franz. Gardeartillerie bei Jena

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  • lucien
    antwortet
    Comment l’artillerie de la Garde impériale est-elle mise en place et quels sont les composants avec les ratios ?
    ici 1804/1805.
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  • Da Capo
    antwortet
    Wenn man die von Aide de camp ins Spiel gebrachten Abstriche ansetzt, kann sich folgendes ergeben:
    von 40 Geschützen fehlen 12 = 28 Stück
    28 Stück Geschütz mit 4 Pferden bespannt macht 112 Zugpferde mit 56 Mann Train
    Von den 28 Geschützen besetzen das 6te reitende und das 1te Fuß-Regiment jeweils 5 Geschütze, bleiben für die Garde noch 18.
    18 Stück Geschütz mit 8 Mann beritten = 144 Reitpferde.
    Macht zusammen 256 Pferde; von den genannten 447 Pferde sind dann noch 191 übrig, mit denen ich fast 48 Wagen mit 4 Pferden bespannen kann.

    Aufklärung können da nur die erwähnten 14tägigen "Situations des troupes" bringen, so denn vorhanden und verfügbar.

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  • lucien
    antwortet
    Le 01 octobre 1806. Foucart est excellent.
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  • HKDW
    antwortet
    eventuell werden nur die Reitpferde gezählt?

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  • Aide de Camp
    antwortet
    Eine Antwort auf unsere Fragen wird wahrscheinlich nur ein Blick in die originalen im Zweiwochenabstand verfassten "Situations des troupes" für die Garde impériale liefern, aus denen Foucart seine Zahlen mit Sicherheit auch bezogen hat.

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  • HKDW
    antwortet
    Foucart zeigt die Stärken ja auf einen ausfaltbaren Blatt - immerhin 42 Geschütze - was bei der noch kleinen Kaisergarde schon eine sehr große Nummer ist. Laut Juli 1806 wurde die Gardeartillerie ja neu organisiert und hatte im Kriegsfall 3 Eskadrons a 2 Kompanien, die Kompanie 75 Artilleristen plus Unteroffiziere. Üblicherweise bediente so eine Kompanie eine Batterie, in der Garde - 8 Geschütze. Im Frieden sollen es nur 2 Eskadrons gewesen sein. Ich geben Da Capo schon recht, die Anzahl der Pferde würde nicht ausreichen die Mannschaft beritten zu machen. Rätselhaft.

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  • Aide de Camp
    antwortet
    Die durch Dekret festgelegte etatmäßige Stärke eines Truppenteils ist die eine Sache. Was unter den sich verändernden Umständen des Einsatzes in der Realität zusammengekratzt werden kann, sieht dann oft ganz anders aus. Die französische Artillerie vor Jena war eine Mischung verschiedenster Geschütztypen und Größen. Soults IV. Armeekorps bspw. hatte fast ausschließlich österreichische Geschütze. Ähnliches Durcheinander bei der Garde-Artillerie, die laut Hourtoulle weitestgehend auf dem Marsch aus allem aufgefüllt wurde, was man vorfinden konnte. Man gliederte ein, was man unterwegs fand. 6 Geschütze wurden offenbar aus Mainz kommend eingegliedert, General Songis, der Generalinspekteur und Kommandeur der Artillerie organisierte 12 Geschütze aus dem großen Artillerie-Park dazu, 8 Geschütze sollen von Oudinots Division aus dem V. Armeekorps gekommen sein. Diese standen aber wohl auch erstmal nur auf dem Papier und waren bei der Garde noch nicht zugegen, weil sie sich noch auf dem Marsch befanden. 12 dieser Geschütze waren zur Schlacht von Jena überhaupt nicht vor Ort, weil sie sich am 13. Oktober noch auf dem Marsch bei Auma befunden haben sollen. Die ganze Zeit über zwischen dem Gefecht bei Saalfeld und der Schlacht bei Jena beklagen sich die französischen Marschälle darüber, dass der Zustand der Artilleriepferde sehr schlecht ist und selbst die preußischen Beutegeschütze nicht sofort weggezogen werden können, weil in den Ortschaften kein Pferd mehr zu finden ist und die preußischen Artilleriepferde, die man mit den Geschützen erbeutete, in einem erbärmlichen schwachen Zustand seien. (Brief Marschall Lannes an Napoleon vom 11.10.1806 und Bericht General Foucher, Kommandeur der Artillerie des V. Korps and General Songis vom gleichen Tag). Wie groß die Not an Pferden in diesen Tagen gewesen sein muss, lässt sich aus einem Tagesbefehl von Berthier vom 11.10.1806 entnehmen, in dem er die Praxis anprangert, dass Postpferde nach ihrem Auftrag nicht mehr an ihre ursprünglichen Poststationen zurückgeschickt werden, sondern als Zugpferde für jegliche Art von Militärfahrzeugen requiriert werden. Er kündigt an, dass zukünftig jeder mit Postpferden bespannte Wagen verbrannt und die verantwortlichen Offiziere betraft werden. (Tagesbefehl von Marschall Berthier vom 11.10.1806).

    Rechnet man jetzt noch die Verluste an Zugpferden durch Abnutzung oder Kampfhandlungen bis zuzm 01.11.1806 dazu, kann man sich den niedrigen Pferdebestand der Garde-Artillerie erklären.

