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Waterloo - Hougoumont verfällt!

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  • Waterloo - Hougoumont verfällt!

    Bilder von gestern!

    Der Hof ist vergittert. Man kommt nicht mehr hinein.
    Der gepflasterte Weg ist zugewachsen, wie man sieht.
    Die Mauern fallen ein.
    Der Hof wirrkt unbewohnt.
    Ein paar Pferde und Kühe grasen - das ist alles.

    Kein Vergleich zu vor zwei Jahren!

    Habe vor geraumer Zeit Hilfeaufruf wegen des Verfalls des Gehöftes bei Quatre Bras gelesen.
    Da hat sich bisher wohl nichts getan. Mittlerweile fehlt die Hälfte des Daches.
    Schade, schade, schade... Aber Hougoumont!?!?

    Sicht Nordtor
    Sicht über die Mauer in den Garten Südseite
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von Mephisto; 27.10.2011, 02:55.
    Gruß
    Mephisto

    "Es sind zwey Formeln, in denen sich die sämmtliche Opposition gegen Napoleon befassen und aussprechen lässt,
    nämlich Afterredung (aus Besserwissenwollen) und Hypochondrie." Goethe 1807 :attention:

  • #2
    Das ist wirklich schade! Bleibt nur zu hoffen, dass im Rahmen der 200 Jahrfeiern da irgendetwas geschieht...
    Die beste Möglichkeit Wort zu halten ist, es nicht zu geben.

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    • #3
      Offensichtlich soll es aber ein Projekt geben, dass sich um den Erhalt/Wiederaufbau kuemmern will:

      http://www.projecthougoumont.com/#top

      Gruss, muheijo

      Kommentar


      • #4
        Ich war letztes Jahr und zuvor 2006 in Waterloo. Es ist erschreckend, wie da Alles verfällt - also auch die Museumsanlagen, Napoleondenkmal etc.

        Viele Grüße,
        Günter
        "But Linden saw another sight, when the drum beat at dead of night,
        commanding fires of death to light the darkness of her scenery." (Thomas Campbell)

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        • #5
          Schlachtfeld von Mont St. Jean, La Belle Alliance oder Waterloo

          Hallo zusammen,

          auch ich kann nicht nachvollziehen, warum die belgische
          Regierung (falls es eine gibt) das Schlachtfeld und die
          Gebäude so verfallen lässt.

          Vielleicht hofft man, das alle Gebäude einstürzen und
          das Gelände so zum neuen Bauland für die Stadt Brüssel
          wird?

          Das Problem sind auch die unterschiedlichen Gemeinden
          denn sie arbeiten nicht miteinander, sondern gegeneinander.

          Auf jeden Fall werden so auch die Touristen aus der
          ganzen Welt wegbleiben - denn wer will sich schon
          verfallene Höfe und Denkmäler ansehen?

          Mit Mont St. Jean hat es angefangen, dann Quatre Bras -
          jetzt Hougomont - wo wird es enden?

          Gruß
          Thomas

          Kommentar


          • #6
            Da wird es bestimmt EU-Gelder für geben.
            Das dauert nur immer so lange.

            Ein eingefallenes Dach wirkt aber irgendwie auch autentisch.
            War das dach damals nicht zerschossen worden?

            Allgemein finde ich haben Schlachtfelder einen Anspruch auf Veränderung.
            Denn das Leben geht weiter und die Zeit sollte nicht angehalten werden.

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            • #7
              Hallo Zinnmartina,

              Offensichtlich machst Du Dir nicht viel aus Schlachtfeldern, denn sonst würdest Du nicht so schreiben.

              Wavre zum Beispiel hat sich verändert. Vom alten Schlachtfeld ist nichts geblieben.
              Kein Ort jedenfalls mehr, denn man wegen seiner (militärischen) Geschichte besucht.
              Und so geht es vielen Schlachtfeldern - kein Grund zur Aufregung.

              Aber WATERLOO!?!?
              Das geht an die Substanz.
              Gruß
              Mephisto

              "Es sind zwey Formeln, in denen sich die sämmtliche Opposition gegen Napoleon befassen und aussprechen lässt,
              nämlich Afterredung (aus Besserwissenwollen) und Hypochondrie." Goethe 1807 :attention:

              Kommentar


              • #8
                Zitat von Mephisto Beitrag anzeigen
                Aber WATERLOO!?!?
                Das geht an die Substanz.
                Ach was, wie ich einem Allgemeinwissen-Quiz des deutschen Fernsehens entnehmen konnte, wissen ein Gutteil der Befragten nicht einmal mehr, wer da bei Waterloo ueberhaupt verloren hat (!!!!) (neben "keine Ahnung" auch Antworten wie z.B. "Nelson" - Na immerhin zeitlich in etwa passend)
                Was brauchen wir da ein Schlachtfeld noch, wo sich 1x im Jahr ein paar Freaks in Karnevalskostuemen herumtummeln und ein bischen Feuerwerk machen....

                Im Ernst, das hat mich doch tief erschuettert. Lernt man denn gar nichts mehr in der Schule?

                Gruss, muheijo
                Zuletzt geändert von muheijo; 28.10.2011, 12:05.

                Kommentar


                • #9
                  Im Ernst, das hat mich doch tief erschuettert. Lernt man denn gar nichts mehr in der Schule?
                  Klar lernen die was. Wie man ne SMS Blind tippt, wie man Aufmerksamkeit vorkaukelt und letztendlich doch nicht bei der Sache ist.
                  Brauch mir unsere Azubis, doch nur anzusehen, da muss man die ersten Wochen erstmal Benimmregeln trainieren.

