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ein seltener Scheunenfund, Säbel mit Koppel eines Offiziers der leichten Kavallerie

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  • ein seltener Scheunenfund, Säbel mit Koppel eines Offiziers der leichten Kavallerie

    Heute möchte ich der Gemeinschaft ein wie ich finde ein nicht uninteressantes Fundstück aus dem frühen 19.Jahrhundert vorstellen.
    Vor einiger Zeit wurde mir ein Scheunenfund aus dem Braunschweiger Raum angeboten. Es handelte sich dabei um einen alten Offizierssäbel komplett mit dazugehörigen Gehänge.
    Obwohl der Säbel in einem ziemlich schlechten Zustand war ( eine dicke Schicht Patina auf den Messingteilen, der Bügel am Säbelgefäß und die Klinge gebrochen) hat mich der fast komplette und unberührte Fundzustand gereizt.
    Ich vermute es handelt sich um einen Säbel für einen Offizier der leichten Kavallerie aus der Zeit zwischen 1800 und 1830. Leider konnte ich bisher das Konvolut noch nicht genau zuordnen, obwohl das Säbelkoppel (vergoldete Löwenkopfschließe und Verbindungsringe in der Form eines abgestumpften Dreiecks) einen französischen Einfluss zeigt.
    Ich würde mich sehr über Informationen, Meinungen und Tipps zu diesem Fundstück freuen. Deshalb habe ich ein Foto beigefügt, das den Fundzustand zeigt und ein Foto nach der ersten Reinigung der Messingteile. Das dritte Bild zeigt die Schließe des Koppels.
    Säbel 1.jpgSäbel 2.JPGKoppel1.jpg

  • #2
    Hallo,

    schöner Fund,
    reinige den aber Bitte nicht mit Poliermitteln, dadurch zerstörst du die Vergoldung.

    grüße

    Chasseur

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    • #3
      Hallo Husar14,

      denkst Du das Du hier mehr erfahren kannst, als im Blankwaffenforum?

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      • #4
        Sieht aus wie ein Säbel der leichten Kavallerie aus dem Konsulat bis Ende Premier Empire, Offiziersmodell, d.h. privat besorgtund nach dem Geschmack des Eigentümers zusammengestellt. Diese Griffform war auch nach der Einführung des Säbels Modell An 12 weiter populär.
        Die Scheidenbeschläge sprechen auch dafür, man finden ähnliche oft bei LHoste/Resek, Sabres portes par l'Armee
        francaise. Der Löwenkopfknauf kommt auch vor.
        Allerdings: auf einem Bild sind noch die Trageringe an der Scheide, auf dem nächsten nicht, ist die Scheide aus Messing? Wenn ja, waren die oft Feuervergoldet, lasse um Gottes Willen die Finger von Poliermittern. Das Koppel ist sehr interessant, aber auch hier gehört das wohl in die Hand eines Lederrestaurators, mit den falschen Mitteln zerstört man die Struktur.

        Chasseur

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        • #5
          Ist der Griffbügel abgebrochen oder abgesägt, oder soll die Parierstange so aussehen ?

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          • #6
            Vielen Dank für die Informationen.Leider ist der Griffbügel abgebrochen. Die Scheide ist auch aus Messing. Ich hatte die Trageringe entfernt um die Scheide besser Reinigen zu können. Säbel und Scheide waren mit einer dicken Schicht von Schmutz und Patina überzogen. Auf der Fehlschärfe der Klinge sind die Buchstaben "A" und "S" eingeschlagen.
            Die Löwenköpfe des Koppels haben einen Durchmesser von nur 42 mm. Meine anderen französischen Schließen haben einen Durchmesser von 45 mm wie ihn auch Petard in seinen Bücher für die leichte Kavallerie angiebt.
            370_Gürtelschließe a.jpg
            Ich bin mir aber nicht sicher, ob die Abmessungen bei allen französischen Offizierskoppel immer eingehalten wurden. Vielleicht kann mir jemand noch weitere Quellen zum Thema französische Säbelkoppel der leichten Kavallerie mitteilen.

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