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Schatz, lies doch was!

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    Zitat von joerg.scheibe Beitrag anzeigen
    (Der Automat wollte leider die PDF nicht haben; zum privaten Gebrauch stelle ich den ganzen Artikel auf Anforderung gern zu)
    Jörg, schick' mir doch mal den Artikel zu - das Ganze ist sicher am Volumen der PDF-Datei gescheitert ... ich konvertier sie runter bzw. hebe kurz die Beschränkung auf und stelle den interessanten Beitrag hier rein.

    Schöne Grüße
    Markus Stein

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  • joerg.scheibe
    hat ein Thema erstellt Schatz, lies doch was!.

    Schatz, lies doch was!

    In der Hoffnung, daß es Erkenntnisgewinn bringt, zitiere ich hier aus einem Artikel des "Sachsen-Anhalt Journals" über August Lafontaine, über den man
    (zu Recht ?) nichts mehr weiß.

    Gruß
    Jörg

    "Nimmt man die Originalausgaben (100.500) und Nachdrucke (233.750) zusammen, wurden seine Bücher in mindestens 333.000 Exemplaren hergestellt und das in einer Zeit, als die durchschnittlich Auflage eines Buches bei etwa 750 Exemplaren lag. Da ein Buch um 1800 von circa
    zehn Personen gelesen wurde, muß Lafontaine ein Millionenpublikum gehabt haben. Lafontaine war aber nicht nur der Lieblingsschriftsteller der Deutschen, sondern gleichzeitig auch ein europäischer Bestsellerautor: zwischen Stockholm und Neapel, Lissabon und Moskau erschienen 392 Übersetzungen in 507 Auflagen und Ausgaben in 14 verschiedenen Sprachen.
    Besonders in Frankreich, Holland, Dänemark, Schweden und Rußland gehörte Lafontaine am Anfang des 19. Jahrhunderts zu den beliebtesten Romanciers, zu seinen begeisterten Lesern zählten unter anderen Madame de Stael und Stendhal, auch Napoleon hatte Lafontaines Bücher in seiner Bibliothek stehen.
    Lafontaines Aufstieg zum Bestsellerautor wurde begünstigt durch die Begleitumstände, vor allem die sich zeitgleich vollziehende Leserevolution, den Wandel von der intensiven Lektüre einiger weniger, vornehmlich religiös-erbaulicher Bücher zur extensiven Lektüre einer Vielzahl überwiegend belletristischer Bücher. Beliebt machte seine Bücher die mitleidheischenden Schilderungen tragischer Schicksale, über die die zeitgenössischen Leserinnen mit Wonne weinen konnten, während die Männer vor allem Gefallen fanden an den schlüpfrigen Schilderungen erotisch stimulierender Szenen. ...

    Seine Romane waren der Inbegriff des Romans. ...

    Nachdem der Wilhelm Meister zum einzigen Muster seiner Gattung erhoben worden war und sich die junge Germanistik für einen am klassisch-romantischen Kunstverständnis ausgerichteten Kanon entschieden hatte, begann der Ruhm des Mannes, der so phänomenal erfolgreich gewesen war, allmählich zu verblassen."

    SACHSEN-ANHALT/Journal für Natur-und Heimatfreunde 3/2008

    (Der Automat wollte leider die PDF nicht haben; zum privaten Gebrauch stelle ich den ganzen Artikel auf Anforderung gern zu)
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