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Preuss. Dragoner und ihre Kav.-Karabiner ...

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  • #16
    Die Krabinertrageweise zwischen 1806 und 1815 kann schon unterschiedlich gewesen sein, da der Karabiner der Dragoner 1806 doch viel länger als der spätere war.

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    • #17
      Aber wie das "GEFECHTSMÄSSIG" aussehen soll
      - das mit dem Kolben nach unten (womöglich noch in einem ledernen
      Kolbenschuh, so wie bei den frz. Dragonern) - weiß man immer noch
      nicht, hast Du da eine Abbildung, damit das klarer wird ???


      Also, am Karabiner ist auf der linken Seite eine Laufstange befestigt. Auf der läuft (daher der Name) ein Ring, in den der Karabinerhaken greift (der wiederum ist am Bandelier; auf diversen Abbildungen sehrg gut zu sehen).
      Wenn der tapfere Dragoner geschossen hat und vorwärts oder zurück reiten muß, läßt er das Gewehr fallen und es bleibt an seiner Seite rumbaumeln.
      Natürlich ist dieses Verfahren nur für kurze Strecken geeignet; Reisemarsch oder gar Auf- und Absteigen würden eine Tortur für Mann + Roß sein.
      Wenn die Waffe so hängt, ist sie auch nicht im Kolbenschuh fixiert.
      (kannste hier sehen http://www.napoleon-online.de/Neuman...hr_Tafel10.jpg)
      Andererseits ist das Gewehr beim Reisemarsch mit Kolbenschuh und Schlagriemen (?) fixiert und hängt nicht im Karabinerhaken.
      War grob gesagt bei ALLEN damaligen Armeen so.

      Beide Arten sieht man immer mal auf Bildern oder Figuren (bei Figuren-Herstellern sehr beliebt ist der Kavallerist zu Fuß, dem der Karabiner an der Seite bammelt)

      Es gab bei Preußens bis 1806 eine Sorte Kavallerie-Karabiner, die so austariert war, daß im Hängen der Kolben nach unten fiel, anders wäre nämlich der Ladestock verloren gegangen. Dazu habe ich aber noch nie eine Abbildung oder Figur gesehen, lediglich ein oder zwei Originalwaffen in Kaub und ein Foto in Bleckwenns "Altpreuß.Schußwaffen".

      Mit der Heeresreform verschwand in Preußen diese Waffe oder der Ladestock wurde auch noch an einem haken am Bandelier getragen (dies Detail ist mir nicht mehr geläufig). Ergebnis war, daß die Trageweise mit Kolben nach unten nicht mehr vorkam.

      Alle Klarheiten beseitigt?

      Gruß
      Jörg

      P.S. Natürlich gab es Abweichungen vom Prinzip. So hatten z.B. die französischen Dragoner -folgt man nicht zeitgenössischen Bildern- eine Zeitlang das Gewehr über der Schulter.
      The light at the end of the tunnel
      is from an oncoming train.

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      • #18
        So, habe doch noch eine Abbildung gefunden für "Kolben nach unten".
        Wenn ich wüßte wie, würde ich es hier anhängen.
        Einstweilen gehst Du bitte auf
        www.grosser-generalstab-de / unhalt / knötels uniformkunde

        und suchst Dir Band III / Tafel 42 "Husar vom Regiment Usedom 1806"

        Gruß
        Jörg
        The light at the end of the tunnel
        is from an oncoming train.

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        • #19
          hi michael, kann ich dir zuschicken....hab natürlich unmengen an bildern,
          die jügelbilder sind z. teil um 1819-21 entstanden, sprich in der uniformierung stand 1815..., hab sehr viel dragonermaterial...was suchst du den genau...
          kann ich n. woche machen, bin zur zt. unterwegs...


          zu den karabinern 1806, soweit ich weiss, wurden die ollen flinten* bis 1814 benützt, danach wurde vieles komplett französisch ( aus den versailler depots), für sättel , zaumzeug und pistolen ist das belegt, da die franz. ausrüstung wesentlich besser und fortschrittlicher war....

          *denke aber das die läufe schon 1813 gekürzt wurden....der m1801 und sogar m1787 waren bis 1814 im umlauf...der m1811 war sicherlich nicht so häufig anzutreffen...
          Ein Soldat kann seinen Kopf verlieren, aber niemals einen Knopf!

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          • #20
            Hallo "Cuirassier", Danke für Deine Antworten ...

