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Reenactment in Jena am 14.10.2006

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  • #76
    Feu de deux rangs finde ich fürs Reenactment unpassend, auch wenn es authentisch ist. Aber während ich sonst beim Schießen mich auf mich selbst verlasse, muss ich mich beim Feu de deux rangs im 2. Glied darauf verlassen, dass 1. ein anderer (mein Hintermann) keinen Ladefehler macht und 2. dessen Gewehr pannenfrei funktioniert (bis dahin, dass sein zweiteilig produzierter Ladestock wirklich komplett am Ort ist). Gerade wenn der Hintermann in Eile lädt und hektisch wird, halte ich eine solche Sicherheit nicht für gegeben. Letztlich haftet der Schütze.

    Henri

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    • #77
      Artillerie

      Here are some photographs I have been able to find on the net of part of my battery at Jena.

      Mention has been paid in this thread about infantry operating as peleton level and higher organisations.This is a longed for dream. One day the artillery will all use the same manual, the same drill, have saftey awareness of ranges of when to open fire, be able to operate at a higher level than a single gun crew, and be able to move.
      Angehängte Dateien

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      • #78
        Bei uns gibt es immer feu de deux rangs wenn es genugend Leute vom Regiment bei einem Veranstalltung gibt.

        Persönlich finde ich feu de deux rangs kein problem fürs re-enactment. Man übt doch mit seinem Regiment ? Dan weiss man doch auch was der zweiten Person macht ? Man ist doch träniert ins gebrauch der Flinte vor man das Schlachtfeld betretet ?? Allerdings bei uns ist das dem Fall. Wenn man keine Erfährung hatt, darf man auch nicht schiessen.

        Beim Veranstalltungen in die Niederlanden ist es verboten um wärend eine Schlachtdarstellung Ladestocken überhaupt zu benutzen. In der Tat gibt es da das Gefahr das es wärend der Hektik des Kampfes tatsächlich abgefeuert wird. Deswegen, nie Ladenstock benutzen und auch keine Bajoneten (weil wir oft Man zur Man kontakt haben).

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        • #79
          Das finde ich dann aber doch etwas überzogen.... .
          Liberté, Egalité et Fraternité ou la mort!!!

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          • #80
            Feu de deux rangs ist für mich das spekulärste Feuern überhaupt, man braucht allerdings auch aber mindestens 60 Mann im Peloton, dann ist es die reinste Wucht, auf eine Ladestockdiskussion, weil müßig will ich mich hier nicht einlassen, denn die Incomparable - wie denke ich auch die 22e - benutzen den Ladestock und auch das Bajonett.

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            • #81
              Klar, ohne Ladestock ist doch der Ladevorgang nur Kokolores, und man bekommt überhaupt kein Gefühl mehr dafür, was eine realistische Feuergeschwindigkeit wäre. Da kann man gleich "Piff-paff" rufen, und sich das Gewehrreinigen nach dem Gefecht ersparen ...

              Und ein Soldat ohne aufgepflanztes Bajonett ist wie ein Reiter ohne Säbel. Handgemenge waren vor 200 Jahren im Gefecht sowieso die Ausnahme, das Bajonett wurde aber trotzdem immer aufgepflanzt getragen.

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              • #82
                Zitat von 22eTambour Beitrag anzeigen
                Das finde ich dann aber doch etwas überzogen.... .
                was ist den überzogen ? Das Verbot ??

                Ach, vielleicht hast du Recht. Aber bei uns ist es sicherheit über alles. Es wird nicht das erste mal sein das einer verletzt wird durch abgeschossen Ladestock...

                Trotzdem ein Unfall kan immer passieren. Das hängt nicht von Verboten oder Vorsichtigkeit ab.

                Anyway für uns ist es kein Problem um mit diese Verboten zu re-enacten, besser mit dieser Verboten als gar nicht

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                • #83
                  Zitat von Sans-Souci Beitrag anzeigen
                  Klar, ohne Ladestock ist doch der Ladevorgang nur Kokolores, und man bekommt überhaupt kein Gefühl mehr dafür, was eine realistische Feuergeschwindigkeit wäre.
                  Hallo Sans-Souci,

                  Wie gesagt dürfen wir beim Exercition die Ladestock benutzen, also das Gefühl hatt man trotzdem. Die Verboten höhrt sich vielleicht schlimmer an als das es für uns ist.

                  Hast du schon mal mit Scharf geschossen ? Ich hätte die Gelegenheit vor ein paar Jahren... ist auch eine speziellen Erfahrung. Ich war mit einem anderen Verein mit als Gast, und die Verein hatten Holzpuppen gemacht auf dem wir feuerten. War ganz interessant zu sehen wo die Einschläge waren, weil wir richtig angelegt haben, und trotzdem vom Bein bis Kopf die Puppen getroffen hatten und nicht nur in der Burst auf dem wir richtteten.

                  salut,

                  Lumiere

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                  • #84
                    trotzdem vom Bein bis Kopf die Puppen getroffen hatten und nicht nur in der Burst
                    auf dem wir richtteten.
                    Komisch, eine ähnlich spezielle Erfahrung habe ich auch gemacht.
                    Das war allerdings nicht bei einem Re-Enactment
                    ....sondern bei der Bundeswehr.
                    Gruß
                    Mephisto

