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Thema: Napoleon und Indien

  1. #51
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    Zitat Zitat von KDF10 Beitrag anzeigen
    Von Tropenuniformen ist mir nichts bekannt, aber wenn du Roloff liest, es gab wahnsinnige Ausfälle in der Karibik durch Krankheiten. Man hat sich schon Gedanken darüber gemacht.
    Ja, die Verluste der Truppen in der Karibik waren allgemein wegen Krankheiten sehr hoch. Beispielsweise verloren die Briten bei der Belagerung von Havana 1762 ca. 1000 Mann durch Kampfhandlungen und ca. 5000 Mann durch Krankheiten (primär Fieber). Und das ganze binnen 2 Monaten. Auch der Ägyptenfeldzug Napoleons blieb ja geradezu in der Krankheit stecken. Bei diesen Prozenten an Verlusten wären die Franzosen auf dem Landweg nicht einmal in die Nähe von Indien gekommen. Und da jetzt zu den Uniformen (mein Hauptinteresse) die waren ja ab einem Jahr in der Wüste relativ bunt geworden, von der Uniform der franz. Nationalgardisten erheblich abweichend, aber ihren europü äischen Charakter hatten sie behalten. Was mir als einzige Adaption an die dortigen klimatischen Verhältnisse aufgefallen ist sind die Burnus (in Mantelform) des Dromedarregimentes. (Sowieso eine besondere Einheit!) Und die Briten liefen auch in ihrer Heimatuniform herum.
    Geändert von zinnmartina (11.09.2011 um 22:08 Uhr)

  2. #52
    KDF10 ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
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    Lesen hilft. Ich vergleiche Robespierre mit Freisler, und die Napoleon-Fans fühlen sich angegriffen? Um es mal ganz deutlich darzustellen, Hitler war der größte Verbrecher aller Zeiten. In Frankreich wurden während der Revolution etwa 600.000 Franzosen ermordet. (Paris, Vendee, usw.). Das kann man nicht einfach vom Tisch wischen. Napoleon war da nur marginal beteiligt (Toulon, Paris). Weiß nicht wo das Problem liegt?

    Hab mir gerade einen Film über Napoleon angesehen. Der 50jährige Clavier erobert als junger Napoleon die Brücke von Agricole. Auch den Franzosen scheinen junge Helden auszugehen.

  3. #53
    Irene Hartlmayr ist offline Erfahrener Benutzer Capitaine
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    Zitat Zitat von Marie Beitrag anzeigen
    Hi!
    Soweit ich weiß, war der Plan England über Indien anzugreifen. Ich meine mich zu erinnern, dass die Idee von Tayllerand stammte? Außerdem hatte Napoleon nach seiner Rückkehr aus Italien den Oberfehl für die England Invasion bekommen und war auch wenige Wochen an der Küste um sich da alles anzuschauen, mit dem von dir genannten Ergebnis. Dass das ein umstrittenes Thema sein soll, ist mir neu. Ich ging immer davon aus, dass das der Sinn der ganzen Ägypten-Episode war. Da ich gerade erst aus Paris zurück bin, brauche ich noch ein Paar Tage, aber wenn du interessiert bist, such ich die Stellen raus.
    LG Marie
    Du hast recht!Das war tatsächlich der Sinn der Aegypten Expedition,die jedenfalls von Talleyrand unterstuetzt wurde.Talleyrand sollte auch mit dem Osmanischen Reich verhandeln,um Angriffe auf Aegypten zu unterbinden-was
    Er aber dann nicht getan hat.
    Die Aegyptische Expedition hatte aber auch andere Zwecke kultureller Art:
    Siehe die Mitnahme einer Wissenschaftlerkommission um das Land zu erkunden
    (Beginn der wissenschaftlichen Aegyptologie) sowie vermutlich (oder moeglicherweise) Kolonisierung des Landes und Aufklaerungstaetigkeit im Sinne
    der europäischen Aufklaerung aber ,unter Toleranz des Islams.
    IRENE.

  4. #54
    Irene Hartlmayr ist offline Erfahrener Benutzer Capitaine
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    Zitat Zitat von muheijo Beitrag anzeigen
    Napoleon hatte die Bedeutung von Indien fuer England erkannt. In der Tat "træumte" N von Indien wæhrend des Ægypten Feldzuges - oder er hat es spæter zumindest so dargestellt.
    Aber auch nachdem die direkte Landung auf die engl. Insel 1805 auf den St.Nimmerleinstag verschoben werden musste, war Indien nicht vom Tisch:
    Es gab Verhandlungen mit dem Osmanischen Reich ueber Durchmarschrechte, und es war øfter Verhandlungsgegenstand mit dem Zaren Alexander.

    Talleyrand hatte damit høchstens zu tun, indem er es dem Zaren weitervermittelte/vermitteln sollte - da wissen sicher die Talleyrand-Spezialisten mehr dazu. Ich vermute ganz stark, dass er (aktiv?) dagegen war.

    NICHT geplant war hingegen, nach der Einnahme Moskaus weiter nach Indien zu marschieren. Das ist zwar bisweilen behauptet, jedoch weder nachgewiesen noch sinnig, weil der Russlandfeldzug vøllig anders geplant war.

    Gruss, muheijo
    Richtig! Der Russlandfeldzug war zuallererst gedacht um Russland in die Allianz
    Zurückzuzwingen,bzw. Um die polnische Frage zu regeln.
    IRENE.

  5. #55
    Irene Hartlmayr ist offline Erfahrener Benutzer Capitaine
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    Zitat Zitat von Marie Beitrag anzeigen
    .


