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Thema: Wendezeit in der Wissenschaft

  1. #11
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    Zitat Zitat von Irene Hartlmayr Beitrag anzeigen
    Es geht auch um die reine Grundlagenforschung,die Voraussetzung für alles Andere(wenigstens theoretisch).

    das macht aber nur dann Sinn, wenn tatsächlich auf diese Forschungen aufgebaut wurde. Und meines Wissens nach haben die U-Boot Bauer des 19. Jahrhunderts (Hunley, Bauer) unabhängig und eigenständig geforscht und sich eben nicht an Fulton orientiert. Die ersten Konstrukteure dreißig- vierzig Jahre später haben sich wiederum kaum um die Erkenntnisse dieser Beiden gekümmert, weil der Wissenschaftsstand (unabhängig der genannten Erfindungen) weitefr gewachsen war.
    Ähnliches galt für Siemens bei der Elektrizität.

    All diese Sachen bieten nette Anekdoten der Zeit, aber sie haben keine Bedeutung für die weitere Entwicklung. In diesem fall bin ich ausnahmsweise einmal der Meinung, wenn sich kein roter Faaden durch diese Geschichte zieht, dann kann man von diesen frühen Experimenten nicht von einer "Wendezeit" sprechen. Und wenn doch: all diese Erkentnisse gab es auch schon einmal in früheren Momenten der Geschichte. Sie sind aber wieder verloren gegangen. Ebenso wie die meisten von dir erwähnten.

  2. #12
    Irene Hartlmayr ist offline Erfahrener Benutzer Capitaine
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    Standard Verlorengegangen?

    Zitat Zitat von Alex Beitrag anzeigen
    das macht aber nur dann Sinn, wenn tatsächlich auf diese Forschungen aufgebaut wurde. Und meines Wissens nach haben die U-Boot Bauer des 19. Jahrhunderts (Hunley, Bauer) unabhängig und eigenständig geforscht und sich eben nicht an Fulton orientiert. Die ersten Konstrukteure dreißig- vierzig Jahre später haben sich wiederum kaum um die Erkenntnisse dieser Beiden gekümmert, weil der Wissenschaftsstand (unabhängig der genannten Erfindungen) weitefr gewachsen war.
    Ähnliches galt für Siemens bei der Elektrizität.

    All diese Sachen bieten nette Anekdoten der Zeit, aber sie haben keine Bedeutung für die weitere Entwicklung. In diesem fall bin ich ausnahmsweise einmal der Meinung, wenn sich kein roter Faaden durch diese Geschichte zieht, dann kann man von diesen frühen Experimenten nicht von einer "Wendezeit" sprechen. Und wenn doch: all diese Erkentnisse gab es auch schon einmal in früheren Momenten der Geschichte. Sie sind aber wieder verloren gegangen. Ebenso wie die meisten von dir erwähnten.
    Unter Bezugnahme auf den zweiten Absatz und insbesonders den letzten Satz:
    "...all diese Erkenntnisse gab es auch schon einmal in früheren Momenten der
    Geschichte.Sie sind aber wieder verloren gegangen.Ebenso wie die meisten von
    Dir erwähnten"......
    Du meinst also dass die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse des frühen
    Neunzehnten Jahrhunderts,die ich erwähnt habe,und auf denen die heutige
    Naturwissenschaften aufbauen,"verloren gegangen" sind??????
    Was Du nicht sagst!
    Vielleicht solltest Du einen Antrag stellen auf Rückerstattung des Lehrgeldes für Deine naturwissenschaftlichen Kenntnisse.
    Ich fordere Dich auf,diese "verloren gegangenen" Erkenntnisse hier zu
    nennen.Bin neugierig wie weit Du dabei kommst.

    Widersprechen als Selbstzweck gibt es eben auch,bloß aus Antipathie.Ein Zeichen von Niveau ist es allerdings nicht.

  3. #13
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    Ich sprach von den Erkenntnissen im Bauen von U-Booten und den Experimenten von Siemens, nicht von Newton. Erst lesen und dann versuchen nachzuweisen, das Antipathien unbegründet sind.

  4. #14
    Irene Hartlmayr ist offline Erfahrener Benutzer Capitaine
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    Standard Antwort

    Zitat Zitat von Alex Beitrag anzeigen
    Ich sprach von den Erkenntnissen im Bauen von U-Booten und den Experimenten von Siemens, nicht von Newton. Erst lesen und dann versuchen nachzuweisen, das Antipathien unbegründet sind.
    Lieber Alex!
    Ich wiederum sprach von der Grundlagenforschung zu Anfang des neunzehnten
    Jahrhunderts.Da war Newton längst tot!
    Antipathien sollten hier nichts zu suchen haben.
    Tut mir leid wenn es Missverständnisse gibt.

    Die Technik führt Heute ein Eigenleben,wo es die reine Grundlagenforschung im Sinne von Erkenntnis kaum mehr um ihrer selbst Willen gibt-da Alles sofort in
    der Wirtschaft oder Medizin "nutzbar" gemacht werden soll.Auch die Forschungsgelder werden fast nur mehr für diese praktischen Zwecke vergeben,
    was aber viele Naturwissenschaftler bedauern,so auch ich.(Ich bin Biochemikerin).

