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Donauübergang 1809

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  • Donauübergang 1809

    Nach dem grandiosen Erfolg unserer 1.Dioramica wurde von allen die Bitte herangetragen, diese Ausstellung zu wiederholen. Dieser Bitte kommen wir gerne nach und werden die 2. Dioramica im Jahr 2018 veranstalten.

    Unter den Teilnehmern sind auch neue Freundschaften entstanden und neue Netzwerke innerhalb unseres Hobbys wurden geknüpft. So haben wir in Kooperation mit Hobbyfreunden für diese Dioramica 2018 ein neues napoleonisches Großprojekt geplant.
    Wir möchten den Donauübergang zur Aspern & Essling Schlacht 1809 im Diorama darstellen. Würden wir alle Brücken darstellen wollen, müssten wir wohl einen riesigen neuen Saal bauen.

    Deshalb haben wir uns auf den Übergang von der Lobau über den Stadlerarm auf die Mühlau beschränkt.
    Hier hat die Brücke, oder waren es hier auch zwei, im Modell schon die beträchtliche Länge von 1,80 Meter. Insgesamt soll das Diorama 5 Meter breit werden und einen Teil der Lobau und der Mühlau zeigen.
    Das Diorama wird wie immer bei uns maßstäblich 1/72 sein und mit Figuren, Fahrzeugen und Landschaftsbau 1zu1 dargestellt werden.
    Wir werden den Zeitpunkt darstellen, in welchem die Badischen Dragoner des 4. Korps Massena, Brigade Marulaz die Brücke überqueren.
    Alle weiteren Gegebenheiten um diesen speziellen Brückenübergang möchten wir recherchieren um dann auch die tatsächlich anwesenden Truppen zu zeigen. Neben den Brücken, die wir scratch bauen wollen kommt es uns auf Landschaftsgestaltung rund um den Überweg an.
    Weiterhin sollen Lagerbau auf der Lobau bzw. Schanzarbeiten auf der Lobau und der Mühlau zu sehen sein.

    Wir haben das große Vergnügen dass Francesco Messori (Franznap) die erforderlichen Figuren für dieses Projekt modellieren wird. Wir beginnen gerade mit der Recherche.
    Wir haben auch das große Glück von unseren Hobbyfreunden Alfred und Roland Umhey für die französische Seite und unserem Freund Michael Schwab für die österreichische Seite bei der Recherche unterstützt zu werden, trotzdem möchte ich gerne auch hier das Thema zur Diskussion stellen.

    Dazu müssen wir einiges recherchieren:

    1. Alles zum Übergang der Badischen Dragoner über den Stadlerarm (Regimentsgeschichte, Uniformierung etc.)
    2. Wie sahen die Brücke oder die Brücken über den Stadlerarm damals im Mai 1809 aus?
    3. Wie wurde geschanzt um den Brückenkopf zu schützen?
    4. Welche Einheiten befanden sich beim Übergang der Badischen Dragoner in der Nähe?
    5. Welche höheren Offiziere können wir für diesen Zeitpunkt zeigen?

    Dass sind schon mal die Hauptpunkte die wir recherchieren müssen. Da kommt bestimmt im Laufe der Planungen einiges dazu.

    Sollte der ein oder andere hier aus dem Forum ein paar gute Quellen haben, Texte oder Bilder, würde uns dass sehr helfen. Danke!

    Schöne Grüße,

    Wolfgang
    Wolfgang Meyer

    Großdiorama der Völkerschlacht

    www.croebern-1813.de

    Geschichte in Miniaturen e.V.

    www.geschichte-in-miniaturen.de

  • #2
    Hallo Markus,

    ich wollte das Thema eigentlich unter Schlachten und Gefechte einstellen, könntest du es bitte umwidmen?

    Herzlichen Dank!

    Wolfgang
    Wolfgang Meyer

    Großdiorama der Völkerschlacht

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    • #3
      Regimentsgeschichte usw.

