Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 20

Thema: Copyright der Briefe Napoleons

  1. #1
    Registriert seit
    25.04.2007
    Ort
    Wiesbaden
    Beiträge
    87

    Standard Copyright der Briefe Napoleons

    Hallo,

    Ich denke das Thema gab es sicher schon mal hier irgendwo aber ich habe es auf die Schnelle nicht gefunden. Wenn man zB einen Brief Napoleons abdrucken lassen will oder online stellen möchte, gibt es da ein Copyright? Bei vielen Persönlichkeiten liegt es ja bei irgendeinem Nachfahren, die dann Geld sehen wollen. Normalerweise sind es 70 Jahre, aber in manchen Fällen verfällt es halt nie.

    Würde mich über Infos freuen,

    Gruss

    M.M.
    Vive Moreau,
    Rival republicain de Bonaparte

    www.jean-victor-moreau.de

  2. #2
    Registriert seit
    03.10.2006
    Beiträge
    737

    Standard 1. (offizöse) Ausgabe 1858-70 -> wohl gemeinfrei

    Ich nehme an, die 1. (offizöse) Ausgabe mit 32 Bänden - unter Napoleon dem III. - dürfte mittlerweile gemeinfrei sein, da 1858-70 gedruckt. Die Herausgeber müssten alle mindestens 70 Jahre tot sein. Damit dürfte es auch kein Problem sein, daraus zu zitieren bzw. Abbildungen zu bringen. Bei Google ist diese Correspondance natürlich auch veröffentlicht. Davor gab es schon Teilveröffentlichungen, z.B. von du Casse, für die selbstverständlich das Gleiche gilt.

    Spätere Veröffentlichungen (diverse "Correspondance inédite") sind hingegen anders zu beurteilen (ich empfehle auch einen Blick in Gallica).

    Gruß, Tom

  3. #3
    Registriert seit
    25.04.2007
    Ort
    Wiesbaden
    Beiträge
    87

    Standard

    Vielen Dank Tom,

    ich habe jetzt mal den Verlag angeschrieben, der das besagte Buch veröffentlicht hat,m in dem ich die Briefe entdeckt habe. Sie antworteten mir, dass die Briefe frei seien, allerdings nicht die Übersetzung in dem Buch, weil sie von den Autorinnen übersetzt wurden. Nun sollte ich nach den Original Briefen suchen und sie mir selbst übersetzen. Hm... ich müsste nun ein Buch finden, in dem diese Briefe auf Französich veröffentlicht sind, und selbst übersetzen. Irgendwie blöd, denn sie konnten mir diese Quelle nicht nennen...oder wollten nicht...!!!

    Ich muss mal weiter schauen.

    Viele Grüsse,

    Sandra
    Vive Moreau,
    Rival republicain de Bonaparte

    www.jean-victor-moreau.de

  4. #4
    Registriert seit
    30.09.2006
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    2.196

    Standard

    Sandra,

    es gibt doch das alte Werk "Briefe Napoleons des Ersten" in 3 Bänden, herausgegeben von F. Kircheisen. Wenn Du mir sagst, welchen Brief Du suchst, schau ich, ob ich ihn in den 3 Bänden finde ... wenn ja, pack ich hier einen Scan rein. Und darauf ist definitiv kein CR.

    Schöne Grüße
    Markus Stein
    "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

  5. #5
    Registriert seit
    25.04.2007
    Ort
    Wiesbaden
    Beiträge
    87

    Standard

    Ui.... Danke :-)))) Das wäre ja super nett :-)

    Es sind "Liebesbriefe" an Josephine. Allerdings fordert er sie eher auf sich etwas mehr zusammen zu reissen, da er unterwegs ist und erfahren hat, dass sie unglücklich ist und jeder es mitbekommt, beendet den Brief mit den Worten: Mein Augenleiden ist geheilt!... ( wie romantisch...hüstel...)

    Der andere Brief ist eher vorwurfsvoll geschrieben, er unterwegs und sie schreibt ihm nicht. Er beschwert sich darin, dass Josephine ihm keine Briefe schreibt und wirf ihr vor ein Verhältnis zu haben.

    Ist jetzt blöd, weil ich die Briefe hier nicht einstellen darf, in der Übersetzung aus dem Buch, aber ich glaube in der Quellenangabe ist auch dieses Dreibändige Werk erwähnt. Vielleicht habe ich ja Glück :-)

    Grüße,

    Sandra
    Vive Moreau,
    Rival republicain de Bonaparte

    www.jean-victor-moreau.de

  6. #6
    Registriert seit
    30.09.2006
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    2.196

    Standard

    Sandra,

    verrätst Du mir noch das Datum der infrage kommenden Briefe? Das erleichtert mir die Suche in den 3 Bänden - wenn bei der Übersetzung diese Bände angesprochen wurden, dann ist die Stelle ja vielleicht angegeben.

