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Jerome Bonaparte

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  • Jerome Bonaparte

    Hallo ihr lieben,

    Was wisst ihr über die heute lebenden Nachfahren von Jerome Bonaparte?

    lg marlen23

  • #2
    Nun in Amerika gibt es wohl Nachfahren durch seine erste Ehe mit der Elisabeth Patterson.
    Angeblich soll es uneheliche Nachfahren in Hessen aus der Zeit in Kassel geben.
    "Eine schmucke Uniform und ein schönes Pferd sind wichtiger als ein voller Bauch!"
    Zitat: Laetitia Ramolino

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    • #3
      Hallo Marlen,

      Schau doch bitte mal unter "Familie Bonaparte" und dann unter "die aktuellen Repräsentanten", da sind die heutigen Nachfahren Jerome Bonapartes, die offizielle Erblinie der Prinzen Napoléon recht gut darstellt (für meine Verhältnisse als Chaotin, die immer gerne viel und alles durcheinander schreibt....)

      Die amerikanische Linie starb 1945 mit dem kinderlosen Jérôme Napoléon Charles Bonaparte-Patterson (1878–1945) leider aus (über diese amerikanische Linie könnte man eventuell unter "Familie Bonaparte" einen eigenen Thread eröffnen!):

      Größenänderung Jerome N Patterson.jpg

      rechts mit Hut Jerome Nap (gest. 1945)
      "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

      Marie Bonaparte (1882-1962)

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      • #4
        Jerome Bonaparte soll aus der Beziehung mit Diana (geb. Waldner von Freudstein) von Pappenheim noch zwei Töchter, nämlich Pauline von Schönfeld und Jenny von Gustedt gehabt haben.
        Zwar erfuhr Jenny (nach dem Buch "im Schatten der Titanen" geschrieben von Lily Braun, ihrer Enkelin) erst nach dem Tode der Mutter von der Identität, unter anderem auch dass sie noch eine Schwester hatte (Pauline war Nonne), führte aber eine rege Korrespondenz mit Jerome Bonaparte, der ihr und ihrer Schwester in eine tiefe Liebe und Zuneigung entgegen brachte, sehr rührend zum Teil.
        Wie sicher das nun wirklich ist...weiß ich natürlich nicht, aber in jedem Fall kannten sich Jenny, Pauline und Jerome. Jerome schrieb sogar in einem Brief einmal, dass seine Tochter Jenny das genaue Gegenteil seiner "kalten" Tochter Mathilde aus der Ehe mit Catharina von Württemberg gewesen sei, und eine Art Ersatz, an dem er sich immer wieder erfreuen konnte. Er litt jedoch darunter, dass sie sich aus politischen Gründen meistens nicht sehen konnten.
        Jenny von Gustedt (geborene Rabe von Pappenheim) wurde am 1811 in Kassel geboren (daher wahrscheinlich auch die Betonung der Sache auf der "König Lustik- Ausstellung" letztes Jahr) und starb 1890 in Ostpreußen.
        Jenny war eine sehr interessante, und hoch intelligente, begabte Frau, die mit der späteren Ehefrau des Kaisers Wilhelm I, Augusta, befreudet war, am Hofleben teilnahm, sowie eine sehr enge Beziehung zu Goethe und seinem Zirkel hatte, welcher einen tiefen Eindruck bei der damals jungen Dame hinterlassen hatte. Sie dichtete und schrieb selber. Auch mit Goethes Sohn August und seinen Kindern pflegte sie Umgang, und gab ihnen sogar Unterricht.
        1838 heiratete sie den preußischen Landrat Werner von Gustedt. Unter ihren Kindern war der Sohn Otto als preußischer Rittmeister und Flügeladjutant des Kronprinzen bekannt.
        In einem der Briefe Jeromes stand, dass er ein Bildnis des kleinen Otto stets bei sich hatte oder es in seinem Zimmer stand. Angeblich zog Otto mit dem Säbel seines Großonkels Napoleon in die Schlacht gegen Frankreich im Jahre 1870!! Er hatte eine Tochter Auguste Victoria von Gustedt (1870-1890), die das Patenkind von Kaiserin Auguste Viktoria war.
        Unter den Enkeln Jennys war auch die sozialistische Frauenrechtlerin und Schriftstellerin Lily Braun (Amalie von Kretschmann, 1865-1916), die in erster Ehe mit Georg von Gizycki und in der zweiten Ehe mit Heinrich
        Braun verheiratet war. Sie hatte einen Sohn Otto, welcher im ersten Weltkrieg in Frankreich (sozusagen im Land seines eigenen Vorfahren?) fiel.


