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Die Großmächte und ihre Politik: England & Co

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  • #31
    Zitat von KDF10 Beitrag anzeigen
    Die Vormachtstellung der Briten wurde nicht durch ihre "Unzuverlässigkeit" verursacht, sondern durch eine aufstrebende Weltmacht, die die Engländer abgelöst hat. Nämlich die USA.
    Du meinst sicher, DER VERLUST der Vormachtstellung der Briten, oder?

    Die Frage, weshalb die Briten ihr Empire schliesslich verloren haben, hat ja eigentlich in diesem Forum nichts zu suchen. Aber wenn sie schon angeschnitten wird, möchte ich, mit Verlaub, auch meinen Senf dazugeben.

    Der Aufstieg der USA zur Grossmacht erklärt ja nicht per se das Zerfallen des britischen Empire. Die Voraussetzung für den Zerfall wurde vielmehr erst einmal durch das geschaffen, was man "imperial overstretch" nennt. Die Briten konnten die vielen Territorien, die sie im Lauf des 19. Jahrhunderts unter ihre direkte Kontrolle gebracht hatten, bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts personell, materiell und finanziell nur mit zunehmender Mühe halten, zumal die unterworfenen Völker - religiös und kulturell oft signifikant von der Kolonialmacht entfernt - als Folge des auch bei ihnen wachsenden "nationalen" (inklusive religiösem und kulturellem) Selbstbewusstseins die Herrschaft der Briten immer weniger zu ertragen bereit waren. Was die Spanier im grossen und ganzen schon hinter sich hatten, das stand den Briten erst noch bevor... (Nebenbemerkung: immerhin hatten die Spanier den Grossteil ihres Kolonialreichs - also ausser Kuba und den Philippinen, die ihnen am längsten geblieben waren - gut 300 Jahre halten können, etwa vom Beginn des 16. bis zum Beginn des 19. Jhdts.; die Briten konnten ihr Empire nur etwas mehr als halb so lang halten, etwa von 1760 bis 1920 +/-...1:0 für Spanien ).

    Den Todesstoss hat dem British Empire meiner Meinung nach konkret der 1. Weltkrieg versetzt, weil die Briten nämlich dadurch gezwungen wurden, den grössten Teil ihrer begrenzten Landstreitkräfte ebenso wie einen beachtlichen Teil ihrer grossen Flotte für den Kampf gegen die Mittelmächte einzusetzen sowie in einem seit den napoleonischen Kriegen wohl nie da gewesenen Ausmass finanzielle und materielle Mittel für einen Krieg aufzuwenden, den sie eigentlich nicht gewollt hatten und der für sie völlig ungelegen kam. Truppen, Geld und Material hätten sie wegen des zunehmenden Aufbegehrens der von ihnen kontrollierten Völker dringendst benötigt und all dies war nun nicht mehr im erforderlichen Mass verfügbar (jetzt ging's ihnen so ähnlich wie damals in Louisiana und Florida den Spaniern...)

    Bekanntlich haben Engländer und Franzosen in besonderem Mass auf einen harten Versailler Vertrag gepocht. Was die Franzosen anbelangt, so glaube ich, dass - obwohl auch ihre Stellung als Kolonialmacht durch die personellen, finanziellen und materiellen Zwänge des 1. Weltkriegs geschwächt wurde - der Hauptgrund für ihre harte Position gegenüber dem Deutschen Reich in erster Linie in der Tatsache zu suchen ist, dass in diesem Krieg der für die französische Wirtschaft/Industrie besonders bedeutsame Norden und Nordosten des Heimatlandes so massiv geschädigt worden ist wie wohl kein anderer Landstrich sonst und Deutschland diesen Schaden auf Teufel komm raus berappen sollte. Die Briten ihrerseits haben m.E. das Deutsche Reich hauptverantwortlich gemacht für den Verlust der Kontrolle über ihr Empire, das Ausbleiben jeglichen Profits sowie die Notwendigkeit, sich sogar verschulden zu müssen. Für sie war das wohl der Hauptgrund, weshalb Deutschland bluten sollte. Zusätzlich machten ja die Amerikaner als Hauptgläubiger Frankreichs und Englands Druck und drängten auf eine rasche Begleichung der Kriegsschulden, so dass die Verknüpfung der Frage der Kriegsschulden mit der der Reparationszahlungen nicht zu vermeiden war und das Maximum aus dem Deutschen Reich herausgepresst werden sollte. Ich denke, sowohl Frankreich als auch Briten waren sich im Grunde bewusst, dass der Versailler Vertrag dem Deutschen Reich eine unvernünftig hohe Last aufbürdete, in der damaligen Situation aber haben einerseits Wut und Rachsucht, andererseits die Entschlossenheit, dem Deutschen Reich jede Möglichkeit zu nehmen, jemals wieder die Interessen Frankreichs und Englands im erlebten Masse zu schädigen, die Oberhand gewonnen. Geführt hat das Ganze dann ja bekanntlich zum Gegenteil, aber aus der Situation heraus erscheint mir die Haltung der Franzosen und Briten verständlich, zumindest jedenfalls erklärbar.
    Zuletzt geändert von Tellensohn; 11.03.2013, 14:07.

