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Napoleons Privatleben!

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  • #31
    Hallo Meridor,

    Wer weiß es denn schon genau?
    Es gibt zahlreichreiche Belege, dass N tatsächlich an Magenkrebs gestorben ist.Schon die Symptome, vorallem aber:Geschwichtsverlust, Geschwülste sowie das Erbrechen von übelriechenden braun-schwarzen Flüssigkeiten weisen auf die Krankheit hin.Und ich denke, dass auch die vorgenommmene Autopsie von Autommarchi zweifelos bestätigte, dass es Magenkrebs war.Auch wenn so ein Tod an Magenkrebs, wie muhejo ja schon sagte, für das Ende des großen Napoleons vielleicht (zu)banal erscheinen mag.Er ist wie sein Vater an Magenkrebs gestorben.

    Zur Vergiftungstheorie:
    Wer sollte den ernsthaftes Interesse daran gehabt haben N auf St.Helena noch umzubringen?Die Briten?Sicherlich nicht,denn N war doch auf der Insel recht gut "sichergestellt".Sie hatten vor ihm nichts mehr zu befürchten.Für das Arsen in N' s Haaren gibt es viele und einfache Erklärungen.Arsen wurde ja im 19. Jh. sehr vielfältig verwendet,beispielsweise in der in der Medizin als Medikament oder als Konservierungsmittel.Es wäre also gut möglich,dass N so oder auf anderem Weg mit Arsen in Berührung in Berührung kam.

    LG Lisa
    Das Gleiche lässt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.

    Johann Wolfgang von Goethe

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    • #32
      Zitat von William Beitrag anzeigen
      Wer sollte den ernsthaftes Interesse daran gehabt haben N auf St.Helena noch umzubringen?
      lies mal "der mørder napoleons", dann "weisst" du es..
      wie gesagt, es ist wirklich sehr unterhaltsam und was fuer freunde von verschwørungstheorien.
      bezuegl. dem arsen in den haaren hast du natuerlich recht. leider, muesste man ja fast sagen...
      andererseits hat das krankheitsbild eben auch auf die (schleichende) arsenvergiftung gepasst, so die anhænger der arsen-these.

      gruss, muheijo

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      • #33
        lies mal "der mørder napoleons", dann "weisst" du es..
        ...meinst du General Monotholon?Manche Leute vertreten ja die Meinung, dass Montholon sich an N rächen wollte,weil er mit seiner Frau Albine eine Affäre hatte.N soll angeblich sogar der Vater von Albines Tochter Helene sein,was ich allerdings sehr fraglich finde.Es gibt immerhin auch keine festen Beweise für die Vaterschaft.

        LG Lisa
        Das Gleiche lässt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.

        Johann Wolfgang von Goethe

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        • #34
          Diese Montholon Geschichte habe ich auch schon mehrfach gehört, jedoch ist auch nach neueren Erkenntnissen die Sache mit der Vergiftung immer schwächer und unhaltbarer geworden. ich selber habe nie daran geglaubt um ehrlich zu sein. Auch die Vaterschaftsgeschichte ist ja nicht bewiesen, alles nur Theorien. Seltsamerweise: Selbst der Vorsitzender der internationalen Napoleon Gesellschaft vertritt die These von der Vergiftung und hat auch ein Buch darüber geschrieben (Ben Weider) Seltsamerweise gibt es ein Foto, wo auch der heutige Prinz Joachim Murat sowie Charles Napoleon mit Ben Weider drauf sind, bei einer Gelegenheit, wo Ben Weider dieses Buch vorstellt.
          Hinsichtlich dieser Sache wurden immer wieder Untersuchungen durchgeführt, und über lange Zeit (man las es oftmals auch immer in der Zeitung) erhielt das ganze wiederholt neue Nahrung, doch rezente Untersuchungen haben ergeben, dass Napoleon wohl im Laufe der Jahre Magengeschwüre aufgrund des Bakteriums Helicobacter bekam, welche nachher zu Krebs wurden, nach neuen Erkenntnissen war es daher nicht ganz die gleiche Krebsart wie sein Vater. Auch wenn nicht zu leugnen ist, dass sich diese Krankheit in der Familie Bonaparte zu häufen scheint bzw. schien (von den heutigen/späteren Verwandten sind mir solche Fälle nicht mehr bekannt), denn auch der Bruder Lucien, mindestens eine Tochter von ihm, Lätitia verh. mit Thomas Wyse, und die Schwester Caroline, sowie ohne Zweifel der Vater Carlo Maria starben in weitesten Sinne an der ähnlichen Krankheit. Ich hielt eine Vergiftung schon immer für ziemlich unwahrscheinlich, wenn ich es natürlich auch nicht ausschließen kann, und bleibe dabei.
          Zuletzt geändert von Britt.25; 07.09.2007, 11:32.
          "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

          Marie Bonaparte (1882-1962)

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          • #35
            Das Arsenvergiftungsgeschwafel hat nur einem gedient - Ben Weider, wissenschaftlich ist die Geschichte unhaltbar, Arsenproben von Haaren Napoleons hatten 1814 höhere Werte als dann auf St. Helena, usw.
            Auch weiß man nicht ob es Magenkrebs oder was anderes war, man spricht von einen Gewächs im Magen Napoleons, eine Histiologie wurde damals nicht gemacht, also alles nur Spekulation.

