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Neuverfilmung Krieg und Frieden

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  • #76
    kurz u gut; es ist eine überflüssige verfilmung....gibt ja zum trost die russ. auf DVD....

    hab mir abgewöhnt hist. filme im TV als reenactor zu sehen....( ps; schön, statt petschaften baumeln kleine miniuhren am band herum)

    das ist langweiliger TV kitsch, mit schlechten dialogen, langweiligen casting....(...nix von russ. seele...

    mein lieblingsfilm...die duellisten von 77, zeigt..mit wenig aufwand grosse wirkung.

    onegin mit ralph fiennes...kann ich dagegen sehr empfehlen, das hat russ. charme!!!!
    Ein Soldat kann seinen Kopf verlieren, aber niemals einen Knopf!

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    • #77
      Gestern habe ich mich noch köstlich über eine Szene amüsiert, die schauspielerisch gut gemacht war, aber von den Requisiten doch ziemlich schräg war:

      Als die Gesellschafterin abreisen will, weil sie Maman nicht beleidigen will, packt sie - na was denn? - natürlich einen Koffer mit großem Deckel auf das Bett, der sehr gut in einen Reisefilm der 1920er Jahr gepaßt hätte. Üblich waren aber Truhen oder Kutschoffer, und die konnte so ein zartes Persönchen nicht einfach auf das Bett werfen....

      LB
      Zuletzt geändert von Blesson; 11.01.2008, 11:41.
      Do, ut des

      http://www.ingenieurgeograph.de

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      • #78
        Madame de Canisy,
        der russische General, bei dem die Aussprache von vornherein nicht so klar erscheint, war Barclay de Tolly. Er war schottischstämmiger Balte, seine Name wird aber trotzdem genauso gesprochen wie geschrieben.

        Grüße,

        Gunter

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        • #79
          Sollte Jemanden meine Meinung interessieren, so muss ich mir doch eingestehen, dass mir der zweite Teil bedeutend besser gefiel als der erste.
          Wie schon von Canut dementiert, war die Szene von Tilsit für mich grauslig, zumal der Zar( zwecks seines im Film beträchtlichen Alters)
          wie ein ehrwürdiger alter Vater erschien, und Napoleon wie ein kleiner nerviger Fettsack.
          Der Zar ist einfach zu alt.
          Er macht eine so viel überlegenere Wirkung auf mich, dass um diesen Fehler zu kompensieren, wohl Johannes Heesters als Napoleon nötig gewesen wäre.

          P.S: Den Zweispitz den Bolkonski im 2.Teil trägt, aus welcher Zeit stammt der?
          Tut mir leid, doch mit schlauen Eskapaden kann ich nicht um mich werfen

          LG
          Caulaiuncoiauiouirt

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          • #80
            Ein Film, in dem die Alltagsuniformen besser stimmen, ist der hier: http://www.ruscico.com/dvd.php?lang=...5a155c5179e90b

            Dort sieht man die Offiziere sehr häufig im Überrock. Ob der Schnitt stimmt, weiß ich leider nicht, es ist natürlich die nachnapoleonische Zeit.

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            • #81
              Die Szene mit dem Koffer hat mich auch sehr gestört... !!!

              Schöne Grüße
              Pierre-Yves

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              • #82
                Hier
                http://www.youtube.com/watch?v=Df93Z...eature=related
                können die Herrschaften sich ein Bild über die andere Möglichkeit machen, das Thema zu verfilmen.
                Ich zweifle, ob die gezeigten Mützen, Kragen, Schärpen.... uns zufrieden stellen würden

                Gruß
                Jörg
                The light at the end of the tunnel
                is from an oncoming train.

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                • #83
                  Verglichen mit den 2.WK-oder-sonstige-Katastrophen-Schmonzetten, die das Fernsehen in den letzten Jahren produziert hat, ist Krieg und Frieden gar nicht so schlecht geraten. Immerhin ist Pierre Besuchow zum ersten mal einigermaßen passend besetzt.

                  Dafür allerdings sind bis auf Hanelore Elsner die weiblichen Rollen ziemlich daneben besetzt worden. Natascha und Helene sind zu unscheinbar und verkrampft. Gerade der Natascha nimmt man ihre Rolle nicht so ganz ab.

                  Am meißten vermisst man aber natürlich die sowjetische Armee. Hätte man nicht wenigstens daß Wachtbattalion der Bundeswehr engagieren können um glaubhafte Soldaten zu bekommen ?
                  >Unter der alten Ordnung wären Sie in der Küche gewesen, und ich im Pferdestall !<
                  Marschall Murat zu dem Vorwurf daß die königlichen Feste prachtvoller gewesen wären als die napoleonischen.

