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Die Nachfahren Lucien Bonapartes.

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  • #31
    Hallo du,
    jetzt erinnere ich mich wieder an die Geschichte mit Pascal aus dem Film! Allerdings habe ich mich schon da gefragt, wieso Marie davon Alpträume hatte, jahrhundertelang gab es immerhin keine getrennten "Elternschlafzimmer", manchmal schliefen die Jüngsten ja noch im Bett, während das Geschwisterchen in Arbeit war.
    Und was "PlonPlon" betrifft: Auch da wurde ja in der Kasseler Ausstellung (ich war überigens am Wochenende vom Gartenfest da) gesagt, dass er in Paris einen Volksauflauf verursacht hat, weil er Napoleon so ähnlich sah. An ein Foto kann ich mich aber nicht erinnern (hast du eins?).
    Ich habe zu diesem Thema nochmal in eine Romanbiographie reingeschnuppert (nicht die seriöseste Quelle, aber es wurde nett geschenkt) und da war noch zu lesen: "Da während der hundert Tage 1815 die Bestimmung, dass Lucien von der Thronfolge ausgeschlossen sei, nicht aufgehoben worden war, lag die Antwartschaft auf die Krone bei dem noch lebenden Sohn von Louis". Vielleicht hatte aber eben Louis Line ein bisschen Angst, aus Luciens Richtung könnten "alte Ansprüche" aufgebracht werden. Es gab wohl zu dem Thema auch ein Treffen in London. Und was den Sohn von Hortense und Louis betrifft: ich habe persönlich meine These, dass Duroc der Vater war :-).
    Viele Grüße
    Colet
    P.S.: Hast du meine Antwort auf deine Nachricht gesehen? Wenn sie nicht angekommen ist, mail kurz an tausendseiten@yahoo.de

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    • #32
      Ja, ich wundere mich auch ein wenig, aber Marie hatte in der Psychoanalyse geglaubt, die Antworten auf ihre Probleme zu finden, es war ihr Gebiet und sie ging wohl in der Tat davon aus, dass ihre Alpträume und Phobien u.a. mit dieser "Urszene" (Pascal und ihre Amme beim Beischlaf) zusammehingen. Sicherlich ist vieles in dieser Richtung heute fragwürdig. In vielen Punkten ist ja die Psychoanalyse überhaupt heute umstritten, die Freudianer brachten fast alles an Phobien, "Neurosen" (meist der übergeordnete Begriff für das alles) und seelischen Krankheiten etc mit der Sexualität in Zusammenhang. Ich kenne die Psychoanalyse nur wenig, aber sicherlich kann man auch vieles anders sehen, schon kamen nach Marie wieder z.B. neue Strömungen auf, die die Therapien etc wieder anders machten. Leider übetrifft das meine Kompetenz, schade...
      Ja, das stimmt, dass ursprünglich, weil der Herzog von Reichstadt ja keine Kinder hatte die Erbfolge an die Linie von Napoleon III. weiterging, da dessen Sohn Eúgene Napoleon aber ebenfalls ohne Nachkommen starb, wurde Plon-Plon als Sohn Jeromes der Anwärter. Ein Buch über Plon-Plon habe ich schon vor langer Zeit gekauft, es ist auf Englisch (Gott sei Dank nicht auf Frz) und ich werde es mir beizeiten einmal endlich zur Gemüte führen (wenn mal nicht so viel anderer Lesestoff da wäre...) Das mit dem Treffen in London würde mich mal interessieren! So viel ich weiß hatte die Linie Lucien zwar einen Prinzentitel, aber zeitweise wurde er irgendwie abgeschafft und dann später wieder neu durch den Papst bestätigt/verliehen, ganz vage ist das jetzt, aber ich habe das im Buch von Marie gelesen (leider raucht mir gerade der Kopf von so vielen anderen Dingen) Allerdings glaube ich nicht, dass die Linie Lucien (also wenn schon, dann die Linie der Prinzen von Canino) eine echte Gefährdung für die Familie von Napoleons III. war. Pierre hatte sich ja nicht gerade beliebt gemacht mit seinen Morden und die Prinzen von Canino (also Pierres Bruder und dessen Nachkommen) lebten fast nur in Italien und heirateten auch in italienische Adelshäuser (Charles-Gregoire Bonaparte z.B. in die Familie Ruspoli), sie waren mehr mit Italien verbunden als mit Frankreich, nachdem was ich zum Teil weiß. Und ihre Nachkommen leben bis heute alle da.....

