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Thema: Medizinisches

  1. #1
    Irene Hartlmayr ist offline Erfahrener Benutzer Capitaine
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    Der Gesuchte hat sich auf medizinischem Gebiet ausgezeichnet,in mehrfacher Hinsicht.Schon als Student fiel er auf durch Ablehnung vieler konventioneller Praktiken.Später war er für seine Vorlesungen bekannt und als man , nach der
    Restauration,die Mitglieder der Academie Royale de Medecine aufzählte,kam man zu dem Ergebniss dass Dreiviertel der dort anwesenden und aufgelisteten
    Ärzte seine Schüler gewesen waren.
    Er genoss hohes Ansehen in der Pariser Gesellschaft,bekam einen kaiserlichen
    Titel,betreute die Prominenz der damaligen Zeit,hielt ein grosses Haus wo man
    anscheinend gut tafelte und besaß ein Landgut,wo er auch starb.
    Seine Werke schrieb er offenbar auf Lateinisch(das war damals so üblich) und
    übersetzte ein (ebenfalls auf Lateinisch geschriebenes Werk)eines österreichischen Kollegen ins Französische.Darin war eine heute noch gängige
    Auskultationsmethode vorgestellt worden.
    Der Gesuchte war ein anerkannter Herzspezialist,heute würde man ihn vermutlich als Internisten beschreiben.
    Sein Ruf reichte weit über die Grenzen seines Landes hinaus.
    Wer wars???

  2. #2
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    Ich tipp mal:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Corvisart

    Grüße
    excideuil

  3. #3
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    Zitat Zitat von excideuil Beitrag anzeigen
    Ich tipp mal:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Corvisart

    Grüße
    excideuil
    Klingt für mich überzeugend. Aber schrieb er seine Werke wirklich auf Lateinisch? Bei Wikipedia wird doch auf zwei Werke verwiesen, die noch zu Zeiten von Napoleons Herrschaft auf Französisch publiziert wurden. Oder sehe ich das falsch?

  4. #4
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    Zitat Zitat von Tellensohn Beitrag anzeigen
    Klingt für mich überzeugend. Aber schrieb er seine Werke wirklich auf Lateinisch? Bei Wikipedia wird doch auf zwei Werke verwiesen, die noch zu Zeiten von Napoleons Herrschaft auf Französisch publiziert wurden. Oder sehe ich das falsch?
    Auf Latein schreiben heißt ja nicht, dass die Bücher auch auf Latein veröffentlicht wurden.
    Und wie schrieb Irene:
    Zitat Zitat von Irene Hartlmayr Beitrag anzeigen
    und übersetzte ein (ebenfalls auf Lateinisch geschriebenes Werk)eines österreichischen Kollegen ins Französische.
    Und das übersetzte Werk war von ihm:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_Auenbrugger
    und der war Österreicher.

    Grüße
    excideuil

  5. #5
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    Zitat Zitat von excideuil Beitrag anzeigen
    Auf Latein schreiben heißt ja nicht, dass die Bücher auch auf Latein veröffentlicht wurden.
    Aber woher hat sie die Information, dass er auf Latein schrieb? (Vielleicht seine frühen Werke, inkl. Doktorarbeit, aber nicht die späteren Publikationen?)

    Zitat Zitat von excideuil Beitrag anzeigen
    Und wie schrieb Irene:

    Und das übersetzte Werk war von ihm:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_Auenbrugger
    und der war Österreicher.
    Das ist mir klar. Steht ja in seiner (Corvisarts) Biographie.

    Gruss, T.
    Geändert von Tellensohn (06.10.2013 um 22:12 Uhr)

  6. #6
    Irene Hartlmayr ist offline Erfahrener Benutzer Capitaine
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    Zitat Zitat von excideuil Beitrag anzeigen
    Ich tipp mal:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Corvisart

    Grüße
    excideuil
    Ganz richtig!!
    IRENE

  7. #7
    Irene Hartlmayr ist offline Erfahrener Benutzer Capitaine
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    Zitat Zitat von excideuil Beitrag anzeigen
    Auf Latein schreiben heißt ja nicht, dass die Bücher auch auf Latein veröffentlicht wurden.
    Und wie schrieb Irene:

    Und das übersetzte Werk war von ihm:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_Auenbrugger
    und der war Österreicher.