    Bin aber diese Woche nicht hier, kann also erst übernächste Woche die möglichen Scans hier reinstellen.

    Schöne Grüße
    Markus Stein
    "Wenn wir geboren werden, weinen wir, weil wir diese große Narrenbühne betreten" (King Lear) ... jedem also sein ganz persönliches (Hof-) Narrenleben

  7. #7
    Registriert seit
    01.10.2006
    Beiträge
    631

    Standard

    Ich habe ein kleines Buechlein mit Briefen Napoleons, der 2. kommt mir jedenfalls bekannt vor. Mal schauen, ich brauche allerdings auch ein paar Tage.

    Gruss, muheijo

  8. #8
    Registriert seit
    25.04.2007
    Ort
    Wiesbaden
    Beiträge
    87

    Standard

    Der Erste Brief ist vom 13. November 1796 ( Verona, 3. Frimaire V)
    Der Zweite vom 10. Dezember 1805 ( Brünn, 19. Frimaire XIV)

    Wie dumm, das hätte ich ja auch früher schon mitteilen können.

    Vielen Dank für die Suche :-)

    Sandra
    Vive Moreau,
    Rival republicain de Bonaparte

    www.jean-victor-moreau.de

  9. #9
    Registriert seit
    01.10.2006
    Beiträge
    631

    Standard

    So, ich hab dann mal in meinem Buechlein nachgeschaut, beide Briefe sind nicht dabei.
    Es handelt sich um das Goldmann-Taschenbuch, Band Nr.640: Napoleon, Briefe, herausgegeben 1960 und irgendwo mal auf einem Flohmarkt erstanden.

    Am 12.November 1796 schreibt er jedenfalls aus Verona noch so wie von dir beschrieben, "du schreibst mir nie, liebst deinen Mann nicht,...." etc. und endet: "In kurzem hoffe ich dich in meine Arme zu schliessen und dich mit einer Million Kuessen, so heiss wie unter dem Æquator, zu bedecken."
    Josephine war zu der Zeit in Mailand, offensichtlich auf dem Weg zu ihm.

    Edit: Sehe gerade, dass eben dieser 12.November als 3.Frimaire V angegeben wird, es muesste also doch "dein" gesuchter Brief sein.

    Bezuegl. des anderen Briefes vielleicht noch die Info, dass er am 5.Dezember u.A. an Josephine schreibt: "Es ist eine leichte Augenkrankheit im Umlauf, die einige Tage dauert; mich hat sie allerdings noch nicht erfasst."
    Offensichtlich hat's ihn dann doch spæter erwischt.
    Am 20. Dezember (29.Frimaire) schreibt er, dass er einen Brief vom 25. Frimaire von ihr erhalten hætte, in dem er mit Bedauern erfahren hat, dass sie leidend ist. Er ræt ihr dann, in Muenchen zu bleiben.

    Æh ja, soviel erst mal. Einen Scan kann ich leider nicht bieten...

    Gruss, muheijo

  10. #10
    Registriert seit
    06.03.2007
    Ort
    Delft
    Beiträge
    264

    Standard

    le 3 frimaire an V heisst 23 november 1796. (Vérone)

    >> Je ne t'aime plus du tout. Au contraire, je te déteste. Tu est une vilaine, bien gauche, bien bête, bien cendrillon. Tu ne m'ecris pas du tout....<<

    le 19 frimaire an XIV.

    >> Il y a fort longtemps qui je n'ai reçu de tes nouvelles. Les belles fêtes de Bade, de Stuttgard et de Munich font-elles oublier les pauvres soldats qui vivent couverts de boue, de pluie et de sang?
    .....Mon mal d'yeux est guéri.<<

    NAPOLÉON ET JOSÉPHINE. 1955 Le Club du meilleur livre. Ed. Jean Savant.

    Beide Briefe finde ich nicht in NAPOLEONS BRIEFE von Friedrich Schulze (Insel Verlag 1912) nicht in Napoleon I. Mein Leben und Werk. von Paul und Gertrude Aretz (Deutsch Buch Gemeinschaft Berlin 1936) und nicht in NAPOLEON eine auswahl seiner Briefe Proclamationen Gespräche von Wolfgang Goetz (D B G Berlin 1925).
    Geändert von Bataaf (10.09.2009 um 23:39 Uhr) Grund: tipfehler

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •