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Thema: Die Schande von Gulistan

  1. #1
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    Standard Die Schande von Gulistan


  2. #2
    Avatar von Gunter
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    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Die persischen Streitkräfte müssen wirklich der letzte Schrott gewesen sein, so häufig wie sie von den Russen in Serie geschlagen worden sind.

    Grüße

    Gunter

  3. #3
    KDF10 ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
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    Zitat Zitat von Gunter Beitrag anzeigen
    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Die persischen Streitkräfte müssen wirklich der letzte Schrott gewesen sein, so häufig wie sie von den Russen in Serie geschlagen worden sind.

    Grüße

    Gunter
    Das würde ich so nicht formulieren. Bereits 1807 hat Napoleon Offiziere nach Persien geschickt. Waren die zu dumm den Persern was beizubringen? Nein waren sie nicht! Dass Russland über eine starke Artillerie verfügte ist bekannt. Für mich ein strategischer Fehler von Napoleon. Ich schicke da mal eben erfahrene Offiziere hin! Die erkunden den Weg nach Indien. Schwere Artillerie würde ihren Marsch nur behindern. Also lassen wir das1

  4. #4
    Avatar von Gunter
    Gunter ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
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    Man sollte nicht vergessen, dass Persien ziemlich weit weg von dem Bereich des unmittelbaren französischen Einflusses war. Es ist keine historische Neuigkeit, dass Militärberater wenig bis nichts bewirken, wenn das Land an sich weder wirtschaftlich noch sozial oder innenpolitisch dazu in der Lage ist, sich militärisch zu behaupten. Selbst gewaltige Rüstungshilfe bringt da nicht unbedingt Punkte.

    Grüße

    Gunter

  5. #5
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    Das Militärwesen der damaligen Perser mit denen der europäischen Grossmächte vergleichen zu wollen, ist völlig deplaziert. Erstens hatten die sich (bis dahin) primär gegen Mächte mit vergleichbaren Systemen zu behaupten (Osmanisches Reich, Afghanen, Inder), zweitens hatten all diese Kulturen ein völlig anderes Kriegerethos, zumindest, was ihre Kriegerkasten anbelangt (tapfere Einzelkämpfer, nicht hirnloses, gedrilltes Kanonenfutter). Man kann die zwei Systeme bzw. Denkarten hinsichtlich des Kriegswesens im Prinzip nicht vergleichen. Klar ist natürlich, dass die "altbackene" Vorstellung von Kriegführung der Orientalen der technologisierten, seelenlosen Kriegsmaschinerie der Europäer nicht gewachsen sein konnte.

    Ja, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Weiser Spruch, gerade, weil man ihn von einem möglicherweise Gekauften am besten kennt. Darum würde ich den heutigen Iranern (ob von Mullahs regiert oder nicht) auch dringend raten, wenn sie nicht erneut Opfer werden wollen, sich die Atombombe tatsächlich so schnell wie möglich zuzulegen. Der Kluge lernt aus seinen Fehlern und er scheisst auf die durchschaubare, der psychologischen Kriegführung geschuldete Hetze ("Achse des Bösen" und ähnlicher verlogener Humbug) von Seiten der übelsten Imperialisten, die die Welt je gesehen hat.

  6. #6
    KDF10 ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
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    Zitat Zitat von Tellensohn Beitrag anzeigen
    Das Militärwesen der damaligen Perser mit denen der europäischen Grossmächte vergleichen zu wollen, ist völlig deplaziert. Erstens hatten die sich (bis dahin) primär gegen Mächte mit vergleichbaren Systemen zu behaupten (Osmanisches Reich, Afghanen, Inder), zweitens hatten all diese Kulturen ein völlig anderes Kriegerethos, zumindest, was ihre Kriegerkasten anbelangt (tapfere Einzelkämpfer, nicht hirnloses, gedrilltes Kanonenfutter). Man kann die zwei Systeme bzw. Denkarten hinsichtlich des Kriegswesens im Prinzip nicht vergleichen. Klar ist natürlich, dass die "altbackene" Vorstellung von Kriegführung der Orientalen der technologisierten, seelenlosen Kriegsmaschinerie der Europäer nicht gewachsen sein konnte.

