Wachen und Kuriere des Generalstabes

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  • admin
    Administrator
    Colonel
    • 30.09.2006
    • 2700

    Wachen und Kuriere des Generalstabes

    In der sehr interessanten Instruktion Napoleons an Berthier vom 30. März 1809 findet sich auch eine sehr interessante Passage über Truppen, die er den Korpskommandeuren und dem Generalstab für diverse Aufgaben zuteilte ... hier der sinngemäß übersetzte Text (aus http://www.1809.napoleon-online.com/...d=26&Itemid=33):

    Aus den Depots der Husarenregimenter, die sich in Spanien befinden, sollen Kompanien von 80 bis 150 Mann gebildet werden. Diese Kompanien werden den Marschällen zum Wach- und Ordonnanzdienst zugeteilt. Sie sind für die Unterhaltung dieser Einheiten verantwortlich.

    Dem Generalstab attachiere ich ein provisorisches Regiment Jäger zu Pferd; dieses wird in Versailles aus 2 Schwadronen des 26. Regiments Jäger zu Pferd und je 1 Schwadron des 10. und 22. Regiments Jäger zu Pferd formiert. Dazu werden dem Generalstab zugewiesen ein Bataillon aus Neuchatel, ein Schweizer Bataillon, eine Kompanie mit 100 Gendarmen und eine Kompanie Guiden. Mit diesen Truppen besetzt der Generalstabschef Posten im rückwärtigen Raum der Armee zur Bewachung der Verbindungslinie, sowie zur Begleitung von Boten.

    Der Großstallmeister benötigt Postillone der Post von Frankreich sowie 80 Pferde, um mit diesen die 60 letzten Meilen hinter der Armee absolvieren zu können.
    Interessant, welch großer Truppenteil dem Generalstab zugewiesen wurde !

    Markus Stein
    "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben
  • Uwe Wild
    Erfahrener Benutzer
    Sergent
    • 02.10.2006
    • 121

    #2
    Bedeutet das, zum Generalstab gehörten auch 80 Postillione? Ein interessantes Thema!

    Gruß
    Uwe

    Kommentar

    • admin
      Administrator
      Colonel
      • 30.09.2006
      • 2700

      #3
      Das würde ich jetzt explizit nicht rauslesen, da es in der Instruktion in einem gesonderten Absatz steht (ich habe es nur mit aufgeführt, da es ein interessanter Punkt ist) ... überhaupt ist diese Stabsarbeit ja interessant, und erstaunlich, welch hoher Personalaufwand hier betrieben wird ... zumal man sich ja in "befreundetem" Gebiet (Bayern) befand.

      Markus Stein
      "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

      Kommentar

      • Uwe Wild
        Erfahrener Benutzer
        Sergent
        • 02.10.2006
        • 121

        #4
        Zweckfreundschaft - Besser Franzosen als Österreicher. Ist auch heute noch so

        Gruß
        Uwe

        Kommentar

        • Gunter
          Erfahrener Benutzer
          Chef de Bataillon
          • 01.10.2006
          • 1380

          #5
          Markus,

          1812 waren das sogar noch mehr. Darunter ist noch nicht mal die Eskorte und Palastwache des Kaisers enthalten. Das sind alles Einheiten, die allein Berthier unterstanden.

          Grüße,

          Gunter

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          • HKDW
            Erfahrener Benutzer
            Colonel
            • 02.10.2006
            • 2986

            #6
            Mit der Post wurden unter anderem auch Berichte der Marschälle an Napoleon oder Berthier 1806 versendet - was dieser dann rügen mußte, da dies doch zu insicher sei.

            Kommentar

            • Gunter
              Erfahrener Benutzer
              Chef de Bataillon
              • 01.10.2006
              • 1380

              #7
              Inwiefern soll das denn unsicherer gewesen sein? Ein Adjutant ohne Eskorte ist ja auch nicht viel anders als ein normaler Kurier. Mit Eskorte dauert die Übermittlung allerdings länger.

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              • HKDW
                Erfahrener Benutzer
                Colonel
                • 02.10.2006
                • 2986

                #8
                Wahrscheinlich hatte der normale Postbote etwas Schwierigkeiten bis zum Hauptquartier reibungslos durchzudringen.

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