      Hallo Wolfgang,

      ich kann diverse Quellen besteuern, u.a. Rau (Regimentsgeschichte 1. Bad. DR). Schicke mir bitte über PM eine Mail-Adresse, an die ich auch große Dateien (bis 25 MB) senden kann...

      Gruß, Tom

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      • #4
        Danke Tom, dass wäre klasse!

        Viele Hinweise zu Quellen findet man im Band IV des k. und k. Kriegsarchiv zum Feldzug von 1809 vom Ritter von Hoen. (Aspern),
        hier scheint der Herausgeber der Memoiren Massenas, General Koch sowie der Ingenieuroberst Lejeune einiges zum Brückenbau über den Stadlerarm sagen zu können, da beide für diesen Brückenschlag mit verantwortlich waren.

        Ich freue mich auf deine Post.

        Sobald ich ein klareres Bild der Situation aus den Quellen recherchieren kann, werde ich es natürlich hier vorstellen. Es ist echt spannend. Vielen Dank auch an alle Hobbyfreunde die mir schon Material geschickt haben, bzw. ihr Hilfe angeboten haben.

        Liebe Grüße,

        Wolfgang
        Wolfgang Meyer

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        • #5
          Link von Steve Smith

          http://www.napoleon-series.org/milit.../c_danube.html

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          • #6
            des Weiteren

            Sir Howard Douglas, 1776-1861. An Essay on the Principles and Construction of Military Bridges and the Passage of Rivers in Military Operations:
            1816: https://books.google.com/books?id=6bM5AQAAMAAJ
            1824: https://books.google.com/books?id=13Q5AAAAcAAJ
            1832: https://books.google.com/books?id=Od5eAAAAcAAJ
            1853: https://catalog.hathitrust.org/Record/002021788

            dankenswerterweise auch von Steve Smith, leider haben die gescannten Ausgaben wie immer die Faltblätter nicht ausgeklappt.

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            • #7
              Sehr schön, danke Hans-Karl!

              Dass sind sehr hilfreiche Quellen!

              Liebe Grüße,

              Wolfgang
              Wolfgang Meyer

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              • #8
                Herzlichen Dank für eure bisherige Hilfe.

                Nach Sichtung der bisher uns bekannten Quellen haben wir umdisponiert.

                Würden wir den Übergang der Badischen Dragoner zeigen, so müssten wir den Zeitpunkt
                auf den 21.Mai zwischen 11 Uhr morgens bzw. um die Mittagszeit legen.

                Dann wären jedoch die Sachen die wir eigentlich im Diorama zeigen wollten, wie Brücken- und Schanzenbau nicht mehr historisch korrekt.

                Deswegen haben wir unseren Zeitpunkt des Dioramas auf den frühen Abend des 20.Mai vorverlegt. Wir werden also den Übergang der Kavallerie Lassalles im Diorama zeigen und hier speziell die 8. französischen Husaren.

                Francesco Messori von FRANZNAP wird also die 8. Husaren in allen Formen modellieren. Hier brauchen wir ja Husaren im Sattel, Husaren das Pferd am Zügel führend, aufsitzende und absitzende und dazu noch alle Chargen.
                Dazu können wir den Brücken- und den Bau der Brückenschanzen zeigen und noch viele kleine in sich geschlossene Szenen welche das Gezeigte auch glaubhaft rüberbringen.

                Da ich die Brücke mit den österreichischen Pontons, bzw. mit den verwandten Böcken bauen werde, brauche ich zuerst alle genauen Maße um ein Urmodell des Pontonwagens bzw. des österreichischen Pontons zu konstruieren.
                Dazu braucht Francesco noch das feldmäßige Erscheinungsbild der 8. Husaren für den Mai. 2009.

                Ich bin überzeugt, dass wird eine spannende Sache diesen Brückenschlag im Diorama zu zeigen.

                Wir sind weiterhin für jegliche Hilfe und gute Ratschläge dankbar!


