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  • Sans-Souci
    antwortet
    Vielen Dank - hab's auch in Otto Heym's Geschichte des Corps (Berlin 1890) gefunden

    Nach der Offizier-Nomenklatur wäre August Dinter (Heym, No. 956), früher Feldjäger (kein Austrittsdatum angegeben), in österreichischen Diensten irgendwann Ober-Lieutenant geworden. Am 6. April 1813 trat er als Seconde-Lieutenant wieder in die preußische Armee ein. Die Ranglisten ab 1813 führen ihn nicht mehr beim Reitenden Feldjäger-Korps, sondern beim Generalstab ("zur Dienstleistung"), in den er dann am 9. Januar 1816 einrangiert wurde. Die Rangliste von 1817 (S. 18) bestätigt das. Heym liegt also falsch, wenn er angibt, Dinter wäre erst 1829 in den Generalstab versetzt worden.

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  • Spaen
    antwortet
    zu #13 Wie ich schon schrieb konnten sie nur auf besonderen Antrag zur Armee überwechseln !

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  • Spaen
    antwortet
    #12 Hallo Sans-Souci, insgesamt nahmen 5 Feldjäger in Österreich Dienst. Namentlich bekannt ist mir nur der Feldjäger Dinter. Dieser war 1815 Premier-Leutnant bei der Adjutantur des I. AK. Bekannt ist , dass alle bei Ausbruch des Befreiungskrieges wieder in Preußische Dienste getreten sind, also hatten sie wohl den preußischen Dienst zeitweise verlassen.
    Die Feldjäger Wegner und Enig begleiteten sogar Schill auf seinem Zug. Beide wurden daraufhin aus der Korpsliste gestrichen, 1809 aber wieder ins Korps aufgenommen.
    Eine Teilnahme von Feldjägern des Korps am Feldzug 1812 ist mir nicht bekannt.

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  • HKDW
    antwortet
    Im Kriegsfall wurden die Feldjäger vorrangig als Kolonnen,- Kurier,- oder Fourier-Jäger gebraucht. Demzufolge wird das Korps nie als Gesamtheit eingesetzt. Weitere Aufgaben bestanden in Bewachung des Königlichen Hauptquartiers, Eskorte des Königs, Verhinderung der Desertation usw. In der Friedenszeit waren die wesentlichsten Aufgaben Kurierdienst, persönliche Dienstleistung beim König oder bei Mitgliedern des Königlichen Hauses, Manöverbegleitung und Reisebegleitung des Königs, Wachdienst, Grenzpostierungen u.ä.
    Also doch militärisch eingebunden und ohne Grund werden sie ja nicht in den Rang- und Stammlisten geführt.
    Sie hatten halt eine andere Aufgabe als ein klassisches leichtes Kavallerie Regiment.

    Danke für die weiteren ausführlichen Informationen, Quellen wären wie immer eigentlich notwendig wenn man weiter nachlesen will, den Kling Band III hab ich.

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  • Sans-Souci
    antwortet
    Zitat von Spaen Beitrag anzeigen
    Auch ist es z.B. vor 1813 vorgekommen, dass von Einzelnen zeitweise Dienst in der österreichischen Armee geleistet wurden.
    Kannst Du da nähere Angaben zu machen ? Sind die Namen dieser Diensttuer bekannt ? Geschah das im Feldzug 1812 ? Wurden diese Reitenden Feldjäger dann zur Österreichischen Armee abkommandiert, oder wurden sie verabschiedet und traten danch in österreichische Dienste ?

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  • Spaen
    antwortet
    # 10............aber sie wurden wohl auch nicht ohne Grund Jäger genannt.

