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Neuverfilmung Krieg und Frieden

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  • #16
    Gerade habe ich in die Vorankündigung des ZDF hineingeschaut. Ich glaube, es kommt schlimmer als wir befürchtet haben. Hier ein paar Einzelheiten, die mir unter vielen anderen aufgefallen sind.
    Nicolai Rostow war Husar im Pawlograder Husaren-Rgt. Die Uniform, die der Darsteller im Film trägt, hat nichts damit zu tun.
    Die Befestigungsschnüre für die Pelze wurden meines Wissen über der rechten Schulter getragen, nicht darunter. Der Schnitt der Uniformen ist viel zu weit. Bei einer Scene über die Schlacht von Austerlitz meine ich Kiwer erkannt zu haben, usw, usw.
    Auch deuten einige Kommentare zu den Bildern darauf hin, dass man es mit der historischen Vorlage nicht so genau genommen hat.

    Zum Schluss noch etwas Positives. Die DVDs zu Krieg und Frieden ( russisch ) habe ich vor ein paar Wochen in Berlin bei Saturn für 29,95 gekauft. So günstig habe ich sie sonst noch nirgendwo gesehen.

    Rolf

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    • #17
      Nach Betrachtung der Fotoshow mit 21 Bildern aus Teil 1 muss ich sagen, Danke ZDF. Mit diesen Fotos hast Du mich davor bewahrt einen Abend zu vergeuden. Ich habe mal drei Beispiele angehängt.
      Gruß
      Henning
      Angehängte Dateien
      Wenn man merkt, dass man auf einem toten Pferd sitzt, sollte man absteigen!

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      • #18
        Es ist immer erstaunlich, wie in Verfilmungen man immer Regimentsfahnen sieht, die auf dem Schlachtfeld einfach mal so liegen...ohne daß irgendjemand, sich Gedanken macht, daß es sich dabei um BEUTE handeln könnte...
        In der Tat, die Röcke haben die typischen moderne Schnitte, die man leider so oft sieht, die Husarendolmans grenzen wirklich an eine Beleidigung für diese Waffengattung, und kommen wahrscheinlich aus irgendeinem Fundus aus dem Kölner Karnaval...

        Schöne Grüße
        PY

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        • #19
          Zitat von pique51 Beitrag anzeigen
          Es ist immer erstaunlich, wie in Verfilmungen man immer Regimentsfahnen sieht, die auf dem Schlachtfeld einfach mal so liegen...ohne daß irgendjemand, sich Gedanken macht, daß es sich dabei um BEUTE handeln könnte...
          darueber bin ich auch gestolpert, aber war das nicht in allen verfilmungen so und ist es evtl. von der romanvorlage so vorgegeben?
          irgendwie muss ja N auf unseren helden aufmerksam geworden sein.

          gruss, muheijo

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          • #20
            @ muheijo,

            meinste nicht, daß die weiße Uniform (in einem russischen Film mal die eines Flügeladjutanten), mit Epauletten und Gardelitzen, kombiniert mit Hut und breiter silberner Feldbinde schon Aufmerksamkeit hätte auf sich ziehen können?

            Gruß
            Jörg

            An die Übrigen:
            The light at the end of the tunnel
            is from an oncoming train.

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            • #21
              Es ist immer erstaunlich, wie in Verfilmungen man immer Regimentsfahnen sieht, die auf dem Schlachtfeld einfach mal so liegen...ohne daß irgendjemand, sich Gedanken macht, daß es sich dabei um BEUTE handeln könnte...
              "Have some brought from the reserve," said Napoleon, and having gone
              on a few steps he stopped before Prince Andrew, who lay on his back
              with the flagstaff that had been dropped beside him. (The flag had
              already been taken by the French as a trophy.)

              "That's a fine death!" said Napoleon as he gazed at Bolkonski.

              Der Fehler lag eindeutig nicht bei Tolstoi...
              Gruß
              Mephisto

              "Es sind zwey Formeln, in denen sich die sämmtliche Opposition gegen Napoleon befassen und aussprechen lässt,
              nämlich Afterredung (aus Besserwissenwollen) und Hypochondrie." Goethe 1807 :attention:

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              • #22
                Zitat von Mephisto Beitrag anzeigen
                Der Fehler lag eindeutig nicht bei Tolstoi...
                o.k., dann bleibt den regisseuren nur die ausrede, dass das ganze mit fahne fuer's (unkritische) publikum anschaulicher ist. so'ne olle fahnenstange wuerde sicher nur fuer einen spiess, schlimmstenfalls besenstiel gehalten.

                mal ab von allen fehlern:
                die story ist ja wirklich gut. und auch wenn die uniformen nicht historisch korrekt sein møgen: man erhælt einen guten eindruck von dieser zeit, und einen unterhaltungswert hat es allemal.

                eher nerven mich uebrigens kanonen, die beim abfeuern keinen rueckstoss haben, oder nahkæmpfe, bei denen NUR eine seite verluste hat oder slow-motion-sequenzen.

                gruss, muheijo

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                • #23
                  @Jörg,
                  die weiße Uniform ist auf keinen Fall die eines Flügeladjutanten (der Kavallerie), denn die müsste silberne Stickereien und Epauletten haben. Sie ähnelt vielmehr der von der Garde zu Pferde, nur selbst dafür sind die Epauletten falsch, weil nicht vollständig golden.

                  Grüße,

                  Gunter

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                  • #24
                    Vorletzte Woche lief auf dem schweizer Sender TSR2 (französisch) die letzte Folge dieser Neuverfilmung. Ich hatte nur per Zufall reingeschalten und somit nur die letzte Hälfte des letzten Teiles mitbekommen weshalb meine Meinung nicht entgültig ist.