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    • #32
      Zitat von KDF10 Beitrag anzeigen
      Liebe Irene,
      deine Absicht in allen Ehren, aber wenn du oben behauptest, dass England eine Verständigung nicht wollte, ist das deine subjektive Meinung...Auch dass England keine Großmacht auf dem Kontinent dulden wollte, ist so nicht korrekt. Schließlich wurde Russland erst durch die Unterstützung Englands zur Großmacht auf dem europäischen Kontinent.Die jahrhundertelange Feindschaft zwischen England und Frankreich hat sich wohl eher darin niedergeschlagen, dass Napoleon England nicht mochte und nicht umgekehrt. Großbritannien war zur Zeit Napoleons nur von wirtschaftlichen Interessen geprägt. Besitzansprüche gab es auf dem Kontinent nur noch in Hannover und in Gibraltar.
      Es ist keineswegs nur Irenes subjektive Meinung, das England keine Verständigung mit Frankreich wollte. England wollte allenfalls einen Diktatfrieden zum eigenen Vorteil und zum Nachteil Frankreichs und den konnte Napoleon logischerweise nicht akzeptieren (wir haben das übrigens, soweit ich mich erinnere, schon einmal irgendwo diskutiert,...).

      Die Behauptung, Napoleon habe wegen der jahrhundertealten Feindschaft zwischen England und Frankreich den Briten gegenüber feindliche Gefühle gehegt, diese aber nicht gegenüber ihm (oder Frankreich), ist wohl das Lächerlichste, das ich seit langem gelesen habe. Da muss muss man aber auf beiden von dicken Lagen britischer Flaggen verhängten Augen völlig blind sein, um die Briten von massivsten Ressentiments gegen Frankreich und Franzosen - und das lange schon vor Napoleon - freizusprechen.

      Die aggressive Haltung Napoleons gegenüber den Briten und seine Invasionspläne erklären sich m.E. durchaus aus der Haltung Englands, denn Napoleon hatte niemals die Absicht, sich die Insel einfach so zum Spass "unter den Nagel zu reissen". Es gibt meines Erachtens auch keinen überzeugenden Hinweis darauf, dass Napoleon bei einem anderen Verhalten der Briten an der Eroberung oder Zerschlagung von Englands Kolonialreich interessiert gewesen wäre; und möglicherweise noch nicht einmal daran, ehemalige französische Kolonien zurückzugewinnen (Lousiana z.B. hat er ja auch nicht mehr ums Verrecken halten wollen). Frankreich war vor und unter Napoleon v.a. eine Landmacht und war, das ist sicher richtig, an einer Vormachtstellung auf dem europäischen Kontinent interessiert. Natürlich hätte eine unangefochtene, nicht auf Besetzung und Unterdrückung basierende Herrschaft Napoleons über Europa schliesslich auch weltweit zu einer echten Handelskonkurrenz mit England führen können. Aber diese Möglichkeit lag, wenn man ganz nüchtern alle Tatsachen berücksichtigt, schon damals für jedermann erkennbar in weiter Ferne. Die Briten hatten und haben einfach prinzipiell Angst nicht nur vor tatsächlichen, sondern auch vor potentiellen wirtschaftlichen Konkurrenten, die sie daran hindern konnten oder könnten, die Bedingungen festzulegen, unter denen sie ihre wirtschaftliche Potenz gegenüber allen anderen und einzig zu ihrem eigenen Vorteil sichern und ausspielen können/konnten. Der Hinweis Gunters auf das jüngste entlarvende Gebrabbel Camerons in Sachen EU ist wirklich treffend. Den Engländern ging und geht es v.a. ums Kohle machen. Und deshalb waren sie von Anfang an entschlossen, Napoleons weiteren Aufstieg um jeden Preis zu verhindern, präventiv, so wie sie - und auch das ist keineswegs eine subjektive Meinung Irenes, sondern eine historische Tatsache - jede andere Grossmacht mit diplomatischen, wirtschaftlichen und militärischen Mitteln an einer (möglichen) Hegemonie zu hindern suchten. Vor, während und nach Napoleon. Wirtschaftliche Interessen waren und sind stets ein "guter" Kriegsgrund, auch für andere, aber die wirtschaftliche Überlegenheit ohne Kompromisse zu erlangen und zu bewahren war für England eigentlich immer der triftigste und überzeugendste Grund, Kriege anzuzetteln bzw. schlaumeierisch durch eine egoistische und unnachgiebige Position wütende oder unüberlegte Reaktionen zu provozieren, um dann die anderen als Aggressoren an den Pranger stellen zu können.