                  Nein mal im Ernst, es interessiert halt kaum noch einen. Die hören es in der Schule und wenn das Lerngebiet durch ist, hat mans dann auch bald wieder vergessen. Ausserdem hab ich das Gefühl, das eine Umfassende Allgemeinbildung heute gar nicht mehr gewünscht ist.

                  Was Hougoumont angeht, fand ich es vor 2 Jahren schon erschreckend wie es da aussieht, wenn es jetzt noch schlimmer ist, dann ist der Verfall ja wirklich sehr nah. Ob es dafür EU Gelder gibt, wage ich mal zu bezweifeln, jedenfalls nicht soviel, wie man wahrscheinlich bräuchte um das alle wieder ordentlich herzurichten. Bleibt wirklich nur abzuwarten, ob sich in Bezug auf 2015 da etwas tut.

                  Kommentar


                  • #10
                    Zitat von muheijo Beitrag anzeigen
                    Ach was, wie ich einem Allgemeinwissen-Quiz des deutschen Fernsehens entnehmen konnte, wissen ein Gutteil der Befragten nicht einmal mehr, wer da bei Waterloo ueberhaupt verloren hat (!!!!) (neben "keine Ahnung" auch Antworten wie z.B. "Nelson" - Na immerhin zeitlich in etwa passend)
                    Was brauchen wir da ein Schlachtfeld noch, wo sich 1x im Jahr ein paar Freaks in Karnevalskostuemen herumtummeln und ein bischen Feuerwerk machen....

                    Im Ernst, das hat mich doch tief erschuettert. Lernt man denn gar nichts mehr in der Schule?

                    Gruss, muheijo
                    Tief Luft hol:
                    Auch wenn wir das nicht gerne hören, ist es doch so, dass kaum einer weiß, wann napoleon überhaupt einzuordnen ist. Ich ging auch immer davon aus, dass man weiß, wann die Französische Revolution war (also mindestens das Jahr) und wann und warum Waterloo war...aber inzwischen musste ich einsehen, dass es nur sehr wenige Menschen gibt, die das noch wissen. Das gilt für sämmtliche Bereiche der Geschichte. Alles bis 1900 ist Mittelalter! Ich denke allerdings, dass das früher auch schon so war. Meine Klassenkameraden im Gymnasium haben im Geschichtsunterricht auch meistens weg gehört und mich komisch angeschaut, weil ich so viel wusste. Sowas zu wissen war schon vor 20 Jahren uncoole und ist es heute wohl noch mehr. Ich könnte da Geschichten aus meiner Tutorenzeit an der Uni im historischen Seminar erzählen... Bleibt wirklich nur zu hoffen, dass da Gelder für 2015 frei werden, Vielleicht sollten die Verantworlichen mal nach Leipzig fahren, die machen es richtig. Dort wird die Völkerschlacht zum historischen Erlebnis (und das nicht nur, wenn sich Freaks im Fastnachtskostüm treffen).
                    Exkurs Ende
                    Die beste Möglichkeit Wort zu halten ist, es nicht zu geben.

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                    • #11
                      Hallo an alle,

                      Ich gehe ja gar nicht so weit, mich über das allgemeine Desinteresse vieler Zeitgenossen zu ereifern.

                      Hier geht es doch wohl ganz einfach um die Vernachlässigung des Denkmalschutzes.

                      Nicht jeder interessiert sich für Geschichte und wenn, dann auch nicht ausgerechnet und unbedingt für Napoleon.
                      Mir ist die ägyptische, griechische oder römische Geschichte auch nicht sehr geläufig.
                      Für Architektur interessiere ich mich null.
                      Trotzdem schaue ich mir die Ruinen an und bin dankbar für den Aufwand, den man betreibt, um sie zu erhalten.
                      Das ist doch Geschichte zum Anfassen.

                      Ob Leipzig das richtige Beispiel ist?
                      Hälfte ist zu DDR-Zeiten beim Tagebau abgetragen worden (Güldengossa) und der Rest dann mit Autobahn durchquert.
                      Immerhin, den Rest scheint man bewahren zu wollen.

                      Ich ziehe Jena vor.
                      Dort baut man die Bockwindmühle wieder auf, die beim Sturm vor ein paar Jahren zerstört worden ist.
                      Zuletzt geändert von Mephisto; 29.10.2011, 00:29.
                      Gruß
                      Mephisto

                      "Es sind zwey Formeln, in denen sich die sämmtliche Opposition gegen Napoleon befassen und aussprechen lässt,
                      nämlich Afterredung (aus Besserwissenwollen) und Hypochondrie." Goethe 1807 :attention:

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                      • #12
                        Zitat von Mephisto Beitrag anzeigen
                        Hallo an alle,

                        Ob Leipzig das richtige Beispiel ist?
                        Hälfte ist zu DDR-Zeiten beim Tagebau abgetragen worden (Güldengossa) und der Rest dann mit Autobahn durchquert.
                        Immerhin, den Rest scheint man bewahren zu wollen.
                        Genau das meine ich. Das, was noch da ist soll bewahrt werden. In Jena war ich noch nicht. Sollte ich wohl mal nachholen
                        Geschichte zum Anfassen, das trifft es!
                        Die beste Möglichkeit Wort zu halten ist, es nicht zu geben.

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