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Der Fall Napoleon

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  • #16
    Zitat von HKDW Beitrag anzeigen
    diese "Aufstände" gab es ja auch in Frankreich, wenn nicht gegen das Regime, gegen was sonst??
    Zum Beispiel einfach nur gegen die Brotpreise? Das war ein Dauerthema in Frankreich.

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    • #17
      Zitat von Charlotte Corday Beitrag anzeigen
      Die Erhebung der Unterschichten muss nicht gegen das Regimen Napoleons als solches gerichtet sein, sondern zielte in vielen Fällen auf die konkreten, übergroßen Belastungen ab.
      Zitat von Colonel Beitrag anzeigen
      es gab sicher viele, unterschiedlich motivierte Aktionen, dass waren jedoch keine Volksaufstände.
      Zitat von KDF10 Beitrag anzeigen
      Zum Beispiel einfach nur gegen die Brotpreise? Das war ein Dauerthema in Frankreich.
      Schöne Beispiele angewandter praktischer materialistischer Dialektik. Wenn die Fakten nicht in mein ideologisches Weltbild passen, muß man eben in der Argumentation ein bißchen erfindungsreicher sein, wie oben angeführt. Statt soviel Liebe und Interesse in eine verquere Argumentation zu stecken, könnte man sich auch mit den Fakten auseinandersetzen. Aber dann müßte auch das Weltbild angepaßt werden und das wird nicht passieren. Dann lieber verquaste Argumentation. Wirklich phantasievoll sind die "unterschiedlich motivierte Aktionen" statt Aufstände.

      Aber diese allgemeinen Themen hier gleiten ja immermehr in Stammtischgequatsche mit Kapitalismuskritik, Preußenhaß, blinder Napoleonverehrung und wüsten Thesen zum Ausbruch des 1.WK ab.

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      • #18
        Kanonier,


        Sehe ich genauso. Allerdings geht der Vorwurf in Deine Richtung.
        Nichts für ungut.

        Charlotte bringt es auf den Punkt.
        Dem Volk ein gemeinsammes Feindbild anzudichten ist geschichtsfremd.
        Man war genauso gegen Napoleon wie gegen die anderen Herrscher.
        Nicht umsonst musste man die Sachsen noch vor Waterloo disziplinieren.
        Gruß
        Mephisto

        "Es sind zwey Formeln, in denen sich die sämmtliche Opposition gegen Napoleon befassen und aussprechen lässt,
        nämlich Afterredung (aus Besserwissenwollen) und Hypochondrie." Goethe 1807 :attention:

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        • #19
          Man musste ja nur die Sachsen disziplinieren - die unter der Knute der Preußen standen, hätte es ein eigenes Sächsisches Armee Korps gegeben, hätte niemand disziplinert werden müssen.
          Mir sind solche Vorkommnisse zumindest aus dem Feldzug von 1814 - als die Sachsen sehr wohl gegen Napoleon kämpften unbekannt.

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          • #20
            Zitat von HKDW Beitrag anzeigen
            Man musste ja nur die Sachsen disziplinieren - die unter der Knute der Preußen standen, hätte es ein eigenes Sächsisches Armee Korps gegeben, hätte niemand disziplinert werden müssen.
            Darum geht es ja gerade, dass die Revolte der Sachsen vor Waterloo eben überhaupt nichts mit Napoleon zu tun hatte, sondern eine Angelegenheit ausschliesslich zwischen Preussen und Sachsen war. Was stört, ist die erkennbare Tendenz gewisser erklärter Napoleonfeinde hier, so zu tun als seien alle Napoleongegner von damals automatisch auch begeisterte Anhänger der Preussen gewesen. Ein bisschen einfach gestrickt, oder?

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            • #21
              Zitat von Borussen_Kanonier Beitrag anzeigen
              Schöne Beispiele angewandter praktischer materialistischer Dialektik. Wenn die Fakten nicht in mein ideologisches Weltbild passen, muß man eben in der Argumentation ein bißchen erfindungsreicher sein, wie oben angeführt. Statt soviel Liebe und Interesse in eine verquere Argumentation zu stecken, könnte man sich auch mit den Fakten auseinandersetzen. Aber dann müßte auch das Weltbild angepaßt werden und das wird nicht passieren. Dann lieber verquaste Argumentation. Wirklich phantasievoll sind die "unterschiedlich motivierte Aktionen" statt Aufstände.

              Aber diese allgemeinen Themen hier gleiten ja immermehr in Stammtischgequatsche mit Kapitalismuskritik, Preußenhaß, blinder Napoleonverehrung und wüsten Thesen zum Ausbruch des 1.WK ab.
              Nun, meine Erkenntnisse beziehe ich zum Beispiel aus einem Buch von Georges Lefebvre. Immerhin war der Professor für Geschichte an der Sorbonne. Lefebvres Aussagen als Stammtischgequatsche zu bezeichnen ist schon ein starkes Stück .

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              • #22
                Brotpreise

                Zitat von KDF10 Beitrag anzeigen
                Zum Beispiel einfach nur gegen die Brotpreise? Das war ein Dauerthema in Frankreich.
                Richtig!!
                Einen weiter verbreiteten Aufstand gegen das Regime als solches gab es nie!
                Es gab allerdings,am Anfang von Napoleons Herrschaft,in denjenigen Gegenden
                die royalistisch gesinnt waren(sprich:Vendee),Aufstände.Unbeliebt war das
                Kaiserreich auch im Süden,der auch überwiegend royalistisch gesinnt war.
                Das hat sich dann 1814 ,nach der ersten Abdankung,bemerkbar gemacht.
                IRENE.