    Hat da jemand Quellenangaben oder sonst etwas brauchbares? Da ich mich gerade recht ausführlich mit einigen Aspekten des Ägyptenfeldzuges befasse (bei dem Indien ja zumindest eine vage Rolle spielte) würde mich interessieren, was es für zeitgenössische Quellen zu diesen späteren Plänen gibt. Danke, Gruß Marie
    Ich haette auch gerne einmal Konkreteres zu dem Thema!Ich glaube dass N. Mit
    dem Zaren Moeglichkeiten besprochen hat (in Tilsit 1807), er sagte auch einmal "Wer Konstantinopel beherrscht, beherrscht die Welt"(Quelle ?) ,der Zar hatte es so-
    wieso auf Konstantinopel abgesehen, aber wirklich zuverlässige und eindeutige Quellenangaben sind mir nicht bekannt!


    Wer kann dazu wirklich Konkretes angeben???

    In Finckenstein (1807) gab es Gespraeche mit einer Delegation aus Persien.
    Wer weiß dazu Naeheres???

    IRENE.

  6. #56
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    Bei der Geburt seines Sohnes sagte Napoleon angeblich "Ich bin Philipp, er wird Alexander sein"!!!
    Vielleicht hatte er damit irgendwie auf SEINE Indienfantasien verzichtet und diese Aufgabe seinem Sohn zugedacht!!!???? (Nur eine Hypothese ,eventuell denkbar).
    IRENE.

  7. #57
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    Zitat Zitat von Gunter Beitrag anzeigen
    Ich denke man kann sagen, dass die napoleonische Herrschaft eigentlich nur eine Episode der epochalen Konflikte des 19. Jahrhunderts waren. Schließlich waren das nur ein paar Jahre und die Eroberungen nicht von Dauer. Der Ost-West-Konflikt zwischen Russland und Großbritannien zeichnete sich bereits ab. Eine ähnliche Rolle in dieser Beziehung spielte ja auch das deutsche Reich im 20. Jahrhundert.

    Grüße

    Gunter
    Die "Zwischenmaechte" in Europa (soll heißen,diejenigen die zwischen England auf der einen Seite und Russland auf der anderen Seite "eingeklemmt"waren)
    Konnten sich eben nicht dauerhaft behaupten gegenüber der großen Seemacht
    England auf der einen Seite und der großen Landmacht Russland auf der anderen Seite !!!
    IRENE.

  8. #58
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    Pfeil

    Zumindest soll Talleyrand den Egypten-Ausflug aktiv unterstützt haben. Sein späteres Leugnen lässt sich heute nicht mehr vertreten.
    Warum er dann aber abgesprungen ist - indem er den letzten entscheidenden Schritt nicht getan hat, ist mir schleierhaft.
    Er ist entgegen den Absprachen 1798 nicht in diplomatischer Mission nach Konstantinople gereist.
    Da kann evtl. Excideuil weiterhelfen - im Ägypten-Thread?.[/QUOTE]

    Meine Meinung dazu: Vielleicht war er ganz einfach zu bequem dazu,nach Konstantinopel zu reisen(dass er bequem war und nicht sehr arbeitsam hat er selber zugegeben!) - oder hat er damals auch seine altbewährte Taktik angewandt, ALLE irgendwanneinmal sitzen zu lassen!!!??????
    Geleugnet hat er NACHHER immer was er VORHER angeregt oder unterstuetzt hat!!!!!( Duc d'Enghien, Spanien, Tilsitt)!!!!!!

    IRENE.

  9. #59
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    Zitat Zitat von zinnmartina Beitrag anzeigen
    @KDF10 Nein, das napoleonische Kaiserreich war nicht demokratisch! Die Französische Republik schon. Es gab eine Nationalversammlung, eine Verfassung usw. Wie es dann in der Praxis aussah wäre in einem neuen Treat diskussionswürdig. Ich habe auch geschrieben die Französische Republik begann ihre Kampfhandlungen nach Norden. Es waren Truppen der franz. Republik die in die Niederlande und Schweiz einmaschierten.
    Es fragt sich nur inwieweit die Versammlungen der Republik echt "demokratisch"waren !!!???
    Versammlungen gab es auch im napoleonischen Kaisserreich(Tribunat, Legislative Versammlung- die dann beide im Läufe der Zeit abgeschafft wurden(Tribunat 1807,Legislative erst 1813)- und einen Senat ( der irgendwie als " Versorgungsanstalt" fuer abgetakelte Prominenzen gedacht war)der zum
    Schluss aber auch kräftig widersprochen hat und Napoleon dann schliesslich
    1814 und 1815 fuer abgesetzt erklärt hat.
    Eine Verfassung hatte das napoleonische Kaiserreich auch!!!!

    IRENE

  10. #60
    Irene Hartlmayr ist offline Erfahrener Benutzer Capitaine
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    Zitat Zitat von Voltigeur Beitrag anzeigen
    Ja, es langt wirklich.
    Das ganze Forum wird damit verseucht

    Kein Thema mehr ohne Hitler und die Nazizeit

    Grüsse vom Voltigeur
    Wer Napoleon mit Hitler vergleicht hat:
    A)Keinen historischen Verstand und kennt sich sowohl mit Fakten und Zusammenhaengen nicht aus.
    B)Keinen psychologischen Verstand. sowie auch
    C) Kein Urteils-und Vergleichsvermoegen irgendwelcher Art.

    So Einer denkt wie die halb oder ungebildeten Trottelln von der Strasse.Oder er ist ganz einfach denkfaul und oberflächlich.


    IRENE.

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