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Thema: Linksrheinische Soldaten in der französischen Linieninfanterie

  1. #11
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    Ser interessant und viel Arbeit, herzlichen Dank

  2. #12
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    Finde ich auch. Ist schon eine Fleißarbeit sowas zu sammeln.
    Wenn du die Namen zum beispiel in eine Exceltabelle einzträgst wäre es super anderen Interessierten diese zur Verfügung zu stellen.
    Hier können andere bestimmt ergänzen oder vielleicht auch korrigieren.
    So mancher Hobbyahnenforscher wird es dir danken.

  3. #13
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    Schöne Arbeit.
    Den Veteranenstein in Mainz-Kastel bitte noch auflisten.
    Es gibt noch weitere, muß da aber selbst noch einmal nachschauen.
    Übrigends haben sich schon einige mit diesem Thema beschäftigt und sehr schöne Artikel verfasst.
    Hier was von Mainz-Gonsenheim mit ein wenig Hindergrundwissen zu den Veteranensteinen...
    http://www.festung-mainz.de/festung/...leonstein.html

    Lachaussee

  4. #14
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    Ich danke Euch herzlich ! An die Erstellung einer Tabelle mit den Namen der Soldaten und ihren Einheiten hatte ich auch gedacht, wird aber leider eine Weile dauern, bis ich hierfür Zeit habe, meine Aufzeichnungen sind derzeit noch alle handschriftlich.
    @ Lachausee: Wo befindet sich denn der Veteranenstein in Kastel ?

  5. #15
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    Der Veteranenstein in Kastel befindet sich natürlich auf dem Friedhof (Boelckestraße 19/20 linke Seite von Mainz aus kommend).

    Ich habe mal die Veteranensteine aus dem unten genannten Buch nach Jahren sortiert und aufgelistet.

    Frankreich am Rhein, die Spuren der ,,Franzosenzeit'' im Westen Deutschlands.
    Greven Verlag Köln 2009.
    303 Seiten, ISBN 978-3-7743-0409-3
    http://www.buchhandel.de/detailansic...-3-7743-0409-3

    Veteranensteine entanden ab 1834 in Mainz, 1836 Kaiserslautern und Zweibrücken, 1837 Kreuznach, 1839 Hechtsheim und Gonsenheim, 1840 Kastel, 1841 Frankenthal und Oppenheim, 1842 Ober-Olm und Bingen, 1843 Wöllstein und Koblenz, 1845 Flohnheim, Wörrstadt, Alzey, Groß-Winternheim, 1847 Westhofen, Pfeddersheim, 1848 Worms und Mannheim, 1850 Eimsheim, 1852 Darmstadt und Krefeld, 1853 Köln, 1856 das rheinische Stommeln.

    Ein paar Zeilen aus diesem Buch und aus dem Kapitel der Veteranensteine (21 Seiten), die mir sehr gefallen haben, möchte ich hier gerne noch schreiben...Es zeigt deutlich welche schwierige Zeiten die ,,Zurückkehrenden'' in ihrer jetzt wieder deutschen Heimat erwartete.
    In Mainz sind mir solche Schikanen bis jetzt nicht bekannt.

    Der Krefelder Carl Schehl, der 1811 als 14-Jähriger aus Liebe zu den Pferden freiwillig bei den 2. französischen Carabiniers, einen prächtig ausgerüsteten und berittenen Elite-Regiment, als Trompeter angeheuert hatte und 1812 in russische Kriegsgefangenschaft geriet, wurde 1817, als er ins wirkliche dienstfähige Alter gekommen war, eingezogen und musste sich die schlimmsten Verwünschungen und Schikanen seiner preußischen Vorgesetzten gefallen lassen. Vom ,,französischen Bauernlümmel'' ist beständig die Rede.

    Der bergische Lieutenant Zimmermann berichtetete.....Alles hatte sich hier so verändert, das wir in unserem eignen Vaterlande als Fremdlinge betrachtet, wohl gar mitunter Verräther geschimpft wurden.Viele Civilbeamte, welche früher die franz. Regierung bis in den dritten Himmel erhoben hatten, waren nun allem franz. auf einmal gram geworden und verketzerten un Arme als Ersatzfranzosen. Kurz, wir wurden ganz schlecht aufgenommen und jämmelich behandelt....

