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Napoleonische Propaganda

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  • Irene Hartlmayr
    antwortet
    Zitat von Grex Beitrag anzeigen
    ...für die vielen Hinweise. Ich werde dem nachgehen.

    Mir scheint übrigens, daß Napoleon häufig Urteile über Zeitgenossen bekannt werden ließ, um für ihne gefährliche Persönlichkeiten zu diskreditieren oder für ihn nützliche zu stärken. Ich denke da über abfällige Aussagen über Königin Luise und positive über Bagration. Ist aber nur so eine Vermutung. Gibt es dazu irgendwelche Hinweise?

    Grex
    Die findest Du eben in den Bulletins und in Napoleons Beitraegen zum Moniteur.
    IRENE.

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  • Irene Hartlmayr
    antwortet
    ZUsatz zu obigem:
    Im Katalog nur NapoleonAusstellung auf der Schallaburg in Niederoesterreich (2009) sind
    Auch Angaben vorhanden, von Gegenpropaganda in England die Karikaturen von Cruikshank und Gillray sowie ein besonders bösartiges Buch von GOLDSMITH ueber Napoleon und seine Familie und ganz allgemein zu N.
    Weiterer Zusatz:in Frankreich sind vor allem Mme de Stael und Chateaubriand zu zitieren: die beide (aus Eitelkeit v.a. Aber auch aus Ueberzeugung)Gift und
    Galle ueber Napoleon gespieen haben,in diversen Schriften.Von Chateaubriand
    U.a. "de Buonaparte et des Bourbons"(1814).
    Eine gute Zusammenfassung findet sich in Jean TUlard : L'Anti- Napöleon.
    Viele Gruesse ,
    Irene.
    Zuletzt geändert von Irene Hartlmayr; 08.03.2013, 12:48.

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  • Irene Hartlmayr
    antwortet
    Zitat von Grex Beitrag anzeigen
    Guten Tag allerseits,

    seite längerem bin ich auf der Suche nach einer guten Darstellung über Napoleons Propaganda. Es wird ja immer betont, er sei ein Meister auch dieser Disziplin gewesen, aber es findet sich wenig konkretes dazu.

    Ich habe mir Robert Holtmans "Napoleonic Propaganda" besorgt, aber das ist sehr allgemein gehalten, es git einen hervorragenden Überblick über die Kanäle, die Napoleon genutzt hat. Das "wie" wird sehr detailliert behandelt, aber das "was" kommt zu kurz. Welche Themen hat Napoleon mit welchem Erfolg gesetzt? Und dieses Buch hat auch schon etwas Staub angesetzt, es stammt aus den 1950er Jahren.

    In jüngster Zeit sind vor allem Untersuchungen über die visuelle Propaganda erschienen, über Malerei, Medallions etc, was mich eher weniger interessiert.

    Genauso interessant wären für mich auch Untersuchungen über die Propaganda gegen Napoleon.

    Ich halte es für wahrscheinlich, daß beide Stränge sich heute noch in Darstellungen zum Thema finden, vor allem (aber nicht nur) in populärwissenschaftlicher Literatur und in der Belletristik.

    Ich habe zu diesem Thema auch hier keinen eigenen Thread gefunden.

    Es wäre schön, zu diesem Thema anregungen zu erhalten.
    Lieber Grex,
    Angaben zu "wie"in Napoleons Propaganda findest Du in seiner umfangreichen Korrespondenz ,die derzeit in Frankreich komplett neuaufgelegt wird und u.a. bei Amazon erhältlich ist,- es sind "eh nur" ueber 60 000 Briefe - sowie in seinen Bulletins , die sowieso
    V.a. propagandistisch gedacht waren und in Artikeln,die er selbst in seinen Beiträgen zum
    Offiziellen Amtsblatt (Moniteur) geschrieben hat.
    hoffe damit geholfen zu haben.IRENE.

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  • Grex
    antwortet
    Danke für den Tipp!

    Das werde ich mir ansehen.

    Grex

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  • Charlotte Corday
    antwortet
    Hanley ist sehr gut, vor allem geht er auf Napoleons erste Zeitungen (auf dem italienischen Kriegsschauplatz) wie auch auf seinen Stil sehr gut ein.

    lg, Charlotte

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  • Mephisto
    antwortet
    The Genesis of Napoleonic Propaganda, 1796-1799, Wayne Hanley

    http://www.gutenberg-e.org/haw01/fra...thorframe.html

    Vielleicht interessant für Euch...?

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  • Grex
    antwortet
    Rolles des Klerus

    Stimmt, siehe Punkt 4, dritter Absatz.

    http://napoleon-series.org/research/...huikevich.html

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  • Charlotte Corday
    antwortet
    Die Kirche - egal ob orthodox, katholisch, evangelisch etc. - war in der Neuzeit ein Sprachrohr der Regierung. So viel ich weiß, gab es von seiten des Zaren konkrete Aufträge an die orthodoxe Kirche, um das Volk entsprechend zu mobilisieren (Lieven, Zamoyski u.a. weisen auch darauf hin). Napoleon und seine Gegner setzten Propaganda ganz bewusst und gezielt ein.

    Taylor "Munitions of Mind" ist nicht schlecht, aber geht bei den historischen Beispielen nicht wirklich in die Tiefe.

