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  • Aldenhoven

    Etwa eine Stunde Fahrt von Bonn entfernt liegt das Schlachtfeld von Aldenhoven, oder lag es? Ich habe bisher leider keine genaue Bezeichnung des Ortes gefunden. In der Region wird im Tagebau viel Kohle abgebaut, ganze Ortschaften sind schon verschwunden. Würde mich also nicht wundern, wenn das Schlachtfeld auch nicht mehr existiert. Aber vielleicht täusche ich mich auch.

    Nächsten Sonntag werden wir bei gutem Wetter einen Tagesausflug nach Aldenhoven machen. Auch wenn wir in Aldenhoven nicht fündig werden, in Jülich gibt auf jeden Fall napoleonische Spuren.

    www.juelich.de - Seit 1794 besetzt, 1801-1814 französisches Staatsgebiet, wurde Jülich (Juliers) als eine Hauptfestung an der Ostgrenze Frankreichs bedeutend verstärkt: ein Brückenkopf (erbaut 1799 - 1808) und das Fort Napoleon auf der Merscher Höhe (begonnen 1804, unvollendet) sollten der größer gewordenen Geschützreichweite entgegenwirken. Kaiser Napoleon I. besichtigte die Bauarbeiten 1804 und 1811 und legte selbst den Grundstein auf der Merscher Höhe (an der Straße nach Düsseldorf).

    Hier gibt es einen virtuellen Spaziergang über den Brückenkopf.

    Ich werde von den Anlagen dort sicher wieder viele Bilder machen. Würde mich aber freuen, wenn jemand in seinem Archiv ein wenig nach der Schlacht von Aldenhoven suchen könnte. Wenn es das Schlachtfeld noch gibt, dann würde ich dort natürlich auch gerne vorbei.

  • #2
    Romberg, Winfred, Meisner Armin : Die erste Schlacht von Aldenhoven 1793, Verlag des Jülicher Geschichtsvereins, 1996

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    • #3
      Super, vielen dank für den Tip!

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      • #4
        Ich habe gestern Abend noch den Geschichtsverein kontaktiert und auch sehr schnell eine Rückmeldung bekommen.

        Tatsächlich ist es so, dass das Schalchtfeld von Aldenhoven in Gänze nicht mehr existiert. ES fiel dem Tagebau Inden zum Opfer. Dennoch ist Jülich ein sehr interessantes Ziel für an Napoleon interessierte Besucher. Mehr dazu in ein paar Tagen.

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        • #5
          Aufsatz zu Kämpfen der Franzosen 1794/95

          ... und hier noch ein Link im Zusammenhang damit (rechtsrheinische Kämpfe der Franzosen 1794/95, Vortrag von Dr. Dorn beim Workshop "Berg" im November 2006), siehe

          http://www.napoleon-online.de/Dokume..._Franzosen.pdf und

          http://www.napoleon-online.de/workshopsrheinbund.html

          Grüße, Thomas H

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          • #6
            Für informationen über die Französche und Österreichise armee bei Kaldenhoven sehe http://home.wanadoo.nl/g.vanuythoven/home.htm
            Unter revolutionary wars -> Orders of Battle

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            • #7
              Hallo, Threepwood,

              Schaue doch mal unter:
              http://napoleonetuniformes.free.fr/n..._fichier5.html

              Unter "Toutes Les Cartes Révolution - Consulat - Empire"
              findest Du eine - wenn auch rudimentäre - Karte der Schlacht bei Aldenhoven.
              Genannt wird als Quelle: Victoires & Conquètes 1820.
              Gruß
              Mephisto

              "Es sind zwey Formeln, in denen sich die sämmtliche Opposition gegen Napoleon befassen und aussprechen lässt,
              nämlich Afterredung (aus Besserwissenwollen) und Hypochondrie." Goethe 1807 :attention:

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              • #8
                Super, vielen Dank. Auch wenn die Karte wohl tatsächlich sehr rudimentär ist. Ich habe den Eindruck, dass die Entfernungen zwischen den Orten nicht mal annähernd korrekt sind. Aber für einen ersten Blick ist es in Ordnung.

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                • #9
                  Ich empfehle die zeitgen. Karten von Tranchot-Müffling von ca. 1805-1813, im Maßstab 1:25.000 (original 1:20.000) zu kaufen beim Landesvermessungsamt Bonn im Online-shop. Bei einem Croquis kann man keine maßstabsgetreue Abbildung erwarten, bei einer topographischen Karte sehr wohl. Die Aufnahmen von Capitaine Maissiat (?) gehören mit zu den besten, mit denen franz. Ingenieurgeographen aufwarten können.

                  LB
                  Zuletzt geändert von Blesson; 30.08.2007, 14:30.
                  Do, ut des

                  http://www.ingenieurgeograph.de

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                  • #10
                    Vielen Dank für den Hinweis werter Blesson, dürfte ich Ihr Wissen noch einmal in Anspruch nehmen? Unweit meiner kleinen Hütte liegt Uckerath. Dort, oder unter dem Namen Kircheib, gab es 1796 eine Schlacht.

