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Thema: MDR TOPNEWS: Völkerschlacht überrollt Sachsen

  1. #1
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    Standard MDR TOPNEWS: Völkerschlacht überrollt Sachsen

    Liebe Mitstreiter,

    der MDR sendet vom 14. bis zum 17.Oktober jeweils um 19.50 Uhr einen Vierteiler zum 200jährigen Jubiläum der Völkerschlacht.

    Link, anbei:


    http://www.mdr.de/voelkerschlacht/to...-14692a22.html

    Gruß

    Letort

  2. #2
    Avatar von Gunter
    Gunter ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
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    Kann das bitte jemand für mich aufnehmen? Ich bin leider zu dieser Zeit teilweise auf Achse.

    Grüße

    Gunter

  3. #3
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    @ Gunter
    Alternativ zum Aufnehmen kannst Du die Sendungen nachträglich noch in der MDR - Mediathek aufrufen.

    Grüße, Harper

  4. #4
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    @ Gunter

    Alternativ schau Dir mal http://www.onlinetvrecorder.com an. Nutze ich auch immer (selbst wenn ich mal eine Sendung verpasst habe).

    Gruß

    Letort

  5. #5
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    Hallo zusammen,

    das wird bestimmt interessant! Ich werde es mir auf jeden Fall anschauen!

    Bis denne dann

    Nordmanntonne

  6. #6
    Avatar von Gunter
    Gunter ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
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    @Harper,

    stimmt, daran hatte ich nicht gedacht.

    Grüße

    Gunter

  7. #7
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    Standard Ein erster Eindruck ("Topnews" von Montag zum 16.10.1813)

    Ein paar persönliche Eindrücke von der gestrigen Auftaktsendung:

    Pro
    + M.E. interessantes Format mit Reportern an den verschiedenen Brennpunkten des Geschehens, "Live-Schaltungen", "Pressekonferenz" des franz. Armeesprechers u.ä. -> hier wird der Zuschauer mit modernen TV-Berichtsmethoden auf ein historisches Ereignis eingestimmt.

    Contra
    + Wer sich auf die Informationen des eingeladenene Experten (oder der Reporter / Untertitel) verließ, geriet leicht auf den Holzweg. Einige Kostproben (alles, wie oben gesagt, zum Schlachtgeschehen am 16.10.1813: Schlachten bei Wachau und Möckern), Zitate von mir sinngemäß zusammengefasst:
    - "Napoleons Garden stehen im Norden, ihnen gegenüber die Preußen". Stimmt im ersten Teil nicht, im zweiten Teil halb (im Norden kämpften Preußen / I. AK Yorck und Russen / Korps Langeron und Sacken, letztere in weniger heftige Kämpfe verwickelt als die Preußen bei Möckern.)
    - "Im Süden (bei Wachau) kämpfen die Österreicher und Russen". Stimmt halb, natürlich kämpften dort auch die Preußen (II. AK Kleist, außerdem in der Reserve die preuß. Gardebrigade).
    - "Napoleon hat sich ein für ihn vorteilhaftes Schlachtfeld ausgesucht". Stimmt halb, so frei war er am 14./15.10. gar nicht mehr in der Auswahl seines Schlachtfeldes, dazu hatten ihn die Verbündeten schon zu eng umfasst. Allenfalls ein Durchbruch nach Norden oder Westen wäre für ihn noch möglich gewesen, gleichbedeutend mit dem Eingeständnis der Niederlage. Bspw. Marmont kritisiert die Auswahl des Schlachtfeldes ("auf dem Boden eines Trichters").
    + Reporter: "Ein österr. General [gemeint war Meerveldt] ist gefangen, wahrscheinlich weil er kurzsichtig ist und die weißen österr. mit den sächsischen Uniformen verwechselt hat." Völliger Blödsinn, an der Stelle, wo Meerveldt gefangen wurde, haben keine Sachsen gekämpft, nur Polen und Franzosen.
    + Reporter: "Bei der 'Einheit' des Generals Yorck werden französische Gefangene hart angefasst". Erneut so ein Surrogat, gemeint ist das I. preuß. AK Yorck, ob franz. Gefangene misshandelt wurden, steht dahin - auf jeden Fall nicht von den im Bild gezeigten preuß. Gardeinfanteristen - die waren nämlich im Süden eingesetzt (s.o.).
    + Untertitel "Brandenburgische Husaren vernichten französische Eliteeinheit". Wieder so ein Schmarrn, da hat jemand Knötels Bild der auf angebliche Garde-Mariniers einhauende Brandenburgische Husaren für bare Münze genommen. Näher kommen wir der Realität, wenn wir den Brandenburgern noch die Litauischen Dragoner, Mecklenburger Husaren, Ostpreuß. Nationalkavalleristen und andere preuß. Kavallerie zugesellen und sie einige Bataillone franz. Marineartillerie sprengen lassen.

