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Ausrüstung der französischen Dragoner

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  • #16
    Äh,

    hier bei napoleon-online gab es das Manuel d´Habillement nach Bardin als Download.
    Jetzt soll es wohl paar Euronen kosten.
    Da sind jedenfalls Zaumzeuge, Sättel, Mantelsäcke und das ganze Zeugs abgebildet.
    Vielleicht hilft das auch ein Stück weiter?

    Gruß
    Jörg
    The light at the end of the tunnel
    is from an oncoming train.

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    • #17
      Manuel d'Habillement

      Stimmt Jörg, an die (eigenen ) Tafeln habe ich nicht gedacht ... ich werde diese aus dem Gesamtdokument extrahieren und hier rein stellen ... ansonsten sind die "alten" Monatsbücher für einen kleinen "Unkostenbeitrag" zu bekommen.

      Schöne Grüße
      Markus Stein
      "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

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      • #18
        Hallo Markus,

        danke für die Abbildungen.
        Das Problem was ich habe ist nur, dass der Dragonersattel etwas anders gestaltet war als die Abbildungen.

        Wenn mich nicht alles täuscht ist der eine Sattel (mit Fell) ein Husarensattel und der andere einer der Chasseurs.

        Wenn Du weißt wo es die alten Monatsbücher bekommen, sag es mir bitte (sorry aber ich bin noch Neu hier und kenne mich noch nicht so gut aus)

        Wie gesagt kann auch was kosten.

        Trotzdem vielen Dank

        Gruß
        Dragon
        Zuletzt geändert von Dragon; 07.11.2006, 19:50.
        Valeur et Discipline

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        • #19
          Hallo Jörg,

          kannst Du mir vieleicht sagen woher ich die Manuel d´Habillement nach Bardin bekomme?

          Das scheint mir das Richtige zu sein, so wie Du es beschreibst.

          Kann auch ruhig was kosten, ich finde sonst wirklich nirgendwo etwas genaus für den Nachbau.


          Gruß
          Dragon
          Valeur et Discipline

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          • #20
            Dragonersattel ab 1818

            Ich habe mir gerade selbst ein frühes Weihnachtsgeschenk gemacht, nämlich das berühmte Tafelwerk von Auguste de Moltzheim L'Armée Francaise sous la Restauration 1814-1830 mit mehr als 600 (!) Tafeln - ein echter Prachtband, und dazu mit wunderschönen Uniformen, übrigens dann die nahezu perfekte Umsetzung des berühmten Bardin Reglements.

            Aber zurück zum Thema ... anbei 4 Tafeln mit abgebildeten Sätteln für Dragoner (1820 bis 1824) sowie für die Jäger zu Pferd (1818) ... da sich auf jeden Fall nichts geändert hat, kann man diese Abbildungen gut als Vorlage nehmen.

            Schöne Grüße
            Markus Stein
            P.S. das "Bardin-Reglement" wird in Kürze unter www.militairbibliothek.de zu bestellen sein
            Angehängte Dateien
            "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

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            • #21
              Ich halte auch das Werk von Moltzheim für ein großartiges Werk, auch wenn der Preis mich bisher immer erschreckt hat, es zu kaufen. Auch wenn es eine spätere Zeit behandelt, und auch später gemacht worden, finde ich so viele kleine Details wieder, die ich von Reenactment her kenne, sei es über das Garnisonsleben, oder über die Art bestimmte Gegenstände zu benutzen, oder noch über Reglements, daß es einfach Spaß macht. Man merkt, daß er seinen Fach richtig gekannt hat, was man von vielen Bildermaler nicht erwarten sollte.

              Schöne Grüße
              PY

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              • #22
                Moltzheim

                Genau ... und wegen des überaus stattlichen Preises habe ich auch sehr mit mir gerungen - aber da es schon ewig bei Scholz herumstand (was ich auch an Staubspuren demonstrieren konnte) habe ich einen kleinen Preisnachlass herausgeholt ... und wenn man bedenkt, dass über 600 Tafeln großformatig in hervorragender Qualität gedruckt wurden (bei einer limitierten Auflage von 400 Stück), liegt der Tafelpreis bei etwas über 50 ct, also im Bereich dessen, was ich ggf. für qualitativ hochwertige Kopien bzw. Ausdrucke zu Hause löhnen dürfte.

                Bzgl. der Qualität der Uniformdarstellungen gibt es kaum Besseres ... und man muss fast die Meinung des Herausgebers teilen, selten gab es schönere Uniformen in Frankreich als während dieser Restaurationsphase.