                    Ich habe den Eindruck, daß hier wieder einmal ein Historienschinken fernsehgerecht durch den Wolf gedreht wurde. Daß es sich hierbei um daß Epos von Tostoi handelt ist umso schlimmer, den rausgekommen ist ein banales Fernsehallerlei, daß höchstens durchschnittliche Qualität besitzt. Obwohl einige bekannte Schauspieler mitwirken, sind alle Rollen eigentlich Nullgesichter, von dem Flair und der Charakterzeichnung eines Bondardschuk ist dieser Film soweit entfernt wie eine Silvesterrakete vom Sputnik.

                    Mein Eindruck: Einmal ansehen und vergessen.
                    Zuletzt geändert von Uwe Peters; 04.12.2007, 17:10.
                    >Unter der alten Ordnung wären Sie in der Küche gewesen, und ich im Pferdestall !<
                    Marschall Murat zu dem Vorwurf daß die königlichen Feste prachtvoller gewesen wären als die napoleonischen.

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                    • #25
                      Die Kunst des Filmemachens scheint zu verschwinden, z.b. auch die Schatzinsel, wenn ich mir da die Neuverfilmung ansehe und die alte sw Produktion vor zig Jahren, gefällt mit die alte Verfilmung besser.

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                      • #26
                        Du meine Güte...also ich verstehe nicht, wie die Filmemacher immer diese fürchterlichen Fehler der zu kleinen oder zu großen Napi-Hüte verzapfen können. Der Typ sieht für mich auf dem Foto aus, wie ein 19 jähiger Spund mit einem zu großen Kopf für seinen zu kleinen Hut. Auch bei den Kostümen ist es mir schleierhaft, wieso man keinen Kontakt zu Fachleuten halten kann. Es müssen doch eh Kostüme genäht werden, da macht es doch keinen Mehraufwand, einen vernünftigen Schnitt zu verwenden.

                        Wie perfekt wäre eigentlich ein Film , der von Reenactmentgruppen oder Historikern gedreht würde?

                        Gruß

                        M.M.
                        Vive Moreau,
                        Rival republicain de Bonaparte

                        www.jean-victor-moreau.de

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                        • #27
                          Du sprichst mir aus der Seele HK, die "Schatzinsel" war der letzte Müll. Da fragte man sich, was das für ein Teeniefilm sein sollte. Und dann noch der Tramitz, der immer wie ein Kasper schaute, oh Graus!

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                          • #28
                            Zitat von HKDW Beitrag anzeigen
                            Die Kunst des Filmemachens scheint zu verschwinden, z.b. auch die Schatzinsel, wenn ich mir da die Neuverfilmung ansehe und die alte sw Produktion vor zig Jahren, gefällt mit die alte Verfilmung besser.
                            Im Großen und Ganzen passt es doch dann für die Mittelmäpigkeit von heute!

                            >mich möchte ich jedoch ausschließen< :card:

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                            • #29
                              Hallo,

                              für alle, die es interessiert. Heute gibt es im Kulturmagazin von 3Sat 19:20 ein Interview mit dem Regiseur von Krieg und Frieden.

                              Rolf

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                              • #30
                                Meine Lieben, Werthen, Allerbesten,

                                ich kann mir nicht verkneifen, hier ein Bild anzuhängen, welches schon bei der Ankündigung ganz unfreiwillig die ersten Defizite offenbart.

                                Ich bin weit davon entfernt, ein Spezialist für russ. Monturen zu sein, aber offensichtlich gibt es doch einige Auffälligkeiten für die wohl dargestellte Szene in Austerlitz 1805 zu bemerken - übrigens die beiden vorigen Verfilmungen lassen grüßen. Damit es auch jeder merkt, habe ich das mit roten Kreisen markiert.
                                • Eine fleckenlose, weiße Campagneuniform deucht mich merkwürdig, selbst bei einem Generalstabsoffizier. Wenn es diese jemals gegeben hat, so wurde sie doch üblicherweise bei der Gala etc. getragen?
                                • Plastikschärpe, die selbst im Hobby langsam außer Gebrauch kommt
                                • weiße Ballhandschuhe im Felde, merkwürdig, merkwürdig
                                • Epauletts schon 1805 - glaube ich eher nicht.
                                • Ärmelschnitt viel zu weit, der Korpus ein Blähbauch. Wahrscheinlich sind die Schauspieler nicht mit den knappen Monturen zurechtgekommen....
                                • Weißes Innenfutter im Kragen - kurios
                                • Koppelschuh ist einfach auf das Koppel geschoben - nicht angenäht. da bin ich auf einen Nachweis doch sehr neugierig.
                                • Der Czako des Infanteristen scheint mir eher nach 1812 zu gehören
                                Wer schon beim Titelbild mit einem der Hauptprotagonisten so schlampt, von dem kann man nicht viel Gutes erwarten. Bin schon auf die Liste der Berater für diesen Film gespannt, damit ich mir die Herren merken kann.

                                Ich befürchte also, daß wir ein mieses Remake zu sehen bekommen. Der vom gleichen Regisseur produzierte Vierteiler Napoleon ist nun auch nicht gerade ein Qualitätsnachweis, eher so ziemlich das Gegenteil.

                                Bleibt nur zu hoffen, daß die Defizite in der Ausstattung wenigstens durch die Schauspieler und das Drehbuch kompensiert werden.

                                LB
                                Angehängte Dateien
                                Zuletzt geändert von Blesson; 06.01.2008, 00:30.
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