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    Hallo Ihr alle.

    Ich habe ein Mail aus Frankreich bekommen in dem eine gute Bekannte infos über ihren Vorfahren sucht.
    Keine Deutschen Bücher, die sie sowieso nicht lesen könnte, sondern Zeichnungen der Uniform, die er getragen hat und alle möglichen info's
    die man so finden kann.
    Geburts und Sterbeort / Datum wären natürlich TOP, aber daran glaube ich weniger.

    Hier mal das Mail

    Hallo liebe Freunde, und Freunde meiner Freunde !

    Ich habe einen persönlichen Wunsch zu machen. Ich spreche etwas Deutsch (dank Google Translation!).

    Dabei meine Genealogie, habe ich einen deutschen Vorfahre, der einen Teil der militärischen Besetzung von Frankreich nach 1815 war.


    Es war "Fourrier" Quartiermeister ??? (Unteroffizier der Versorgung) auf die erste Kompanie des 3. Regiments der Pommerschen Nr. 14 der preußischen Armee bei der Besetzung Mézières (Ardennen) stationiert.


    Sein Name war Joachim Friedrich BULLERYAHEN

    Ich frage nicht, zu seinen Ursprüngen zu finden (es ein Wunder wäre) , aber ich bin auf der Suche Dokumente (Zeichnungen, Gemälde, ...) auf seinem Regiment, Uniform ...

    Ich danke allen, die mir helfen könnten.


    Bis bald, in Montmirail


    Elisa

    Sekretärin LHL-MONTMIRAIL 1814


    Ich hoffe auf Euere Hilfe, Danke in voraus

    Grüsse vom Voltigeur
    Zuletzt geändert von Voltigeur; 10.04.2010, 13:25.

  • #2
    Suche

    Lieber Voltigeur,
    das Infanterie-Regiment Graf Schwerin (3. Pommersches) Nr. 14 wurde am 1. 7. 1813 in Bromberg (Garnison) gegründet. 1813 unter der Leitung von Major v. Knoblauch, 1814 Major v. Mirbach. Es gehörte dem II Corps an.
    Evtl. ist der Name Bulleryahen nicht ganz richtig geschrieben.
    Da oft nach „Gehör“ geschrieben wurde, sind deutsche Namen in Frankreich oft verändert notiert worden. Vermutlich stammt der Eintrag aus einer Geburtsurkunde???
    Wenn ich mich recht erinnere glaube ich mal gelesen zu haben, dass die preußischen Stammrollen im 2. Weltkrieg vernichtet wurden. Wenn der Gesuchte aber Unteroffizier war gibt es vielleicht noch Offiziersbücher oder ähnliches. Auch könnte man nach den Einberufungslisten suchen.
    Im Archiv von Mézières könnten evtl. Einquartierungslisten liegen. Es gibt also durchaus eine Chance diese Person zu finden.

    Bilder habe ich leider keine ausfindig machen können. Zu lesen ist aber, dass sie weiße Schulterklappen hatten.


    Viele Grüße
    J. S.

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    • #3
      @ Jules Salmo,

      Schau mal was ich in einem anderen Forum zur Antwort bekam.
      Was richtig ist kann ich nicht beurteilen.

      Das Regiment wäre dann das Inf.-Regt. Graf Schwerin (3. Pommersches) Nr. 14 gestiftet 1813, welches, wenn ich mich nicht irre, in Marienburg in Garnison lag.

      Geheißen hat der gute Mann wahrscheinlich Joachim Friedrich Bullerjahn und war demzufolge, da er in der 3ten Kompanie war, im ersten Bataillon. Die Uniform wäre dann die gewöhnliche Uniform der preußischen Infanterie ab 1808 jedoch mit weißem Kragen und Ärmelaufschlägen, sowie gelben Achselklappen. Als Uffz. Kennung eine goldene Litze, unten um den Kragen und die Aufschläge herum.

      http://books.google.de/books?id=REERAAAAYAAJ&dq=3.+pommersches+nr.+14&so urce=bl&ots=Oa-tJFBlh_&sig=1US1zzrTKfqyH21Z1CEmJE7lBnY&hl=de&ei=1 nLAS5alMYycONTUiJcE&sa=X&oi=book_result&ct=result& resnum=3&ved=0CA0Q6AEwAg

      Ich habe trotzdem mal einen Buchvorschlag beigefügt, da sie ums lesen nicht herumkommen wird, wenn sie etwas zu ihm persönlich finden möchte.

