Umfrageergebnis anzeigen: Würde ohne den Russlndfeldzug Napoleons Reich heute immer noch bestehen?

Teilnehmer
24. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja, sein Reich würde bestimmt noch bestehen oder Zumindest länger.

    7 29,17%
  • Nein Napoleon und sein Reich wäre auch ohne den Feldzug gegen die Russen kaputt gegangen

    17 70,83%
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Ergebnis 11 bis 20 von 31

Thema: Was wäre ohne den Russlandfeldzug

  1. #11
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    Ob man nun die Musik von Mozart mag oder nicht - er war dennoch ein Genie.

    Zu Napoleon - warum war er kein Genie - Gegenfrage - warum soll er eines gewesen sein? Für was, für einen Felzug in 1796, 1800, 1805, 1806 oder die Katastropen vom Ägyptenfeldzug und 1812 gefolgt von einer Niederlagenserie von 1813, 1814 und 1815 - Genie? Dafür waren in der Gesamtschau - seine Leistungen zu schwach und bestimmte Grundlagen, Taktik wie Logistik bekam er nie in den Griff, einen dauerhaften Frieden zu schließen auch nicht.

  2. #12
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    Ich habe nicht behauptet, dass ich Napoleon fuer ein Genie halte - ich kann das naemlich ueberhaupt nicht beurteilen. Bloed war er aber sicher nicht. Mozart war ganz sicher ein Genie, das aendert aber nichts daran, dass mich seine Musik nicht anspricht.

    einen dauerhaften Frieden zu schließen auch nicht.
    Das war ja auch ueberhaupt nicht seine Intention, oder? Er wollte doch seine/Frankreichs Grossmachtstellung ausbauen, und zwar durch das Mittel des Krieges. Dass Krieg kein Mittel ist, Frieden zu sichern, muss ihm auch klar gewesen sein, aber um Friedenssicherung ging es ihm ja primaer auch gar nicht. (Haette er mal auf seinen Aussenminister gehoert!)

  3. #13
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    Ich hab ja auch nicht behauptet dass er blöd war, das war er sicherlich nicht.

  4. #14
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    Soche "was wäre wenn..."-Fragen sind mühsam, da es grossteils Kaffeesatzlesen ist.
    Wovon man aber eher ausgehen kann:
    -Die Briten hätten weiterhin die Meere kontrolliert, vielleicht wären sie bankrott gegangen.
    -Alles östlich des Rheins hätte sich weiter und immer stärker gesträubt (aufkommender Nationalismus)
    -Mit Russland hätte es wohl so oder so Krieg gegeben.
    -Preussen und Habsburg hätten weiter auf Revanche gewartet.
    -Vielleicht hätte es auch eine neue Revolution in Frankreich bzw. einen geglückten Staatsstreich gegeben (Nap. war nach zehn Jahren Krieg und wirtschaftlicher durchmischter Bilanz auch ohne Russlandfeldzug nicht mehr sooo populär).
    Ergo: Situation war so oder so nicht rosig. -> 1812 war ein versuchter Befreiungsschlag aus Bedrängnis.

    Aber das ist alles nur stochern in dunkeln.
    Je l'ay emprins

  5. #15
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    Inder Tat, aber ich glaube die Bedeutung von Einzelereignissen wird auch überschätzt.

    Wenn es aber in der Napoleonischen Ära überhaupt die "Weltminute" gegeben hat, dann schon die Entscheidung zum Russlandfeldzug, der meiner Meinung nach vor allem deshalb gescheitert ist, weil er eine "Demonstration" sein sollte. Napoleon hat ja alles vermieden, was den Russen "wirklich weh getan" hätte, um den Frieden nicht zu verhindern.

    Aber eine längere Hegemonie durch Frankreich ist sehr unwahrscheinlich. Die beginnenden nationalistischen Strömungen der Zeit hätten wahrscheinlich zum selben Ergebnis geführt nur anders und etwas später.