        Diana von Pappenheim:

        DianaPapp..jpg

        pappenheim_diana_von.jpg


        Ihre Tochter Jenny:

        JennyVonPappenheim.jpg

        Größenänderung Größenänderung JennyGust..jpg
        Zuletzt geändert von Britt.25; 27.04.2009, 09:01.
        "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

        Marie Bonaparte (1882-1962)

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        • #5
          Lily Braun (Amalie von Kretschmann)


          Lily_Braun_w.jpg

          Lily_Braun.jpg


          Ihr Sohn Otto:

          ottobraun02.jpg

          ottobraun01.jpg

          349px-Otto_braun_mit_zwanzig_jahren.jpg
          "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

          Marie Bonaparte (1882-1962)

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          • #6
            Auswahl von Briefen von Jerome an Jenny. Die Zuneigung zu ihr als Tochter zeigt sich hier nur allzu deutlich:


            Paris, den 16. Juni 1848.

            Meine liebe, gute Jenny! ...

            Ich bin seit einigen Tagen im Besitz Deines Briefes vom 3., ohne daß ich bisher einen Augenblick gefunden hätte, um Dir zu schreiben und Dir zu sagen, wie Deine Zärtlichkeit mich stets aufs neue beglückt. -- Ich höre mit Freuden, daß es bei Euch ruhiger ist; was uns betrifft, so sind wir einer vollkommenen Organisation und der notwendigen Ruhe, um zu ihr zu gelangen, noch sehr fern; hoffen wir, daß es nicht mehr lange dauern wird, und daß unsere konstituierende Kammer, die die besten Absichten hat, bald eine von dieser edeln und großmütigen Nation anzunehmende Verfassung schaffen wird -- dieser Nation, die noch immer bereit war, für die Sache der Gerechtigkeit und die Größe ihres Namens die größten Opfer zu bringen! -- -- Ich habe das Bild Deiner herrlichen Mutter kopieren lassen und Pauline für Dich übergeben, die es jedoch nicht eher abschicken will, als bis sie das meine beilegen kann, was die Sendung um einige Tage verzögert. Ich hoffe, meine Jenny, daß die Dinge sich so einrichten lassen, um unser Zusammensein zu ermöglichen und mir zu gestatten, Dir vor meinem Tode meinen väterlichen Segen zu geben. Grüße Deinen Mann, küsse Deine Kinder zärtlich von mir und sei versichert, liebes Kind, daß Du nicht lebhafter als ich wünschen kannst, einander zu sehen -- es wäre ein Augenblick des Glücks nach Jahren des Kummers. Ich küsse Dich zärtlich.

            Jerome.



            Paris, den 15. November 1848.

            Meine liebe, gute Jenny!

            Es ist grade an diesem Tage, daß ich Dich in meine Arme schließen möchte, aber ich hoffe (wenn die Ereignisse sich nicht ändern), daß ich im Laufe des nächsten Jahres dies Glück haben werde: es wäre das größte Glück für Deinen Vater, mein Kind; es würde mich wieder jung machen, meine Jenny, und indem ich Dich und Deine Kinder segnen könnte, würde ich hoffen, ihnen Glück zu bringen. Deine kleine Zeichnung hat mir die größte Freude gemacht; in Gedanken sehe ich Dich auf deiner hübschen Terrasse sitzen, Deinen kleinen Werner um den Blumenkorb springend! Küsse Deine Kinder in meinem Namen, und drücke dem Manne freundschaftlich die Hand, der über dem Glück meiner Jenny wacht. Ich schreibe bei Deiner Schwester, damit mein Brief sich nicht länger verzögert. Ich drücke Dich an mein Herz und segne Dich.