      Territoriale Besitzansprüche auf dem Kontinent waren für die Briten tatsächlich kein Kriegsgrund mehr. Wie hätten sie die auch haben können und wollen, ohne grosse Bevölkerung/Armee und ohne ihre Flotte nutzbringend und im grossen Stil einsetzen zu können (die Venezianer sollen ja einst im Krieg gegen die Mailänder Kriegsgaleeren übers Gebirge zum Gardasee geschleppt haben )? Nur ganz besondere Plätze wollte man unbedingt halten. Gibraltar eben wegen seiner herausragenden strategischen Bedeutung, Hannover wegen seiner Bedeutung als Stammland des britischen Königshauses. Der Knockout fürs Empire ist ihnen dann gut hundert Jahre nach Napoleon eben doch nicht erspart geblieben, eben aufgrund von Sachzwängen, durch die sie schliesslich doch immer mehr und weltweit genötigt wurden, grosse Landmassen und zunehmend unruhiger werdende Unterworfene unter direkter Kontrolle zu halten. Verzicht auf Besitzansprüche - etwa auf französischen Boden - waren also nicht Ausdruck einer friedfertigen Politik, sondern schlicht Resultat der Einsicht ins Unvermeidliche, weil Unmögliche.

      Zur Behauptung, wonach die Briten durchaus auch andere Grossmächte auf dem Kontinent geduldet hätten: Grossmächte schon, aber keine, die ihren wirtschaftlichen Egoismus hätten bremsen können. Und überhaupt: Was heisst hier, Russland wurde erst durch England zur Grossmacht auf dem europäischen Kontinent? Russland als Grossmacht von Englands Gnaden? Das greift wohl doch etwas zu kurz. Russlands Aufstieg zur europäischen Grossmacht begann durchaus schon im 18. Jhdt. Und wenn sein Einfluss zunächst noch relativ wenig spürbar blieb, dann ist das wohl nicht zuletzt eher auf interne Querelen als auf Rückbindung durch andere zurückzuführen. Im Siebenjährigen Krieg bspw. hat Russland ja eigentlich den Kampf bloss eingestellt, weil ein halbschlauer preussenverliebter Zar es so wollte...Du tönst ja wirklich gerade so, als hätte England den Russen mit und nach dem Sturz Napoleons erst die Vollmacht erteilt, eine europäische Grossmacht werden zu dürfen. Nun, ich glaube kaum, dass es in der Macht der Briten lag, darüber zu entscheiden, sie mussten die Stärkung Russlands vielmehr einfach hinnehmen und machten ein paar Jahre gute Miene zum bösen Spiel, jedenfalls solange wie Russland (im Orient und in Asien) nicht zum ernsthaften Rivalen aufzusteigen drohte. Die weitere Entwicklung zeigt ja, dass man, als diese Gefahr konkreter wurde, ganz schnell die Seiten wechselte (1827 noch mit den Russen gegen die Türken, im Krimkrieg dann mit den Türken gegen die Russen). Und diese Erfahrung haben eben auch andere mit den Briten immer wieder gemacht. Das unzuverlässige, "perfide Albion", eben kein Hirngespinst, sondern ein Erfahrungswert.
      Zuletzt geändert von Tellensohn; 11.03.2013, 08:32.

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      • #33
        @Dieter,

        eine kleinere Armee in Russland hätte den Verlauf des gesamten Krieges von vornherein verändert. Die Russen wollten ursprünglich eine Offensive starten, was ihnen durch die extreme zahlenmäßige Überlegenheit der französisch-alliierten Kräfte einfach unmöglich gemacht wurde. Man kann fast sagen, jedes entscheidende Gefecht möglichst weit westlich war für Napoleon von Vorteil. Bei Borodino war Napoleon nach den neusten Berechnungen tatsächlich bereits zahlenmäßig unterlegen. Der Feldzug wurde außerdem in viel zu kurzer Zeit durchgeführt. Knackpunkt war natürlich nicht zuletzt eine ziemlich unklare Zielvorstellung dieses Feldzuges.

