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Thema: Erzherzog Karl von Österreich/Teschen

  1. #11
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    Standard Criste, Erzherzog Carl von Österreich

    Ich empfehle zur Beurteilung des Erzherzogs als Feldherr die dreibändige "offiziöse" Biographie von Criste, der ja u.a. auch als Ko-Autor im österr. Generalstabswerk 1813 in Erscheinung getreten ist:

    Criste, O. Erzherzog Carl von Österreich. Ein Lebensbild im Auftrage seiner Enkel, der Herren Erzherzoge Friedrich und Eugen. Wien: Braumüller, 1912, 552, 635, 578 S.

    Viele Grüße, Thomas H.

  2. #12
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    Zitat Zitat von HKDW Beitrag anzeigen
    Welche schwächeren Gegner standen denn Carl vor 1800 gegenüber, die waren doch stärker als die Italienarmee von Bonaparte, in Deutschland 1796 kämpften die besten französischen Truppen und Generäle, z.b. Jourdan und Moreau, von den zahlreichen erstklassigen Divisionsgenerälen will ich gar nicht reden.
    Italien blieb ein Nebenkriegsschauplatz, das war auch 1800 so, wie 1805, wie 1809, wie 1813 / 14
    Schwächere Gegner hab ich in dem Sinne gemeint, dass Carl für sein Land und Napoleon für Frankreich als beste Feldherrn galten.
    Das wirkliche Können seiner Gegner getraue ich mir nicht zu beurteilen.

    Und dass Italien immer Nebenschauplatz war stimmt natürlich, ist aber für mich doch nicht wesentlich, wenn es darum geht das Können Carls zu beurteilen.
    gruz zzz

    k.k. Infanterieregmeint No. 3 Erzherzog Carl
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  3. #13
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    Es gibt auch das 5 bändige Werk von - von Angeli bei google books

  4. #14
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    Zitat Zitat von HKDW Beitrag anzeigen
    Italien blieb ein Nebenkriegsschauplatz, das war auch 1800 so, wie 1805, wie 1809, wie 1813 / 14
    Hans-Karls Einschätzung des 1796er Feldzuges kann man absolut folgen, dort hat Karl ein Meisterstück abgeliefert ... übrigens auch ein bemerkenswertes Werk über seine "Strategischen Überlegungen zum 1796er Feldzug" (inklusive genauer Analyse der geostrategischen Bedingungen in Süddeutschland) publiziert.

    Nur mit Italien bin ich nicht ganz der Meinung von Hans-Karl - denn diese Region hatte für Österreich bis in das Jahr 1805 hinein höchste strategische Bedeutung, und die Einsätze in "deutschen Landen" waren von eher niedrigerem Stellenwert.

    Schöne Grüße
    Markus Stein
    "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

  5. #15
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    Zitat Zitat von admin Beitrag anzeigen
    Nur mit Italien bin ich nicht ganz der Meinung von Hans-Karl - denn diese Region hatte für Österreich bis in das Jahr 1805 hinein höchste strategische Bedeutung, und die Einsätze in "deutschen Landen" waren von eher niedrigerem Stellenwert.

    Schöne Grüße
    Markus Stein

    Ich denke HKDW sieht dies eher von der eingesetzten Anzahl der Truppen. Die Wichtigkeit für das Habsburger Lande ist sicher unbestritten. Doch die Entscheidung hätte dort nie fallen können. In diesem Sinne bin ich auch HKDW´s Meinung. --> Vorausgesetzt, er hat es so gemeint
    gruz zzz

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  6. #16
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    Wenn Italien so wichtig für die Österreicher war, warum wurden dann die Hauptarmeen in Deutschland eingesetzt? Das war sicherlich noch wichtiger als Italien, das gleiche gilt für die Franzosen, die Kerntruppen waren immer in Deutschland, wie auch die erprobten Heerführer.
    Natürlich war auch Italien nie ohne Bedeutung, aber die entscheidenden Schlachten wurden fast alle in Deutschland oder Österreich geschlagen.

  7. #17
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    stimme dir da voll zu. in italien wurde doch nur deshalb gekämpft, um bei einem siegreichen krieg im deutschland die verlorenen italienischen länder wiederzuerhalten oder erweitern bzw. die Flanke abzudecken.
    Geändert von Haraldzzz (05.07.2008 um 12:22 Uhr)
    gruz zzz

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  8. #18
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    Zitat Zitat von Tom Beitrag anzeigen
    Ich empfehle zur Beurteilung des Erzherzogs als Feldherr die dreibändige "offiziöse" Biographie von Criste, der ja u.a. auch als Ko-Autor im österr. Generalstabswerk 1813 in Erscheinung getreten ist:

    Criste, O. Erzherzog Carl von Österreich. Ein Lebensbild im Auftrage seiner Enkel, der Herren Erzherzoge Friedrich und Eugen. Wien: Braumüller, 1912, 552, 635, 578 S.

