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Spinnt ARTE???

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  • Spinnt ARTE???

    Hallo Leute!
    Ich habe den grandiosen Film in ARTE gesehen der von Napoleon handelte!Doch mitten im Film bin ich stutzig geworden. Angeblich erschuf Napoleon im Jahre 1809 eine Art Nachrichtenübermittlung die aussah wie ein überdimensionale Windmühle. Je nachdem wie die Flügel standen entstand ein Buchstabe. Es war eine Art Code. Ich schlug sofort in meinen Büchern nach doch nirgendwo wurde von dieser Erfindung erzählt. Und jetzt kommen mir arge Bedenken ob ARTE die Wahrheit sagte...Könnt ihr mir weiterhelfen??? Und dann wollte ich noch fragen ob irgendjemand die Bücher von Max Gallo gelesen hat. Es gab auch mal einen 4-Teiler im ZDF; das war der Film zum Buch! Ich würde gerne eure Meinungen hören!Eure
    Meridor!
    sigpicDie Zukunft ist unwichtig, solange die gegenwart toll ist
    (Marilyn Manson)

  • #2
    Die Telegraphenlinien, von Chappe erfunden gab es, allerdings schon seit der Revolution:

    http://visite.artsetmetiers.free.fr/.../chappe_a.html

    Bei der Google Bildersuche findest Du noch ein paar schöne Photos.

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    • #3
      Im großen und ganzen kann man alle sogenannten historischen Serien über Napoleon in den Müll treten, und Gallo - ein Treppenwitz - da gibt es bessere Werke, der Telegraf, Chappe - wurde bereits 1794 in Dienst gesetzt, Boney hatte nichts mit der ERfindung zu tun, da müßte es auch einen Artikel in der Depesche geben

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      • #4
        Meinung

        Zwingen sie mich nicht unverschämt zu werden! Ich schätze das Buch von Max Gallo sehr! Klar, habe ich bedeutendere Werke gelesen, teils auch in Französisch! Entschuldigen sie das ich so aufbrause, aber in dem Punkt habe ich eine klare Meinung die ich mit allen Mitteln verteidige:devil:! Einige Dokumentationen und Spielfilme sind wirklich Müll aber von einigen kann man sich eine Scheibe von abschneiden! Sie enthalten viele Informationen die shr bedeutend sind!

        Meridor

        P.S: Und hören sie auf Napoleon ,,Boney" zu nennen! Das ist einfach lächerlich!
        sigpicDie Zukunft ist unwichtig, solange die gegenwart toll ist
        (Marilyn Manson)

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        • #5
          Zitat von Meridor Beitrag anzeigen
          Zwingen sie mich nicht unverschämt zu werden! Ich schätze das Buch von Max Gallo sehr! Klar, habe ich bedeutendere Werke gelesen, teils auch in Französisch! Entschuldigen sie das ich so aufbrause, aber in dem Punkt habe ich eine klare Meinung die ich mit allen Mitteln verteidige:devil:! Einige Dokumentationen und Spielfilme sind wirklich Müll aber von einigen kann man sich eine Scheibe von abschneiden! Sie enthalten viele Informationen die shr bedeutend sind!

          Meridor

          P.S: Und hören sie auf Napoleon ,,Boney" zu nennen! Das ist einfach lächerlich!

          Nanana ... nicht eine solche unbeherrschte Sprache hier, das ist wirklich nur mit der "Jugend" zu entschuldigen.

          Die Angaben hier waren nett gemeint, und zu einer Literatur- wie auch Filmrecherche gehört eben auch, die dort gemachten Aussagen zu überprüfen.

          Und Max Gallo ist aus Sicht zahlreicher Kenner eher Zweitware, fundiert sind da Tulard und Willms zu nennen, sicher als Gegenpol auch Presser.

          Die würde ich erst einmal lesen, bevor ich hier Max Gallo so vehement verteidige.

          Also, andere Meinungen gelten lassen ... dann lernt man auch etwas von den Leuten hier - wie beim Telegraphen geschehen.