    Ja, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Weiser Spruch, gerade, weil man ihn von einem möglicherweise Gekauften am besten kennt. Darum würde ich den heutigen Iranern (ob von Mullahs regiert oder nicht) auch dringend raten, wenn sie nicht erneut Opfer werden wollen, sich die Atombombe tatsächlich so schnell wie möglich zuzulegen. Der Kluge lernt aus seinen Fehlern und er scheisst auf die durchschaubare, der psychologischen Kriegführung geschuldete Hetze ("Achse des Bösen" und ähnlicher verlogener Humbug) von Seiten der übelsten Imperialisten, die die Welt je gesehen hat.
    Im ersten Absatz bin ich voll auf deiner Seite. Der zweite Absatz verwirrt mich. Wen meinst du? Die Spanier, die Südamerika unterjocht haben und beinahe die Indios ausgerottet haben? Großbritannien, dass im 18. und 19. Jahrhundert die halbe Welt erobert hat? Russland und in der Nachfolge die Sowjetunion? Dann gibt es noch einen, dessen Namen ich hier nicht mehr nennen darf und last but not least fallen mir die Amerikaner ein. Das würde ich bei denen heute nicht mehr als Imperialismus bezeichnen. Deren eigentliche imperialistische Phase ist lange vorbei. Denen geht es heute nur noch um wirtschaftliche Interessen und angebliche Gefahrenabwehr. Ich mag auch vieles nicht, was die veranstalten. Im Moment diskreditieren die sich gerade selber. Unser guter alter Freund und Partner USA ist unglaubwürdig geworden. Partner ja, Freund nur in unserer Phantasie. Den USA geht und ging es immer nur um ihre eigenen Interessen. Im Kalten Krieg war Deutschland als atomares Schlachtfeld für einen eventuellen dritten Weltkrieg vorgesehen. Es gibt ein Sprichwort: "Gott schütze mich vor meinen Freunden. Mit meinen Feinden werde ich alleine fertig." Militärisch trifft das auf Deutschland natürlich nicht zu, politisch schon.
    Geändert von KDF10 (29.10.2013 um 15:25 Uhr)

  7. #7
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    @KDF10

    Da scheinen wir uns ja für einmal fast einig zu sein. Allerdings kann ich dir nicht folgen, wenn du einen Trennungsstrich zwischen Imperialismus und wirtschaftlichen Interessen / "Gefahrenabwehr" ziehst.

    Ich sagte "heutige Iraner". Wen kann ich denn dann wohl meinen, wenn ich von "Imperialisten" rede?

    Der Imperialismus der USA (und ihrer Lakaien) ist längst vorbei, es geht den USA nur noch um "wirtschaftliche Interessen" und "Gefahrenabwehr"?

    Mein Gott, ist dir wirklich nicht klar, wie "Imperialismus" definiert ist?

    Imperialismus ist ja im wesentlichen durch wirtschaftliche Interessen begründet: Enteignung und Ausbeutung der anderen zum eigenen Vorteil (Guttenberg der Halbschlaue hat es ja im Fall Afghanistans sogar offen zugegeben, schon als er noch Wirtschaftsminister war).

    Begleitet wird das dann von irgendwelchen vorgeschobenen "Idealen" oder "moralischen" oder "religiösen" Vorstellungen, die die Sauerei rechtfertigen sollen. Und von (natürlich geleugnetem) Rassismus und Herrenmenschendenken.

    Und natürlich entstehen dadurch "Gefahren", weil es ja irgendwie nicht selbstverständlich ist, dass man diese Sauereien einfach so hinnimmt. Würden die Amis, würden Deutsche, würde irgendwer in einer vergleichbaren Situation solche Sauereien einfach hinnehmen? Würden nicht alle sich mit allen Mittel zu verteidigen versuchen?

    Die selber geschaffenen "Gefahren" muss man dann halt "abwehren". Ist ja klar...

    Der Imperialismus der USA ist dann vorbei, wenn sie dazu nicht mehr in der Lage sind. Ich halte sie aber, wie alle Kapitalisten, für verkommen und geisteskrank genug, lieber der Welt den Garaus zu machen als den anderen auch nur einen Bruchteil von dem, was ihnen (den anderen) rechtmässig gehört, zurückzugeben. Ich glaube kaum, dass sie sie auch kaufen lassen würden, nicht ein Obama, und schon gar nicht die Totenkopf-Tea-Party. In einem Punkt sind sie sich ja offenbar alle einig: Selbst das Geld der Chinesen, mit dem sie überhaupt noch funktionieren, gehört letztlich sowieso ihnen, den Amis...
    Geändert von Tellensohn (29.10.2013 um 19:10 Uhr)

  8. #8
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    Zitat Zitat von Tellensohn Beitrag anzeigen
    @KDF10

    Da scheinen wir uns ja für einmal fast einig zu sein. Allerdings kann ich dir nicht folgen, wenn du einen Trennungsstrich zwischen Imperialismus und wirtschaftlichen Interessen / "Gefahrenabwehr" ziehst.

    .
    Warum nicht? Glaubst du, dass die Israelis die Welt erobern wollen? Die Iraner wollen das auch nicht. Auch nicht die USA, nicht Russland, und auch nicht China. Wer bleibt da übrig? Muslime! Ja, unser Problem ist, die sind auch nicht generell böse und taugen deshalb als allgemeines Feindbild auch nichts

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