                    Jetzt habe ich Altenkichen, Uckerath und Aldenhoven als Schlachtfelder kennengelernt und habe den Eindruck, dass diese "Theatre of War" angesichts der Erfolge des Korsen in Italien ein wenig in den Hintergrund geraten sind. Gibt es Literatur zu dem Thema?

                    Ich habe bisher nur "The History of the Campaign of 1796, in Germany and Italy" von Baron Thomas Graham Lynedoch und "Erzherzog Carl von Österreich als Feldherr und Heeresorganisator" von Moritz von Angeli gefunden.

                    Ich wäre sehr dankbar für interessante Quellen.

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                    • #11
                      Ein Auswahl zu Quellen, die ich zum Referat über Das Camp retranché de Düsseldorf und die Campagne 1796 am Niederrhein benutzt habe:

                      1. Principes de la Stratégie développés par la Relation de la Campagne de 1796 en Allemagne. 2. Band. Erzherzog Carl - übersetzt und mit Kommentaren versehen von Jomini. Paris 1818
                      2. Victoires, Conquetes, Désastres, Revers et Guerres Civiles des Francais de 1792 à 1815. Band 6. Paris 1818
                      7. Schneider, Günter: 1794 – Die Franzosen auf dem Weg zum Rhein, Helios Verlag, Aachen 2006-11-13
                      8. Dorn, Hans-Jürgen: Ein Fluß – Die Franzosen – und ein Feldmarschall, in Niederwupper 21, Historische Beiträge, S. 19-46

                      LB
                      Zuletzt geändert von Blesson; 02.09.2007, 13:59.
                      Do, ut des

                      http://www.ingenieurgeograph.de

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                      • #12
                        Ich habe wieder mal was zum Aufspießen gefunden.
                        www.juelich.de - Seit 1794 besetzt, 1801-1814 französisches Staatsgebiet, wurde Jülich (Juliers) als eine Hauptfestung an der Ostgrenze Frankreichs bedeutend verstärkt: ein Brückenkopf (erbaut 1799 - 1808) und das Fort Napoleon auf der Merscher Höhe (begonnen 1804, unvollendet) sollten der größer gewordenen Geschützreichweite entgegenwirken. Kaiser Napoleon I. besichtigte die Bauarbeiten 1804 und 1811 und legte selbst den Grundstein auf der Merscher Höhe (an der Straße nach Düsseldorf).
                        Ein Musterbespiel, warum man nicht jeden Quatsch von Websites kopieren sollte. Warum?

                        Die Reichweite der Glattohrvorderladergeschütze konnte bis zur Einführung der gezogenen Geschütze nicht wesentlich gesteigert werden. Das genannte Argument ist also keines.

                        Was waren also die Gründe für die Planung?

                        1) Die Merscher Höhen dominieren die Zitadelle in der Rursenke in etwa 1000-1500 Schritt Entfernung, also in Reichweite der Belagerungsartillerie. Die Dauer ein förmlichen Belagerung hätte so entscheidend verkürzt werden können.

                        2) Möglicherweise hätte der Raum zwischen Zitadelle und Merscherhöhe für die Anlage eines verschanztes Lagers eines Armeecorps getaugt.

                        3) Auch der Brückenkopf hat nichts mit der Reichweite zu tun; vielmehr war seine Aufgabe, einen gesicherten Übergang über den Rurfluß zu etablieren, und durch seine Lage einen förmlichen Anfgriff auf die eigentliche Hauptumwallung der Festung zu verzögern.

                        LB
                        Do, ut des

                        http://www.ingenieurgeograph.de

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                        • #13
                          Zitat von Blesson Beitrag anzeigen
                          Ein Auswahl zu Quellen, die ich zum Referat über Das Camp retranché de Düsseldorf und die Campagne 1796 am Niederrhein benutzt habe:

                          1. Principes de la Stratégie développés par la Relation de la Campagne de 1796 en Allemagne. 2. Band. Erzherzog Carl - übersetzt und mit Kommentaren versehen von Jomini. Paris 1818
                          2. Victoires, Conquetes, Désastres, Revers et Guerres Civiles des Francais de 1792 à 1815. Band 6. Paris 1818
                          7. Schneider, Günter: 1794 – Die Franzosen auf dem Weg zum Rhein, Helios Verlag, Aachen 2006-11-13
                          8. Dorn, Hans-Jürgen: Ein Fluß – Die Franzosen – und ein Feldmarschall, in Niederwupper 21, Historische Beiträge, S. 19-46

                          LB
                          Vielen Dank! Das wird mir sicher helfen. Wenn Du das eine oder andere vielleicht vorliegen hast, wo genau waren die Kaiserlichen 1796 an der Sieg stationiert?

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                          • #14
                            Ich empfehle den Jomini; österreichische Quellen habe ich nicht zur Hand. Mir ist bekannt, daß Clayrfait bei seinen sehr geschickten Rückzug längs des rechten Rheinufers alle nütürlichen Hindernisse für seine Positionen nutzte, also Wupper/Dhünn, Sieg und u.a.

                            LB
                            Do, ut des

                            http://www.ingenieurgeograph.de

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