          Markus Stein
          "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

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          • #6
            Warum man Boney nicht schrieben dürfen sollte - ist doch lächerlich, werde ich jetzt öfter benutzen

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            • #7
              Zitat von HKDW Beitrag anzeigen
              Im großen und ganzen kann man alle sogenannten historischen Serien über Napoleon in den Müll treten, und Gallo - ein Treppenwitz - da gibt es bessere Werke, der Telegraf, Chappe - wurde bereits 1794 in Dienst gesetzt, Boney hatte nichts mit der ERfindung zu tun, da müßte es auch einen Artikel in der Depesche geben

              Ein klein wenig erinnert mich dieser Kritikstil an einen einen sehr bekannten alten Historiker und Geschichtsprofessor, mit dem ich mir drei Jahre Briefe schrieb und der jetzt leider seit zwei Monaten in seinem Grab vor sich hinmodert. Er hat auch immer gegen die "Scharlatanerie" der im Fernsehen (ZDF) zu sehenden Fernsehserien "gekämpft" (Guido Knopp war sein Prügelknabe und noch einge mehr dieser Sorte). Diese Filme hattten für ihn "mit der Wahrheit nichts zu tun, sondern sind das Werk von Quacksalbern" Dagegen wollte er historische Fakten stellen (die allerdings bei seinen letzten Büchern auch nicht selten sehr umstritten waren!) Allerdings ging es da nicht um Napoleon, sondern ums Dritte Reich. Dennoch sein Stil war ähnlich, dieser Kommentar hätte fast aus seiner Feder kommen können, auch die Wortwahl. Sicherlich viele meinen es gut, wenn sie Fakten gegen bestimmte Fernsehserien stellen wollen, nur das ganze ist schon etwas zynisch im Ton und wurde vielleicht etwas missverstanden. Ich hatte auch immer solche Schwierigkeiten mit dem Prof, den ich meine, klarzukommen, er war sehr direkt! Manchmal zu direkt, mit dem was er sagte!
              Und übrigens nenne ich den N.B. selber oft "Nappi". Das ist eigentlich schon gängig geworden
              Zuletzt geändert von Britt.25; 11.06.2007, 09:36.
              "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

              Marie Bonaparte (1882-1962)

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              • #8
                Wenn man sich ansieht, was in den meisten Medien so alles über historische Themen verzapft wird, auch in denen mit "wissenschaftlichem" Anspruch, ist es halt schwer, nicht zu Zyniker zu werden - oder man tröstet sich mit Ambrose Bierce:

                Ein Zyniker ist ein Mensch, der die Welt so sieht, wie sie ist, und nicht so, wie sie sein solte.
                Ein weiterer Trost ist, daß es für unser tägliches Leben völlig folgenlos bleibt, ob jemand nun den Napoleon-Vierteiler für eine exakte historische Dokumentation oder für auch noch schlecht erzählte Phantasy in pseudo-historischen Kostümen hält.

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                • #9
                  ...und nicht zu vergessen:
                  Für Drehbuch und die Fehlbesetzungen kann selbst der Gallo, Max nix.
                  Gruß
                  Mephisto

                  "Es sind zwey Formeln, in denen sich die sämmtliche Opposition gegen Napoleon befassen und aussprechen lässt,
                  nämlich Afterredung (aus Besserwissenwollen) und Hypochondrie." Goethe 1807 :attention:

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                  • #10
                    Max Gallo

                    Ist letzte Woche auch einen Mitglied der berühmte Academie française geworden...Was aber auch kein Qualitätssiegel zu seinen Werken vergeben sollte (die ich allerdings niemals gelesen habe, da ich eher zeitgenössischen Werken den Vorzug gebe).

                    grüße
                    PY

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                    • #11
                      Ich weiß ja nicht, ob auch zufällig einer von Euch den Film über Marie Bonaparte mit Madame Deneuve (als blonde Marie Bonaparte) gesehen hatte. Er lief ja mehrfach auf Arte, und insgesamt gab er schon einen recht guten Überblick über Maries besonderes Leben und ihre Beziehung zu Freud, aber verglichen mit der Biographie stimmte auch das eine und andere nicht ganz. Auch wurde zwei Namen durcheinander geworfen, wenn ich mich nicht täusche (dass ich die Biographie gelesen habe, ist bei mir allerdings auch schon etwas her)
                      "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

                      Marie Bonaparte (1882-1962)

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                      • #12
                        ungewohnte Töne

                        Zunächst mal kann Arte nichts dafür, wenn in einer Doku was Falsches gesagt wird (was hier ja nicht einmal der Fall war). Arte ist Sender und vielleicht Produzent, aber nicht für den Inhalt verantwortlich.