    Viele Grüße, Thomas H.
    Danke für Eure profunden Beiträge. Für mich ist da vieles noch neu, und zu neu bin ich im Thema, um das zu beurteilen. Daher danke, dabei lerne ich wenigstens noch was
    Danke auch für den Lesetipp. Das Buch, was von seinen Enkeln Friedrich und Eugen in Auftrag gegeben wurde, ist auch in meinem Buch erwähnt als eine der wenigen Biographien, die entstanden waren.
    Friedrich's Enkelin, eine Tochter des Sohnes Albrecht, kenne ich, da sie früher nach dem Krieg hier in Bad Homburg war und meinen späteren Geschichtslehrer kennenlernte. Ich versuchte Kontakt aufzunehmen, aber sie hat nie Zeit. Ihre Kinder sind netter, aber niemand hat da profunde Kenntnisse über die Vorfahren, erstrecht von den Schlachten wissen die alle nix

    Also bitte fruchtbar weiterdiskutieren...!!!

    (Ich werde mich vorerst vornehm zurückhalten, was das Gespräch über die Bedeutung des Italienfeldzugs etc angelangt, erstmal muss ich das Buch lesen)
    "Da nichts im Laufe unseres Lebens ausgelöscht wird, ist jeder von uns wie ein Dokument, in dem, zwar gekürzt, die ganze Geschichte und die ganze Frühgeschichte der Menschheit niedergeschrieben ist"

    Marie Bonaparte (1882-1962)

  9. #19
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    Ich weiß nicht, ob Italien so unwichtig war. 1796/97 schickte Österreich drei Armeen zum Entsatz von Mantua. 1800 hatte die kaiserliche Armee in Italien tatsächlich erst einmal nur den Auftrag mit englischer Unterstützung die französische Mittelmeerküste bis Nizza zu erobern. Doch nach ihrer Niederlage bei Marengo war Italien wieder in französischer Hand und die Italiener hatten mehr Sympathie für Frankreich (Hoffnung auf mehr Eigenständigkeit usw.). Damit war doch für die Franzosen Norditalien zum Feldzug auf Wien (wie 1797) genauso wichtig, wie Süddeutschland für die Österreicher zum Feldzug auf Paris (wie 1792). Die Österreicher stellen natürlich ihre Kerntruppen zum Feldzug auf Paris bereit (außerdem deckten sie so auch Deutschland, Joseph II. war immerhin deutscher Kaiser), die Eroberung der Hauptstadt würde den Sieg bedeuten. Und Napoleon stellte ihnen Kerntruppen in ausreichender Zahl unter Moreau entgegen. 1805 führte der Feldzug wohl auch deshalb durch Süddeutschland, weil die Armee besser von Boulogne nach dort, als nach Italien zu verlegen war. 1809 mußte er seinen Rheinbundstaat Bayern schützen.
    Und zu Britt: Ich war einmal bei Wagram/Esslingen. In einem Wirtshaus sagte man mir, vom Schlachtfeld ist nichts mehr übrig (keine Gedenkstätte), aber es gibt ein Heimatmuseum. Es hat nur ein- oder zweimal die Woche geöffnet. In ihm steht u.a. ein Bauerntisch an dem Napoleon gesessen haben soll. Was ich aber beeindruckender fand und was gut hierher paßt, es war auch der Brief von Erzherzog Karl an seinen Bruder ausgestellt, in dem er den Oberbefehl niederlegt - mit eigenhändiger Notiz des österreichischen Kaisers.

  10. #20
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    Italien war natürlich nicht unwichtig, aber eben nur ein Nebenkriegsschauplatz, die besten Generäle und Heerführer, sowohl wie bei den Franzosen und auch bei den Österreichern standen in der Regel in Deutschland.

    Einen total unerfahrenen Anfängergeneral wie Bonaparte hätte man nie auf Anhieb die Rheinarmee, oder Moselarmee gegeben.

    Sogar 1800 - stand Moreau mit einem weit größeren Heer in Deutschland und hier und nicht in Italien fiel dann auch die Entscheidung.

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