    Alexander

  6. #16
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    Die beginnenden nationalistischen Strömungen der Zeit hätten wahrscheinlich zum selben Ergebnis geführt nur anders und etwas später.
    Im Prinzip stimme ich Dir zu (will heissen, das wuerde ich tendentiell auch vermuten). Allerdings ist das Erstarken der (bereits vorhandenen) nationalistischen Stroemungen natuerlich auch eine Reaktion auf das franzoesische Hegemonialmachtstreben - und haette Napoleon nicht verloren, haette es den Wiener Kongress nicht gegeben, haette sich Europa (vielleicht) ganz anders entwickelt...

    Aber vor allem stimme ich zu, dass man - so man kein politisches Genie mit retrospektiver Sehergabe ist - nicht sagen kann, was passiert waere. Dennoch macht es Spass, das Gedankenspiel "Was waere wenn" zu spielen.

    Ich glaube, dass sich Staatensystem, dessen Teile widerrechtlich und wider den Willen der Bewohner - also durch Krieg und Eroberungen - zusammengefuegt wurden, prinzipiell nicht dauerhaft halten koennen. Dazu muss man gar nicht auf dem Prinzip der Legitimation herumreiten, man muss sich nur in der Praxis ansehen, was langfristig aus Vielvoelkerstaaten und Grossmachtbestrebungen geworden ist. Das Roemische Imperium hat sich wohl noch am laengsten gehalten, aber richtig dauerhaft war es am Ende dann ja auch nicht.

    Stabilitaet und Frieden zwischen verschiedenen Staaten, Voelkern und Kulturen laesst sich durch kriegerische Eroberungen niemals erreichen.

    Schoenen Gruss,
    Gnlwth

  7. #17
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    HKDW: "Ob man nun die Musik von Mozart mag oder nicht - er war dennoch ein Genie."

    Das gleiche Prinzip – ein anderer Name.
    Mozart ist im Armengrab gelandet - trotz finanzieller Erfolge - ein Verschwender vor dem Herren.
    Mindert sein Genie aber um keinen Deut. Ergo...

    Die Feldzüge 1813, 14 und 15 waren against all odds.
    Es hätte auf französischer Seite mehr als nur militärischen Genies gebraucht dort siegreich zu sein.
    Und doch…auch hier überrascht ein N.
    Insbesondere der Feldzug von 1814 ist ein Paradebeispiel des ökonomischen Prinzips. Minimaler Einsatz – maximaler Ertrag.
    Nicht umsonst hatten sich 1813 die Verbündeten abgesprochen N zu meiden und nur seinen Unterführer zu begegnen.
    Geändert von Mephisto (10.02.2009 um 20:14 Uhr)
    Gruß
    Mephisto

    "Es sind zwey Formeln, in denen sich die sämmtliche Opposition gegen Napoleon befassen und aussprechen lässt,
    nämlich Afterredung (aus Besserwissenwollen) und Hypochondrie." Goethe 1807

  8. #18
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    dem kann ich überhaupt nicht zustimmen, da wird Napoleon hochgejubelt, der ganze 1814 Feldzug war schwach, nicht der Hauch einer Chance - viele Hunde sind halt des Hasen Tod.

    Der Frühjahrsfeldzug 1813 dagegen war meines Erachtens viel besser durchgeführt, warum aber dann der Waffenstillstand geschlossen wurde wird wohl nur ein Genie wie Napoleon gewußt haben

  9. #19
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    Zu viele Hasen... Das sehe ich auch so.
    Umso mehr war die Leistung beachtlich - keineswegs schwach.
    Der schlussendliche Erfolg oder Misserfolg sind kein absoluter Massstab für die Leistung an sich.
    Gruß
    Mephisto

    "Es sind zwey Formeln, in denen sich die sämmtliche Opposition gegen Napoleon befassen und aussprechen lässt,
    nämlich Afterredung (aus Besserwissenwollen) und Hypochondrie." Goethe 1807

  10. #20
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    Ich kann da keine beachtliche Leistung sehen, die Richtung ging immer weiter zurück, die Verbündeten waren ja mindestens genauso abgekämpft wie Napoleons Truppen selbst.
    Keine glanzvollen Siege mehr - nur noch Abnutzung und Rückzug

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