    ....der am 10. August 1779 in Bonn geborene Gottfried Clever, noch am 2. April 1818 in einem Bittbrief an den französischen Großkanzler der Ehrenlegion, Marschall Macdonald, an die Aushändigung des Ritterkreuzes der Ehrenlegion erinnern.
    Clever, später als Mitglied des Kölner Veteranenvereins (auch auf dem Stein verewigt) brachte es zunächst im sächsischen Husarenregiment bis zum Unterleutnant. Weiter avancierte er als Ausländer in einem anderen Fremden-Regiment, nämlich dem 7. Polnischen Lancier-Regiment der franz. Armee(Weichsellegion). Insgesamt diente er 18 Jahre, machte die Feldzüge 1797 bis 1799, 1800, 1805, 1809, 1812, 1813, 1814, die Gefechte und Schlachten in Bretten, Neuburg, Zürich, Hohenlinden, Salzburg, Ulm, Austelitz, Landshut, Regensburg, Ebersberg, Esslingen, Wagram, Raab, Smolensk, Dresden, Leipzig, Hanau, Reims, Laon und Montereau.
    Clever weist am Ende seines Schreibens darauf hin, dass er ohne feste Anstellung sei und sich durch die Aushändigung des Ehrenkreuzes eine Verbesserung seiner Existenz verspreche, womit er nicht einmal die Pension meinte, die für Ausländer in der Regel nicht galt (Anmerkung von mir: Dies galt ja zuletzt noch vor 2 Jahren für die französischen Kolonialsoldaten WK II. , die viel weniger Pension bekamen, als die Franzosen in Frankreich).

    Lachaussee

  6. #16
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    Hallo lachaussee,

    danke für den Buchtipp (gerade auch hinsichtlich der von Dir ausgewählten Beschreibung "danach") und die Zusammenstellung der Veteranensteine hieraus ! Stimmt, die meisten der von mir besuchten Gedenksteine stehen auf dem Friedhof, aber Ausnahmen bestätigen die Regel (in Westhofen steht er am Markt), hätte ja auch für Kastel zutreffen können.
    Geändert von fusilier (06.06.2010 um 01:17 Uhr)

  7. #17
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    Wogenau soll denn der stein in Oppenheim sein?
    Der würde mich sehr interessieren da in Oppenheim der "Wehrkreises" meines Wohnortes war und deren Verteranen wohl wenn überhaupt in Oppenheim zu finden wären.

  8. #18
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    Hallo Jokl,

    einfach richtig googeln
    http://www.denkmalprojekt.org/2010/o...onstein_rp.htm

    Grüße,
    lachaussee

  9. #19
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    Danke für die Info, lachaussee ! Auf dieser Internetseite findet man außerdem unter Denkmäler, Deutschland, Nordrhein-Westfalen (Orte A-M), Angaben zu den napoleonischen Soldaten und deren Einheiten des Kölner Veteranensteins auf dem Melatenfriedhof.

  10. #20
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    Standard Weitere Veröffentlichung Veteranensteine

    Neben der von lachaussee genannten Veröffentlichung "Frankreich am Rhein" ist auch die folgende in Bezug auf die ehemaligen napoleonischen Soldaten, die Veteranenvereine und Veteranensteine und deren Geschichte sehr interessant (@ jokl: ein Schwerpunktthema ist Oppenheim):
    Hahn, Felix: Die Napoleonsteine in Rheinhessen unter besonderer Berücksichtigung des Steines in Oppenheim. In: Oppenheimer Hefte, hrsg. vom Oppenheimer Geschichtsverein, Nr. 17, 1998, S. 2 - 42. Das Heft ist beim Oppenheimer Geschichtsverein noch erhältlich. In Abbildung 3, Seite 7 wird dabei u. a. auf den (heutigen) Standort von 16 Steinen in Rheinhessen eingegangen. Interessant finde ich z. B. auch, dass auf den Steinen neben der manchmal erfolgten Nennung der Gefallenen und Vermissten nur die Namen jener früheren Soldaten verzeichnet sind, die Mitglieder in einem Veteranenverein waren, wobei Unstimmigkeiten im Verein oder gegenüber Nachbargemeinden (wie es möglicherweise in Oppenheim der Fall war) für eine Mitgliedschaft wohl nicht gerade förderlich waren (siehe S. 4, S. 30).
    Geändert von fusilier (28.06.2010 um 19:30 Uhr)

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