      Hier mal ein paar ganz moderne....die sind Leute wie wir, aber die Kinder fand ich so niedlich. Das sind eigentlich Privatbilder, daher hier nicht so viele....
      Zuletzt geändert von Britt.25; 05.01.2009, 21:04.
      "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

      Marie Bonaparte (1882-1962)

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      • #33
        Familie Campello-mal ein paar junge Leute von heute!

        (Alles Nachkommen von Lucien Bonaparte über Marie-Desirée Bonaparte, die den Grafen von Campello ehelichte)

        Camp..jpg

        Camp2.jpg

        KinderCamp.1.jpg


        Mit Dank an Editta Campello!
        "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

        Marie Bonaparte (1882-1962)

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        • #34
          Ja, dem Dank für die Bilder schließe ich mich an, sehen aus wie Leute, die man gleich mal besuchen möchte!
          Den Hinweis auf das Treffen in London habe ich aus: Cornelia Wusowski, Die Familie Bonaparte. Der Roman einer Epoche. - Da aus dem Nachwort, ist also wie gesagt nicht eben eine echte "Historikerquelle", aber ich gehe mal davon aus, dass die Autorin gründlich recherchiert hat, also könnte man sie evtl. mal kontaktieren. Das besagte Buch endet aber mit dem Tod Napoleons und gibt eben nur im Nachwort noch einen Ausblick auf die weiteren Familiengeschicke und die Erbfolge.
          Grüße
          Colet

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          • #35
            Hallo!
            Das Buch ist doch dieses riesige, nicht wahr? Ich habe es! Nur noch nicht gelesen! Was man nicht alles leben will und schön bei sich im Regal ruhen hat...
            Hast Du es ganz gelesen? Es muss doch sehr lang sein? Aber ist es gut und flüssig geschrieben oder langweilt man sich eher? Würde mich freuen, das zu hören!
            Ich werde auf jeden Fall mal da rein schauen. Wenn das Treffen in London tatsächlich eine historische Bedeutung hatte, müsste man es ja auch wonanders finden, zumindest in Abhandlungen über Pierre oder seine Familie. Ich habe auch ein Buch über Lucien Bonaparte, was ich immer noch nicht gelesen habe, und vielleicht steht sogar da was darüber drin. Ebenfalls ist es möglich, dass auch Célia Bertin im dem Buch über Marie darüber schreibt, weil sie sehr detailliert auf die Vorfahren eingeht, aber möglicherweise habe ich es wieder vergessen!
            Was ich nur meine ist, dass die Nachfahren Luciens sicherlich keine echte "Gefahr" in Sachen Thronfolge etc dargestellt haben, da sie wirklich oftmals in Italien mehr verkehrten als in Frankreich und zum großen Teil mit wissenschaftlichen Studien aif ganz anderem Gebiet beschäftigt waren. Viele von Luciens Kindern verkehrten überhaupt nicht bei Hofe.
            Ja, die Leute würde ich sehr gerne einmal besuchen. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr endlich nach Rom fahre und dann einige aufsuche, da sie auch haben anklingen lassen, dass ich kommen soll. Ich habe da besonders eine Dame (nicht die, deren Kinder hier abgebildet sind), die wirklich eine Seele von Mensch ist und sehr lieb, und mir sagte, ich solle doch kommen und ihre Familie kennenlernen, und gleichzeitig hätte das dann den Vorteil, die Sprache (ital.) endlich mal wieder praktisch anzuwenden. Allerdings ist nicht jeder von ihnen so. Mal sehen, es wäre schon schön, aber dies Jahr ist einfach zu viel los wegen Magisterarbeit etc.

            Hier noch ein hübsches Bild von Marie Bonapartes Enkel George Andrew Radziwill, Sohn der Eugenie von Griechenland.
            Dieses Bild ist sehr selten und befindet sich nur im Buch "Inheritors of Alexander the Great" was nicht mehr im Druck ist.