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            • #36
              Wie gesagt, hatte ich nie wirklich daran geglaubt, dass man Napoleon vergiftet hat. Nein, sicherlich konnte man damals noch keine histologischen Untersuchungen machen, aber wohl sah dieses Gewächs nach Krebs aus (manchmal kann man so etwas ja schon äußerlich in etwa beurteilen, wenn es auch nicht ganz sicher sein mag). Warum sich ein anderer Wissenschaftler jetzt rezenter Untersuchungen (habe leider den Link dazu vergessen) des Helicobacters so sicher war, weiß ich auch nicht mehr. Noch heute ist das ja verbreitet. Nun leider hatte man Napoleon ja damals keinen Schlauch in den Magen gelegt (Gastro- eine schöne Prozedur, die ich auch schon zweimal hinter mir habe), und daher wohl nur Deutungen der Symptome etc. Ich glaube schon an den Krebs um ehrlich zu sein.
              Nochmal zu Ben Weider. Leider habe ich das Ben Weider Buch nie gelesen und kann daher die "Wissenschaftlichkeit" seines Werkes nicht beurteilen. Hast Du es gelesen? Welche Interessen könnte er gehabt haben, dieses Buc zu schreiben, auch wenn es keine Belege für diese These gibt? Hätte er es denn evuentuell nötig gehabt "Wind um nichts" zu machen?
              "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

              Marie Bonaparte (1882-1962)

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              • #37
                Zitat von Britt.25 Beitrag anzeigen
                Ich meinerseits habe schon gelesen (so gut das die deutsche Literatur eben hergibt) dass Napoleon sich während seiner Jahre auf St. Helena verändert hatte.
                Hallo Britt,
                Napoleon auf St.Helena find ich besonders interessant. Wenn man "Johannes Willms - St.Helena - Kleine Insel, großer Wahn" folgen will, war Napoleon da im Prinzip ganz der Alte... . Ein Spieler bis zuletzt.
                Er hat versucht
                - sich dort als unter den unfairen Engländern Leidender zuinszenieren
                - sich ständig ins europäische Politik-Gespräch wieder ins Spiel zu bringen
                - seine imperiale Würde inmitten eines (Zwergen-)Hofstaats zu sichern.
                Ich bin besonders interessiert an Informationen/Einschätzungen zu seiner Selbstinzenierung dort; seinen Absichten und vor allem zu seinem (beschränktem ??), britischen Gegenspieler, dem Gouverneur Hudson Lowe. Wer kann mir Quellen nennen ? (Leider hat Willms kein Quellenverzeichnis).
                Einmal schildert Willms eine Episode, wo Napoleon aus der imperialen Steifheit herausschlüpft und mit Kindern im Garten "Blinde Kuh" u.ä. spielt und dabei auch den "wilden Mann" markiert. Wie soll man das deuten ?



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                • #38
                  Ich hab jetzt "To Befriend an Emperor" Elisabeth Abell, eher bekannt als Betsy Balcombe, erhalten. Betsy ist 13 Jahre alt, als sie Napoleon kennen lernt. Tatsächlich freunden sich die beiden an. Eine recht interessante Schilderung der Zeit auf St. Helena.

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                  • #39
                    Jaja, Threepwood, es geht ja auch aus dem Film (eine kleine Napoleonhilfe für Anfänger v.v) "Napoleon" und aus zahlreichen Memoiren, Büchern etc. hervor, dass die beiden befreundet waren! Manche munkeln, dass sie nicht nur Freunde waren...! Hm...ich möchte das Buch gerne lesen? Kannst du mir den Verlag nennen? Oder den Autor bzw. die Autorin?

                    Meridor
                    sigpicDie Zukunft ist unwichtig, solange die gegenwart toll ist
                    (Marilyn Manson)

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                    • #40
                      Hallo Meridor,

                      die Autorin von " To Befriend an Emperor" ist Betsy Balcombe.Es sind ja schließlich auch ihre Memoiren, die sie niedergeschrieben hat.
                      Schau mal unter:
                      http://www.eruditor.com/exec/books/i...e?currency=EUR . Hier kannst das Buch recht günstig kaufen.


                      LG Lisa
                      Zuletzt geändert von William; 07.01.2008, 17:35.
                      Das Gleiche lässt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.