                        Zu Gallo:
                        ich weiß nur noch, dass ich, nachdem ich die Bücher gelesen hatte, sie sofort wieder los werden wollte. Trotzdem stehen sie immer noch bei mir im Regal.
                        Und der Film - da habe ich meine Meinung schon woanders kund getan. Für Anfänger (wie ich damals einer war) absolut ok.

                        Und noch eins zum Anspruch auf Wahrheit:
                        Meiner Meinung nach kann man bei der Geschichtsschreibung niemals von Wahrheit sprechen. Fast alles basiert mehr oder weniger auf Annahmen. Natürlich gibt es Quellen - aber wie verlässlich sind die? In einer Dokumentation (Thema ist mir gerade entfallen) behauptete ein Historiker, dass zwischen ca. 800 und 1000 n. Chr. gar keine Geschichte stattgefunden habe. Ein findiger Papst (?) habe einfach Geschichte schreiben lassen (inklusive aller möglichen Urkunden etc.), nur damit er sich an der Schwelle zur Jahrtausendwende befindet. Nach dieser Theorie befänden wir uns jetzt erst irgendwo im 18. Jahrhundert. Er stützt diese Aussage mit dem Hinweis darauf, dass es für die besagte Zeit keine archäologischen Funde gäbe. Die Theorie bezog sich auch auf die angebliche Existenz der Päpstin Johanna, die in dem besagten Zeitraum gelebt haben soll. Wenn die Zeit aber gar nicht stattgefunden hat, dann kann es auch keine Päpstin gegeben haben.
                        Ich finde die Theorie interessant, habe aber bisher keine unterstützenden Meinungen oder Fakten entdecken können.

                        Insofern bleibt aber festzuhalten, dass "Wahrheit" in der Disziplin der Historik nicht anwendbar ist.

                        Wenn man sich mit Geschichte befasst, sollte man nichts einfach für bare Münze nehmen. Man muss alles hinterfragen und überprüfen. Im Übrigen kann das auch im normalen Leben nicht schaden ...
                        Adrienne-Louise-Hervé Carbonnel de Canisy

                        "Ein jeder soll nach seiner Fasson selig werden." Friedrich II von Preußen

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                        • #13
                          Ach ja, Geschichte......
                          Wie hat (angeblich?) der Herr Buonaparte darüber gesagt: Sie sei die Lüge, auf die die Sieger sich geeinigt haben?

                          Der angesprochene Herr Illig hat mich lange Jahre mit der astronomischen Diskrepanz zwischen den diversen Kalendern überzeugt.
                          Bis ich vor einigen Monaten über einen Aufsatz eines Astronomen gestolpert bin, der dieses Argument mit Sternenmessungen widerlegt hat. Auch gibt es noch ein paar philologische Gegenargumente. Unterstützung erfährt Herr Illig meines Wissens kaum, die Widerlegungen seiner Hypothese überwiegen. Aber die Anzahl der Leute, die seine Bücher kaufen (ich gehörte auch dazu) überwiegt wohl doch die Buchkäufer seiner Gegner.


                          Gruß
                          Jörg
                          The light at the end of the tunnel
                          is from an oncoming train.

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                          • #14
                            schon merkwürdig....das den grossen diktatoren immer andere grosse leistungen zugeschrieben werden...napoleons telemaste*..( brigens, FRW III. nannte ihn im familienkreis immer nur der ”nöppel„)

                            im vergleich..evtl ein wenig hergeholt hitlers, autobahnen...auch ein ewiges gerücht...( seblige wurden 1923 beschlossen und geplant )....


                            ps...gibt es noch diese maste? reste?
                            Ein Soldat kann seinen Kopf verlieren, aber niemals einen Knopf!

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                            • #15
                              Zitat von Madame de Canisy Beitrag anzeigen
                              Zunächst mal kann Arte nichts dafür, wenn in einer Doku was Falsches gesagt wird (was hier ja nicht einmal der Fall war). Arte ist Sender und vielleicht Produzent, aber nicht für den Inhalt verantwortlich.