            George Andrew.jpg
            "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

            Marie Bonaparte (1882-1962)

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            • #36
              Ja, häm, da muss ich gestehen, dass ich zwar mehrmals in die "Familie Bonaparte" reingeblättert habe, aber bisher habe ich nur das Nachwort gelesen (mal was Neues: Bücher von hinten zu lesen ...). Das liegt aber nicht an der Qualität des Buches, sondern einfach daran, dass ich´s einfach mehr mit Militärtheorie habe. Jetzt habe ich es mir aber kurzerhand als Freizeitlektüre verordnet.
              Ich drücke dir die Daumen, dass dein Besuch in Italien zustande kommt - nicht ganz uneigennützig, denn ich freue mich auf weitere Bilder und vielleicht entdeckst du ja was in den Familienarchiven! Wer wäre denn nach der Erbfolge heute "dran"? Spielt das in der Selbstwahrnehmung der Familie heute noch eine Rolle? Die "Capetisten" (ich glaub so schreibt man es) nehmen das ja wohl noch sehr ernst und einige sehen sich als "Hüter des guten Tons" in Frankreich.
              Und das Bild aus Maries Familie ist arg nett!
              Grüße
              Colet

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              • #37
                Hallo!
                Schön, dass Du mal wieder hier warst...mir geht es ähnlich mit den Buch über die Bonaparte, welches wir beide haben! Ich hab mich bis jetzt noch nie an den großen Schinken so richtig herangemacht, immer war was anderes, aber eines Tages wird es schon noch.... Ich glaube auch, dass es ein spannendes und bewegendes Buch ist, so steht es zumindest auch hinten drauf.
                Wahrscheinlich wird es erst nächstes Jahr was mit Italien, denn dieses Jahr gehe ich definitiv auf die Spuren eines anderen Franzosen (aber hier lieber Vorsicht, wer das ist...) und der treibt mich eher in die Picardie, wo ich bisher auch noch nie war....
                Familienarchive der Bonaparte-Nachfahren in Italien wird sicher schwer sein für Außenstehende, aber es gibt ja in Rom den Palazzo Primoli, wo es auch ein Napoleon-Museum ("Museo Napoleonico") gibt (In Erinnerung an Joseph-Napoleon Primoli (1851-1927) welcher zweifach von der Familie Bonaparte abstammte -Enkel von Charles Lucien und Zenaide Bonaparte- und ein bekannter Aristokrat seiner Zeit war. Es gibt auch eine Webseite dazu mit einem Online-Archiv. Es ist interessant, zu sehen wie die Leute auf diesen alten Fotos, die Primoli oft selber gemacht hat, noch gelebt haben, wie in eine andere Epoche zurückversetzt, und dann im sonnigen Italien....nicht schlecht
                Wegen eines alten Fotos von seiner einen Cousine, habe ich gerade noch einen der Verwandten dran, der mir versprochen hat, dass er bis zum Ende des Monats auf sein Haus auf dem Lande fahren und nach alten Fotos von der Vorfahrin schauen will, mal sehen.... Immer jedoch habe ich das Gefühl, die Leute würden es vorziehen, wenn man persönlich mit ihnen an Ort und Stelle spricht, als dass sie lange schreiben (Mails etc).
                Bezüglich Italien sind die meisten eher unberührt von den Vorfahren, führen ein Leben wie andere auch, eine sogar sagte mir, dass es keine große Bedeutung in ihrem Leben habe (sie lebe sogar mit einem gaanz einfachen Mann zusammen) und dass sie- wenn schon- dann Marie Bonaparte als emanzipierte Frau eher schätze als den Kaiser, der "hauptsächlich an sich und die Macht seiner Familie gedacht" habe...also durchaus auch Kritik aus den "eigenen" Reihen (Interessant ist aber, dass ausgerechnet die Schwester dieser Dame Studien über Napoleon's Familie macht und ein Buch über Napoléone-Elisa Baciocchi, der Tochter Elisa Bonapartes, die- wie die Schwester der Autorin mir sagte- "ein bisschen verrückt, aber irgendwie sympatisch war", verfasst hat. Das möchte ich auch gerne noch haben, ist allerdings auf Italienisch, also nicht schlecht zur Übung...(toll wäre natürlich mit einer Widmung von der Autorin, aber ob das möglich ist? Noch habe ich nicht an sie geschrieben...)
                Zuletzt geändert von Britt.25; 17.01.2009, 14:19.
                "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

                Marie Bonaparte (1882-1962)

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                • #38
                  Dieses hier ist ein Foto des alten Giuseppe- Napoleon Primoli (1851-1927), den ich erwähnte. Das Museum darüber ist in Rom und ich möchte es unheimlich gerne mal besuchen...
                  Das Bild stammt aus einem uralten Zeitungsartikel, den ich einst ersteigerte

                  Größenänderung Prim..jpg

                  (Naja, die Augen wirken schon so ein wenig mehr tot als lebendig...


