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Thema: Neues Heere & Waffen: Sächsische Armee 1810-1813

  1. #11
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    Leider kann ich mich an der Diskussion zu den "Stickereien" :-) nicht beteiligen aber meiner Meinung nach eine gut gemachte Zusammenfassung, die einzelne Detailpunkte anreißt, deshalb auf mehr neugierig macht, aber natürlich nur eine Übersicht bleiben kann. Die Fortsetzung der Reihe mit den Bayern begrüße ich - auch wenn ich keiner bin :-). Werde ich mir auf jeden Fall auch zulegen.
    Aber ein Detail hat mich besonders interessiert: Die Auszeichnung des Korporals Lorenz aus Döbeln (da bin ich ursprünglich her) mit dem Kreuz der Ehrenlegion.
    Meine Fragen deshalb bzw. wer kann mir bitte weiterhelfen:

    1. Wo kann man in die Quelle (Der sächsische Soldat im felde ....) einsehen? Im Moment habe ich es nirgend wo gefunden.

    2. Da ich reletiv neu bin (zumindest als offiziell registriert, mit der Ära beschäftige ich mich schon lange und habe einem umfangreichen Bücher"berg" dazu) denke ich mir, dass es bestimmt schon früher einmal einen Link zu einer Liste der Träger des Ehrenkreuzes gegeben hat - oder? Steht da auch wofür ? Und evtl. auch ein paar mehr Angaben zur ausgezeichneten Person? Würde den Herrn Lorenz gern etwas näher unter die Lupe nehmen. Danke

  2. #12
    Avatar von Gunter
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    Ich würde erstmal empfehlen:
    Rainer Wächtler: Die Königlich Sächsischen Mitglieder der Ehrenlegion (1807-1813), Chemnitz 2002.

  3. #13
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    Zitat Zitat von waterloobernd Beitrag anzeigen
    Aber ein Detail hat mich besonders interessiert: Die Auszeichnung des Korporals Lorenz aus Döbeln (da bin ich ursprünglich her) mit dem Kreuz der Ehrenlegion.
    Meine Fragen deshalb bzw. wer kann mir bitte weiterhelfen:

    1. Wo kann man in die Quelle (Der sächsische Soldat im felde ....) einsehen? Im Moment habe ich es nirgend wo gefunden.
    Anbei die für Dich interessanten Seiten aus "Der sächsische Soldat im Felde". Viel Spaß damit!

    Gruß
    Henning
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    Wenn man merkt, dass man auf einem toten Pferd sitzt, sollte man absteigen!

  4. #14
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    Wenn auch etwas verspätet- Danke für den TIP :-)

  5. #15
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    Von 1810-1813 gab es in der sächsischen Armee
    3 Generale der Infanterie (mit Patent vom)
    Johann Josef Freiherr von Forell (04.05.1799) Schweizer-Leib-Garde
    Carl Heinrich von Reitzenstein (07.05.1799) Gouverneur von Dresden
    George von Rechten (24.06.1805)
    und 2 Generale der Kavallerie
    Hanns Gottlob von Zezschwitz (30.07.1801)
    Joachim Friedrich von Zezschwitz (20.02.1810)
    Die Ernennung der Letzteren fällt damit voll in Reorganisationszeit der sächsischen Armee und es gab auch nach der Reorganisation der sächsischen Armee Generale im aktiven Dienst.
    Die drei Letztgenannten hatten in der Armee keine Anstellung, was aber eine anderweitige Anstellung in Staatsdiensten nicht ausschließt. Denn Rente mit 65 oder 67 gab es damals noch nicht.
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

  6. #16
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    Wurde nur der Letztgenannte 1810 ernannt ( " die Ernennung der Letzteren" deutet auf mehrere) ? Und dieser hatte dann offensichtlich keine Anstellung in der Armee. Nur die beiden 1799 ernannten Generale befanden sich nach dieser Aufstellung im aktiven Dienst. Ist das so richtig verstanden ?

    Viele Grüße

  7. #17
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    Ja.
    Es sollte eigentlich "die Ernennung des Letzteren ... (bezogen auf das Patent von 1810)" heißen.
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

  8. #18
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    Eine hübsche Zusammenfassung. Leider haben die Bundetafeln sehr viele Detailfehler, was die Darstellung der Uniformierung betrifft.

  9. #19
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    Auch wenn etwas Zeit vergangen ist, das Heft ist aus sächsischer Sicht mehr als überzeugend. Eine Detailfrage zu den Farbtafeln von Hauthal. Die Tafel auf Seite 7 stammt m.E. aus der 2. Auflage. Diese 1859 erschienene Publikation weicht massiv in den Abbildungen von der 1. Auflage ab, z.B. ist die Zahl mit 60 weit größer als 44.
    Außerdem die Frage, ob Knötels Uniformtafeln auch gepasst hätten oder gibt es da in den Expertenkreisen Vorbehalte? Für mich als normal Interessierten sind die recht gut für Illustrationen zu gebrauchen.
    Übrigens Illustrationen, das hat was mit Veröffentlichung zu tun. Lasst Euch überraschen mit den hoffentlich Ende 2011 heraus kommenden Erinnerungen des Majors von Dreßler und Scharffenstein. Eingeweihte kennen ihn, er war der zeitweilige Kommandeur der "Butterkrebse" (Leibgrenadiere der Sachsen). Oft zitiert ist er bekannt geworden durch sein Zusammentreffen mit dem Kaiser am 19. Oktober 1813. Aber dazu später. Wenn nichts entgegen steht, mache ich ein wenig Eigenwerbung, wenn es soweit ist.
    Geändert von Ludwig Hußell (13.06.2011 um 14:42 Uhr)

  10. #20
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    Da ich ja im Urlaub etwas Zeit zum Literaturstudium hatte, bin ich beim neuerlichen Durchblättern des Heftes „Die sächsische Armee 1810-13“ neben anderen wohl einfach nicht wegzukriegenden Dingen (z.B. die grünen Epauletts mit rotem Halbmond beim Trommler der leichten Infanterie) an der Darstellung des Zimmermann-Jalonneurs von Grenadier-Bataillon Liebenau auf Seite 21 hängengeblieben. Mal von der unsächsischen Trageweise des Zimmermannsabzeichens auf beiden Oberarmen und der weißmetallnen Schuppenkette abgesehen, hatte ein Zimmermann andere Aufgaben (und zwar so viele, dass im Feldzug 1812 mit Schurzfell und Hacke versehene Hilfszimmerleute aus den Einheiten gezogen werden mußten), als Richtungspunkt zu spielen.
    Obendrein widerspricht es in eklatanter Weise dem Reglement. Denn die zugehörige Vorschrift ( Berichtigung und Zusätze zum Exerzierreglement von 1804) besagt im VIII.Abschnitt § 9 „ Jedes Bataillon hat drey Jalonneurs, nehmlich drey Unteroffiziere, welche bestimmt sind, das Hauptalignement zur Richtung, und zu jeder Frontveränderung zu geben. Jeder dieser Unteroffiziere führt auf der Mündung seines Gewehrs ein kleines Fähnchen, von Farbe der Dublirung der Brigade (also rot, gelb, grün, blau oder schwarz) und mit der Nummer des Bataillons versehen (das dies bei den Grenadierbataillonen nicht so war, zwigt ja das Bild von Schubauer). Einer derselben steht hinter dem Kapitän vom rechten Flügel, der zweyte schließt das Fahnenpeleton, und der dritte hat seinen Platz hinter dem Offizier vom linken Flügel.“.
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

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