Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Westphälische Einheiten aus Sachsen-Anhalt

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Westphälische Einheiten aus Sachsen-Anhalt

    Ist jemanden bekannt, ob sich rekrutierte Soldaten und Offiziere aus den ehemaligen preußischen Landesteilen, die zwischen 1808 und 1813 zum Königreich Westfalen gehörten, in bestimmten Einheiten (auf Regiments- oder Bataillionsebene) konzentrierten? Da die Grundstruktur der Armee aus den kurhessischen und westfälischen Zeiten stammte, mussten die neuen Gebiete (insbesondere interessiert mich das Territorium des heutigen Sachsen-Anhalt) irgendwo zugeordnet werden. Also Städte und ihr Umfeld wie Halle/Saale, Halberstadt usw. spielen eine Rolle.
    Nicht dabei sind die erhaltenen Fürstentümer der Anhaltiner, die bekanntlich nicht zum neuen Königreich Westfalen gehörten, sondern selbstständig agierten und ihre Soldaten in die Fürstendiviision entsandten.

  • #2
    Schwierig zu beantworten. Zum Territorium des heutigen Sachsen-Anhalt kann ich dir momentan nichts sagen. Die Soldaten des 7. und 8. westphälischen Infanterie-Regiments kamen z. B. hauptsächlich aus dem Gebiet Hannover/Minden. Es gibt aber immer wieder Ausreißer, die da nicht reinpassen. Das Bataillon der Mecklenburg-Strelitzer gehörte zum Beispiel zum 127. französischen Linien-Infanteriregiment.

    Gerade bei den Westphalen ist das besonders schwierig. Die hatten sehr hohe Verluste. Manch ein Soldat wurde einberufen in z. B. das 7. westphälische Infanterie-Regiment und starb als Soldat des 3. Infanterie-Regiments, weil es das 7. nicht mehr gab. Ist nur ein Beispiel, also bitte keine Diskussionen, wann das 7. Regiment aufgelöst wurde.

    Ich habe zwar Daten zu etwa 6.000 Vermissten mit Angaben zu ihrem Heimatort und ihrer Einheit, aber der preußische Leutnant Meyer, von dem diese Listen stammen, hat sich offensichtlich für Sachsen Anhalt nicht interessiert.

    Kommentar


    • #3
      Nein, es gab zumindest keine gewollte Konzentration. Im Gegenteil, man war von Seiten der Behörden bemüht, eine Konzentration zu verhindern.
      In den Gesetzestexten des Königreiches gibt es da – soweit ich mich recht entsinne – auch Auflistungen über die Verteilung von Rekruten, die diese Praxis belegen.
      Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

      Kommentar


      • #4
        Danke für die Hinweise, das deckt sich mit meinen Vermutungen. Schade, dass in der Geschichte kaum etwas über jene Soldaten weiter gegeben wurde. Um so mehr wissen heute Interessierte über die Schwarze Schar unter dem Braunschweiger Herzog, als er für ein paar Tage im Juli 1809 zwischen Halle/Saale und Halberstadt im heutigen Sachsen-Anhalt unterwegs war

        Kommentar


        • #5
          Im Internet gibt es mehrere Bände der Bulletins des Königreichs Westphalen. Auf die Schnelle habe ich nichts gefunden, außer einer ellenlangen Anweisung für die Konskription aus dem Jahre 1808. Da steht aber nichts über die Stationierung drin. Falls du die Bulletins nicht kennst (hast), unten der Link. Klick beim ersten Titel auf "Mehr Ausgaben". Das dürfte dann ziemlich vollständig sein. Die Bücher sind 200 Jahre alt und zweisprachig: französisch und deutsch. Eignen sich also auch zum Lernen der französischen Sprache (für die, die Bedarf haben, z. B. ich).

          http://www.google.de/search?q=bullet...ks&tbo=1&hl=de
          Zuletzt geändert von KDF10; 26.11.2012, 14:52.

          Kommentar


          • #6
            Danke für den Tipp, ich habe es gespeichert und weiß nun, was ich am 25. und 26. Dezember tun werde ...

            Kommentar

            Lädt...
            X