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"Pferdetaktik" - Soll und Realität

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  • #46
    und ein gefundener tipp

    http://www.gggodwin.com/medicalbook.htm
    Ein Soldat kann seinen Kopf verlieren, aber niemals einen Knopf!

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    • #47
      Ähm um die Nichtreiter vielleicht zu der falschen Auffassung kommen zu lassen, dass unser geliebten Vierbeiner allesamt gefährliche unberechenbare Gefahrenquellen sind - das sind nur die schlechten und unglücklichen Ausnahmen.

      Es hat schon Vorteile:

      besser schlecht geritten als gut gegangen

      Wer physisch/oder auch aufgrund übermäßigem Genuß vergorener Getränke psychisch nicht mehr in der Lage ist zu gehen/fliehen, das Pferd findet schon nach hause

      und die Geschichten über Pferde, die ihre verwundeten, ja bereits toten Reiter vom Schlachtfeld getragen haben sind Legion.

      auch eine Erfahrung aus der Reenactmentreiterei: man muß manchmal aufpassen, dass das eigenen Pferd die Sache nicht sooooo ernst nimmt im Meleé, denn es gibt da schon das eine oder andere Pferdchen, das nichts dagegen hätte, wenn es auch mitspielen, sprich das Gegenüber beissen oder mit dem Vorderhüfchen boxen würde, wenn man es ließe.
      Wie gesagt, es macht Ihnen Spaß.

      Und wie gesagt, die meisten Stürze gehen ohne Verletzungen zu statten, auch bei höheren Geschwindigkeiten.

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      • #48
        trotzdem - mit die übelsten Verletzungen - außer Motorradunfälle, waren Reitunfälle, die ich gesehen habe, und beim Re-enactment, neben den Kanonen, waren auch die schwersten Verletzungen durch Pferde verursacht, so ein Pferd hat eben Masse - wie auch Kraft, das ist nicht zu unterschätzen.

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        • #49
          Das meiste haben Uwe und Nik ja bereits aus Kavalleristensicht gesagt. Deshalb hier nur einige Ergänzungen/pers. Meinungen.

          Marcus, deine wiederholte Frage, ob „Verletzte“ und hier unterscheidet man im militärischen Sprachgebrauch ja vom „Verwundeten“, bereits eine Berücksichtigung im Stärkewesen gefunden haben, so ist mir keine Quelle bekannt wo dieses draus hervorgehen würde.
          Nach meiner Meinung wäre es auch kaum denkbar, dass sich eine in der Rittertradition fußende Waffengattung, ein so geringes Selbstverständnis gehabt haben soll, dass durch
          eventuelle Abgänge aus der Verrichtung alltäglicher Kavalleriedienste, dieses bereits in der Sollstärkebemessung eingeflossen ist.
          Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass gerade die Nichtberittenenfraktion ein etwas schiefes Bild über die Kavallerie und ihren inneren Verhältnissen zwischen Reiter und Roß hat.
          Das Remontenwesen/Pferdezucht war natürlich vor 200 Jahren völlig anders ausgerichtet
          als das heutige Zuchtwesen. Ich habe mein Roß z.Zt. bei einem westfälischen Züchter eingestellt, der Holsteiner für den großen Sport züchtet. Diese Verhältnisse kann man kaum
          noch mit den damaligen Umständen vergleichen.
          Interessant dürfte aber auch die Tatsache sein, dass gerade im Altpreussischen die militärische Pferdehaltung „degenerierte“, verursacht durch eine missverstandene Pferdeschonung .
          Jany schreibt hierzu:“…nehmen Klagen der Regt. über ihre Pferde zu…die Beschaffenheit der Remonten, die Vorschriften über die Einstellung und Ausrangierung, die schlechte Ernährung der Pferde, besonders durch die sogenannte Grasung, namentlich aber ihre unzureichende Gewöhnung an Strapazen…“
          Auch die reiterlichen Qualitäten der Mannschaften haben sich nach der Ära eines Seydlitz
          deutlich zurück entwickelt, vor allem hervorgerufen durch die langen Friedenszeiten, in dem sich die Kavallerie immer weiter von den Leistungen ihrer Vorgänger entfernte.
          Ein Besonderes Augenmerk auf die reiterliche Ausbildung, auch außerhalb der Regt., erfolgte erst nach 1815 mit der Errichtung des Militär-Reitinstituts, welches Friedrich George
          Ludwig von Sohr – vormals Kommandeur des Brandenburgischen Husaren-Regt. – wurde.
          Aufgabe dieser Anstalt war es vor allem den Reitunterricht neu zu regeln und hierzu entsprechende Instruktionen zu erlassen. Vorbilder waren hier übrigens die Franzosen und auch die Österreicher.
          Man sieht also, dass gerade in Preußen es große Qualitätsunterschiede bei der Kavallerie und ihrem Gebrauch im Kriege, in den einzelnen Epochen gab.
          Ich denke das ist bei den Berittenen heute auch nicht anders.
          Die Schlesischen Kürassiere werden das, wie Uwe bereits schrieb, in der Göhrde erleben dürfen.

          MkG

          Patrick

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          • #50
            Pferd und Mensch. Die Geschichte einer Beziehung (Gebundene Ausgabe)
            von Erhard Oeser (Autor)

            und ”nolans system for the cavalry”; selbiger ist ja beim angriff der leichten brigade gefallen.


            sehr zu empfehlen...!

            werde die tage mal etwas zum tagesablauf in einer reitergarnison schreiben...
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            Ein Soldat kann seinen Kopf verlieren, aber niemals einen Knopf!

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            • #51
              Danke an Euch 3 Kavalleristen (auch an den Neuen hier) ... ich habe Einiges gelernt und noch mehr Respekt vor der Kreatur Pferd erlangt.

              Freue mich über jede weitere Ergänzung, die uns "Fußern" das Leben hoch zu Ross verständlicher macht ...

              Und gnlwth: Du hast Recht, Dich nicht abbringen zu lassen ... genau das Gleiche machen auch Autorennfahrer nach schweren Unfällen - nämlich möglichst schnell wieder einsteigen, damit die Angst sich nicht fest frisst!

              Schöne Grüße an alle Berittenen ...
              Markus Stein
              "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

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