    Dass unter diesen Umständen die Geschütze der Garde wahrscheinlich in einigen Fällen nicht 6-spännig und die Caissons teilweise nur 2-spännig gezogen wurden, scheint plausibel.

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  • HKDW
    antwortet
    Als die ersten reitenden Batterien zur Revolutionszeit errichtet wurden, war die Mehrheit auf diesen sogenannten Wurstwägen mobil gemacht, nur 3 Kompanien klassisch beritten, 1806 waren meines Wissens diese Wurstwagen nicht mehr im Einsatz. Die Österreicher benutzen auf keinen Fall den Wurstwagen, sondern die saßen auf den gepolsterten Lafettenschwanz des Kavalleriegeschützes - im Gegensatz dann zu den Bayern ab 1807.

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  • Da Capo
    antwortet
    Im Men-at-arms Heft „Artillery Equipments of the Napoleonisch Wars“ wird auf Seite 7 ein franz. Munitionswagen für reitende Artillerie (Kastenprotze mit aufgeprotztem Wagenteil) gezeigt, der vom Prinzip her (gepolsterter Deckel zum Aufsitzen der Mannschaft) den österreichischen „Wurstwagen“ für die Kavalleriebatterien entspricht.

    Ist die Verwendung solcher Wagen, was aus der reitenden (zumindest zum Teil) eine fahrende Artillerie macht, ein Grund für die Diskrepanz zwischen Mann und Pferd, die bei einer rein reitenden Artillerie viel zu groß ist?

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  • Spaen
    antwortet
    Einige Angaben, die noch der Experten-Ergänzung bedürfen:

    1805 bestand die Garde-Art. aus einer Schwadron leichter reitender Artillerie à 2 Kompanien, 1 Section Arbeiter 1 Komp. Train
    1806 gemäß Dekret vom 05. April aus 1 Regimentsstab (34 Personen) mit 3 Schwadronen à 2 Kompanien; jede Kompanie aus 25 Kanonieren 1. Klasse, 25 Kanonieren 2. Klasse, 25 Veliten, insgesamt 97 Mann (Off, Uffz, Brigadiers Tromp. und Hufschmied).
    im Frieden war der Pferdebestand 300 Stk. im Krieg ?? Der Garde-Art.-Train bestand aus 6 Kompanien. Stab: 13 Mann, jede Kompanie 85 Mann ; Pferdebestand im Frieden 220 Stk. Sollbestand im Krieg: 1000 Stk.?? Die Arbeiter-Komp. bestand aus 36 Personen.
    Erst mit Dekret vom 17. (12.) April wurde die Fußartillerie aufgestellt, gleichzeitig wurde die reitende Artillerie auf 4 Kompanien herabgesetzt.

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  • Da Capo
    antwortet
    Ich muss gleich noch Fragen hinterherschiebend.

    Meines Wissens war die Gardeartillerie 1806 nur eine reitende Artillerie.

    Nimmt man aber die Anzahl der Mannschaften und die Anzahl der Pferde kann da nicht viel beritten gewesen sein.

    Selbst der Pferdebestand vom 30.10.1806 reicht gerade aus, um jedes der 171 aufgeführten Artilleriefahrzeuge im Durchschnitt mit 3,6 Pferden zu bespannen.
    War ich bisher der Meinung war, dass die Geschütze (und evtl. auch die Munitionswagen) der reitenden Artillerie im 6er Zug bewegt wurden, so erzählen mir die Angaben im Foucart etwas anderes. Denn bei den genanten durchschn. 3,6 Pferden/Fahrzeug ist noch kein einziges Reitpferd berücksichtigt, was die Quote noch mehr verschlechtern würde.

    Hat hier jemand von Euch eine Erklärung oder gar das entsprechende Wissen?

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  • Da Capo
    hat ein Thema erstellt franz. Gardeartillerie bei Jena.

    franz. Gardeartillerie bei Jena

    Nach Foucart wird aufgeführt

    Garde imperiale, Artillerie unter Brigadegeneral Couin

    Artillerie der Garde mit Train
    01.10.1806 präsent 25 Offz 600 Mann 447 Pferde
    30.10.1806 20 Offz 432 Mann 627 Pferde, detachiert 88 Mann, 23 Pferde; 8 Mann im Hospital
    Linienartillerie der Garde attachiert
    1er Regt Fuß
    01.10.1806 2 Offz 43 Mann
    30.10.1806 Null
    6e Regt reitende
    01.10.1806 2 Offz 40 Mann 40 Pferde
    30.10.1806 Null

    Das Materielle (Stand 01.11.1806)
    20x 8-Pfünder
    14x 4-Pfünder
    8x 6-Zoll Haubitzen
    84 Munitionswagen Artillerie
    22 Munitionswagen Infanterie

    1.) Ist aus der Auflistung des Materiellen zu schließen, dass bei der Gardeartillerie alle genannten Geschütztypen zum Einsatz kamen?
    2.) Oder sind Geschütztypen eindeutig der Grade bzw. den attachierten Linieneinheiten zuzuordnen?
    3.) Wenn Frage 1.)mit JA beantwortet wird, heißt dass dann in der Folge, dass die Linieneinheiten lediglich zum temporären Auffüllen der Gardeeinheit verwendet wurden?

    Vielen dank für Eure Hilfe.
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