        Die Allianz Großbritanniens mit Frankreich und dem Osmanischen Reich im Krimkrieg hat nun wirklich rein garnichts mit verlässlicher Partnerschaft zu tun, sondern mit den ureigenen Interessen des bereits teilweise zu Anfang des Jahrhunderts aufkeimenden Ost-West-Konfliktes mit Russland.
        Wenn die Sache unangenehm zu werden drohte und wirkliche Opfer ohne Profit angesagt waren, dann ließen die Briten ihre Partner stattdessen gerne mal im Stich und stahlen sich aus der Verantwortung, worunter manche Teile der Welt heute noch massivst leiden. Der Krimkrieg und auch der Russlandfeldzug entsprachen sehr wohl den Interessen des britischen Empire. Russland sollte im 2. Fall wieder voll als Rohstofflieferant herhalten und im 1. in seinem Status als kontinentaler Hegemon beschränkt werden. Irgendwann hätte Russland zwangsläufig auf dem Landweg die britischen Interessen in Asien bedroht. Dies sollte im Keim erstickt werden. Damit wurde Russland die ideale Rolle als möglichst rückständiger, billiger Rohstofflieferant zugeschoben, was aber nicht funktionieren konnte, wenn sich die russische Politik auch nur etwas dynamisch und expansiv verhielt.

        Die Rolle der USA im 19. Jahrhundert sehe ich als die eines schlafenden Riesen, was den internationalen Einfluss betraf. Erst durch den Bürgerkrieg wurden sich die Staaten ihres Machtpotentials bewusst, das man auch nach außen nutzen konnte. Sie hatten letztlich einfach das Glück, dass sie praktisch ihren eigenen Erdteil hatten, auf dem ihnen keine andere starke Kontinentalmacht auf Augenhöhe entgegentrat. Ansonsten wäre es ihnen vielleicht wie Russland ergangen.

        Grüße

        Gunter
        Zuletzt geändert von Gunter; 11.03.2013, 17:11.

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        • #34
          Lieber Tellensohn!!
          Recht herzlichen Dank fuer Deine Unterstuetzung!!!!!!!!!
          Viele Gruesse aus Wien,IRENE.
          Zuletzt geändert von Irene Hartlmayr; 12.03.2013, 16:23.

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          • #35
            Zitat von KDF10 Beitrag anzeigen
            Liebe Irene,

            deine Absicht in allen Ehren, aber wenn du oben behauptest, dass England eine Verständigung nicht wollte, ist das deine subjektive Meinung. Unter Kontrapunkte verstehe ich was anderes. Du verurteilst die Engländer und jetzt ruderst du zurück. Auch dass England keine Großmacht auf dem Kontinent dulden wollte, ist so nicht korrekt. Schließlich wurde Russland erst durch die Unterstützung Englands zur Großmacht auf dem europäischen Kontinent.Die jahrhundertelange Feindschaft zwischen England und Frankreich hat sich wohl eher darin niedergeschlagen, dass Napoleon England nicht mochte und nicht umgekehrt. Großbritannien war zur Zeit Napoleons nur von wirtschaftlichen Interessen geprägt. Besitzansprüche gab es auf dem Kontinent nur noch in Hannover und in Gibraltar. In Frankreich gab es keine mehr, wie etwa zu Zeiten der Jeanne d´Arc.



            Apropos Gibraltar. War sicherlich auch ein Grund warum England in den Krieg auf der Iberischen Halbinsel eingetreten ist. Gibraltar war wichtig für die Kontrolle des Mittelmeeres.
            ANTWORT: VIELLEICHT kannst Du mir mitteilen wo ich "Zurueckrudere"????!!!!
            Bin gespannt!!
            Ansonsten siehe Tellensohn!!!!!
            Viele Gruesse.IRENE.