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  • Marie
    antwortet
    Danke, das wars

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  • Tellensohn
    antwortet
    Zitat von KDF10 Beitrag anzeigen
    Ich habe irgendwo gelesen (muss ich mal nachschauen), dass das Gemälde mit den Pestkranken im Entwurf ürsprünglich anders aussah. Napoleon umarmte einen Pestkranken. Das fand er selbst dann aber doch zu heftig und ließ das ändern.
    Bild anklicken:

    http://www.culture.gouv.fr/public/mi..._1=50350114902

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  • Marie
    antwortet
    Zitat von KDF10 Beitrag anzeigen
    Ich habe irgendwo gelesen (muss ich mal nachschauen), dass das Gemälde mit den Pestkranken im Entwurf ürsprünglich anders aussah. Napoleon umarmte einen Pestkranken. Das fand er selbst dann aber doch zu heftig und ließ das ändern.
    Das passt. Er muss in Syrien schon einen riesen Tamtam um diesen Besuch gemacht und seinen Ablauf regelrecht geplant haben. Ich hatte mich vor einiger Zeit recht intensiv mit dem wenigen vorhandenen Material beschäftigt (müsste jetzt aber auch suchen, wo das stand) und bin zu dem Schluss gekommen, dass ein persönlicher Imageberater diese ganze Aktion auch nicht besser hingekriegt hätte. Wenn man dann überlegt, dass das erst der Anfang war...

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  • KDF10
    antwortet
    Zitat von Grex Beitrag anzeigen
    Obwohl es hier durchaus Themen gäbe, die Predigten der orthodoxen Geistlichen (hat sie jemand angeleitet?)
    Ich glaube nein. Ist schon etwas Off topic, aber ich verfolge die Berichterstattung über die Verhandlung gegen Pussy Riot. Bei SPON gab es im Forum einen interessanten Beitrag zum Thema orthodoxe Kirche. Angeblich hat die schon immer, quasi in vorauseilendem Gehorsam, so gehandelt. Niemand hat es von ihr verlangt, sie tat es einfach um Vorteile zu erlangen. Über den Wahrheitsgehalt dieser Aussage kann ich nicht urteilen, dafür interessiere ich mich zu wenig für die orthodoxe Kirche. Der Fall Pussy Riot zeigt aber, dass es offensichtlich noch heute funktioniert. Nach einer Anzeige der Kirche sitzen die Mädels mittlerweile seit fünf Monaten in Untersuchungshaft. Hätten sie das im Kölner Dom gemacht, wären sie höchstens zu einigen Stunden sozialer Arbeit oder zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Bitte jetzt keine Diskussion zu Pussy Riot, dafür gibt es andere Foren.

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  • KDF10
    antwortet
    Ich habe irgendwo gelesen (muss ich mal nachschauen), dass das Gemälde mit den Pestkranken im Entwurf ürsprünglich anders aussah. Napoleon umarmte einen Pestkranken. Das fand er selbst dann aber doch zu heftig und ließ das ändern.

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  • Marie
    antwortet
    Muss mich da mal kurz einmischen Jedem, der sich etwas näher mit Napoleon beschäftig hat wird klar, dass der Mann was von Propaganda verstand. Um bei den Gemälden und Ägypten zu bleiben: Der Besuch der Pestkranken einen Tag nach dem Massaker in Jaffa war in meinen Augen genau das. Mit dem Gemälde, dass Gros (der wars doch?) dazu gemalt hat ist der Besuch der Pestkranken das, was von Syrien in Erinerung bleibt. Der große Feldherr, der nicht einmal die Pest fürchtet. Das passt auch zu den Gedanken, die in dem von KDF 10 verlinktem Artikel angedeutet werden. Da gibt es noch einiges zu Forschen, aber es wird so sein wie grundsätzlich mit napoleonischen Themen: wenige machen es, da zu kontrovers und unter Historikern nicht sehr angesehen. Da macht man lieber was solides, nämlich Wk I+II (spreche da leider aus eigener Erfahrung). Bin gespannt, was du weiter dazu zu berichten hast.

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  • KDF10
    antwortet
    Lies mal bei Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84gyptische_Expedition. Da bastelt gerade jemand am Abschnitt "Die Entscheidung für Ägypten". Wird dich interessieren. Die Referenz hat er nicht richtig eingefügt, deshalb erscheint sie momentan noch nicht. Hier die Quelle: C. Buchholz, ''Französischer Staatskult...'', S. 155 ff., ''Das Reich der Pharaonen als Vorbild für die Neuordnung Frankreichs durch Napoleon''.

    Das mit den Gemälden würde ich nicht unterschätzen. Napoleon auf einem aufsteigenden Pferd bei der Überquerung der Alpen? Da gibt es Quellen, die schreiben, dass er in Wirklichkeit auf einem Maultier geritten ist, was in den Bergen ja viel sicherer ist, zumal wenn man ein schlechter Reiter ist, wie Napoleon es war. Napoleon mit der Fahne auf der Brücke bei Arcole, Propaganda? Ich kenne zumindest eine Quelle, die behauptet, er wäre von der Menge mitgerissen worden und dann in den Schlamm gestürzt. Etliche Gemälde sind Propaganda pur. Propaganda ist ja nicht nur für den Gegner, sondern auch für die eigenen Untertanen.
    Zuletzt geändert von KDF10; 08.08.2012, 15:28.

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