                  PS. Habe auch ein Buch darüber "The life and times of Joseph Nap. Primoli" von Richardson (Noch nie gelesen...nur durchgeblättert...)
                  Zuletzt geändert von Britt.25; 24.01.2009, 09:29.
                  "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

                  Marie Bonaparte (1882-1962)

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                  • #39
                    Die Mutter des Giuseppe Primoli war Charlotte-Honorine-Josephine Bonaparte
                    (1832-1901)

                    disderi024.jpg


                    die Tochter von Zenaide Bonaparte (Tochter von Joseph B. und Julie Clary) und Charles Lucien (Sohn von Lucien Bonaparte und seiner 2. Frau Alexandrine)


                    Hier sehen wir sie im Kreise ihrer 3 Söhne

                    Giuseppe (links), Luigi und Napoleone


                    Prim.Fa.jpg


                    Und hier als ältere Frau einmal mit Hund und einmal mit einem kleinen Mädchen scherzend (leider
                    sehr korpulent, wie all ihre Schwestern auch...)

                    7283.jpg

                    7155.jpg


                    Ihr Bruder Charles-Gregoire war der letzte Prinz von Canino, er hinterließ zwei Töchter, Marie und Eugenie, womit diese Linie ausstarb.
                    Zuletzt geändert von Britt.25; 18.01.2009, 11:44.
                    "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

                    Marie Bonaparte (1882-1962)

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                    • #40
                      Hallo du,
                      erst mal noch zu dem Buch von Wusowski: Ich habe immer ein bisschen Vorbehalte, wenn etwas "Romanbiographie" oder so heißt, und wenn dann drin steht, was die Leute zu einem bestimmten Zeitpunkt gedacht haben, kommt mir das immer ein bisschen unseriös vor. Aber ich habe es angefangen und ja: Es ist arg interessant und allmählich gewöhne ich mich auch dran, dass nicht zu jeder Aussage drei Fußnoten da sein müssen. Es hat so einen daily soap-Effekt - aber einige interessante Dinge habe ich auch schon aufgeschnappt, ich wusste z.B, gar nicht, dass der Name "Napoleone" schon drei mal in dieser Generation durchgereicht worden war. Und wie sehr die Familie in die korsischen Verhältnisse eingebunden war, geht mir auch erst jetzt auf. Aus dem Stammbaum im Buch weiß ich jetzt auch, dass das "Erbe" offiziell in Jeromes Linie liegt.
                      Klammer zu -
                      In dem Buch ist auch eine sehr korpulente Tante erwähnt - daher vielleicht die Veranlagung, die man auch auf "deinen" Fotos sieht. Und ja: Mit all dem Plunder im italienischen Sommer, das stelle ich mir anstrengend vor :-)
                      Und um wieder auf Luciens Linie zu kommen, bzw. auf Marie: Angesichts ihres Zitates "Mörder haben mich schon immer faziniert" habe ich mich schon gefragt, wie sehr sie sich gewisser korsischer Wurzeln bewusst war, bzw. wie sehr sie das in sich wieder zu entdecken glaubte.
                      Ein Familienmuseum in Rom - klingt interessant, zumal die Stadt noch auf meiner Liste ist. Aber welchem Franzosen reist du denn demnächst "vorsichtig" hinterher????
                      Liebe Grüße
                      Colet

