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Austerlitz - hatten die Alliierten eine Chance?

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  • #16
    Sieg der Unterführer?

    Ohne Glauben an eine Chance, hätten die Österreicher und Russen wohl kaum die Schlacht angenommen.
    Austerlitz war zwar tief im Feindesland, aber mit Wien hatte Napoleon doch seine dringenste Nachschubsorgen glücklicherweise gelöst, die Depots waren ja nicht vernichtet worden.
    Ansonsten finde ich ist das Schlachtfeld von Austerlitz viel unübersichtlicher als man es vom Blick auf der Karte annehmen kann, für mich eher ein Sieg der Unterführer - die wußten was sie zu tun hatten.[/quote]

    Immerhin war der Plan insofern "genial", als er die Gegner Napoleons dazu verleitete, genau das zu tun, was Napoleon erwartet hatte... Ein logistisch unschätzbarer Vorteil auf einem sonst eher chaotischen Schlachtfeld auf dem es wohlgemerkt weder Funk, noch schnelle Transportmittel (Lkw, Hubschrauber, Panzer...) gab.

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    • #17
      Welche Quellen sagen denn aus dass Napoleon tagelang über das Schlachtfeld geritten ist? Er war also schon in Austerlitz und auch auf dem Pratzen und überall sonst?

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      • #18
        Quellen

        Zum Thema Quellen:
        Auf der Seite www.austerlitz1805.de heißt es u.a.:
        Am 21. November rekognosziert Napoleon mit seinem Stab die Region um Brünn. Im Osten fällt ihm ein Gelände auf und er erkennt die taktischen Möglichkeiten die ihm die hügelige Gegend bietet. Eine ganze Weile studiert er das Land bei dem kleinen Dorf Austerlitz,bevor er sich an seine Offiziere wendet und ihnen mitteilt, dass sie auf diesem Schlachtfeld in wenigen Tagen eine große Rolle spielen werden.

        Murat, Lannes und Soult wurden beauftragt rund um die gegnerische Stellung für Unruhe zu sorgen und die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Danach sollten sie Austerlitz einnehmen. Napoleon war sich sicher, dass sich die Koalitionäre diese Chance nicht entgehen lassen würden, denn im Moment hatten sie noch eine bedeutende Übermacht.

        Jetzt wo sich Napoleon über seinen Plan im Klaren war, beorderte er umgehend Bernadottes und Davouts Korps zu sich.
        So habe ich das auch in einer Doku des WDR geschildert bekommen. Dort wurde auch dargestellt, dass Napoleon insbesondere auch die Anhöhen und die Dörfer inspiziert habe. Er war also wohl auch auf oder jedenfalls in der Nähe der Pratzen-Anhöhen (wahrscheinlich waren die Russen/Österreicher schon zu nahe, um direkt dort herumzuspazieren).

        Ob das tatsächlich so war, wie es in der Sekundärliteratur (oder vielmehr Tertiärliteratur) geschildert wird oder ob Napoleon das später nur so dargestellt hat, kann ich natürlich nicht sagen. Das müsste man wahrscheinlich bei Herrn Davic Chandler und Co. nochmal im Detail nachlesen. Immerhin hatte Napoleon aber objektiv die Zeit, um das Geländer auszukundschaften. Es spricht viel dafür, dass er diese Gelegenheit genutzt hat und sich nicht einfach nur im Lager mit Wein hat volllaufen lassen.

        Ob er dann jedes Detail so geplant hat, wie es später kam? Wahrscheinlich nicht. Aber immerhin wussten seine Marschälle, wie das Gelände aussieht, auf dem sie kämpfen würden.

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        • #19
          Das ist doch Quatsch, Davout kam erst im letzten Moment an - Chandler würde ich auch eher als Trivialliteratur betrachten - ich werd mal bei Austerlitz 1805 von Robert Goetz nachlesen.

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          • #20
            Nach Chr. Duffy hat N insbesondere am 21.Nov. das Schlachtfeld inspiziert.
            N sei Hügelspitze zu Hügelspitze geritten, um Entfernungen auszurechnen.

            Duffy zitiert Segur
            "noch niemals zuvor ist irgendein Schlachtfeld besser ausgekunschaftet und vorbereitet worden"
            und Savary, Napoleon würde die Landschaft kennen
            "genauso gut wie die Umgebung von Paris"
            Auch auf dem Pratzen sei er gewesen.
            Thiebauld zitiert Napoleon, der dort gesagt haben soll:
            "Merken Sie sich diese Anhöhen gut.
            Bevor noch zwei Monate vorüber sind, werden Sie auf ihnen kämpfen!"
            Was sagt Goetz?
            Gruß
            Mephisto

            "Es sind zwey Formeln, in denen sich die sämmtliche Opposition gegen Napoleon befassen und aussprechen lässt,
            nämlich Afterredung (aus Besserwissenwollen) und Hypochondrie." Goethe 1807 :attention:

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            • #21
              Falle? Oder eben doch nicht?

              Zum Thema:
              "Die Unterbefehlshaber haben alles selbst gelöst..."

              Immerhin unterscheidet sich Austerlitz doch erheblich von späteren Schlachten Napoleons (wie etwa Eylau, Borodino, Waterloo...).

              Bei Austerlitz hat Napoleon doch einen wesentlich eleganteren Schlachtplan (Kampf über die Flügel, Schwerpunktbildung...) durchgeführt, als bei späteren Schlachten, bei denen er einfach nach der Dampfhammermethode vorging (etwa Eylau, Borodino, Waterloo...). Dies haben sich "die Unterbefehlshaber" sicher nicht ad hoc ausgedacht...

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              • #22
                alles haben sie natürlich nicht selber gelöst, sondern eben nur die Entscheidungen im taktischen Kommandoberreich - les halt mal die Angriffsdisposition Napoleons - dann die Soults und dann die der Brigade Generäle auf den Pratzen.

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