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Thema: Franzosen mit Überhemden in Spanien

  1. #21
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    Zitat Zitat von muheijo Beitrag anzeigen
    Wie machten das die Briten eigentlich? Unterwegs im leuchtenden Rot?
    Unterwegs leuchtend rot im leuchtenden Rot! Schwemmt den Staub aus der Kehle, heizt genug auf, um die äussere Hitze vergessen zu lassen (die äussere Kälte übrigens auch, also auch wintertauglich) und verleiht dem Angesicht die zur Uniform passende Farbe:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedi...Ale_Bitter.jpg

    http://i1-news.softpedia-static.com/...-Is-Fake-2.jpg

    http://upload.wikimedia.org/wikipedi...ado_Sherry.jpg


    Ah ja, die Schotten trugen Röcke...

    Aber einer weiss es sicher wieder besser...

    Gruss und , T

    (Nein, ich habe [noch] nichts getrunken.)

    Wie lautete doch gleich das Thema dieses Threads?
    Geändert von Tellensohn (08.09.2011 um 15:48 Uhr) Grund: Wie lautete doch gleich das Thema dieses Threads?

  2. #22
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    @ muheijo

    Kampf den Off-topics!

    War nur Spass.

    Du weisst ja, fast schon ist man mit Napoleon in Indien...und schon landet man wieder bei irgend so einem Vergleich...

    Also, ich will hier wirklich keinen davon abhalten, eine sachdienliche Antwort auf Deine Frage zu geben.

    Gruss, T.
    Geändert von Tellensohn (08.09.2011 um 19:15 Uhr)

  3. #23
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    [quote=muheijo;15835]Jetzt war mehrmals vom Schutz vor Staub und Sonne die Rede. Wie machten das die Briten eigentlich? Unterwegs im leuchtenden Rot?

    Ja, leuchtend rot mit Stovepipetschako. Die Knöpfe bis oben hin geschlossen (wird mehrfach berichtet). Einziges Zugeständnis an Spanien - weiße Hosen.

  4. #24
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    @Tellensohn.

    Danke für den Hinweis auf Bucquoy - hätte eigentlich selber drauf kommen können sthtja bei mir im Regal.


    Auf jeden Fall sind die Abbildungen gute Beispiele für die Abweichungen der Uniformen der Spanienarmee.

  5. #25
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    Interessant wäre auch die Frage nach dem Schnitt, besonders wenn der Sarrau geknöpft war. War er dann trotzdem wie ein Hemnd, oder wie ein Mantel geschnitten?

  6. #26
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    Ich habe ein etwas besseres Foto der auf dem Umschlag des oben erwähnten Osprey-Bands zu Vimeiro abgebildeten Darstellung der Schlacht gefunden, wenn auch nur in S/W. Es handelt sich um eine zeitgenössische Illustration von John A. Atkinson (1775-1861). Im Anhang habe ich den Ausschnitt, der die Franzosen zeigt, gepostet.

    Ausserdem auch im Anhang: eine von Louis de Beaufort angefertigte Rekonstruktion von Soldaten des 14e de Ligne in Spanien, die dieselben mantelartigen Kleidungsstücke zu tragen scheinen, die auch auf den Tafeln von Fort zu sehen sind. Beauforts Rekonstruktion ist einem Artikel von Pierre Juhel über die Bekleidung der französischen Truppen in Spanien im Jahr 1808 entnommen:

    Pierre Juhel, "L'habillement de l'Armée d'Espagne", in: Soldats Napoléoniens N°18, Juin 2008, [S.17-30] S.25.

    Je länger ich mir diese Kleidungsstücke anschaue (und voraussetzend, dass Butterys "smocks" ebendiese mantelartigen Gewänder meint), desto mehr gelange ich zur Überzeugung, dass die in diesem Thread vorgeschlagene Gleichsetzung des von Buttery verwendeten Wortes "smock" mit dem französischen Wort "sarrau" auf eine falsche Fährte führt. Besser man bleibt bei der von Buttery selber angeführten Glosse: smocks = similar to greatcoats but lighter and thinner.

    Dafür, dass es sich einfach um ganz normale, wenn auch aus leichterem weissen oder weisslichen Tuch gefertigte und vielleicht nicht immer ganz vorschriftsmässig geschneiderte Mäntel handelt (Juhel befasst sich ausführlich mit den anfänglichen Mängeln in Sachen Bekleidung in der Spanienarmee im Jahr 1808), spricht meines Erachtens auch, dass weder Juhel noch die von ihm angeführten französischen Quellen jemals den Begriff "sarrau" verwenden. Dagegen taucht immer wieder das Wort "capote" auf, also die übliche Bezeichnung für den ganz gewöhnlichen Mantel der Soldaten.

    Ich denke daher, dass die Verwendung des Begriffs "smock" durch Buttery (oder seine Quelle) lediglich einem ganz oberflächlichen Vergleich dient, indem die Leichtigkeit und das allgemeine Erscheinungsbild dieser französischen Mäntel mit der Leichtigkeit und dem allgemeinen Erscheinungsbild von Überhemden oder Arbeitskitteln, englisch "smock", verglichen wird. Für die Franzosen aber waren das keine "smocks", französisch "sarraus", sondern "capotes". Ich würde deshalb auch sagen, dass, jedenfalls wenn beim französischen Heer von "sarraus" die Rede war, damit auch weiterhin normalerweise der hemdartige Kittel zum Überwerfen gemeint war wie er bei van Blarenberghe dargestellt ist. Bei der Marine konnte das Wort ja offenbar auch den "paletot", die mit Knöpfen versehene Arbeitsjacke der Matrosen, bezeichnen.

    Evtl. tauchen ja irgendwann doch noch Zeugnisse auf, die wirkliche Klarheit schaffen.
    Geändert von Tellensohn (09.10.2011 um 13:30 Uhr)

  7. #27
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    Ich denke auch - dass smock, ein sehr schlechter Begriff ist, den der Autor gewählt hat - es waren wie du schon schreibst Mäntel.

  8. #28
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    Die k.k. Infanterie - und auch die Sachsen - hatten "Kittel" - das war auch so eine Art leichter (aus Zwillich gefertigter), kurzer Mantel in Naturfarbe (also leinenweiß; je öfter gewaschen, desto weißer).
    Ob sich die Franzosen allerdings diese als Vorbild nahmen, vermag ich nicht zu sagen. In der k.k. Armee war der Kittel ein völlig schmuckloses, für das Lager gedachtes Kleidungsstück - keine Knöpfe, sondern Hafteln und natürlich keinerlei Verzierungen (hätten wir Epauletten gehabt, dann sicher nicht - wie auf dem zweiten Bild gerade vorher ersichtlich - auf dem Kittel). Ich kenne keinen Beleg für ein Tragen im Feld als oberstes Kleidungsstück (da wurde selbst im Sommer der Mantel allein genommen, so etwa vom IR 4 bei Wagram). Die Sachsen hingegen trugen - soweit ich weiß - den Kittel auch im Feld und im Gefecht.

  9. #29
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    Die Sachsen trugen ihn im Manöver und auch im Feldzug von 1806, jedoch ist auch hier der Kittel eher ein Mantel.

  10. #30
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    Ih habe Berichte über die Unruhen in Lüttich von 1815 in denen auch sächsische Grenadiere im Kittel beschrieben werden.

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