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                      • #41
                        Hallo,
                        Habe ewig nichts gesagt, einfach zu viel zu tun.
                        Ja, Marie sah auf jeden Fall ihre tiefe Bindung zu den Vorfahren. Sie sagte ja: "Sollte jemand jemals meine Biographie aufschreiben, so soll er das Buch 'die letzte Bonaparte' nennen". Sie sah das nicht nur namentlich so, dass sie tatsächlich die letzte Frau mit dem Namen Bonaparte war (die Cousins aus der Linie Jerome- also Erblinie- heißen ja alle "Prinz Napoléon" mit Nachnamen) sondern sie sah es ebenfalls symbolisch: Die letzte Frau, die in ihrem Verhalten und ihrem Charakter eine typische Bonaparte war: Eigenbrötlerish, starke Willenskraft, wissensdurstig, manchmal hemmungslos und sehr temperamentvoll....und vieles mehr. Hinsichtlich der Mörder hatte sie sich besonders für ihren Großvater Pierre interessiert und sich von seinen Geschichten angezogen gefühlt, die man ihr in der Kindheit erzählt hatte, und später lernte sie den "Mord" nach der Psychoananalyse zu interpretieren (Stichwort: Urtrieb nach Freud)
                        Die kopulente Tante, wie heißt die denn? Wahrscheinlich liegt es weiter zurück. Meines Erachtens könnte die Korpulenz bei den Kindern, besonders den Töchtern, von Charles Lucien und Zenaide Bonaparte auch von der Clary Seite kommen. Denn Desiree schien mir später auch etwas korpulent auf manchen Gemälden, aber man weiß es nicht. Als junge Frauen waren die Clarys allerdings eher schank, oder?
                        Und schließlich zum Museum in Rom, ich hoffe wirklich dieses Museum Primoli einmal sehen zu können. Schon das online Archiv ist fasznierend. Joseph Napoléon Primoli war vor allem auch ein sehr gewandter früher Fotograph. Seine Bilder zeigen genau das Leben in Italien im 19. Jahrhundert. Hat etwas sehr Nostalgisches. Irgendwann muss ich dahin!
                        Das mit dem anderen Franzosen lieber mal privat, denn das ist eher heikel, und würde vielleicht den einen oder anderen hier abschrecken, der mich nicht kennt. Seine Familie, die ich einst suchte, habe ich nun gefunden, aber den Kontakt wollen sie auf gewissen Gründen nicht. Aber nach St. Quentin will ich fahren, um sein ehemaliges Wohnhaus und evl Grab zu suchen. Ich würde allerdings im Zuge dessen auch gerne wissen, ob da irgendwas auch zu Napoleon zu finden ist. Zwar ist es gewiss nicht gerade eine "Napoleon-Stadt", aber immerhin hat Napoleon dort den Kanal bauen lassen und kam-so habe ich gelesen- 1810 mit seiner Familie zur Einweihung auch dorthin. Er sagte auch, dass der Kanal-Bau eines seiner größten Verdienste gewesen sei. Vielleicht findet sich ja zumindest eine Gedenktafel oder sowas, wenn ich schon im Zuge von etwas anderem da hinfahre. Außerdem war auch Napoleon III zu einem Jubiläum dort. Mal schauen, was sich machen lässt. Nach Paris geht es dann vielleicht ein anderes Mal...und nach Italien.
                        Warten wir's ab.
                        "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

                        Marie Bonaparte (1882-1962)

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                        • #42
                          goldig

                          2564_1059340418044_1661924741_174861_5759379_n.jpg

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                          Marie Bonaparte (1882-1962)

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                          • #43
                            Und mal wieder was älteres: back to Marie....

                            Hier noch einmal ein Foto auf dem man deutlich sieht wie groß Roland Bonaparte war! Ein richtiger Schrank

                            (Roland ist der Herr mit dem Zylinder und dem Monokel!)

                            Roland.jpg

                            Und hier nochmal Roland und einmal Marie als junge Frau.
                            Irgendwie hat sie einen fast orientalischen Anstrich.

                            Rol..jpg

                            MarieB..jpg


                            Dass Roland durchaus ein anerkannter Mann und Wissenschaftler war sollte auch dieses Bild beweisen: Roland Bonaparte mit Amundsen (wenn auch leider wegen Wasserzeichen nicht so gut zu erkennen)

                            Amundsen.jpg
                            "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

                            Marie Bonaparte (1882-1962)

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                            • #44
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                              Die Haarfrisur war wirklich wunderschön!

                              TPN08148_013.JPG

                              TPN08148_020.JPG

                              TPN08148_018.JPG

                              TPN08148_019.JPG
                              "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

                              Marie Bonaparte (1882-1962)

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