            Dein Dich liebender Vater Jerome.



            Paris, den 11. Oktober 1849.

            Meine liebe Jenny!

            Trotz meines Schweigens liebe ich Dich nicht weniger zärtlich und denke nicht weniger an Dich, mein liebes Kind, die ich noch viel mehr liebe, seit ich das Glück habe, Dich bei mir zu sehen: ich bitte Dich, sage Deinem Mann, wie ich ihm immer dafür dankbar sein werde, daß er Dir erlaubte, einige Tage bei mir zuzubringen. Ich hoffe, liebe Jenny, daß ich, sobald die Zeiten bei Euch und bei uns ruhigere sind, wieder das Glück haben werde, Dich in meine Arme zu schließen, und daß Du dann mit Deinem Mann und Deinen Kindern kommst. Dein Brief, so gütig wie Du selbst, meine Jenny, hat mich sehr glücklich gemacht. Ich küsse Dich zärtlich.

            Dein Dich liebender Vater Jerome.

            Sprich oft von mir mit Deinen Kindern!



            Paris, den 1. Februar 1850.

            Meine liebe Jenny!

            Ich beantworte Deine liebevollen Briefe, die ich immer voller Freude wieder lese; heute, mein liebes Kind, bestätige ich Dir auch den Empfang Deines Briefes vom 24. an Deine Schwester. Ach, meine gute Jenny, diese teure Schwester verliert ihr Augenlicht vollkommen, nachdem sie während mehr als vierzehn Tagen die schrecklichsten Schmerzen ausgestanden und mit einem wahren Heldenmut ertragen hat! Ich komme eben von ihr; sie hört nicht auf zu weinen, was ihr Auge noch mehr angreift; ich will sie nun einer homöopathischen Kur unterwerfen; nicht weil ich große Hoffnungen daran knüpfe, aber weil ich nichts unversucht lassen will. -- Was das geliebte Kind vor allem verzweifelt macht, ist der Gedanke, ihren Vater, ihren Bruder und ihre geliebte Jenny, an die sie bald nicht einmal mehr schreiben darf, nicht mehr sehen zu können! Du wirst meinen Schmerz verstehen!

            Küsse zärtlich Deine Kinder, grüße Deinen vortrefflichen Mann, und zweifle niemals an meiner väterlichen Liebe. Ich drücke Dich an mein Herz, mein liebes Kind.

            Dein treuer Vater Jerome.



            Paris, 10. Juli 1850.

            Mein geliebtes Kind!

            Deinen lieben entzückenden Brief vom 12. April habe ich längst beantwortet; Deine Schwester wird Dir gesagt haben, durch welches Mißverständniß er nicht in Deine Hände gelangte; damit sich das nicht wiederholt, übergebe ich ihr diesen Brief zur Weiterbeförderung. Du kannst, meine liebe Jenny, nichts Gutes und Zärtliches an Deinen Vater schreiben und für ihn empfinden, was ich nicht mindestens in gleicher Stärke für Dich und Deine liebe Familie empfinde; ich hoffe bestimmt, daß die Dinge sich so einrichten lassen, daß ich Euch alle während einiger Wochen bei mir haben kann. Es ist das ein schöner Traum in meinem Leben, den ich zu verwirklichen hoffe, ehe ich sterbe, denn ich liebe Dich und Deine Kinder, als hätte ich Euch alle erzogen und vor mir aufwachsen sehen; ich liebe meine Jenny so sehr, daß ich wünschte, ich könnte für meinen lieben Napoleon eine Frau finden, die ihr ähnlich ist. Meine liebe Pauline ist mein ganzer Trost, sie ersetzt mir M., die ich nicht mehr sehe!!! Ich küsse Dich zärtlich, geliebtes Kind, mit Deinen Kindern, die hoffentlich wissen, daß ich noch lebe; alles Gute Deinem lieben Mann, und Dir, mein liebes Kind, all meine Zärtlichkeit und väterliche Liebe.

