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Thema: Exzesse der württ. Kavallerie 1812

  1. #11
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    Zitat Zitat von Gunter Beitrag anzeigen
    Immer die alte Leier von Herrn N. Die Rheinbundtruppen mussten die Kastanien aus dem Feuer holen und sich gängeln lassen ohne Ende. Zum Dank dafür wurden sie dann immer wieder zu Sündenböcken gemacht. Kein Wunder dass sie sobald als möglich das Bündnis wechselten. Hier klingt außerdem an, dass es die französischen Truppen noch viel ärger trieben.

    Grüße

    Gunter
    Hallo Gunter!

    Kann man wirklich sagen, dass die Truppen so bald wie möglich die Seiten wechselten? Hast du Belege für ein Übergehen der Truppen (als ihr Fürst noch zu Napoleon hielt) zu den Alliierten (wie bei Leipzig teilweise sächsische Kontingente). Oder haben sie überwiegend erst die Seiten gewechselt, als ihr Regent dies tat?
    Gibt es diesbezüglich Quellen von Offizieren über den Bündniswechsel bzw. ihre Einstellung gegenüber Napoleons Feldzug 1812?

    Was das aus dem Lande leben betraf, haben es wohl alle Truppen bunt getrieben -und nicht nur die Offiziere: Auch die Zivilpersonen aus dem Tross haben sich im Feindesland wie in einem Selbstbedienungsladen aufgeführt. Dass man dabei nicht nur Brot und Fleisch mitnahm, sondern bevorzugt auch gut zu transportierende Wertgegenstände wie Geld und Uhren und Schmuck, ist auch klar.

  2. #12
    KDF10 ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
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    Hallo Charlotte,

    darf ich antworten? Der einfache Soldat hat das getan, was ihm seine Vorgesetzten sagten, von der großen Lage hatte er keine Ahnung. Die sächsischen Kontingente bei Leipzig sind übergelaufen, ohne ihren König zu fragen. Der sächsische General Thielmann sogar schon Monate vorher. Auch die bei Leipzig übergelaufenen Württemberger haben ihren König nicht gefragt.
    Geändert von KDF10 (01.02.2012 um 17:38 Uhr)

  3. #13
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    Die haben sehr wohl beim König nachgefragt, die Antwort war aber etwas kryptisch, und einige sächsiche Offiziere waren auch der Meinung der König konnte sich nicht klar ausdrücken, weil er eben unter Napoleons Beobachtung stand.

  4. #14
    Avatar von Gunter
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    Man kann schon sagen, dass die Rheinbundtruppen so bald wie möglich die Seiten wechselten. Das erfolgte bei den Sachsen und Württembergern uneinheitlich und nicht auf Befehl des eigenen Herrschers, bei den Nassauern und Bayern schon. Einzelne Einheiten sind schon vor Leipzig übergelaufen. Das ganze war ein vielschichtiger Prozess, der das Erodieren von Napoleons Macht demonstrierte.

    Grüße

    Gunter

  5. #15
    KDF10 ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
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    Wo kamen eigentlich die Tiroler Schützen her, die auf Seiten der Allierten waren? Sind das auch Überläufer?

    Gruß

    Dieter

  6. #16
    Avatar von Gunter
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    Meinst du die Tiroler Jäger vom Freikorps Lützow? Das waren keine Überläufer, sondern ehemalige Leute von Andreas Hofer. Siehe hier:
    http://www.freikorps-luetzow.homepag...02/tiroler.htm
    Bayern hatte zeitweise sein eigenes Tiroler Jägerbataillon.

    Grüße

    Gunter

  7. #17
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    Danke, genau die meinte ich.

    Gruß

    Dieter

  8. #18
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    Zitat Zitat von KDF10 Beitrag anzeigen
    Auch die bei Leipzig übergelaufenen Württemberger haben ihren König nicht gefragt.
    Hätte wohl auch wenig gebracht, da dieser sich ganz offensichtlich unter den französischen Fahnen wohlfühlte. Selbst 1814, als die Alliierten schon in Frankreich standen, sandte König Friedrich von Würtemberg einen Brief an Napoleon, indem er ihm zu seinen Siegen bei Champaubert, Montmirail und Chateau Thierry beglückwünschte und bereits wieder von der "Wiederkehr unter seine siegreichen Fahnen" sprach.
    Schlesisches Grenadier-Bataillon

  9. #19
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    Die „Bestrafung“ der bei dem Überfall bei Kitzen (interessanter Weise auch die bei Leipzig übergegangenen) Regimenter mit anschließender Nummernrochade war doch eh nur Show.

    Aber immerhin hat es das „Cleverle“ trotz seiner zwielichtigen Verhaltensweise geschafft, seit 1803 einen unvergleichlichen Aufstieg in der Herrscherhierachie und im Länderzuwachs hinzulegen, während es uns Sachsen nur an A…. gefasst hat.
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

  10. #20
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    Zitat Zitat von Da Capo Beitrag anzeigen
    Die „Bestrafung“ der bei dem Überfall bei Kitzen (interessanter Weise auch die bei Leipzig übergegangenen) Regimenter mit anschließender Nummernrochade war doch eh nur Show.
    Ich dachte, die Regimenter und Normann wären nicht für Kitzen bestraft worden, wo sie ja auch nur ihre Befehle ausführten, sondern allein für den Übergang zu den Verbündeten, ohne die vorherige Erlaubnis des Königs einzuholen ?

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