            Kannst Du mir aber - vorab - meine Fragen a, b und c
            zwecks "wer ist der Künstler" noch beantworten ???

            Toll, wenn das mit den scans klappen würde.
            Bei mir gehts um das neue 1/72 Figuren-Set von Italeri (Set Nr. 6081),
            "PREUSS. KAV.". Da sollen dort preuss. Linien-Dragoner in neuer Uni-
            formierung (die Uniform nach der Feldzugskatastrophe von 1806-1807)
            drin sein. Und nach Sichtung meines Bildmaterial sah ich, das ich dort
            noch etwas mau bin.

            Wie unter d.) schon gesagt, interessiert mich vor allem Dein
            "KNÖTEL" Bild das die Königinen-Dragoner zeigt, und Deine Datei
            "DRAGONERSCHUSS063".

            Wenn Du noch was anderes interessantes hast - das die
            Uniformierung von 1812-1815 zeigt - kannst Du mir das gern
            zukommen lassen, eilt aber nicht.

            Die Jügel und Wolf Sachen (werden hier ja auch im Forum
            schon als komplette Tafelserie gezeigt), habe ich aber schon
            komplett, das brauch ich also nicht nochmals ;-)

            Also dann, Grüße Michael

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            • #21
              Danke Jörg ...

              nun weiss ich, wie das richtig auszusehen hatte :-)

              Gruß Michael

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              • #22
                ok, schicke anfang n. woche die genauen infos....
                der dragoner 1805/6 ...ist aus c. kling, bekleidung und ausrüstung der preuss. kavallerie bis 1807....der schiessende dragoner ist aus ner quelle um 1814..ohne nennung...
                hast du abb. der packung, würde mich interessieren...)
                gruss uwe
                Ein Soldat kann seinen Kopf verlieren, aber niemals einen Knopf!

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                • #23
                  Nochmals ...

                  Hallo "Cuirassier" alias Uwe,

                  so machen wirst mit den scans, nur keine Hektik ;-)

                  Ich kann Dir von besagte Set leider nur die Rückansicht
                  von der Schachtel zeigen, die hab ich irgendwo mir aus dem
                  Netz gezogen, weis jetzt aber nicht mehr wo, Vorderseite,
                  oder gar Gussäste hab ich auch noch nirgendwo gesehen,
                  leider.

                  Nochmals zu deinem "Nachnapoleonischen" Jügel u. Wolff Bild,
                  das wo der Dragoner wild mit dem Säbel über seinen Kopf rum-
                  schwingt:

                  So soll also die Anbringung des Kav.-Karabiners während
                  des Gefechts, während des Marsches und während des auf- und ab-
                  steigens vom Pferd sein, weil das sonst (lt. Jörg) für Reiter und Pferd
                  zu strapaziös sei.

                  Und diese Anbringung, so wie hier - mit Lauf nach unten - dargestellt,
                  so soll das nach Abschluß der Heeresreform - "theoretisch" - allgemein
                  getragen worden sein.

                  Aber, die Trageweise mit dem Karabinerhaken am Bandolier, und diesen
                  Haken wiederum an der Waffe eingehakt, und die Waffe mit dem Lauf
                  nach unten zeigend, und baummelnd an der Hüfte, das wurde 1813-1815
                  schon "AUCH" noch so getragen, aber halt nur kurzfristig, z. B. nach nem
                  Schusswechsel, oder auf der Flucht.

                  So müßt das doch jetzt aber schon passen, oder immer noch nicht ???

                  Übrigens, wann war den eigentlich diese Heeresreform (die nach
                  der Katastrophe 1806-1807) bendet, etwa 1808, oder erst später ???

                  Viele Grüße, Michael
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                  • #24
                    Der Karabiner am Bandelier bedeutet nichts anderes als damit auch geplänkelt werden kann, es ist also nicht zwingend notwendig ihn auch so in der Schlacht zu tragen.


                    Je nach Länge des Karabiners wurde der Lauf nach oben bzw unten getragen.
                    Angehängte Dateien

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                    • #25
                      @michael; die abb. zeigt ja dragoner um 1813...mit einem dubiosen mantelsack...bis 1812 hatten alle dragoner noch den schönen alten pallasch und den schweren deutschen sattel... 1808/9 dargoner würde die lithewka nicht passen....die hatten durchweg noch die kollets....gruss uwe


                      ps...nach 1819 wurden alle dragoner wieder mit karabiner bewaffnet....
                      Ein Soldat kann seinen Kopf verlieren, aber niemals einen Knopf!

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