                              Zu Gallo:
                              ich weiß nur noch, dass ich, nachdem ich die Bücher gelesen hatte, sie sofort wieder los werden wollte. Trotzdem stehen sie immer noch bei mir im Regal.
                              Und der Film - da habe ich meine Meinung schon woanders kund getan. Für Anfänger (wie ich damals einer war) absolut ok.

                              Und noch eins zum Anspruch auf Wahrheit:
                              Meiner Meinung nach kann man bei der Geschichtsschreibung niemals von Wahrheit sprechen. Fast alles basiert mehr oder weniger auf Annahmen. Natürlich gibt es Quellen - aber wie verlässlich sind die? In einer Dokumentation (Thema ist mir gerade entfallen) behauptete ein Historiker, dass zwischen ca. 800 und 1000 n. Chr. gar keine Geschichte stattgefunden habe. Ein findiger Papst (?) habe einfach Geschichte schreiben lassen (inklusive aller möglichen Urkunden etc.), nur damit er sich an der Schwelle zur Jahrtausendwende befindet. Nach dieser Theorie befänden wir uns jetzt erst irgendwo im 18. Jahrhundert. Er stützt diese Aussage mit dem Hinweis darauf, dass es für die besagte Zeit keine archäologischen Funde gäbe. Die Theorie bezog sich auch auf die angebliche Existenz der Päpstin Johanna, die in dem besagten Zeitraum gelebt haben soll. Wenn die Zeit aber gar nicht stattgefunden hat, dann kann es auch keine Päpstin gegeben haben.
                              Ich finde die Theorie interessant, habe aber bisher keine unterstützenden Meinungen oder Fakten entdecken können.

                              Insofern bleibt aber festzuhalten, dass "Wahrheit" in der Disziplin der Historik nicht anwendbar ist.

                              Wenn man sich mit Geschichte befasst, sollte man nichts einfach für bare Münze nehmen. Man muss alles hinterfragen und überprüfen. Im Übrigen kann das auch im normalen Leben nicht schaden ...

                              Ich finde auch, dass es mit der Wahrheit in Geschichte oft sehr schwer ist, auch weil, wenn man das genau betrachtet, fast alles irgendwie "gefärbt" ist. Wie oft beobachtet man es, dass es mehr als schwer ist, objektive Literatur zu einem Thema finden, weil viele Historiker sich zum Ziele setzen, eine/ihre These zu belegen oder widerlegen, und dann picken sie sich aus den Quellen exakt das heraus, welches genau dazu passt, das andere wird oft übergangen oder abgeschwächt dargestellt. Oh ja, Du hättest Dir aber einmal mit diesem alten Herrn Professor schreiben sollen, den ich da jahrelang als Briefpartner hatte und mit dem ich mich genau über solche Dinge am laufenden Band in der Wolle hatte. Für ihn durfte es kein "wenn" in der Geschichte geben. Das Problem war, wenn ich Gegenmeinungen zu seinen Thesen woanders in der Literatur fand, und mit ihm über meine "Zweifel", die mir auf dem Herzen lagen, sprechen wollte, ging er gleich hoch, und meinte ich würde "nie eine Historikerin sein und werden". Also seine Sachen dufte man nicht hinterfragen, obwohl keiner mehr an der Uni heute so vorgehen würde. Gerade das Abwägen von verschiedener Literatur fördert die Kritikfähigkeit und ist auch Sinn des Studierens, aber da haben wir immer aneinander vorbeigeredet. Langer Rede kurzer Sinn: Für ihn gab es immer nur eine Wahrheit in der Geschichte! (Seine!) Man müsse sich eben nur auf die Fakten und Quellen zurückbesinnen!- Wie er es tue! (Wenn es nur nicht so gewesen wäre, dass genauso seine "Wahrheit" immer die heftigst Umstrittene unter allen anderen seines Berufes waren- von denen er sich sowieso stets abseilte mit dem Argument: Alles keine Historiker, alles Quacksalber!...Naja, jetzt ist er ja tot, auch wenn´s schade ist, und solche mit so einem "Absolutheitsanspruch" (so nenne ich das hier) gibt es heute fast sowieso nicht mehr
                              Zuletzt geändert von Britt.25; 11.06.2007, 17:51.
                              "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

                              Marie Bonaparte (1882-1962)

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