            Kommentar


            • #36
              Zitat von Tellensohn Beitrag anzeigen
              (Nebenbemerkung: immerhin hatten die Spanier den Grossteil ihres Kolonialreichs - also ausser Kuba und den Philippinen, die ihnen am längsten geblieben waren - gut 300 Jahre halten können, etwa vom Beginn des 16. bis zum Beginn des 19. Jhdts.; die Briten konnten ihr Empire nur etwas mehr als halb so lang halten, etwa von 1760 bis 1920 +/-...1:0 für Spanien ).
              Ich lasse mal den größten Teil deines Beitrages weg, denn du hast recht, dass einiges davon hier nicht ins Forum gehört. Zu dem obigen Text frage ich mich aber, was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Die Spanier eroberten ihr Kolonialreich und die Engländer versuchten zu Beginn des 15. Jahrhunderts ihre Ansprüche auf dem Kontinent durchzusetzen. Wieso denn 1:0 für Spanien? Ich halte das für etwas populistisch. Um mal populistisch zu antworten: Bayern München ist auch nicht die beste Fußballmannschaft Deutschlands. Im Moment natürlich, aber Borussia Dortmund hat in den letzten zwei Jahre die Zähne gezeigt. Rechne ich die letzten drei Jahre (Liga und Pokal) steht es 3:1 für Dortmund.

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              • #37
                Zitat von Gunter Beitrag anzeigen
                Bei Borodino war Napoleon nach den neusten Berechnungen tatsächlich bereits zahlenmäßig unterlegen.

                Grüße

                Gunter
                Lieber Gunter,

                bitte entschuldige, aber Napoleon war auch nach den ganz alten Berechnungen bereits zahlenmäßig unterlegen. Sogar nach den Russischen. Das ist nicht Neues! Auch nicht neu ist, dass in Russland bis heute die Verluste der Milizen und der irregulären Kosaken unterschlagen werden. Neu ist allerdings, dass russischsprachige Benutzer der Wikipedia versuchen, dass Internet in der deutschsprachigen Wikipedia zu erobern. Schau dir doch mal die englischsprachige Wikipedia an. Was die Verluste betrifft, ist die mittlerweile identisch mit der russischen Wikipedia. In der französischsprachigen Wikipedia hat das nicht ganz geklappt. Jedenfalls nicht für die Verluste auf französischer Seite, da haben sich die Franzosen durchgesetzt. Die Verluste auf russischer Seite sind dann aber auch wieder identisch mit der russischen Wikipedia.

                Gruß Dieter

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                • #38
                  Zitat von Irene Hartlmayr Beitrag anzeigen
                  ANTWORT: VIELLEICHT kannst Du mir mitteilen wo ich "Zurueckrudere"????!!!!
                  Bin gespannt!!
                  Ansonsten siehe Tellensohn!!!!!
                  Viele Gruesse.IRENE.
                  Liebe Irene,

                  du bist Napoleon-Fan. Damit habe ich keine Probleme, du bist nicht die Einzige. Du scheinst aber nicht zu begreifen, dass England überhaupt keine politische Alternative hatte und die Vorschläge Napoleons ablehnen musste. Die pösen, pösen Engländer haben Napoleon verarscht und wäre Nobel früher geboren, hätte Napoleon wohl den Friedensnobelpreis verdient?

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                  • #39
                    Zitat von KDF10 Beitrag anzeigen
                    die Engländer versuchten zu Beginn des 15. Jahrhunderts ihre Ansprüche auf dem Kontinent durchzusetzen.
                    Und was bitte hat denn DAS jetzt wieder mit Kolonialreichen zu tun?

                    Zu Beginn des 15. Jahrhunderts ging es um dynastische Ansprüche, die die französischstämmigen! englischen Könige aus dem Haus Plantagenet (ehemals Grafen von Anjou und Vasallen des Königs von Frankreich, damals noch aus dem Hause Capet) gegenüber dem Haus Valois durchzusetzen versuchten (als Lehnsleute der französischen Könige verfügten sie über grosse Territorien auf dem Boden des heutigen Frankreich, nix Kolonialreich).

                    (Übrigens, nur zur Erinnerung: auch wenn die Briten und fanatischen England-Beweihräucherer aus Hannover ohne Unterlass die Siege Englands bei Crécy, Poitiers und v.a. Agincourt besingen und bejubeln: FRANKREICH IST ES, DAS DEN HUNDERTJÄHRIGEN KRIEG GEWONNEN HAT UND DIE ENGLÄNDER VOM KONTINENT VERJAGT HAT. Und das verbleibende Calais wurde halt hundert Jahre später eingesackt.)