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                  • #84
                    Mich stört an der Neuverfilmug eigentlich auch nicht wirklich viel:
                    ja, man hätte sicherlich auf mehr Details eingehen können, aber es ist sowieso selten der Fall, dass man ein Buch komplett verfilmt. Die Schauspielerbesetzung stellt mich eigentlich auch zufrieden, auch wenn "die russische Seele" ganz schön auf der Strecke bleibt. Es ist eben eine Europäische Fassung, aber ich kann trotzdem damit leben. Bei der Kostümierung fehlt mir da jetzt nicht so viel Dramatisches auf, dass ich bei jeder Szene wegschauen müßte - ganz im Gegenteil sogar.

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                    • #85
                      Liegt halt auch vielleicht an Deiner Unkenntnis der Kostümierung, siehe weiter oben die sehr detaillierten Schilderungen Blessons, wie bereits gesagt, die besten Kostümhistorischen Schinken sind die - wo man absolut keine Ahnung hat, Vorraussetzung - sie sind spannend.

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                      • #86
                        Noch ein Nachtrag, wie ein Kragen wirklich aussehen sollte. Hier der kaiserlich-russische Ingenieurgeograph Friedrich v. Schubert im Jahr 1807. Wie jeder wohl zugeben wird, kommen die Film-Kragen dem Vorbild nicht sehr nah.

                        LB
                        Angehängte Dateien
                        Zuletzt geändert von Blesson; 12.01.2008, 23:40.
                        Do, ut des

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                        • #87
                          Noch was zur Ehrenrettung des jetzigen Remakes: Er hat seine Stärken in den Close-Ups, den kleinen, intimen Szenen, wenn sie in histor. Räumen spielen. Schauspielerisch auch durchaus in der oberen Mittelklasse.

                          Die Verfilmung ist also keine Katastrophen-Schmonzette, man kann ihn ansehen, ohne schamrot im Boden zu versinken, aber mangelnde Sorgfalt bei Benehmen, Kleidung und Accessoires stößt mir an und wann übel auf.

                          Das Militair jeder Art blendet man am besten aus.

                          LB
                          Do, ut des

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                          • #88
                            Werte Gemeinde,

                            man muß freilich zugeben, daß ein Filmteam eigintlich gar keine Chance hat, die Akteure und Komparserie in passende Uniformen zu stecken:

                            1805 - Austerlitz: Säbel am Wehrgehenk, runde Tornister über einen Schulterriemen, keine Epauletten, bei den Offizieren, hoher schräger Kragen

                            1807 - Tilsit: zylindrische Tschakos, Säbel am Bandelier, zylindrischer
                            Tornister, Epaulette auf einer Schulter

                            1812 - Borodino: geschweifter Tschako, flacherer, beschlossoener Kragen, viereckiger Tornister an zwei Schulterriemen, Säbel am Bandelier, epauletten auf beiden Schultern

                            Und all das nicht nur bei 2-3 Hauptpersonen, sondern regelmäßig bei Dutzenden bis Tausenden Figuren.
                            Das kann keiner stemmen!

                            Das konnte auch Bondartschuk nicht.

                            Ähnlich sieht es gewiß bei den zivilen Kleidungen aus.

                            Gruß
                            Jörg
                            The light at the end of the tunnel
                            is from an oncoming train.

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                            • #89
                              @Blesson,

                              Ingenieurgeograph? Der sieht eher aus wie von der Quartiermeister-Suite. Ingenieurgeographen wurden als eigene Truppe erst nach den napoleonischen Gruppen aus o.g. Suite aufgestellt. Allerdings erfüllte sie bereits vorher ähnliche Aufgaben wie Kartieren usw.

                              @Jörg,
                              eigentlich ist das garnicht so krass wie du schreibst. Man hätte die hohen Kragen eigentlich auch für 1812 nehmen können, mit Tschakos ähnlich wie bei den Franzosen. Das wäre sogar noch authentischer gewesen als die
                              geschweiften.

                              Viele Grüße,

                              Gunter

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                              • #90
                                Beim heutigen 3. Teil habe ich endlich etwas von der berühmten "russischen Seele" erkennen können. Natascha spielte am Klavier Beethovens Mondscheinsonate. Einmal ist es sogar zeitlich plausibel und zum anderen drückt gerade dieses Stück eine sehr große Melancholie aus, die den Russen eigen sein soll (natürlich kann man das nicht verallgemeinern). Für die Darstellung der zerrütteten seelischen Verfassung Nataschas ist kein anderes Musikstück so gut geeignet, wie die Mondscheinsonate. Bravo!
                                Adrienne-Louise-Hervé Carbonnel de Canisy

                                "Ein jeder soll nach seiner Fasson selig werden." Friedrich II von Preußen

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