    Wenn mir außerdem jemand mal erklären könnte, welche wesentlichen (Freiheits-)Rechte die Franzosen 1813 besessen haben (ich meine hier: tatsächlich, nicht nur auf dem Papier), die z.B. die Preußen nicht besessen hätten, wäre ich sehr dankbar - das sind m.E. auch immer solche Mythen, die durch die Geschichtsnarrative, neudeutsch "Meistererzählungen", vagabundieren...

    Gruß, Tom
    Geändert von Tom (15.10.2013 um 07:41 Uhr)

  8. #8
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    Das mit Merveldt stimmt schon, nur geriet er in die Hände der sächsischen Leibgrenadiere und diese hatten krapprote Uniformen, die schwerlich mit den österreichischen zu verwechseln waren.

  9. #9
    Avatar von Gunter
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    @Tom,
    für den MDR ist das schon ein recht innovatives Format. Etwas störend fand ich die Ausschnitte aus irgendwelchen Filmen, da wäre ein höherer Anteil an Spielszenen besser gewesen. Etwas lustig war auch der fanatisch bonapartistische Füsilier-Grenadier, der angeblich bei Möckern in Gefangenschaft geraten sein soll. Das Format ist sicher noch ausbaufähig. Ich erinnere mich noch an eine ähnliche Sendung des BR, wo es um 1870/71 ging, da waren auch die Nachrichtensprecher kostümiert und somit kein stilistischer Bruch zu erkennen. Vielleicht wirkt so ein Ansatz heute aber zu altbacken oder aufgesetzt.

    Grüße

    Dr. S.

  10. #10
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    @ Männers,

    insgesamt war ich von der Darbietung positiv überrascht.
    Das Format hatte Schwächen bei den gezeigten Zelten un der geschilderten guten Versorgungslage der Franzosen, aber sonst war es weitgehend besser als befürchtet.

    Zu den von Tom als falsch geschilderten Tatbeständen bestatte ich mir mal, aus einem anderen Forum zu zitieren:

    Bonjour mes amis,

    Habe im MDR alles gesehen. Interessant, aber leider habe ich den Eindruck es wirkt wie ZDF-Spezial über ein Ereignis über das berichtet werden muss, über das die Reporter aber noch nichts genaues wissen. Experten geben dann ihre Meinung ab, die nach Überprüfung dann eben nur Vermutungen sind.
    Ich verfolge es weiter, bis ich selbst dort "eingreifen" muss.(Als Gardegrenadier des Kaisers)


    und der Einfachheit halber auch, was ich dort schon geschrieben habe
    meines Erachtens geht es genau darum - ein Ereignis so darzustellen, als wäre man dabei, also LIVE in einem Prozeß zu sein, dessen Augang niemand kennt.
    Kann man jeden Tag in den Nachrichten sehen - ständig hört irgendjemand irgendein Gras wachsen, "weil unsere Beitragszahler ein Anrecht darauf haben, informiert zu werden".
    Und wenn das Gras woanders hin wächst, muß man irgendwie die Kurve kriegen (vgl. z.B. Ägypten oder inzwischen Syrien)


    Der "Experte" hat vielleicht (wer weiß es) sogar die Aufgabe, nur unzureichend Bescheid zu wissen.
    Nimmt man das Format zur Völkerschlacht ernst, wirft es ein gutes Licht auf das "Expertenwissen" in anderen "Brennpunkten", vielleicht -wie gesagt- sogar gewollt.
    Denn seien wir doch ehrlich - wir wissen es nur anders, weil wir die Erinnerungen, Dokumente und Kriegsgeschichten gelesen haben, die den "Experten" und Reportern damals nicht zur Verfügung standen (und sei es wegen Geheimhaltung). Tut man so, als wäre es Live, kann man auf den größten Teil der Informationen, die uns verfügbar sind, nicht zugreifen.

    Das dauernde Hervorheben der Sachsen führe ich auf die lokale Verbundenheit des Senders zurück.

    Jörg
    The light at the end of the tunnel
    is from an oncoming train.

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