                    "Es sind zwey Formeln, in denen sich die sämmtliche Opposition gegen Napoleon befassen und aussprechen lässt,
                    nämlich Afterredung (aus Besserwissenwollen) und Hypochondrie." Goethe 1807 :attention:

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                    • #85
                      Wie bereits geschrieben ist eine Ladestockdiskussion müßig, ichhab übrigens auch ganz schöne Verletzungen ohne Ladestockbebrauchgesehen, Schuß aus 3 m Entfernung ins Gesicht - oder eine explodierende Muskete, war wahrscheinlich zig fach überladen.
                      Man muss sich nur klar sein, der wichtigste Punkt überhaupt - dass man für alle außen herum verantwortlich ist.
                      Ansonsten ist ja auch gerade ein Schlachtfeld wie Jena so gut, da es durch die Weite Sicherheit schafft.

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                      • #86
                        In der 22e de ligne - das 9e léger macht es ebenso - wird durch intensives Exerzieren von vorneherein verhindert, daß jemand seinen Ladestock verschießt. Das Laden wird immer wieder in allen Einzelschritten geübt, bis die Soldaten die Ladebewegungen so verinnerlicht haben, daß sie gar nicht mehr anders können, als den Ladestock zu ziehen und ihn auch wieder wegzustecken. Das Laden wird durch die ständige Wiederholung zu so einem automatischen Vorgang wie das Schalten beim Autofahren, wo man ja auch nicht vergißt, die Kupplung zu treten ...

                        Ein positiver Nebeneffekt des häufigen Lade-Exerzierens ist, daß sich auch die Ladegeschwindigkeit der Leute erhöht, und daß jeder die Ladebewegungen so exakt ausführt, daß er seine Neben- und Vorderleute beim Laden nicht behindert.

                        Ein sicherheitstechnischer Vorteil des Ladens mit dem Ladestock ist, daß man daran, wie weit der Ladestock noch aus dem Lauf hervorguckt, stets sieht, ob man aus Versehen doppelt oder dreifach geladen hat.

                        Scharf geschossen haben wir auch schon einige Male, allerdings nicht auf Puppen, sondern auf aufgespannte Tücher in Mannshöhe und Pelotonbreite - und auf 50 bis 100 Schritt Distanz.

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                        • #87
                          Zum Thema zurück, habe heute die CD von Berit erhalten, whow, Superfotos, hier kann man auch sehr schöne 1806 er Truppen bewundern, also wer wie ich nie Zeit zum Fotografieren hat bei der Veranstaltung, kann ich die CD voll empfehlen, sehr schöne Fotos auch über die L'Incomparable

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                          • #88
                            @HDKW
                            Freut mich, dass dir die Fotos so gut gefallen.
                            LG Berit

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                            • #89
                              also ich mach mir bei uns weniger sorgen um die ladstöcke. wenn man die griffe laut reglement richtig einübt ist das risiko einen ladestock zu vergessen eher gering. da wichtigste ist keinen druck zu machen und eine salve einmal eben "leer" zu feuern, als mit ladestock, also nur so zu tun also ob.
                              das mach ich öfters, wenn ich aus irgendwelchen probs nicht im zeitplan bin. auch das problem der doppelten ladung kann man so schön verhindern. man weiß ja vor lauter rauch eh nicht wieviel musketen losgingen. da kann ich doch auch mal der sicherheit wegen so tun als ob ich schoß, bevor ich hinten nacheile und fehler mache oder die 3 patrone lade.

                              was mir viel mehr angst macht als der ladestock ist das mündungsfeuer oder das feuer von der pfanne.
                              wir dürfen ja laut reglement nicht niederknien und wenn man dann mit einem fremden regiment aufmarschiert und der kollege rückt dir von hinten nicht ganz nah auf den pelz kannst dir einen schönen tinitus holen. seither hab ich immer die unhistorischen oropax drinnen. dezente farbe, damit das nicht gelb oder rot rausblitz, aber es ist herrlich nach dem gefecht die glocken nicht läuten zu hören. das hat für mich klare priorität.

                              denn ich will ja schöne erinnerungen an gefechte haben und nicht sagen müssen, ja an Jena 2006 kann ich mich noch genau erinnern, ich hör es heute noch im ohr.

                              und auch der funkenflug der pfanne macht mir mehr angst als der ladestock. hab nicht erst einmal eine volle ladung "dreck" (so nenn ich das) vom hintermann ins gesicht bekommen. das da was ist auge geht ist aus meiner sicht 100x wahrscheinlicher als die harmlosen bajonettattacken.
                              gruz zzz

                              k.k. Infanterieregmeint No. 3 Erzherzog Carl
                              I. Grenadier-Comapgnie
                              www.ir3.at

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                              • #90
                                dazu noch ein paar Tipps, zieh die Schulter hoch, schau einfach weg, das heißt nicht schön anvisieren sondern eben den Nebenmann anschauen, genau diese Interaktionen einer losgehenden Muskete auf engsten Raum hat nämlich das Zielen nicht zugelassen.

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