      Kommentar


      • #4
        Da wird man noch mehr lesen müssen um Klarheit zu bekommen was zu welcher Zeit richtig ist. Hier weitere Links.
        __________________________________________________ _______________________________
        Hier für das 14. Garnison Bromberg
        http://www.chevaulegers.com/militari...e_de_ligne.htm
        __________________________________________________ ________________________________
        Seite 91 ist Stargard die Garnison für das 1. Bat. und Königsberg für das Füs. Bat. und die weißen Schulterklappen
        http://books.google.com/books?id=Xx8...argard&f=false
        __________________________________________________ ________________________________

        und nochmals Bromberg
        http://www.statemaster.com/encyclope...litary_command
        __________________________________________________ ______________

        Kann man das Buch mit dem angegebenen Link von Ihnen auch irgendwie lesen?

        Viel Freude bei der weiteren Suche.
        Jules Salmo

        Kommentar


        • #5
          Hallo,

          ein Bullerjahn von der SPD ist in Sachsen-Anhalt Regierungsmitglied. Da es ein nicht so häufiger Name ist, könnte der Gesuchte zu seinen Vorfahren gehören. Vielleicht sollte man bei Herrn Bullerjahn nachfragen.

          Viele Grüße

          Kommentar


          • #6
            @ Jules Salmo

            Das Buch oder besser der Link dazu stammt nicht von mir.
            Ich habe ihn auch nur bekommen, ob dazu allerdings etwas über den gesuchten darin steht bezweifle ich.
            Wie ich den Link verstehe, mus man das Buch kaufen wenn man es lesen möchte.

            @ Colonel

            Wie sollte man diesen Bullerjahn fragen ?
            Ich hier aus der Schweiz oder meine Bekannte aus Frankreich ?
            Gibt es eine Mailadresse ?

            Ich habe jetzt für die Uniform noch das bekommen :

            Es ist die Frage welche Uniform die Truppe 1815 trug. Gegründe wurde sie ja als 2. Reserve-Infanterie-Regiment. Als solches trug es die grauen Notuniformen bzw. wurde später mit englischem Zeug beliefert.

            Würde ja interessant sein eine Zeichnung oder Bild zu finden auf der man die Uniform sieht.

            Apropo, Elisa ist die Organisatorin der Veranstaltung von Montmirail, nur damit Ihr Euch ein Bild von ihr machen könnt.

            Grüsse vom Voltigeur

            Kommentar


            • #7
              Sollte jetzt keine Werbung sein sondern mal ein Hinweis auf die Namensschreibweise und vielleicht die Häufigkeit des Namens.


              http://www.bullerjan.de/start.html

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              • #8
                Zu lesen ist aber, dass sie weiße Schulterklappen hatten.

                Dies wäre theoretisch nicht möglich, da es das dritte Regiment der Provinz Pommern war. Jeweils die ersten Provinzregimenter erhielten weiße Achselklappen. Das zweite rote und das dritte gelbe; in einigen Fällen blaue Achselklappen.

                Ob es noch im Jahre 1815 die Uniformierung der Reserve-Regimenter hatte, kann möglich sein. Jedoch war eine durchgehende Neuuniformierung zu dieser Zeit, in vollem Gange gewesen, so das selbst Landwehrregimenter ihre etatmäßige Uniform erhalten hatten.
                Schlesisches Grenadier-Bataillon

                Kommentar


                • #9
                  Hallo Voltigeur,

                  die Mail-Adresse vom Finanzminister Sachsen-Anhalts lautet: Jens_Bullerjahn@web.de . Im Telefonbuch www.dastelefonbuch.de gibt es auch einige Seiten Bullerjahn.

                  Viele Grüße

                  Kommentar


                  • #10
                    Schulterklappen

                    Hier eine weiterer Link, der evtl. noch mehr Verwirrung oder auch die Klärung der Uniformfrage bringen könnte.
                    http://www.preussenweb.de/neuregiment2.htm
                    Zitat aus der Regimentsgeschichte:
                    "1.7.1813 als 2. Reserve Regt. aus dem 3. Musk. Bat. (I.), dem 1. Res.-Bat. u. dem 3. Füs.-Res.-Bat des 1. pomm. Inf-Regt. (Nr. 2). 25.3.1815 14. Inf.-Regt (4. schlesisches); 5.11.1816 14. Inf.-Regt.“
                    Wie ist das zu verstehen?
                    Danach müssten sie eigentlich rote Schulterklappe gehabt haben? Oder man hat einfach die Schulterklappen des 1. Pommerschen Infanterie-Regiments beibehalten. Dann könnte der Eintrag aus der Stammliste der Königlich Preussischen Armee zutreffen. Wenn man sich mehrere Regimenter in diesem Buch ansieht, z. B. Seite S 62 (2. Regiment), 65 (3. Regiment), dann findet man sehr häufig die weißen Schulterklappen.

                    Wo ist der Fehler? Wo die Lösung??? Gemeinsam finden wir vielleicht eine Erklärung.

                    Viele Grüße
                    J. S.