                Markus Stein
                "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

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                • #23
                  Satteldecken der Dragoner-Mannschaften

                  Mir ist aufgefallen, dass die Satteldecken (franz. housses) der Dragoner-Mannschaften (trifft im allgemeinen auch für diejenigen der Kürassiere und Carabiniers zu) in der Literatur praktisch durchweg als mehr oder weniger quadratische demi-housses (auch tapis genannt) dargestellt werden, die in der Regel vorn noch vor dem Sattelgurt enden und auf allen Seiten mit einer gut erkennbaren Borte versehen sind. In den Quellen finde ich diese Form aber gar nicht so häufig. Etwa hier bei diesem Aquarell, das einen Dragoner des 7. Regiments zeigt (von einem Soldatenbrief, datiert den 10. September 1808 in Crema/Italien; nach Charrié, Lettres de guerre, S.155):




                  Sehr gut bezeugt sind ähnliche, wenn auch nicht völlig identische demi-housses dagegen für die Zeit Ludwigs XVI., so etwa durch eine Ordonnanz von 1779. Hier auszugsweise eine Tafel mit Dragonern:

                  http://www.photo.rmn.fr/C.aspx?VP3=S...D=2C6NU0PI524U


                  Die demi-housses der napoleonzeitlichen Quellen werden dagegen m.E. in ihrer überwältigenden Mehrheit eher rechteckig dargestellt. Sie reichen vorn bis zum Sattelgurt, unter dem das vordere Ende eingeklemmt zu sein scheint oder über den es gerade noch zu liegen kommt. Die vordere Borte der Satteldecke ist in der Regel nicht sichtbar. Exemplarische Darstellungen von Dumoulin (1799), Hoffmann (1804), Martinet (1807[?]), aus dem Ms.Otto (1807/8), und von Bommer ("1813"):

                  Dumoulin:
                  http://commons.wikimedia.org/wiki/Fi...n-IMG_5490.JPG

                  Hoffmann:
                  http://www.bertrand-malvaux.fr/p/190...onde-1791.html

                  Martinet:
                  http://www.collin-estampes.fr/?idp=4589&idr=49&lang=

                  Ms Otto (Dempsey, Napoleon's Soldiers):


                  Bommer (Quelle: http://www.amazon.de/Dresdner-Bilder...thomas+hemmann, S.167):




                  Weiter zeigen einzelne Quellen noch für die Kaiserzeit auch bei Mannschaften vollständige housses, die wie bei den Offiziersschabracken über den Sattelgurt hinausreichen und erst unter den Pistolenholsterkappen (diese sollten für die Dragoner gerundet sein, dargestellt sind aber oft auch spitz zulaufende) bzw. der demi-schabraque enden (NB: im Französischen bezeichnen die Wörter schabraque und demi-schabraque scheinbar nicht die Sattel- oder Schweissdecken, sondern speziell die Fellüberzüge für die Sättel, gross bei der leichten Kavallerie, klein bei der schweren und Linien-Kavallerie). Es handelt sich offensichtlich um die im Erlass vom 26.10.1801 (An X) beschriebenen Satteldecken für die schwere Kavallerie und die Dragoner (zu finden, wie schon vom Admin erwähnt, im Le Goupil. Kann hier als pdf heruntergeladen werden: http://www.reenactor.ru/ARH/PDF/bardin1812.pdf). So z.B. Martinet, Bommer (5. Regiment, vermutlich für 1813), eine kolorierte Zeichnung, die ein Dragoner des 20. Regiments einem Brief, datiert vom 22. Juni 1813 in Leipzig, beigegeben hat (und die nicht nur Bommers Darstellung der Satteldecke bestätigt, sondern auch ganz der von ihm hinzugefügten Bemerkung betreffend Fellüberzug in Kriegszeiten entspricht), oder auch eine wie es scheint gleichfalls zeitgenössische Darstellung eines gewissen F. Haspari (Lesung unsicher) mit Darstellung eines Dragoners vom 5. provisorischen Regiment, um 1809-12. Seltsamerweise laufen hier die Borten auch um die Einsatzstücke der Satteldecke herum (glaubwürdig?):

                  Haspari:
                  http://fr.muzeo.com/reproduction-oeu...1812/haspari-f

                  Martinet:
                  http://www.napoleon-series.org/image...7Dragoonsb.jpg

                  Bommer (Quelle: http://www.amazon.de/Dresdner-Bilder...thomas+hemmann, S.125):


                  Brief aus Leipzig (das Grün von Uniform und Satteldecke erscheint heute blau; nach Charrié, Lettres de guerre, S.225):




                  Was soll man nun daraus schliessen? Dass selbst die angesehensten Uniformkundler uns einen grossen Bären aufbinden, wenn sie uns weismachen wollen, dass die übliche Satteldecke (demi-housse, tapis) der Mannschaften der Dragoner (und der schweren Reiterei) nahezu quadratisch und vor dem Sattelgurt endend gewesen sei? Waren nach dem Zeugnis der Quellen nicht v.a. auch rechteckige demi-housses sowie z.T auch noch vollständige housses in Gebrauch? Je nach Regiment, allenfalls auch innerhalb der Regimenter schwadrons- oder kompanieweise, bei einzelnen Reitern?

                  Meinungen?
                  Zuletzt geändert von Tellensohn; 25.01.2015, 09:43.

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