    Richtig- der Grund für die Benennung ist einfach der, dass die Angehörigen i.d.R. aus dem zivilen Forstfach stammten. Um deine Zweifel auszuräumen seien mir einige, auf Grund des zur Verfügung stehenden Raumes, nur kurze Ausführungen gestattet.
    Schon die offizielle Bezeichnung "Reitendes Feldjäger- Korps" weist auf den eigenständigen Charakter dieser Truppe hin. Grundsätzlich wird in der Literatur eine strikte Trennung zu den Fußjägern gewahrt. (Bsp. , wenn du es kennst Kling Band III oder Andere)
    Obwohl das Korps militärisch organisiert, uniformiert und bewaffnet war, hatte es keinen ausschließlich militärischen Charakter und war keine Kampftruppe. Stets wies es eine enge Verbindung sowie eine stete Wechselwirkung zum zivilen Forstwesen auf. Ein Großteil der zivilen Forststellen war mit nicht mehr aktiven oder zeitlich inaktiven Mitgliedern des Korps besetzt.
    Im Verlauf der langen Korpsgeschichte ab 1740 wechselten Aufgaben und Tätigkeitsschwerpunkte mehrfach.
    Das Korps aus freiwilligen Forstbediensteten (nur sehr geringe Ausnahmen) wies einen hohen Bildungsstand auf, der es für verschiedene Verwendungen außerhalb des zivilen Forstdienstes
    qualifizierte. U. a. wird das beispielhaft dadurch deutlich, dass ab 1798 alle einfachen Feldjäger den Rang eines Feldwebels der Armee erhielten. Ab 1808 bekamen alle Gemeinen das Offiziers-Portepee zugestanden. Mitte des 19. Jh. bestand das Korps bei wenigen Ausnahmen grundsätzlich aus charakterisierten Offizieren.
    Im Kriegsfall wurden die Feldjäger vorrangig als Kolonnen,- Kurier,- oder Fourier-Jäger gebraucht. Demzufolge wird das Korps nie als Gesamtheit eingesetzt. Weitere Aufgaben bestanden in Bewachung des Königlichen Hauptquartiers, Eskorte des Königs, Verhinderung der Desertation usw. In der Friedenszeit waren die wesentlichsten Aufgaben Kurierdienst, persönliche Dienstleistung beim König oder bei Mitgliedern des Königlichen Hauses, Manöverbegleitung und Reisebegleitung des Königs, Wachdienst, Grenzpostierungen u.ä. .
    Ab 1798 dienten geeignete Feldjäger zur Auffüllung des Generalstabes. Ab 1830 waren auch einige Feldjäger in den Landesvertretungen Preußens im Ausland stationiert. So in Petersburg, Paris, London usw. In der Friedenszeit fand i.d.R. eine Reduzierung der Korpsstärke statt. Alle Überschiessenden wurden in zivilen Forststellen "geparkt" , um im Kriegsfall wieder zum Korps zu stoßen. Die nicht beim Korps verwendeten konnten auf besonderen Antrag zur Armee übertreten und wurden dort in entsprechenden Befehlsstellen verwandt. Auch ist es z.B. vor 1813 vorgekommen, dass von Einzelnen zeitweise Dienst in der österreichischen Armee geleistet wurden.
    Seit 1817 wurden nur noch gediente Leute aus den Jäger- oder Schützen- Bataillonen eingestellt wurden. Seit 1820 ändern sich die Schwerpunkte. Ein Teil der Aufgaben wird von der neu aufgestellten Armee-Gendarmerie übernommen.
    Das in aller Kürze zur Verdeutlichung meiner obigen Aussage.
    Zum Aussehen und für weitere Informationen verweise ich auf die entsprechende Literatur und die zahlreich existierenden Abbildungen, die bis auf kleine Unklarheiten im Wesentlichen ein stimmiges Bild wiedergeben.

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  • HKDW
    antwortet
    Danke für die detaillierte Auflistung - Quellenangaben wäre wie immer auch sehr schön, warum sollten die Feldjäger zu Pferd nicht zu den Jägern gehören? Dass sie eine anderen Aufgabe als die Jäger zu Fuß hatten ist schon klar, aber sie wurden wohl auch nicht ohne Grund Jäger genannt.

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  • Spaen
    antwortet
    [QUOTE=Colonel;n51165]
    der Ort könnte Mittenwalde heißen. Er liegt südlich von Berlin......


    Zur Erinnerung die Standorte des Königlich Preußischen Feldjäger-Regiments am Anfang des Jahres 1806 für Interessierte:

    Mittenwalde: Stab, Leib-Kompanie (York), Kommandeurs-Kompanie (Witzleben), Komp. Rötecken, Komp. Rougecambre

    Zossen: Komp. Valentini, Komp. Lichtenhayn

    Münchberg: Komp. Charcot, Komp. Werner

    Beelitz: Komp. Leonhardy, Komp. Massars

    Ansbach: Komp. Waldenfels, Komp. Ciriacy (nur formal, tatsächlich standen beide Kompanien beim Westfälischen Observationskorps)

    Grundsätzliche Anmerkung: Das Feldjäger-Korps zu Pferd hatte nicht das Geringste mit dem Feldjäger-Regiment zu tun und gehörte nicht zur Jägerwaffe!

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  • admin
    antwortet
    Im "Plan von 1806" findest Du eine Tafel zum IR56 Tauentzien ... weiter viel Erfolg mit dem tollen Napoleon-Wiki wünscht Dir
    Markus Stein

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  • Bataaf
    antwortet
    Vielen Dank für die viele Hinweise zu diese Truppe. Ich suchte mir das Regiment Tauenzien, jetzt muss ich die Feldjäger finden.

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  • admin
    antwortet
    Und hier noch andere Darstellungen des Feldjägerkorps im Uniformenportal (bis auf Kielmansegge und den Tiroler Jägern)

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  • Sans-Souci
    antwortet
    Die Serie ist von Horvath, 1792. Ein 56. Infanterie-Regiment wurde erst 1794 errichtet.

    Die beiden Feldjäger-Corps:

    https://books.google.de/books?id=LSNXAAAAcAAJ&pg=PA123

    https://books.google.de/books?id=LSNXAAAAcAAJ&pg=PA162

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  • Colonel
    antwortet
    Hallo,
    der Ort könnte Mittenwalde heißen. Er liegt südlich von Berlin.
    Viele Grüße

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  • Bataaf
    antwortet
    Bedankt zal ik maar zeggen.

    Morgen kijken of ik over deze regimenten iets vinden kan. Ik had er geeneens aan gedacht dat het cavallerie kon zijn. Is natuurlijk zo.

    Nu nog even verder met september/oktober 1806. Spannend.

    Alfred.

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  • DrsRob
    antwortet
    Ich lese: "Feldjäger zu Pferd - Copenick", und: "Feldjägercorps zu Fuss - Mittenwald".

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