass der Chevauleger im Rahmen der Zusammenziehung der sächsischen Truppen für den Russlandfeldzug im Jahr 1811 in der Gegend von Borna durchgekommen ist. Zu dieser Zeit war das Regiment ganz bestimmt an keinen Kampfhandlungen beteiligt. Es soll aber im Frühjahr 1812 Napoleon durch Sachsen eskortiert haben, muss sich also in Richtung Osten, bzw. Süden und dann weiter nach Osten bewegt haben. Es ist angesichts der Umstände des Russlandfeldzuges eher unwahrscheinlich, dass dein Vorfahr lebend zurückkehrte.
      Insgesamt könnte die Sache also stimmen.

      Viele Grüße

      Gunter
      Hallo Gunther,

      danke für Deine interessanten Informationen....

      Von einem anderen Ahnenforscher hab ich erfahren, daß es im Staatsarchiv Dresden sogenannte (Monats-)Verpflegungslisten des besagten Chevaulegers-Regiment gibt. Evtl. auch die Verlustlisten. Da ich seinen vollständigen Namen weiß, könnte ich evtl. darüber näheres über seine Herkunft (oder Ableben) erfahren.

      Liebe Grüße
      Wenn Du nur Zitronen hast, mach Limonade drauß.

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      • #4
        Die Monatsverpflegungslisten für das Regiment Prinz Johann nebst Depot findest Du für den Zeitraum Januar 1812 – Juni 1813 im HStA Dresden im Bestand 11 242 unter der Nummer 157.
        In den Listen kannst Du in den Rubriken Zuwachs, Abgang und Arrestanten nach Deinem Vorfahren suchen. Falls er allerdings in diesen Rubriken nicht auftaucht, wirst Du ihn in den Listen nicht finden, da sonst nur die Offiziere namentlich aufgeführt werden.
        Die Namen werden in den Listen zwar meist sehr gut leserlich geschrieben, für Details solltest Du deutsche Schreibschrift lesen können.
        Falls Dein Vorfahr in den Rubriken nicht auftaucht, dürfte eine Recherche in den Totenlisten (Bestand 11 243, beide Bestände sind als Onlinefindbücher einsehbar) nur noch einen Zufallstreffer bringen, da er auch bei einem Versterben im Lazarett in den Monatslisten in Abgang gebracht wurde. Die Bürokratie hat damals ordentlich funktioniert.
        Die Akten kannst Du übrigens per email vorbestellen (Vorlaufzeit 7 Tage), beim Besuch im HStA (z.Zt. Marienallee) Personalausweis nicht vergessen. Fotokopien werden im HStA Dresden problemlos angefertigt.
        Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

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        • #5
          Zitat von Da Capo Beitrag anzeigen
          Die Monatsverpflegungslisten für das Regiment Prinz Johann nebst Depot findest Du für den Zeitraum Januar 1812 – Juni 1813 im HStA Dresden im Bestand 11 242 unter der Nummer 157.
          In den Listen kannst Du in den Rubriken Zuwachs, Abgang und Arrestanten nach Deinem Vorfahren suchen. Falls er allerdings in diesen Rubriken nicht auftaucht, wirst Du ihn in den Listen nicht finden, da sonst nur die Offiziere namentlich aufgeführt werden.
          Die Namen werden in den Listen zwar meist sehr gut leserlich geschrieben, für Details solltest Du deutsche Schreibschrift lesen können.
          Falls Dein Vorfahr in den Rubriken nicht auftaucht, dürfte eine Recherche in den Totenlisten (Bestand 11 243, beide Bestände sind als Onlinefindbücher einsehbar) nur noch einen Zufallstreffer bringen, da er auch bei einem Versterben im Lazarett in den Monatslisten in Abgang gebracht wurde. Die Bürokratie hat damals ordentlich funktioniert.
          Die Akten kannst Du übrigens per email vorbestellen (Vorlaufzeit 7 Tage), beim Besuch im HStA (z.Zt. Marienallee) Personalausweis nicht vergessen. Fotokopien werden im HStA Dresden problemlos angefertigt.
          Hallo Da Capo,

          vielen, vielen Dank für Deine Infos. Gut, ich werde mich dann mal in Kürze auf die Suche machen. (Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen)....

          Liebe Grüße
          Wenn Du nur Zitronen hast, mach Limonade drauß.

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