    No Hard Feelings,lassen wir lieber alle Streitereien etc.beiseite!

    Hast Du auch irgendwas mit Wissenschaft zu tun?

    Viele Grüsse,
    IRENE.

  5. #15
    KDF10 ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
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    Zitat Zitat von Irene Hartlmayr Beitrag anzeigen
    Lieber Alex!
    Ich wiederum sprach von der Grundlagenforschung zu Anfang des neunzehnten
    Jahrhunderts.Da war Newton längst tot!
    Antipathien sollten hier nichts zu suchen haben.
    Tut mir leid wenn es Missverständnisse gibt.

    Die Technik führt Heute ein Eigenleben,wo es die reine Grundlagenforschung im Sinne von Erkenntnis kaum mehr um ihrer selbst Willen gibt-da Alles sofort in
    der Wirtschaft oder Medizin "nutzbar" gemacht werden soll.Auch die Forschungsgelder werden fast nur mehr für diese praktischen Zwecke vergeben,
    was aber viele Naturwissenschaftler bedauern,so auch ich.(Ich bin Biochemikerin).

    No Hard Feelings,lassen wir lieber alle Streitereien etc.beiseite!

    Hast Du auch irgendwas mit Wissenschaft zu tun?

    Viele Grüsse,
    IRENE.
    Liebe Irene,

    der soziale Aspekt kommt hier etwas zu kurz. Das Problem der Weber mit der Industrialsiierung ist allgemein bekannt. England wurde durch diverse Erfindungen zum Marktführer für die Herstellung von Textilien. Dafür brauchte man Wolle. Aus Ackerland machte man in England Weideland für Schafe, weil man die Wolle brauchte. Nur Wolle kann man nicht essen. Viele Englännder wanderten deshalb aus.

  6. #16
    Irene Hartlmayr ist offline Erfahrener Benutzer Capitaine
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    Standard Industrialisierung

    Zitat Zitat von KDF10 Beitrag anzeigen
    Liebe Irene,

    der soziale Aspekt kommt hier etwas zu kurz. Das Problem der Weber mit der Industrialsiierung ist allgemein bekannt. England wurde durch diverse Erfindungen zum Marktführer für die Herstellung von Textilien. Dafür brauchte man Wolle. Aus Ackerland machte man in England Weideland für Schafe, weil man die Wolle brauchte. Nur Wolle kann man nicht essen. Viele Englännder wanderten deshalb aus.
    Ja,auch die Industrielle Revolution gehört zur "Wendezeit in der Wissenschaft",
    allerdings mehr zur Technik ; klar ergaben sich daraus soziale Probleme.
    Ich hatte ursprünglich aber in dieser Rubrik die rein wissenschaftlichen Neuerungen im Sinn.
    Die Anwendung von Diesen in der Technik und die sich daraus ergebenden
    sozialen Probleme kommen erst darnach.
    Und aus Diesen ergaben sich dann weiterführende politische Aspekte und deren
    Auswirkungen.......

    Kennst Du das Buch von Osterhammel "Das lange Neunzehnte Jahrhundert"-
    ein historischer Bestseller seit mehreren Jahren!?

    Grüsse,Irene.

  7. #17
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    "Aus Ackerland machte man in England Weideland für Schafe, weil man die Wolle brauchte. Nur Wolle kann man nicht essen. Viele Engländer wanderten deshalb aus."

    Das die Highland clearances in Schottland die von dir o.a. Wirkung hatten und zu Auswanderungswellen führten, war mir bekannt.

    Für England wußte ich das allerdings nicht. Interessant ist es allemal.
    Aus welchen Quellen hast du diese Information?

    Chasseur
    Geändert von Chasseur (16.11.2013 um 12:44 Uhr)

  8. #18
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    Habe ich vor 3 Tagen auf ARTE gesehen, was es wert ist ?

    Grüsse vom Voltigeur

  9. #19
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    Zitat Zitat von Chasseur Beitrag anzeigen
    "Aus Ackerland machte man in England Weideland für Schafe, weil man die Wolle brauchte. Nur Wolle kann man nicht essen. Viele Engländer wanderten deshalb aus."

    Das die Highland clearances in Schottland die von dir o.a. Wirkung hatten und zu Auswanderungswellen führten, war mir bekannt.

    Für England wußte ich das allerdings nicht. Interessant ist es allemal.
    Aus welchen Quellen hast du diese Information?

    Chasseur
    Ich suche das mal raus. Der entscheidende Faktor ist aber, dass die Engländer von da an Getreide importieren mussten.

  10. #20
    Irene Hartlmayr ist offline Erfahrener Benutzer Capitaine
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    Standard Getreideimporte

    Zitat Zitat von KDF10 Beitrag anzeigen
    Ich suche das mal raus. Der entscheidende Faktor ist aber, dass die Engländer von da an Getreide importieren mussten.
    Ja,und das wurde aus Russland importiert,zusammen mit Holz.
    Wenn Russland nicht abgesprungen wäre von der Kontinentalsperre hätte das
    Probleme ergeben.
    Der Absprung Russlands war eben der Anlass für den Russlandfeldzug von 1812.

    Ohne Russlands Weigerung diese einzuhalten hätte die Kontinentalsperre vielleicht ihren Zweck erreicht,nämlich England lahmzulegen ?????


    Gruss,Irene

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