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sächs. Kürassiere mit österr. Fahne?

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  • sächs. Kürassiere mit österr. Fahne?

    Bei Dresden (27.08.1813) haben die sächs. Zastrow-Kürassiere in Verbindung mit der 4.Eskadron der Leib-Kürassier-Garde zwei Fahnen des österreich. Infanterie-Regiments Wacquant (No.62) erbeutet.

    Nun habe ich in einer handschriftlichen anonymen Geschichte der Kürassierbrigade im Zusammenhang mit diesem Ereignis folgenden Satz gefunden: „Mürat, welche bey dem Regimente Zastrow zeither den Mangel an Estandarte wahrnahm, wirkte bey Napoleon noch an dem nemlichen Abend die Erlaubnis aus, eine der an diesem Tage eroberten Fahnen hinführo als Siegeszeichen zu führen“.

    Ist dem Auditorium eine Quelle bekannt, die diese Aussage bestätigt bzw. dieser widerspricht?
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

  • #2
    Also eine Infanteriefahne bei der Kavallerie, kann ich nicht recht glauben

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    • #3
      Da muss ich mich HK anschließen. Wie soll das denn gehen? Infanteriefahnen waren vom Format her doch viel zu groß um auf dem Pferd geführt zu werden.

      Grüße

      Gunter

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      • #4
        Tja, was soll ich sagen.

        1) Es steht geschrieben.
        2) Sollte der Zustand der Fahnen bekannt sein, denn eine Stange mit ein paar Fetzen daran, sind auch für eine Reiter zu handhaben.

        Deshalb wären Quellen äußerst hilfreich.
        Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

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        • #5
          Vielleicht findet sich in diesem Werk was :

          Lettres et documents pour servir à l'histoire de Joachim Murat, 1767-1815, publiés par s.a. le prince Murat. Avec une introduction et des notes par Paul Le Brethon...

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          • #6
            Ich muss auf dieses Thema noch einmal zurückkommen.

            Mein Wissen über die österreichischen Fahnen dieser Zeit ist nur rudimentär. Danach waren die Fahnen aus bemalter Seide, exakte Angaben zu Größe des Fahnenlappens und der Stange habe ich nicht. Die Fahnenausgaben fanden um 1792 statt, d.h. insofern bis 1813 keine neuen Fahnen ausgegeben worden waren, dürfte der Zustand der Fahnen des Regiments No.62 nicht der bete gewesen sein (wobei sich meiner Kenntnis entzieht, wo dieses Regiment sich zwischen. 1792 und 1813 so alles herumgetrieben hat).

            Die sächsischen Standarten-Stangen hatten eine Länge von 2,86m, evtl. ist eine österreichische Fahnen Stange nicht wesentlich länger?

            Dazu kommt, dass Murat Kavallerist war. Er ist sicher als recht spontan bekannt, aber dass er einem Kürassierregiment eine im 1a-Zustand befindliche Infanterie-Fahne als Feldzeichen zubilligt, die beim kleinsten Windhauch den Standartenträger aus dem Sattel hebt, lässt, insofern die Geschichte wahr ist, m.E.n. eher Rückschlüsse auf den Zustand der Fahne als auf den Geisteszustand des Paradiesvogels zu.

            Und das von HKW erwähnte Werk habe ich mangels Sprachkenntnis nicht unter die Lupe genommen.
            Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

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            • #7
              Die österreichischen Infanterie-Fahnenlappen waren nach den Verordnungen vom 06.12.1806 und 15.05.1807 rund 1,40 hoch und 1,58 breit. Die Stange mit Krone hatte eine Länge von 2,84m.
              Gegenüber einer Standarte (hier für Sachsen 0,61 m hoch und 0,57 m breit) ist die Dimension des Lappens natürlich immens, bei der Stange (hier für Sachsen 2,68 m und nicht 2,86 m) nimmt sich das hingegen nicht viel.

              Es dürfte - so es denn so gewesen ist - jedenfalls recht schwierig gewesen sein, ein solchen Teil auf einem Pferd zu führen.
              Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

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