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    Ich habe mal eine Frage zu der Schnelligkeit, mit Nachrichten von Schlachten überbracht werden konnten. Beispiel: Die Schlacht um Elchingen und Ulm 1805. Wie schnell konnten Berichte darüber damals beispielsweise nach England gelangen?

  • #2
    Unter Napoleon gab es Telegrafenlinien, bei denen man mit Sichtzeichen arbeitete. Das funktionierte nur bei gutem Wetter. Diese Telegrafenlinien reichten aber nicht bis nach England, warum auch? Berichte zur Schlacht von Waterloo 1815 erschienen bereits zwei oder drei Tage später in der Londoner Times. Mit Angabe der Namen gefallener und verwundeter Offiziere. Die Korrespondenten werden da wohl eher mit Brieftauben gearbeitet haben Die heute noch existierende Nachrichtenagentur Reuters arbeitete damals auch mit Brieftauben.

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    • #3
      Klingt einleuchtend. Dann suche ich mal Infos darüber wie schnell so eine Taube unterwegs sein konnte, um einen ungefähren Anhaltspunkt zu haben. Danke!

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      • #4
        In der Wikipedia steht, dass nach der Schlacht von Waterloo die englische Regierung mit Brieftauben über den Sieg informiert wurde (im Artikel "Brieftauben"). Bei Ulm und Elchingen sieht das aber ein wenig anders aus. Ich glaube nicht, dass englische Korrespondenten bei der Schlacht dabei waren. Deshalb, und auch wegen der größeren Entfernung dürfte das da etwas komplizierter gewesen sein. Eine mögliche Variante wäre Information bis Paris per Boten oder Telegraph. Danach Brieftauben??? Dann müssten aber englische Spione/Agenten in Frankreich über englische Brieftauben verfügt haben. Ob das so einfach war?

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        • #5
          Hallo allerseits,

          Das Thema hatten wir schon mal unter:

          http://www.napoleon-online.de/phpBB2/viewtopic.php?t=414&highlight=brieftauben

          Da gabe es noch einen Wikipedia Artikel, den wir herangezogen haben:
          http://de.wikipedia.org/wiki/Taubenpost

          Mittlerweile habe ich meine damalige Meinung allerdings den Gegebenheiten anpassen müssen.

          Die Biographie von Corti „Die Rothschilds“ erwähnt die Geschichte von den Brieftauben.
          Allerdings entpuppt sie diese als eine Legende.
          Nathan Rothschild hatte weltweit alle Vertreter des Bankhauses angewiesen, ihn schnellstens über Nachrichten den Feldzug 1815 betreffend zu unterrichten. Darüber hinaus hatte er Kapitänen die mit dem Festland verkehrten Prämien für die rascheste Übermittlung ausgesetzt.
          Einer seiner Agenten in Oostende soll druckfrisch die erste Zeitungsnachricht auf den nächsten Segler mitgenommen haben. Damit gelang die erste Nachricht vom Ausgang der Schlacht bereits am Morgen des 20ten Juni nach London. Die Englische Regierung wollte diese nicht glauben, bis am 21ten Juni Major Percy endlich eintraf.

          Tatsächlich lässt sich in keinem der Wikipedia Artikel eine authentische Quelle finden.
          Gruß
          Mephisto

          "Es sind zwey Formeln, in denen sich die sämmtliche Opposition gegen Napoleon befassen und aussprechen lässt,
          nämlich Afterredung (aus Besserwissenwollen) und Hypochondrie." Goethe 1807 :attention:

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          • #6
            Ich habe das mit der Times noch mal nachgeschlagen. Am 22. Juni erschien der Artikel mit der Überschrift "British killed and wounded". Ein Abdruck der Times ist im Buch "Kein guter Tag zum Sterben" von Axel Martin Paul zu lesen. Das spricht eher für das was Mephisto schreibt.
            Zuletzt geändert von KDF10; 02.12.2011, 15:40.

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