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                • #23
                  Lefebvre

                  Zitat von KDF10 Beitrag anzeigen
                  Nun, meine Erkenntnisse beziehe ich zum Beispiel aus einem Buch von Georges Lefebvre. Immerhin war der Professor für Geschichte an der Sorbonne. Lefebvres Aussagen als Stammtischgequatsche zu bezeichnen ist schon ein starkes Stück .
                  Lefebvres Werk ist ein Klassiker,international anerkannt,immer wieder aufge-
                  legt(zuletzt bei Reclam 2012).Jemand der dieses Werk missachtend verwirft
                  beweisst nur dass er von der Zeit und der Literatur keine Ahnung hat.

                  Irene.

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                  • #24
                    Zitat von Tellensohn Beitrag anzeigen
                    Darum geht es ja gerade, dass die Revolte der Sachsen vor Waterloo eben überhaupt nichts mit Napoleon zu tun hatte, sondern eine Angelegenheit ausschliesslich zwischen Preussen und Sachsen war. Was stört, ist die erkennbare Tendenz gewisser erklärter Napoleonfeinde hier, so zu tun als seien alle Napoleongegner von damals automatisch auch begeisterte Anhänger der Preussen gewesen. Ein bisschen einfach gestrickt, oder?
                    Allerdings! So wie das ganze Gequatsche von den Befreiungskriegen,ein Mythos
                    der von der Deutsch-nationalen Geschichtsschreibung später hochgepeitscht
                    wurde.Befreit war man nach 1813 höchstens von fremder Besatzung,von Frei-
                    heit war sowieso keine Rede.Bei den diversen diplomatischen Kongressen,die Metternich nach 1815 organisiert hat,haben sich die Herrscher lediglich um IHRE
                    Interessen gekümmert,nicht um die der betroffenen Völker.Zuerst hatten die
                    Herrschaften behauptet,sie würden NUR gegen Napoleon kämpfen,was sie dann
                    schon bei den Friedensverträgen von 1815 selber widerlegt haben.Nebenbei
                    bemerkt gab es vor der Rückkehr Napoleons fast Krieg zwischen den ach so
                    friedenswilligen Gegnern Napoleons (wegen Sachsen) und Napoleons Rückkehr
                    hat sie leider wieder zusammengebracht.
                    Zitat Lord Palmerston"Nationen haben keine Ideale,sie haben nur Interessen"
                    (Und wenn zwei dasselbe tun so ist es bekanntlich nicht das Gleiche),
                    Und was sagte Napoleon?Zitat:"Was ist Geschichte Andres als eine Fabel,auf die man sich geeinigt hat?"
                    Z.B. die Fabel von den "Befreiungskriegen" ! Und von den Artikeln und Büchern
                    die zu diesem Thema geschrieben werden.
                    IRENE.

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                    • #25
                      Zitat von KDF10 Beitrag anzeigen
                      Lefebvres Aussagen als Stammtischgequatsche zu bezeichnen ist schon ein starkes Stück .
                      Hast Du nicht letztens erst "Der "Rote Baron" war an einem Angriffsskrieg beteiligt." geschrieben ? Gute Literatur zu lesen, schützt nicht davor, Quatsch zu erzählen.

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                      • #26
                        Zitat von Tellensohn Beitrag anzeigen
                        Darum geht es ja gerade, dass die Revolte der Sachsen vor Waterloo eben überhaupt nichts mit Napoleon zu tun hatte, sondern eine Angelegenheit ausschliesslich zwischen Preussen und Sachsen war. Was stört, ist die erkennbare Tendenz gewisser erklärter Napoleonfeinde hier, so zu tun als seien alle Napoleongegner von damals automatisch auch begeisterte Anhänger der Preussen gewesen. Ein bisschen einfach gestrickt, oder?
                        Zitat von Borussen_Kanonier Beitrag anzeigen
                        Hast Du nicht letztens erst "Der "Rote Baron" war an einem Angriffsskrieg beteiligt." geschrieben ? Gute Literatur zu lesen, schützt nicht davor, Quatsch zu erzählen.
                        Lieber Kanonier!
                        Ich erinnere mich an einen Deiner früheren Beiträge ( den ich erst wieder heraussuchen muss) in dem Du ,trotz angeblicher Fachkenntnis,jede Menge
                        "Quatsch" zum Thema der Kriege 1805 bis 1815 zusammengeschrieben hast.
                        Darauf komme ich ein anderes Mal noch zurück.
                        Irene.

                        P.S. Wie das Zitat von Tellensohn jetzt hier hereingerutscht ist,weiß ich nicht!Ich hatte nur auf Borussen reagiert!!!!
                        O , ELEKTRONIK.!!!!!
                        Zuletzt geändert von Irene Hartlmayr; 20.08.2013, 17:12.

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                        • #27
                          Zitat von Mephisto Beitrag anzeigen
                          Kanonier,


                          Nicht umsonst musste man die Sachsen noch vor Waterloo disziplinieren.

                          Diese Revolter ist einzig und allein auf die widersinnige Teilungspolitik der sächsischen Armee zurück zu führen. Preußen wollte darin gern eine pronapoleonische Bewegung erkennen, aber das ist quatsch. Es war eine proaugusteische Bewegung.

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                          • #28
                            Das ist wohl so - zeigt aber doch gerade, dass Teile Deutschlands (in diesem Fall Teile der Armee) ganz andere (für sie wichtigere) Interessen hatten, als Napoleon zu bekämpfen.
                            Das deckt sich in keinem Fall mit der Mär von einem "Volkskrieg" gegen N..
                            Gruß
                            Mephisto

                            "Es sind zwey Formeln, in denen sich die sämmtliche Opposition gegen Napoleon befassen und aussprechen lässt,
                            nämlich Afterredung (aus Besserwissenwollen) und Hypochondrie." Goethe 1807 :attention:

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