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Die Trageweise der saechsischen Feldflasche

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  • Die Trageweise der saechsischen Feldflasche

    Besagte Feldflasche wurde anscheinend sowohl an einem Riemen an der Seite. als auch nach russischer Art auf dem Tornister getragen.

    Nun habe ich aber ein Problem damit mir vorzustellen wie es funktionieren soll das man mit dem Gewehr im Arm marschiert, um dann bei Bedarf auf den Tornister zu langen um einen Schluck Wasser zu nehmen.

    Was mich auch ein wenig verwirrt ist der laengliche Pompom der auf den Uniformtafeln des kleinen Buchs von Markus Stein und Peter Bunde gezeigt wird. Wurde der auch im Feld getragen?

  • #2
    Die Feldflasche...

    wurde wohl mit Hülfe eines Kameraden erreicht.
    Anders ist es kaum vorstellbar.

    Gruß
    Jörg
    The light at the end of the tunnel
    is from an oncoming train.

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    • #3
      Das Problem ist ganz einfach zu lösen – wer unter Gewehr marschiert, trinkt nicht. Dafür wurde gerastet und dann kam der Mann auch an seine Feldflasche. Die Beziehung zum Trinken (Wasser) war damals eine ganz andere. Es war gängige Meinung, dass Trinken, wenn man z.B. vom Marsch erhitzt war, schädlich für den Körper ist. Es wurde geradezu angeordnet (z.B. bei den Märschen des VII.AK im Juli 1812), dass der Mann nicht viel trinken soll.

      Das mit dem Pompon ist eine gute Frage, die Dir keiner beantworten kann. Die sächsische Infanterie erhielt zwar mit der Neuuniformierung 1810 (Einkleidung Frühjahr 1811) Regimentszeichen (Pompons Regimentsfarbe/weiß wie abgebildet), allerdings sollten die Kompanien Kompaniezeichen führen, deren Festlegung dem Brigadier, aber wohl auch oft dem Regimentskommandeur überlassen wurde, Hauptsache war, die Einheitlichkeit im Regiment bzw. in der Brigade war gewährleistet. Die Herren Divisionärs klagen 1811 – 1813 oft genug über die zu große Kreativität in diesen Dingen.
      Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

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      • #4
        Intermezzo:
        Die Trageweise Feldflasche und kleine Kampftasche verpackt im Rucksack (in der kleinen Kampftasche, sprich Brotbeutel befand sich das Kochgeschirr, in welchem die übrige Verpflegung verstaut war) war auch noch während meiner Bundeswehrzeit vor nicht ganz 30 Jahren üblich - auch schon 'mal als Info für zukünftige BW-Reenactors, die dann auf das Forum stossen . Getrunken, gegessen und geraucht wurde dann auch nur während der Marschpausen.
        Zuletzt geändert von fusilier; 17.01.2013, 23:19.
        << Le Prussien >> links des Rheins
        Les Grognards de la Somme
        4éme régiment d'infanterie de ligne 2éme bataillon
        http://lesgrognardsdelasomme.jimdo.com/

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        • #5
          Die Praxis nur auf Befehl zu trinken war über sehr lange Zeit üblich. Diese Frage wurde selbst im Kaiserreich noch intensiv diskutiert, auch unter dem Hinweis, dass die Bauern bei der Feldarbeit im Sommer auch ständig trinken würden. Soldaten zählten da offenbar als eigene Spezies. Im Gegensatz zur arbeitenden Zivilbevölkerung kippten auffällig viele Soldaten im Sommer um.

          Durchaus nachvollziehbar sind natürlich Probleme mit der Ordnung in der Truppe, wenn alle nach Bedarf trinken. Dann lösen sich Leute individuell aus der Marschordnung, um ihre Flaschen aufzufüllen. Da ist es selbstverständlich besser, wenn das organisiert wird. Schwierig wird es nur dann, wenn die Führung ignorant mit dem Problem umgeht.

          Grüße

          Gunter

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          • #6
            Danke fuer die Antworten.

            Bedeutet das nun das beide Tragweisen der Wasserflasche bei einer im Kampf befindlichen Formation anzutreffen gewesen waeren?

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