                      Johann Wolfgang von Goethe

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                      • #41
                        Jap >.<

                        Schon bestellt
                        Apropos Napoleon; Krieg und Frieden fand ich ja sehr gut =)
                        sigpicDie Zukunft ist unwichtig, solange die gegenwart toll ist
                        (Marilyn Manson)

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                        • #42
                          Hab mal eine ganz dumme Frage. Ich habe immer wieder gelesen, dass er Tabak geschnupft hat, und (vielleicht aber eine Legende) es anderen unverfänglich angeboten hätte, auch zu tun. Hatte er das tatsächlich oft getan? Ich habe gelesen (weiß aber nicht, ob das stimmt), dass viele Leute Niesanfälle von diesem Tabak bekommen, aber dass das früher üblich und oft auch so gewollt war, selbst in der feineren Gesellschaft (inklusive Nieserei), wobei das Niesen angeblich nachlasse, je länger man in Übung mit dem Schnupfen von Tabak sei.
                          Wie schaute das bei Napoleon aus? Hätte/hatte er sich, wo er doch oft etwas gereizt und despotisch war, nicht belästigt durch solchen "Krach" um ihn herum gefühlt? Und wie schaute es bei ihm selber aus, wenn er schnupfte? War er gut in Übung? Nahm er Niesen in Kauf beim Schnupfen??
                          Würde mich wirklich mal interessieren, ob da jemand mehr weiß, auch wenn das vielleicht eine SEHR banale Frage ist.
                          "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

                          Marie Bonaparte (1882-1962)

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                          • #43
                            hei britt,

                            ob N geschnupft hat, weiss ich nicht (meine aber, sowas mal gelesen zu haben)

                            ich habe es selbst ein paar mal probiert, und tatsæchlich hat man einen nies-reiz, der sich aber im laufe der zeit reduziert. aber das gehørt dazu.

                            alternative: snus. den tabak legt man sich im mund unter die oberlippe und læsst ihn einwirken. niesfrei.
                            gibt's in schweden. vielleicht hat bernadotte sowas benutzt?

                            gruss, muheijo

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                            • #44
                              [COLOR="Black"]Schnupftabak ist in Bayern noch sehr verbreitet,
                              Auch ich nehme gerne mal eine Prise.
                              Es gibt auch heute noch viele verschiedene Schnupftabaks Sorten.
                              Weissen mit Menthol, bei den braunen extra Leicht, bis sehr Stark.
                              Auch bei den Dosen gibt es heute noch viele Varianten, von Plastik bis zu Nymphenburger Porzellan vergoldet.

                              Es ist richtig das man am anfang Niesen muss, doch das geht schnell vorbei.
                              Nach ein-zwei Tagen hat man kein Problem mehr damit.

                              Das Napoléon geschnupft hat ist als sicher anzusehen, es war ja auch allgemein Mode. ( Zigaretten gab es ja noch nicht )
                              Zigarren waren sehr teuer, es blieb nur Pfeifentabak und Schnupftabak ( wobei Schnupftabak der billigere war und auch heute noch ist )

                              Zitat.:

                              Wie schaute das bei Napoleon aus? Hätte/hatte er sich, wo er doch oft etwas gereizt und despotisch war, nicht belästigt durch solchen "Krach" um ihn herum gefühlt? Und wie schaute es bei ihm selber aus, wenn er schnupfte? War er gut in Übung? Nahm er Niesen in Kauf beim Schnupfen??

                              Ich denke nicht das viel Krach um ihm herum war. Ich bin mir sicher das da niemand gross Niesen musste, die hatten gewohnheit.
                              Seine Schnupftabaksdosen, die er gerne mal auch als Geschenk verteilte sind ja heute noch in vielen Museen zu sehen.

                              Ihr müsst das so ansehen, damals war Schnupftabak, was heute ( vor 20 Jahen ) die Zigaretten sind oder waren, jeder rauchte, jeder Schnupfte, aber nichts mit Niesen.


                              Grüsse vom Voltigeur
                              Zuletzt geändert von Voltigeur; 09.02.2008, 13:27.

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                              • #45
                                Guten Tag,

                                Das Napoléon geschnupft hat ist als sicher anzusehen, es war ja auch allgemein Mode.
                                Da faellt mir folgende Anekdote ein: Eine Dame wandte sich an Talleyrand mit der Bitte, alle seine Macht geltend zu machen, um die beiden groessten Uebel der Menschheit, Alkohol und Tabak, zu verbieten. Daraufhin antwortete er ihr: "Einverstanden, wenn Sie mir zwei Tugenden finden, die dem Staat genau so viele Einnahmen verschaffen."

                                Viel geaendert hat sich also seitdem nicht, nur dass damals eben, wie Voltigeur schon gesagt hat, niemand Zigaretten geraucht hat, sondern alle haben geschnupft. Napoleon reihte sich da wohl nahtlos ins allgemeine Geschniefe und Geschnupfe ein...


                                Schoenen Gruss,
                                Gnlwth
                                Talleyrand - der Mensch und die Persönlichkeit

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