    Grüße
    excideuil
    Auenbrugger ist vollkommen richtig!
    In Wien befindet sich auch,neben der Kapuzinergruft,eine Gedenktafel-die an das Haus erinnert,das seinerzeit dort stand und in dem Auenbrugger verstorben ist.

    Ich habe übrigens Auskultation und Perkussion verwechselt (die zwei Wörter
    bringe ich übrigens immer durcheinander);aber hier ist es insofern nicht so
    wichtig als Auenbrugger an beiden Methoden beteiligt war.

    Was das Abfassen von medizinischen Schriften anbelangt,so war es damals mei-
    nes Wissens allgemein üblich,diese in Fachkreisen in lateinischer Schrift zu pu-
    blizieren.Was Publikationen in der Landessprache aber auch nicht ausschließt.
    Ich werde in meiner Corvisart-Biographie nachsehen,wieviel C.in Lateinisch und
    wieviel er in Französisch publiziert hat.(Das wird aber eine Weile dauern,da ich wieder auf Reisen gehe und mein Buch sich nicht bei der Hand befindet).
    (Mit dem publizieren und lesen auf Lateinisch hätte ich meine Freude gehabt!!!).

    Viele Grüsse,IRENE.

  8. #8
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    Napoleon sagte auf St. Helena zu Gourgaud:" Ich habe oftmals Corvisart aufgezogen, indem ich ihn fragte, ob er nicht nach dem Tode von Patienten daran hätte denken müssen, die betreffenden Krankheiten anders zu behandeln, damit andere Kranke gerettet würden; ferner fragte ich ihn oft, wieviele Menschen er umgebracht habe. Er antwortete:" Viele!" Es gelang mir, ihn zu diesem Geständnis zu bringen, nur dadurch, daß ich ihn mit einen General verglich, der durch diese oder jene Anordnung den Tod von drei- bis viertausend Soldaten verursacht. Corvisart war oft im Zweifel und konnte nicht immer meine Fragen beantworten. Horeau, der Leibarzt der Kaiserin Josephine, war niemals im Zweifel und wußte alles zu erklären. Der erste war ein gelehrter Arzt, der zweite ein Ignorant."
    "Die Nachwelt wird auf Grund von Thatsachen richten: Verläumdung hat mit der Zeit all ihr Gift verspritzt; ich werde jeden Tag an Ruhm gewinnen."
    Napoleon zu O'Meara am 9. Dezember 1817

  9. #9
    Irene Hartlmayr ist offline Erfahrener Benutzer Capitaine
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    Zitat Zitat von Lavalette Beitrag anzeigen
    Napoleon sagte auf St. Helena zu Gourgaud:" Ich habe oftmals Corvisart aufgezogen, indem ich ihn fragte, ob er nicht nach dem Tode von Patienten daran hätte denken müssen, die betreffenden Krankheiten anders zu behandeln, damit andere Kranke gerettet würden; ferner fragte ich ihn oft, wieviele Menschen er umgebracht habe. Er antwortete:" Viele!" Es gelang mir, ihn zu diesem Geständnis zu bringen, nur dadurch, daß ich ihn mit einen General verglich, der durch diese oder jene Anordnung den Tod von drei- bis viertausend Soldaten verursacht. Corvisart war oft im Zweifel und konnte nicht immer meine Fragen beantworten. Horeau, der Leibarzt der Kaiserin Josephine, war niemals im Zweifel und wußte alles zu erklären. Der erste war ein gelehrter Arzt, der zweite ein Ignorant."
    Ganz richtig!
    IRENE.

    Medizinisches "Wissen"ist nie ganz "sicher".Alles biologische Geschehen ist von
    Unregelmäßigkeiten gekennzeichnet.Es gibt immer nur Wahrscheinlichkeiten.
    Napoleon hatte übrigens eine sehr "moderne"Auffassung von Gesundheit.
    Er empfahl als Heilmittel:frisches Wasser,frische Luft,viel Bewegung,Sauberkeit
    und Hygiene,gelegentliches Fasten und Tätigkeit.Letztere hat er ja ausgiebig
    praktiziert.Den Medikamenten seiner Zeit hat er misstraut (kein Wunder !!).
    Warscheinlich hätte er diejenigen Methoden,die man heute als "alternativ Me-
    dizin"bezeichnet,gutgeheißen.

    Viele Grüsse,IRENE.

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