                Liebe Grüße,

                Wolfgang
                Wolfgang Meyer

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                • #9
                  Abbildungen und Artikel zu den 8. französischen Husaren

                  Sehr schönes Motiv, das Ihr Euch jetzt gewählt habt ... ich mache mal den Anfang und stelle hier alle Beiträge/Bilder, die ich bisher in meinem "digitalen Archiv" zu den 8. Husaren habe.

                  Wenn Ihr da noch spezielles Infomaterial zu den Husaren benötigt, bitte einfach fragen.

                  Viel Spaß
                  Markus
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                  "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

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                  • #10
                    Französische Pontonniers

                    Und da Ihr Euch ja für den Brückenschlag interessiert - und Hans-Karl schon einige spannende Werke eingestellt hat - hier nun aus meinem "digitalen Archiv" etwas Material zu den Pontonniers. Wenn Ihr die Girbal-Tafel in Farbe benötigt, kann ich diese separat einnscannen.

                    Wie gesagt, bitte fragt hier bei Details nach, da sicher einige Besucher Material dazu liefern können.

                    Schöne Grüße
                    Markus Stein
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                    • #11
                      Danke Markus für die Tafeln und Bilder. Ich werde dann wirklich Details erfragen.

                      LG Wolfgang
                      Wolfgang Meyer

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                      • #12
                        Interessant wäre es das Bild von Rugendas in besserer Qualität zu haben. Wegen der Ö - Pontons - da müssen die Verbindungen nach Wien helfen - die Donau Brücken Abbildungen die ich hab sind die später vor Wagram

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                        • #13
                          Beschreibung der Brücken über die Donau am 20.5.

                          Im zweiten Band der Geschichte des k.k. Pionnier-Regimentes in Verbindung mit einer Geschichte des Kriegs-Brückenwesens in Oesterreich, von Wilhelm Brinner, erschienen 1878, findet sich auf den Seiten 67-69 eine Beschreibung der von den Franzosen errichteten Brücken über die Donauarme:

