Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Schwarzer Kürass Garde du Corps

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Schwarzer Kürass Garde du Corps

    Hallo die Herren.Mein Name ist Peter.
    Ich möchte Euch mal meinen Kürass zeigen und bitte um Bestimmung.Schuppenketten aus Eisen,Messingbänder gestempelt mit russischen Buchtsaben,Schließblech gestempelt,Brustniet re.gestempelt"5C",li"3".Futter vorn mit Stempel-siehe Foto.Rückenfutter mit Trägerschild.Das L auf dem Trägerschild bedeutet" Lehr"oder "Leib"Eskadron??Wo kann man den über den Sergant Sagner noch etwas finden?Der Kürass ist aus ca 2,5 mm Blech,das Rückenteil ist aufgedrückt.Beide Teile und Schuppen sind mit schwarzer Farbe angemahlt.Randwulst umgelegt.Fütter original eingenäht-paßt zu den beiden Teilen.Reste der Roten Schnur noch vorhanden.Lederriemen scheint auch alt zu sein,auf der Schließe keine Marken.
    Ist es ein Kürass aus dem Zarengeschenk 1814-1819??Im Netz ist leider kaum was zu finden über den Schwarzen Kürass.
    Mit Gruß
    Angehängte Dateien

  • #2
    Das Etikett schent mir vom Stil her aus dem Kaiserreich nach 1870 zu stammen. Ist aber nur ein Gefühl, kann es ncht belegen.

    Das L kann nur für Leib-Kompanie (die 1. Kompanie, deren Chef der König war) stehen

    Der Küraß selbst stammt wahrscheinlich vom Zaren, wenn er russische Markierungen trägt.
    Die Kürasse aus dem Zarengeschenk wurden 1897 ausrangiert. Zur Feier des 100. Geburtstages Kaiser Wilhelms I. schenkte Kaiser Wilhelm II. dem Regiment eine Garnitur formschöner schwarzer Kürasse.

    Was wiegen Vorder- und Rückenteil des Panzers ? Und wie breit ist er und wie hoch ? Wie breit und lang die Achselbänder ("Schuppenketten") ? Welchen Durchmesser hat die rote Schnur ?
    Zuletzt geändert von Sans-Souci; 11.01.2013, 21:23.

    Kommentar


    • #3
      Die Verarbeitung und die kyrillischen Buchstaben auf dem Scharnieren sind schon recht eigen !!!! könnte russisch sein !!!!!

      Kommentar


      • #4
        Hallo,ich mache Morgen neue Fotos.
        Der schwarze Kürass GdC ist ja eigendlich ein "Russe".Habe noch auf dem rechten Scharnier und auf dem Schließblech Buchstaben gefunden.Hersteller oder Abnahmestempel?Die Fütter sind aber nun mal vom GdC.
        Das Schild im Rückenfutter ist vielleicht vom letzten Träger.Im Futter vorn sind einige Namen/Eitragungen zu erkennen.Vielleicht kann jemand den Runden Stempel deuten.
        Mit Gruß
        Angehängte Dateien

        Kommentar


        • #5
          Hallo,hier noch ein paar Angaben:Höhe Vorderteil von Spitze bis Unterkante Halsausschnitt ca 40 cm bis Schulterkante ca 45 cm/Breite ca 35 cm,Schuppenbreite ca 42 mm,Bänderlänge siehe Fotos,fürs Gewicht muß ich erst noch nee Waage besorgen.
          Hat den Jemand hier in Forum so einen Kürass zum vergleichen??
          Mit Gruß
          Angehängte Dateien

          Kommentar


          • #6
            Hier etwas Hintergrundinfo zu den schwarzen Kürassen in Rußland, mit manchen offenen Fragen und einem für mich unentzifferbaren russischen Aufatz zu dem Thema:

            http://www.napoleon-series.org/cgi-b...read;id=130982

            Zum Etikett, das die Bezeichnung Leib-Eskadron trägt. 1888 fiel die Einteilung in Kompanien beim Regiment der Gardes du Corps fort, das Etikett stammt also aus dem Zeitraum 1888 bis 1897, in letzerem Jahr erhielt das Regiment ja neue schwarze Kürasse.