            Dein Dich liebender Vater

            Jerome.



            Chateau de Gourdex, 17. September 1850.

            Meine gute und innig geliebte Jenny!

            Dein lieber Brief vom 10. vorigen Monats beweist mir wieder, daß mein liebes Kind ihren Vater, der sie so zärtlich liebt, nicht vergißt, und das macht mich um so glücklicher, als mein Herz von andrer Seite so unnatürlich erkältet wird! Es ist ein Ersatz, den Gott mir gab, und für den ich ihm täglich danke. Unsere liebe Pauline ist immer gut, zärtlich, liebevoll und befindet sich trotz des schlechten Sommers nicht übel. Ich bin seit gestern hier, beim schönsten Wetter der Welt, in einer reizenden Gegend, in vollster Ruhe und allein, ich habe nicht einmal einen Adjutanten bei mir; ich bedarf der Ruhe, denn die Dinge stehen schlecht bei uns, und Niemand kann voraussehen, wohin sie führen werden. Ich habe mich vollkommen von der Politik zurückgezogen, und indem ich aufs Land ging, habe ich dies öffentlich konstatieren wollen. Ich vermisse nur meine liebe Pauline, denn Napoleon wird mich nächsten Sonnabend besuchen. Daß ich Euch, meine Jenny, nicht Alle bei mir haben kann: Dich, Deinen Mann und Deine Kinder, von denen ich hoffe, daß sie sich um ihre Liebe für mich nicht erst bitten lassen müssen! Lebwohl, meine Jenny, ich drücke Dich an mein Herz; küsse Deine Kinder und ihren Vater, der Dich glücklich macht.

            Dein Dich liebender Vater

            Jerome.



            Gourdex, den 22. Februar 1851.

            Meine geliebte Jenny, ...

            Das Bildchen unseres lieben Otto, meine geliebte Jenny, macht mir die größte Freude; von Dir gemalt, liebes Kind, ist es eine doppelte Freude für Deinen alten Vater. Ich danke Dir und segne Dich für die Freude, die Du mich empfinden läßt. Umarme Deine Kinder, indem Du meiner gedenkst! Ich hoffe, meine Jenny, daß ich nicht sterben werde, ohne Dich und Deine Kinder wiederzusehen. Wenn Gott es will, daß die Geschicke meiner Familie sich konsolidieren, so sollen die, die meinem Herzen nahe stehen, nicht vergessen werden! -- Seit einem Monat erfreue ich mich hier der vollkommensten Ruhe bei einem Wetter, einer Sonne, die ich in gleicher Jahreszeit selbst in Italien nicht erlebt habe. Aber ich denke doch am 1. kommenden Monats zurückzukehren, denn Deine gute Schwester leidet unter meiner Abwesenheit, und ihr lieber Napoleon genügt ihr nicht! ...

            Dein Dich liebender Vater

            Jerome.
            "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

            Marie Bonaparte (1882-1962)

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            • #7
              Diana, die Geliebte Jerome Bonapartes um 1815:

              diana.jpg


              Diana (Jeromes Tochter) Jenny:

              (Hier mit einem schönen Vergleichsbild zu Jerome)

              Jenny&Jerome.jpg


              Ähnlichkeit haben sie auf jeden Fall....dennoch absolute Sicherheit immer so eine Sache....


              Jeromes zweite Tochter von Diana:


              Pauline von Schönfeld:

              pauline.jpg


              Quelle: "König Jerome und der Reformstaat Westfalen"
              Zuletzt geändert von Britt.25; 29.04.2009, 14:27.
              "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

              Marie Bonaparte (1882-1962)

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              • #8
                Jérôme Napoléon Charles Bonaparte-Patterson (1878-1945):

                JerN.jpg


                letzter Vertreter der Patterson-Linie
                "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

                Marie Bonaparte (1882-1962)

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