Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 20

Thema: Vertrag von Kalisch 28.02.1813

  1. #1
    Registriert seit
    23.10.2006
    Beiträge
    680

    Standard Vertrag von Kalisch 28.02.1813

    Ich habe jetzt mehrere Stunden im Netz nach dem Wortlaut des Vertrages von Kalisch vom 28.02.1813 zwischen Russland und Preußen gesucht, ohne ihn jedoch zu finden.

    Kann mir evtl. jemand einen Tip geben, wo der Vertrag zu finden ist?

    Danke.
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

  2. #2
    Registriert seit
    06.03.2007
    Ort
    Delft
    Beiträge
    254

    Standard

    Schnell eingestellt auf Napoleonwiki de.

    http://napoleonwiki.de/index.php?tit...on_von_Kalisch
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  3. #3
    Registriert seit
    23.10.2006
    Beiträge
    680

    Standard

    Danke, aber es geht nicht um die Proklamation Kutusows, sondern um den Vertragstext des Vertrages zwischen Russland und Preußen mit den gegenseitigen Gebietszugeständnissen.
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

  4. #4
    Registriert seit
    03.10.2006
    Beiträge
    722

    Standard Oncken

    Ich meine, der Vertrag wird von Oncken abgedruckt, sonst sicher auch bei Martens, Recueil.

    Die Links zu Oncken (zu Google books) hatte ich mal hier gepostet. Alternativ unter http://archive.org/search.php?query=...freiungskriege

    Gruß, Tom

  5. #5
    Registriert seit
    06.03.2007
    Ort
    Delft
    Beiträge
    254

  6. #6
    Registriert seit
    23.10.2006
    Beiträge
    680

    Standard

    Danke Euch beiden.

    Mit meinem miserablen Französisch habe ich die vereinbarten Terretorial-"Abrundungen" (Russland bekommt Polen und Preußen Sachsen) bisher nicht gefunden.

    Da stellt sich ohnehin die Frage, ob sie Sachsen vom Inhalt des Kalischer Traktats Kenntnis gehabt haben können. Oder war die enge Anbindung an Österreich im Frühjahr 1813 nur eine Folge der Aversion gegen Russen und Preußen?
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

  7. #7
    Registriert seit
    24.09.2009
    Beiträge
    231

    Standard

    Zitat Zitat von Da Capo Beitrag anzeigen
    Danke Euch beiden.

    Mit meinem miserablen Französisch habe ich die vereinbarten Terretorial-"Abrundungen" (Russland bekommt Polen und Preußen Sachsen) bisher nicht gefunden.

    Da stellt sich ohnehin die Frage, ob sie Sachsen vom Inhalt des Kalischer Traktats Kenntnis gehabt haben können. Oder war die enge Anbindung an Österreich im Frühjahr 1813 nur eine Folge der Aversion gegen Russen und Preußen?
    Sorry, das irritiert mich jetzt. Meines Wissens war im Vertrag von Kalisch nicht über konkrete Regelungen der Entschädigungen Preußens die Rede.

    Grüße
    excideuil

  8. #8
    Registriert seit
    24.09.2009
    Beiträge
    231

    Standard

    Ein bisschen was habe ich gefunden:

    http://books.google.de/books?id=1ahB...alisch&f=false

    Ab Seite 74 werden die offenen Artikel zusammengefasst, die wichtigen geheimen Art. 1 und 2, die Preußens Entschädigung betreffen sind vollständig abgedruckt. Nebst folgender Wertung.

    Konkret wurde nur bestimmt, was Preußen nicht (zurück) erhält.

    Grüße
    excideuil

  9. #9
    Registriert seit
    23.10.2006
    Beiträge
    680

    Standard

    Vielen Dank für den Link.

    Die Zusicherung der Russen, den Preußen gebietsseitig: „… alle diejenigen Erwerbungen, welche durch Waffengewalt … gemacht werden können …zur Vergrößerung Preußens“ zuzugestehen, schließt meiner Ansicht nach Sachsen zu 110% ein.
    Unter „Abrundung“ kann man auch die südliche Ausweitung des preußischen Staatsgebietes bis zur Enklave Kulmbach verstehen und da steckt Sachsen wieder drin.
    Wenn der Feind in Schußweite ist, bist Du es auch. Vergiss dabei nie, dass Deine Waffe vom billigsten Anbieter stammt.

  10. #10
    Registriert seit
    24.09.2009
    Beiträge
    231

    Standard

    Zitat Zitat von Da Capo Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für den Link.

    Die Zusicherung der Russen, den Preußen gebietsseitig: „… alle diejenigen Erwerbungen, welche durch Waffengewalt … gemacht werden können …zur Vergrößerung Preußens“ zuzugestehen, schließt meiner Ansicht nach Sachsen zu 110% ein.
    Unter „Abrundung“ kann man auch die südliche Ausweitung des preußischen Staatsgebietes bis zur Enklave Kulmbach verstehen und da steckt Sachsen wieder drin.
    Na, ja, der Vertragstext gibt das jedenfalls nicht her. Sicherlich mag das Interesse beider Seiten dies implizieren, dennoch bleibt, dass in Kalisch keine Beute zugeteilt werden konnte. Nicht zuletzt wegen Österreich, dessen Beitritt zum Bündnis als wünschenswert gesehen wurde. Und mit Österreich hatte Sachsen später einen Vertrag geschlossen, der dem König von Sachsen sogar Zugewinne in Aussicht stellte. Die spätere strategische Lage bewirkte dann ein Einknicken des Königs. Diese Entwicklung konnte in Kalisch niemand ahnen. Dass Sachsen als mögl. Beute für Preußen gesehen wurde, zeigt sich allerdings daran, dass gerade Alexander den König von Sachsen als Verräter betrachtete, obwohl nur Österreich diesen Vorwurf hätte führen können.

    In der Summe bleibt also, dass Alexander seine Wünsche bezüglich des Verzichts Preußens auf ehem. preußische Gebiete bereits realisierte, für Preußen - für den Fall des Sieges - die ehemalige Größe vorgesehen war, dies allerdings in Abhängigkeit eines erfolgreichen Feldzuges. Besser konnte der Zar seinen Juniorpartner nicht motivieren.

    Grüße
    excideuil

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •