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Thema: Schlagtechnik der Kavallerie

  1. #41
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    "Geschichte des Bayerischen Heeres"

    Im Auftrag des Kriegsministeriums herausgegeben vom K.B. Kriegsarchiv

    Erster Band. Geschichte des kurbayerischen Heeres insbesondere unter Kurfürst Ferdinand Maria 1651-1679. München 1901

    Zweiter Band. Geschichte des kurbayerischen Heeres unter Kurfürst Max II. Emanuel 1680-1726. Erster Halbband. München 1904. Zweiter Halbband. München 1905

    Dritter Band. Geschichte des kurbayerischen Heeres unter Kurfürst Karl Albrecht - Kaiser Karl VII. - und Kurfürst Max III. Joseph 1726 - 1777. Erster Halbband. München 1908. Zweiter Halbband München 1909.

    Vierter Band. Geschichte des kurpfälzischen Heeres von seinen Anfängen bis zur Vereinigung von Kurpfalz und Kurbayern 1777 nebst Geschichte des Heerwesens in Pfalz-Zweibrücken. Erster Halbband. München 1925-1928. Zweiter Halbband. München 1925-1928.

    Fünfter Band. Geschichte des kurpfälzischen Heeres unter Kurfürst Karl Theodor 1777 - 1804. München 1930.

    Sechster Band. Geschichte des Königlich Bayerischen Heeres unter König Max I. Joseph 1804 - 1825. Erster Halbband. München 1933. Zweiter Halbband. München 1935.

    Siebter Band. Geschichte des Königlich Bayerischen Heeres von 1815 mit 1866. München 1931.

    Achter Band. Geschichte des Königlich Bayerischen Heeres von 1867 bis 1914. München 1932.

    Eigentlich war noch ein neunter Band geplant (Erster Weltkrieg), womit sich der Kreis geschlossen hätte. Dazu kam es aber nicht mehr dazu, oder sollen wir sagen "kam es bisher nicht dazu".

  2. #42
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    Beeindruckende Serie, vielen Dank

  3. #43
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    Das die Qualität der sächsischen Kavallerie konstant gut war, ist undifferenziert daher geschrieben. Die Abgabe (fast) sämtlicher Kavalleriepferde an unsere neuen Verbündeten und Freunde Ende 1806 hat erst einmal ein Riesenloch gerissen.
    Sicher haben die zeitlichen Abstände der folgenden Kriege von 1809 und 1812 die Möglichkeit gegeben, Remonten entsprechend zuzureiten. Der latente Mobilmachungszustand hat überdies das Beurlaubungssystem nicht so ausufern lassen wie vor 1806, was Mannschaft und Pferd im Ausbildungsstand zu Gute kam. Darüber hinaus hatte Sachsen durch seine historischen Beziehungen zu Polen (incl. Ukraine) ein großes Beschaffungsgebiet für die Remonten der leichten Regimenter. Ich kann nicht sagen, ob nach 1806 die für die schweren Regimenter üblichen Holsteiner noch beschafft oder ob auf eigene Zuchten (die in Sachsen sicher weitaus weiter gediehen war als z.B. in Preußen) zugegriffen wurde.
    Schon 1812 sank die Qualität der Pferde merklich (so waren viele in den Transporten zur Armee gelangenden Ersatzpferde so abgetrieben, dass sie nicht einmal beim Train Verwendung finden konnten) und 1813 war die sächsische Kavallerie genauso im A…. wie bei den restlichen Armeen. Im Herbst 1813 hat die sächsische Kavallerie jeden Tag zig Pferde durch Entkräftung verloren. Solche Pferde in einen Galopp zu bekommen, dürfte Seltenheitswert gehabt haben. Bei jeder schnelleren Gangart dürfte auch kein Linienangriff mehr möglich gewesen sein, sondern die berühmte Keilattacke das Bild geprägt haben.
    Hier dürfen wir die Rolle der Führung nicht übersehen. Wenn eine Führung von einer solchen Kavallerie nur die Dinge verlangt, die zu leisten sie auch im Stande ist, dann ist die Frage, was als Versagen gewertet wird. Oder der Führer (weil kein Kavallerist) wusste gar nicht, was er zumuten darf und wertete Zufallsergebnisse als hervorragende und wieder abrufbare Leistung. Dazu kommt, dass die Qualität der anderen Truppengattungen gleichfalls rapide nachließ und Masse, das Fehlende ersetzen musste.
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

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