                    Du hörst dich wohl einfach gerne reden, stimmt's? Hör endlich auf, uns hier dauernd nach dem Kraut-und-Rüben-Prinzip mit irgendwelchen Gedankenfetzen zu überfluten und argumentier endlich mal stringent themenbezogen. Mind-boggling! Solange du dazu nicht bereit bist, hab ich irgendwie keine Lust mehr, immer wieder auf deine von irgendwoher geholten Einwürfe, die nichts mit der Sache zu tun haben, auch noch antworten zu müssen.

                    Ça me fait chier.

                    Kommentar


                    • #40
                      Zitat von Tellensohn Beitrag anzeigen
                      Du hörst dich wohl einfach gerne reden, stimmt's? Hör endlich auf, uns hier dauernd nach dem Kraut-und-Rüben-Prinzip mit irgendwelchen Gedankenfetzen zu überfluten und argumentier endlich mal stringent themenbezogen. Mind-boggling! Solange du dazu nicht bereit bist, hab ich irgendwie keine Lust mehr, immer wieder auf deine von irgendwoher geholten Einwürfe, die nichts mit der Sache zu tun haben, auch noch antworten zu müssen.

                      Ça me fait chier.
                      Tust mir leid und ich finde es schade, dass du zu einer sachlichen Diskussion nicht in der Lage bist. Du bist nicht dumm und du kennst dich aus. Echt schade, dass du dich vor einer Diskussion drückst, weil du keine Lust mehr hat. Musst nicht antworten, mag sein, dass dir auch nichts mehr einfällt. Was soll ich sagen? Dieser Eindruck drängt sich mir auf!

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                      • #41
                        Zitat von KDF10 Beitrag anzeigen
                        mag sein, dass dir auch nichts mehr einfällt. Was soll ich sagen? Dieser Eindruck drängt sich mir auf!
                        Genau. Bei einem wie dir fällt mir nichts mehr ein. Ende der Diskussion.

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                        • #42
                          Hey Jungs,

                          Ihr Beide (KDF und Tellensohn) tragt hier wunderbare Beiträge bei - bitte jetzt nicht so gegenseitig fetzen ... wäre schade, wenn dadurch die Diskussion erlahmt.

                          Also bitte nicht mehr "beleidigen", sondern versuchen, weiter mit pointierten Argumenten zu glänzen.

                          Markus Stein
                          "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

                          Kommentar


                          • #43
                            Zitat von admin Beitrag anzeigen
                            Hey Jungs,

                            Ihr Beide (KDF und Tellensohn) tragt hier wunderbare Beiträge bei - bitte jetzt nicht so gegenseitig fetzen ... wäre schade, wenn dadurch die Diskussion erlahmt.

                            Also bitte nicht mehr "beleidigen", sondern versuchen, weiter mit pointierten Argumenten zu glänzen.

                            Markus Stein
                            Ich zweifle nicht am Unterhaltungswert dieser Komödie . Aber der Part des Hasen oder Don Quijote ist nun mal anstrengender als der der Igel oder Windmühlen..

                            Gruss, T. rost:

                            Kommentar


                            • #44
                              Im Gegensat zum Admin, der diplomatischer aufzutreten pflegt, halte ich mich mit Lob wohlweislich zurück.

                              Ich halte unsere vorherige Diskussion für weit ergiebiger:
                              http://www.forum.napoleon-online.de/...t=2447&page=25
                              Zuletzt geändert von Mephisto; 12.03.2013, 22:55.
                              Gruß
                              Mephisto

                              "Es sind zwey Formeln, in denen sich die sämmtliche Opposition gegen Napoleon befassen und aussprechen lässt,
                              nämlich Afterredung (aus Besserwissenwollen) und Hypochondrie." Goethe 1807 :attention:

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                              • #45
                                Zitat von admin Beitrag anzeigen
                                Hey Jungs,

                                Ihr Beide (KDF und Tellensohn) tragt hier wunderbare Beiträge bei - bitte jetzt nicht so gegenseitig fetzen ... wäre schade, wenn dadurch die Diskussion erlahmt.

                                Also bitte nicht mehr "beleidigen", sondern versuchen, weiter mit pointierten Argumenten zu glänzen.

                                Markus Stein
                                Danke Markus,

                                für dieses Kompliment. Ich will Tellensohn eigentlich auch nicht verärgern. Er ist ein ganz wichtiger Bestandteil dieses Forums. Manchmal reagiert er allerdings etwas zu emotional. Mea Culpa - ich bin da wohl auch nicht ganz unschuldig. Ich arbeite daran. Ich denke jetzt erst einmal darüber nach, wer von uns beiden der Hase ist und wer der Igel.

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