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                    • #11
                      Von der Vorschrift her sollten die im Juli 1813 neu formierten Reserve-Regimenter die Kragen und Achselklappen des ihnen zugeordneten Stammregiments tragen, jedoch mit gelber oder roter Regimentsnummer auf den Achselklappen.

                      Das 2. Reserve-Regiment also weiße Kragen und Ärmelaufschläge, letztere mit dunkelblauen Patten, und weiße Achselklappen wie das 1. Pommersche Infanterie-Regiment, nur mit roter "2" auf den Achselklappen.

                      Die während des Waffenstillstands ausgegebenen englischen Uniformen sahen natürlich anders aus. Irgendwann 1814 wurden die englischen Uniformen nach preußischem Schnitt umgeändert. Bei manchen Reserve-Regimentern ist nachzuweisen, daß dann auch die vorschriftsmäßigen Kragen und Ärmelaufschläge angebracht wurden, oft auch die vorschriftsmäßigen Schulterklappen, wenn auch zumindest manchmal ohne die Nummer.

                      Im März 1815 wurden die Reserve-Regimenter 1 bis 12 in Infanterie-Regimenter 13 bis 24 umbenannt, erhielten aber vorerst nur eine Nummer (Provinzbezeichnungen dann erst am 5. November 1816).

                      Am 25. März 1815 wurden für das 14. Infanterie-Regiment weiße Kragen und Ärmelaufschläge, letztere weiterhin mit dunkelblauen Patten, und gelbe Achselklappen bestimmt, diese jetzt ohne Nummer.

                      Am 9. Februar 1816 wurden stattdessen einheitlich für die gesamte Linien-Infanterie rote Kragen eingeführt. Für das 14. Infanterie-Regiment dazu weiße Ärmelaufschläge mit dunkelblauen Patten, und gelbe Achselklappen, mit roter "14".

                      Am 25. März 1817 kam wieder ein neues System. Für das 14. (3. Pommersche) Infanterie-Regiment Kragen, Ärmelaufschläge und Achselklappen (!) rot, letztere mit gelber "14". Die Patten auf den Ärmelaufschlägen weiß.

                      Am 30. März 1818 erhielt das Regiment bei der Neubestimmung der Abzeichen zu den roten Kragen und Ärmelaufschlägen rote Patten auf letzteren, sowie weiße Achselklappen mit roter "14".

                      Das blieb dann so bis zum 17. März 1835.
                      Zuletzt geändert von Sans-Souci; 13.04.2010, 07:38.

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                      • #12
                        PS. Die Angabe

                        25.3.1815 14. Inf.-Regt (4. schlesisches)
                        ist doppelt falsch. Einmal, weil das Regiment 1815 noch keine Provinzbezeichnung erhielt, und dann, weil es am 25. März 1815 gelbe Schulterklappen bekam, also höchstes "3. Pommersches" Regiment hätte genannt werden können.

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                        • #13
                          Rote Achselklappen können so nicht stimmen, denn das 1. pommersche Regiment als Stammregiment des 2. Reserveregiments hatte doch weiße. Rote hatte das als 2. pommersches zählende Colberger Regiment. Die Reihenfolge der Achselklappenfarben war bei den Preußen doch anders als bei den Russen.

                          Grüße,

                          Gunter

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                          • #14
                            Zitat von Gunter Beitrag anzeigen
                            Rote Achselklappen können so nicht stimmen
                            Du hast völlig recht ... ich hatte mich bei dieser Angabe auf mein vermeintlich gutes Gedächtnis verlassen ... hab das jetzt in meinem Beitrag oben korrigiert.

                            Der Rest der Angaben stammt aus dem Mila und dürfte stimmen.

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                            • #15
                              Hier nun ein Auszug aus der Krafft'schen Regimentsgeschichte (Berlin 1901, S. 127):
                              Im Oktober und November [1814] trafen für die Truppen [des Regiments] neue Bekleidungsstücke ein, während gleichzeitig die in Händen befindlichen englischen durch die Truppen nach preußischem Schnitt und Muster abgeändert wurden. Zu diesem Zwecke wurden die Bandlitzen abgetrennt und die einfache Knopfreihe durch eine doppelte ersetzt; auch waren die Kragen und das Lederzeug umzuändern. Die englischen Tschakos, die bisher oben enger als unten waren, erhielten eine solche Form, daß sie nach oben zu breiter wurden.
                              Über weitere konkrete Abänderungen, vor und nach dem Feldzug 1815, habe ich nichts erwähnt gefunden. Daß bedeutet natürlich nicht, daß keine stattgefunden hätten. Vielleicht habe ich es auch nur überlesen.
                              Zuletzt geändert von Sans-Souci; 14.04.2010, 22:05.

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