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Preußische Artillerie

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  • Preußische Artillerie

    Hallo zusammen,
    Fragen an die Preußen-Experten:
    Sind die Geschütze, etc. im Kameke von 1837 vergleichbar mit dem Material von 1813-1815? Er bezieht sich auf Grundformen von 1816.
    Leider ist Preußen für mich eine Black Box, kann da jemand weiter helfen?
    Vorab vielen Dank.

  • #2
    Von weitem sahen die Geschütze 1837 wohl noch etwa so aus wie 1816. Im Detail gab es viele Veränderungen.

    Welche, kannst Du in Malinowskys und Bonins Geschichte der brandenburgisch-preussischen Artillerie nachlesen:

    https://books.google.de/books?id=Eap...sec=frontcover

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    • #3
      Prima, schau ich mir gleich mal an

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      • #4
        Eine ganz gute Übersicht bietet auch Müller:

        https://books.google.de/books?id=IzoRAAAAYAAJ&pg=PR1

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        • #5
          Prima, schau ich mir gleich mal an.
          Beim ersten Überfliegen scheint es aber so zu sein, dass die 1809 eigeführten Muster weitgehend bis 1837 gültig waren, mit leichten Änderungen.

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          • #6
            Die Frage ist allerdings welches Material wurde tatsächlich benutzt? 1813 doch auch britisches oder anderes Geschützmaterial.

            Sind die Modelle 1809 - in ausreichenden Stückzahlen produziert gewesen um zumindest die zu dieser Zeit existierenden Batterien auszurüsten - oder wurde noch älteres Material benutzt.

            Dann könnte man auch im Streit - siehe Anhang oder auch

            Abhandlung Von der Eintheilung, Bespannung und Transport des Geschutzes,
            auch anderer Fahrzeuge, nicht minder der Artilleristen, Schirrbediente,
            Knechte und Pferde, bei Kriegeszeiten in der Königlich Preussischen Armee
            Die Internetpräsentation des Objektes finden Sie unter der Adresse

            http://digital.bib-bvb.de/webclient/...viewer&pid=337 2919

            eine weiter Abbildung im Netz gefunden auch angehängt

            Angehängte Dateien

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            • #7
              Hallo Hans-Karl,
              vielen Dank dafür. Ich vermute, der 6pfd mit Protze ist aus dem Archiv Marburg? Die "Abhandlung" ist mir bekannt, kann bei der MDZ in sehr guter Qualität runtergeladen werden.
              Die Überlegungen sind ganz richtig, ich möchte mich aber mehr auf die Trainfahrzeuge (hier vor allem auf den Vorratswagen und die Feldschmiede) konzentrieren. Es gab zwar auch in der Zeit vor 1837 einen Vorratswagen, ich weiß aber (noch) nicht, ob er in der Erscheinung wie gezeigt.
              Angehängte Dateien

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              • #8
                Mist, warum werden die Bilder immer so klein?
                https://reader.digitale-sammlungen.d...207_00039.html

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                • #9
                  Nach meinem Wissen setzte eine (gedruckte) bleibende Normierung der Artilleriefahrzeuge erst 1816 und 1817 (s.h. neben den o.g. Werken u.a. Leitfaden zum Unterricht in der Artillerie für die Königl. Preuß. Brigade-Schulen, Berlin 1818) ein, auch weil dann eine genaue Übersicht über das vorhandene eigene und fremde Material verfügbar war. Die Normung sollte auch als in die Zukunft gerichtet (so wie dies heute auch der Fall ist) angesehen werden, d.h. neues Material wird nach der Norm angeschafft, das alte Material bleibt bis zum Ersatz durch neues im Dienst. Und aufgrund der prekären Staatsfinanzen dürfte das Altmaterial - hier als Beispiel der französische Munitionswagen - noch einige Jahre Dienst getan haben.

                  Von 1813 - 15 hat man bei der preußischen Artillerie das genommen, was man bekommen konnte. das dürfte in erster Linie altpreußisches Materialgewesen sein. Natürlich waren auch Exoten wie französische und englische 6-Pfünder oder auch sächsische 8-Pfünder (davon wurde im Frühjahr 1813 3 Stück neben einer 8pfd. Haubitze geklaut und als halbe Batterie (irgend eine hohe 30er Batterienummer) für die Landwehr mit Vorspann durch die Lande bewegt) im Einsatz.
                  Das bei Kameke gezeigte Material grundsätzlich auf das Erscheinungsbild 13-15 anzuwenden, wird dem nicht gerecht werden.

                  Bei den Vorratswagen hatten die Preußen - wenn ich den Ribbentrop richtig interpretiere - ohnehin einen Hang zum ordinären Leiterwagen. ob nun mit oder ohne Spriegel und Plane bzw. ausgeplankt mit festem Dach.

                  Die Bepackung der Vorratslafette bei Saueracker ist sicher auch etwas, was 13-15 so zur Anwendung kam.
                  Zuletzt geändert von Da Capo; 31.12.2020, 17:09.
                  Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

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                  • #10
                    Vielen Dank, da Capo. Hatte ich fast gedacht, schade.
                    Allen Foristen einen guten Start ins neue Jahr.

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                    • #11
                      zu # 6ie Frage ist allerdings welches Material wurde tatsächlich benutzt? 1813 doch auch britisches oder anderes Geschützmaterial.

                      Richtig! - Fast jede mobilgemachte Batterie verfügte über anderes Material. Das zog sich so bis 1870 hin. Um diese Zeit war sogar noch vereinzelt Material vom Typ C 16 und C 42 bei einigen Batterien in Gebrauch. Man muss jede einzelne Batterie betrachten. Für die Zeit der Befreiungskriege lässt sich aber das Meiste wohl nicht mehr nachvollziehen.


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                      • #12
                        Wenn es konkret darauf ankommt, bei den preuß. Batterien das eingesetzte Material 1813-15 zu recherchieren, dann ist zu konsultieren:

                        Vogel, J.L.: Theilnahme der königlich-preußischen Artillerie an dem Kampfe des Befreiungskrieges. In 15 der vorzüglichen Batterien dargestellt. Neudruck der Ausgabe Berlin 1846



                        Do, ut des

                        http://www.ingenieurgeograph.de

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