                          In dem Falle jedoch, wo Kriegsbrücken-Materiale mangelt und man genötigt ist, die Brücke aus aufgefundenem Materiale herzustellen, werden sich einem gewaltsamen Uebergange kaum zu bewältigende Hinternisse entgegenstellen. Die Vorbereitungen, sowie der Bau, werden in diesem Falle so viel Zeit erfordern und in der Regel so viele Schwierigkeiten bereiten, dass auch eine relativ schwache Vertheidigung im Stande sein wird, an dem bedrohten Punkte rechtzeitig genügend Kräfte zu vereinigen.
                          In diesem letzteren Falle befand sich das bei Wien stehende feindliche Heer; an Kriegsbrücken-Materiale war sehr wenig vorhanden und die auf der Donau vorfindigen Landesschiffe waren nach Möglichkeit beseitigt worden. Es musste demnach das Materiale für nahezu 950m Brückenlänge vorerst herbeigeschafft, hierauf bei 780m Brückenlänge in einem reissenden Strom erbaut und sodann der Übergang, angesichts einer Armee von 100.000 Mann, bewerkstelligt werden.
                          ...
                          Trotz der Tätigkeit, welche das französische Genie-Korps gleich nach der Einnahme Wiens in dieser Richtung entwickelte und obwohl die Befehle des Erzherzogs, alle Uebergangsmittel zu beseitigen oder zu zerstören, keineswegs im vollsten Umfange ausgeführt waren, bereitete die Aufbringung des Materialbedarfes für eine Donaubrücke von so bedeutender Länge grosse Schwierigkeiten. Am 18. Mai waren endlich alle Vorbereitungen beendet. Die Material-Depotplätze waren an beiden Ufern der Schwechat-Mündung eingerichtet und stromaufwärts derselben die schwimmenden Unterlagen, bestehend aus 68 Donauschiffen verschiedener Gattung, 9 Flössen und einer Anzahl Pontons geheftet. Um das Tragvermögen der Flösse zu erhöhen, war jedes derselben mit vier Zehn-Eimerfässern verstärkt worden.
                          ...
                          Am selben Tage (MS: 19.5.) nachmittags besichtigte Kaiser Napoleon eingehend die Vorbereitungen für den Bau; um 5 Uhr nachmittags wurde in dessen Gegenwart der Brückenschlag gleichzeitig über die beiden grösseren Donauarme, unter Oberleitung des Generals Bertrand in Angriff genommen, die ganze Nacht hindurch bei Fackelschein fortgesetzt und am 20. Mai um die Mittagszeit war die Linie der Brücken bis zur Lobau vollendet. In jenen über die beiden Hauptarme waren nur schwimmende Unterlagen eingebaut; da jedoch Mangel an Verankerungsmitteln eintrat, so mussten auch Ankerkästen und schwache Seile verwendet werden. Über den Lobgrundarm war eine Nothbrücke, mit 60 sehr schwachen Böcken als Unterlagen, erbaut worden.
                          Unmittelbar nach Vollendung der Brücken begann der Übergang der französischen Armee nach der Insel Lobau. Gleichzeitig wurde die Herstellung einer Brücke über den Stadlerarm in Angriff genommen; als Uebergangspunkt war hier jener Abschnitt des Armes gewählt, wo derselbe einen stark gegen die Lobau eingehenden Bogen bildet, dem am linken Ufer ein hochstämmige Au, Mühlau genannt, vorliegt.
                          Nachdem die französische Artillerie die Vorposten des Regiments Duke vom linken Ufer des Armes vertrieben hatte, wurden 200 Voltigeurs auf Pontons nach der Mühlau überschlaft, welche den nördlichen Rand derselben besetzten und den Brückenschlag deckten; hierauf begann der Bau einer Pontonbrücke. Obwohl nur 15 Pontons notwendig waren, um den Arm zu überbrücken, währte der Brückenschlag dennoch 3 Stunden, weil kein Kriegsmaterial für die Decke vorhanden war und dieses an Ort und Stelle aufgebracht werden musste.
                          Soweit die Beschreibung in der Österreichischen Regimentsgeschichte; auch wenn es nicht aus französischer Quelle kommt, dürfte die Beschreibung aufgrund der Fachkunde ("Kriegs-Brückenwesen") eine gute Grundlage für Eure Darstellung bieten.

                          Schöne Grüße
                          Markus Stein
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                          • #14
                            Aquarell der Lobau 1809

                            Aus dem 1913 in einer Auflage von 400 Exemplaren veröffentlichten Prachtwerk Erzherzog Karl - Der Feldherr und seine Armee, herausgegeben vom Direktor des K.K. Heeresmuseums, Dr. Wilhelm John, findet sich die s/w-Abbildung eines Aquarells aus den Sammlungen des Fürsten von Schwarzenberg in Worlik, das die Insel Lobau 1809 darstellt. Dieses hier anbei in einer hoffentlich nutzbaren Auflösung und Größe.

                            Schöne Grüße
                            Markus Stein
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                            • #15
                              Bericht Bertrands über das verfügbare Brückenbaumaterial

                              Im zweibändigen Werk von Colonel Michel Molière über Napoléon en Autriche, La Campagne de 1809, erschienen 2004, findet sich im zweiten Band ein Bericht Betrands, der ja den Brückenbau beaufsichtigte, ein Bericht über das verfügbare Material:

                              En supposer 400 toises (775 m) de largeur et 6 toises par bateau, il faut, pour jeter un pont sur le Danube, 80 bateaux, 3.000 madriers, 400 poutrelles, 5.000 brasses de corde; 48 bateaux sont en état, les 32 autres le seront demain. Les poutrelles sont sur la rive. 2.000 madriers sont chargés. On a les cordages. On est assuré de 38 ancres et grappins. Je crois que demain les parties essentielles du travail seront faites.
                              Soweit der Bericht Bertrands, bei dem es wohl um die erste Brücke hin zur Lobau geht.

                              Schöne Grüße
                              Markus Stein
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