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Preussen bei Genappe 1815

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  • #16
    Die Unterscheidung zwischen einer Berline und einer Dormeuse lag in der Konstruktion. Während die Berline eine Reisekutsche war, war die Dormeuse als Schlafwagen mit relativ kleinem Innenraum, aber dafür mit Fußteil zum ausgestreckten Liegen. Daher auch der Name Dormeuse.

    Berline: http://de.wikipedia.org/wiki/Berline_(Kutsche)
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    • #17
      @Peter Schuchhardt

      Ich kann Dir leider nicht folgen. Auch eine Berline konnte als "Schlafwagen" hergerichtet sein. Woher hast Du die Information, dass eine Dormeuse ein eigener Kutschentyp ist? Ich denke, die von mir gepostete Definition bei Wikipedia ist hier deutlich. Auch sonst ist mir "Dormeuse" als eigener Kutschentyp noch nie begegnet, weder in Büchern, noch im Internet. S. bspw. auch hier:

      http://www.tradition-fahrkunst.de/fo...pen&gart=fotos

      Was die Konstruktion angeht: Das typische an der Berline war doch die Aufhängung des Kutschkastens, nicht dessen Innenausstattung. S. hier (Konstruktion und Typen):

      http://de.wikipedia.org/wiki/Berline_(Kutsche)

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      • #18
        Es dreht sich um die Bezeichnung zur UNterscheidung der Kutschen N's

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        • #19
          Zitat von Peter Schuchhardt Beitrag anzeigen
          Es dreht sich um die Bezeichnung zur UNterscheidung der Kutschen N's
          Zitat von Peter Schuchhardt Beitrag anzeigen
          Die Unterscheidung zwischen einer Berline und einer Dormeuse lag in der Konstruktion. Während die Berline eine Reisekutsche war, war die Dormeuse als Schlafwagen mit relativ kleinem Innenraum, aber dafür mit Fußteil zum ausgestreckten Liegen.
          Unterscheiden darf man schon, aber nicht zwischen "Berline" und "Dormeuse". Ersteres war wie gesagt ein Kutschentyp, letzteres ein Verwendungszweck. Das sind keine vergleichbaren Kategorien.

          Deshalb ist auch die zweite Aussage nicht richtig. Der Kutschentyp wird eben nicht durch den Verwendungszweck bzw. die konstruktive Anpassung des Kutschkastens an den Verwendungszweck definiert, sondern durch die Art der Aufhängung des Kutschkastens (bei der "Berline" über und nicht zwischen den sehr hoch gekröpften Langbäumen) und der Verbindung der Achsen:

          "La berline dérive du carrosse traditionnel, dont elle conserve l'aspect extérieur. La différence essentielle réside dans le fait que les essieux avant et arrière sont réunis par deux brancards et non une seule poutre centrale, comme pour le carrosse. Il en résulte une plus grande sécurité : en cas de rupture d'une roue ou d'une suspente, la caisse ne se renverse pas. La berline est plus légère et plus confortable, grâce à une suspension, à l'origine, en soupentes de cuir, et plus tard en ressorts métalliques."

          (http://fr.wikipedia.org/wiki/Berline_(hippomobile))

          Und hier ist zwischen der "Berliner" Kutsche und der "Londoner" Kutsche kein Unterschied ersichtlich. Beide sind, soweit erkennbar, als "Berlines" konstruiert.


          Unterscheiden kann man m.E. also lediglich zwischen

          a) einer nur zum Sitzen geeigneten Berline mit einfachem Kasten

          = die als Reisewagen ohne Möglichkeit zum Liegen konzipierte Kutsche, die in Berlin stand, aktuell in der Ausstellung im Musée de la Légion d'Honneur.

          und

          b) einer Berline mit einem vorn erweiterten Kasten, der u.a. das Liegen und Schlafen ermöglicht.

          = die "Dormeuse", die einst in London zu sehen war (auch ein Reisewagen, nur luxuriöser ausgestattet). Das ist offenbar auch die Kutsche, die bei Ackermann und auf dem von mir geposteten zeitgenössischen Stich zu sehen ist (an der Anzahl und Position der Lampen, z.T. auch am verlängerten Kasten erkennbar).

          Übrigens: Wie kommst Du denn zur Aussage, die (nicht als "Dormeuse" konzipierte) Berline sei 1815 nicht erobert worden? Das widerspricht doch offensichtlich den Tatsachen.
          Zuletzt geändert von Tellensohn; 19.04.2012, 20:46.

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          • #20
            Meinetwegen

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            • #21
              Zitat von Peter Schuchhardt Beitrag anzeigen
              Meinetwegen
              Von mir aus auch...

              Trotzdem noch zwei kleine Anmerkungen zur Berliner "Berline".

              1.Die wird ja als "Landau en berline" bezeichnet, also offenbar als "hybrider" Kutschentyp betrachtet(?). Ein Landauer ist doch, wenn ich mich nicht irre, eine Kutsche, bei der der Kasten niedriger hängt als bei der Berline, also leichter zugänglich ist, und ausserdem das Verdeck von der Mitte aus nach hinten und vorn vollständig geöffnet werden kann. Ob die Kutsche als "Landau en berline" bezeichnet wird, weil ihr Kasten zwar relativ hoch hängt, wie bei einer Berline, das Verdeck aber wie bei einem Landauer vollständig geöffnet werden kann?

              2. Auf der folgenden Webseite sieht man auf einem Foto (kurz vor der Mitte der Webseite), dass auch die Berliner "Berline" die Möglichkeit bot, die Füsse auszustrecken (allenfalls also auch für ein Nickerchen geeignet war?), und zwar dank einer vorn am Kasten angebrachten Klappe, die, wenn geöffnet, mittels eines Lederbalgs abgedeckt wurde ("Devant, un soufflet en cuir permet au passager d'allonger ses jambes"):

              http://www.attelage-patrimoine.com/a...-95207495.html

              So, jetzt aber (von mir aus wenigstens) Ende und aus rost:
              Zuletzt geändert von Tellensohn; 20.04.2012, 10:30.

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