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Weimaer Scharfschützen

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  • Weimaer Scharfschützen

    In diesem Werk befindet sich eine Darstellung der Weimaraner Scharfschützenbataillons von 1806 (Abb.9).

    http://ora-web.swkk.de/digimo_online...igen&a_id=2365

    In dieser Darstelllung tragen die Scharfschützen lange Stangen, die wie die Lanzen der österreichischen Grenzerregimenter aussehen und eine gleiche Verwendung vermuten lassen.
    Gibt es hierzu weitere Quellen, die die Verwendung solcher Lanzen bestätigen?
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

  • #2
    Hier der direkte Link zum Bild:

    http://ora-web.swkk.de/img-digimo/jp...80562_0059.jpg

    Die Dinger sehen eher aus wie Zeltpfähle, eine echte, als Waffe tauglich scheinende Lanzenspitze haben sie jedenfalls nicht.

    Wozu waren die Lanzen bei den Österreichern denn gut ?

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    • #3
      Da die Stutzen (vor der Einführung des Haubajonetts) kein Bajonett hatten, diente diese "Lanze" einerseits als Ersatz dafür (primär bei der Verteidigung gegen Kavallerie), andererseits aber hatte sie einen Haken, wo man den Stutzen zwecks ruhigeren Schusses auflegen konnte.

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      • #4
        Siehe auch Bild 8

        http://ora-web.swkk.de/digimo_online...igen&a_id=2365

        Hier sieht man im Hintergrund einen Scharfschützen der an dieser Stange seinen Hirschfänger aufgepflanzt hat, der Mann im Vordergrund feuert ohne diese Stange zu benutzen, eigentlich ein unhandliches Teil für Jäger.

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        • #5
          Merci, die Weimaraner "Lanzen" scheinen keinen Haken zu haben - allerdings kann das auch einfach eine Nachlässigkeit des Zeichners sein, der sich ja auch bei der Darstellung der genauen Trageweise dieser "Lanzen" weitgehend zurückhält, nur bei Bild 9 sieht man unten jeweils den Anfang eines Lederriemens mit einer kleinen Lederschlaufe (?).

          Hier Bild 8 im Detail:

          http://ora-web.swkk.de/img-digimo/jp...80562_0057.jpg

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          • #6
            Nach der Trageweise mit dem „Lanzen“-Schuh nach oben ist eher zu vermuten, dass der Haken (so denn einer vorhanden war) nicht zu sehen ist. Die österreichischen Lanzen hatten eine Metallschiene mit drei Aussparungen zum Einstecken das Hakens (wohl um in der Höhe variabel zu sein). Wenn die Lanze auf den Kopf gestellt getragen würde, könnte der Haken herausfallen. Im Wiener Arsenal ist übrigens eine solche Lanze zu bestaunen.

            Die Weimaraner sollen ja angeblich das sächsische Scharfschützenreglement von 1804 übernommen haben, welches Vorschriften zum Lanzenfechten nicht enthält (dafür von Büchsen redet, die wiederum die sächsischen Scharfschützen nicht hatten). Da sie auch 1806 noch diese Lanzen geführt zu haben scheinen, wäre eine zweite Quelle zur Bestätigung äußerst interessant.
            Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

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            • #7
              Die Weimaer Lanzen sind nicht als Auflegenhilfe gedacht - siehe Bild 8 - hier schießt der Jäger freihändig und trägt die Lanze auf dem Tornister, dieses unhandliche Teil sollte - nach den bildlichen Darstellungen - zum Aufpflanzen des Hirschfängers dienen und dem Schützen eine lange Nahkampfwaffe zu geben.

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              • #8
                Nachdem was uns die Bilder zeigen, hast Du sicher Recht. Aber zeigen sie uns alles? Deshalb mein Wunsch einer 2.Quelle.
                Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

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                • #9
                  Deutlich zu erkennen ist am unteren Ende der Stange die Aufpflanzvorrichtung. Für leichte Truppen erscheint mir das eine reichlich sperrige Ausrüstung zu sein, gerade wenn man keine Vorrichtung zum Auflegen der Büchse erkennen kann.

                  Grüße

                  Gunter

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