            Es gibt in der Zeitschrift für Heereskunde 1958, pp. 86-94, einen Aufsatz "Die Bekleidung und Ausrüstung der preußischen Kürassiere 1809-1909" (I. Fortsetzung) von Georg Petschke, in dem er zwei schwarze Kürasse der Garde du Corps beschreibt und abbildet:















            Kommentar


            • #7
              Der sogenannte Küraßhaken, den man am Scharnier auf der linken Schulter sieht, wurde übrigens wohl erst lange nach 1814/1819 angebracht. Aus dem Aufsatz von Peschke:

              Das breite sämischlederne Bandelier lag auf der linken Schulter und rutschte infolge des Gewichtes der Kartusche nach innen, so daß es am Kollerkragen oder auch am Halse rieb. Um das zu vermeiden, wurde der Messigstift des linken Achselbandscharniers nach innen um etwas mehr als seine ursprüngliche Länge verlängert und nach außen umgebogen. In dem so entstandenen Haken lag nun das Bandelier unverrückbar fest. Die Zeit der Einführung dieses Küraßhakens auf der linken Schulter ist unbestimmt. Beim 7. Kürassier-Regiment soll er schon 1836 in Gebrauch gewesen sein, während er beim 1. Kürassier-Regiment erst durch kriegsministerielle Verfügung vom 25. 4. 1860 eingeführt worden ist. Der Küraßhaken ist auch bei einem Teil der Offizierskürasse zu finden.

              Kommentar


              • #8
                Dieses Problem hatten die Russen nicht, denn sie trugen die Achselklappen über dem Kürass und hielten so das Bandelier an seinem Ort.

                Grüße

                Gunter
                Zuletzt geändert von Gunter; 25.01.2013, 00:06.

                Kommentar


                • #9
                  Hallo,
                  *Dieses Problem hatten die Russen nicht, denn sie trugen die Achselklappen über dem Kürass und hielten so das Bandelier an seinem Ort.*
                  Dan währe das ja ein Hinweiß das der Kürass auf alle Fälle "DEUTSCH" ist.
                  Habe die Teile mal gewogen:Vorderteil ca 2,7 Kg,Hinterteil ca 2,8 Kg.
                  Die Brust scheint aber doch eine Nummer Kleiner zu sein.In Russland ist dieser Kurass wohl schon 1840 ausgemustert wurden.Hergestellt wurden ca 24000 Stück.Das da eine Erzatzbeschaffung fur das GdC ein Problem gewesen sein soll kann ich nicht Glauben.Laut dem Link:
                  http://www.napoleon-series.org/cgi-b...read;id=130987
                  liegt in Moskau nur noch einer(!)mit eisernen Schuppenbändern.Später wurde Messing verwendet.Die Schuppen an dem Kürass stimmen mit der Beschreibung Überein,die Bänder sind aber länger,was wohl an der anderen Größe des Rückenteil liegt.Es wurden auch 3 Größen Hergestellt.
                  Es steht geschrieben das "mehrere Meister/Fabrikanten"an dem Kürass gearbeitet haben.Die Stempel an den Bändern sind sicher vom Hersteller bzw.Abnahmestempel.
                  Kann jemand den Runden Stempel deuten ?? GdC 4 C* ??
                  Hat jemand noch so einen Kürass zum Vergleichen ??
                  Mit Gruß
                  Angehängte Dateien

                  Kommentar


                  • #10
                    Mit 5,5 kg für beide Teile ist Dein Küraß dann wesentlich leichter als der von Peschke bescriebene, der - samt Küraßmanschetten, die aber wohl kaum 2kg wiegen - auf 7,5 kg kommt.

                    Ich halte den Küraß trotzdem für originär russisch, der Küraßhaken wurde in der preußischen Armee, auch bei den weißen und gelben Kürassen, erst später durch einfaches Auswechseln des Stiftes angbracht.

                    Der runde Stempel könnte bedeuten: R[egiment der] G[ardes] d[u] C[orps].

                    Der Rest, weiß ich nicht. Für das kleine T (?) habe ich gar keine Erklärung. Für 4 (?) und C, G, O, oder 0 könnte man raten:

                    4[te] C[ompagnie] (der Küraß wäre dann später an die 1. (Leib-)Eskadron übergegangen.)
                    40 [Bestandsnummer des Ausrüstungstücks]

                    Oli

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von 0 Ahnung Beitrag anzeigen
                      Dan währe das ja ein Hinweiß das der Kürass auf alle Fälle "DEUTSCH" ist.
                      Wie kommst du denn darauf? Meine Aussage bezog sich nur auf die Tatsache, dass die Russen den Kürasshaken nicht brauchten. Über die Herkunft deines Kürasses sagt das nichts aus, er wird wohl russsisch sein, da die Haken nachgerüstet wurden.

                      Grüße

                      Gunter

                      Kommentar

                      Lädt...
                      X