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Thema: Napoleon und Österreich

  1. #51
    KDF10 ist offline Erfahrener Benutzer Chef de Bataillon
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    Zitat Zitat von joerg.scheibe Beitrag anzeigen
    Und gemeint ist -ausweislich des Titels- Grigorii Berg
    Jörg

    Es gibt gerade für Offiziere aus dem Baltikum und deutsche Offiziere russische Schreibweisen und deutsche Schreibweisen. Der Preuße Hans Karl Anton von Diebitsch heißt im russischen als Feldmarschall Iwan Iwanowitsch Diebitsch-Sabalkanski. Der russische General Steingel oder auch Steingal genennt, hieß tatsächlich Fabian Gotthard von Steinheil. Und Grigorii Berg hieß in Wirklichkeit Gregor von Berg. Kannst du auch im Baltischen Biographischen Lexikon nachlesen. Rechts findest du auch einen Hinweis auf sein Buch von 1871 http://www.bbl-digital.de/eintrag/Be...-v.-1765-1838/

    Dieter
    Geändert von KDF10 (29.11.2013 um 17:57 Uhr)

  2. #52
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    Zitat Zitat von Suworow Beitrag anzeigen
    Allerdings kann ich nicht erinnern einen besoffenen Offizier im Dienst... gesehen zu haben.
    Absolut OT:

    Schön für Dich. Ich kann mich an einen besoffenen Offizier besonders gut erinnern. Damals war ich Korporal, mit einigen Rekruten zum Sonntags-Wachtdienst in der Kaserne verdonnert. Mein Vorgesetzter (Kompaniechef, ein Oberleutnant, auf Hauptmann aspirierend) kam vorbei, stockbesoffen, um uns "in aller Strenge" zu "inspizieren", ob bei uns auch alles nach Vorschrift läuft... Ausgerechnet. Grosse Klappe, grosser Sadist, ansonsten ein Arschloch. Natürlich wurde er Hauptmann (und später was weiss ich sonst noch was)...Ein ernüchterndes Erlebnis...
    Geändert von Tellensohn (29.11.2013 um 19:01 Uhr)

  3. #53
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    Zitat Zitat von Suworow Beitrag anzeigen
    Wir dürften wohl fast der gleiche Jahrgang sein. Ich war auch son´e Art Jäger.
    Und natürlich, Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps.
    Allerdings kann ich nicht erinnern einen besoffenen Offizier im Dienst , geschweige denn bei einer Übung gesehen zu haben.

    Dass nach Dienstschluß auch mal einer abgebissen wurde, klar, das kam vor, aber nach dem Wecken, vor der Truppe die Flasche, ein no go !

    Das mal OT.

    Die geschilderten Zustände in der hier betrachteten Zeit mögen so gewesen sein, wenn man den Quellen trauen darf.
    Ob sie aber zu essentiellen Niederlagen führten, wage ich zu bezweifeln.
    Ganz sicher aber zu nicht zu verantwortenden Verlusten bei der Truppe.

    Letzteres wiederum ist in der russischen Militärgeschichte, so z.B. im WK II, kein Geheimnis.
    Du weißt schon, dass es damals Offizierskasinos bei der Bundeswehr gab. Mannschaftsdienstgrade waren da nicht gerade gern gesehen. Ich war selbst einmal Ordonanz bei einem Besäufnis von Offizieren. Ich war Uffz. Ich frage mich, ob man solche Metzeleien wie 1812 nüchtern überhaupt ertragen kann? Zur Schlacht von Smolensk 1812 schreibt zum Beispiel Presser: "die Russen, wie immer tierisch besoffen."

  4. #54
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    Zitat Zitat von Tellensohn Beitrag anzeigen
    Absolut OT:

    Schön für Dich. Ich kann mich an einen besoffenen Offizier besonders gut erinnern. Damals war ich Korporal, mit einigen Rekruten zum Sonntags-Wachtdienst in der Kaserne verdonnert. Mein Vorgesetzter (Kompaniechef, ein Oberleutnant, auf Hauptmann aspirierend) kaum vorbei, stockbesoffen, um uns "in aller Strenge" zu "inspizieren", ob bei uns auch alles nach Vorschrift läuft... Ausgerechnet. Grosse Klappe, grosser Sadist, ansonsten ein Arschloch. Natürlich wurde er Hauptmann (und später was weiss ich sonst noch was)...Ein ernüchterndes Erlebnis...
    Richtig Tellensohn. Ich kannte auch so einen Blindgänger mit dem Dienstgrad Hauptmann. Weil ich am Abend vorher getrunken hatte, habe ich ihn darauf hingewiesen, dass ich noch Restalkohol im Blut hatte und kein Fahrzeug fahren durfte. Er hat mir trotzdem den Befehl gegeben, zu fahren. Passiert ist dabei nichts. Dann hatte ein Uffz Geburtstag. Der Hauptmann marschierte in das Zelt des Uffz, wir waren auf einer Übung, gratulierte dem Uffz und leerte eine ganz Dose Tränengas in dem Zelt. Daraufhin wurde er unehrenhaft entlassen. Irgendwann habe ich ihn später einmal im Fernsehen gesehen. Als Reiseführer in Afrika. für so ein Busunternehmen mit Hänger, in dem die Leute übernachten konnten. Es gibt sicherlich sehr viele redliche Offiziere, leider aber auch viel Arschlöcher. und damit kommen wir wieder zurück zu Napoleon. Wir könnten doch da mal nach Offizieren suchen, die heute glorifiziert werden, aber eigentlich Nieten waren.

  5. #55
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    Zitat Zitat von KDF10 Beitrag anzeigen
    .... Ich frage mich, ob man solche Metzeleien wie 1812 nüchtern überhaupt ertragen kann? Zur Schlacht von Smolensk 1812 schreibt zum Beispiel Presser: "die Russen, wie immer tierisch besoffen."
    Das lasse ich insofern gelten, weil viele Offiziere/Generale, die sich den Menschen in sich bewahrt hatten mit der Verantwortung für den Tod ihrer Kameraden und Untergebenen vielleicht nicht klar kamen.
    Solche Erlebnisse permanent erfahren, war da die Betäubung durch Hochprozentigem oft ein Ausweg.
    Diese Erscheinungen gab es vor und nach 1800, bis in die Neuzeit hinein.

    Bei den Russen wie gesagt war Wodka ein Lebensmittel.

    Wir wissen aber auch, dass die Truppen vor dem Angriff einen ordentlichen Schluck ( 1/4 Liter ) bekamen.
    Diese Praxis war übrigens nicht nur bei den Russen üblich, sondern auch bei den Briten.
    Zumeist unausgeschlafen, mit knurrendem Magen reichten schon 100 g des
    " Wässerchen´s " um vor allem die Angst zu betäuben.

    Auch das ein Phänomen nicht nur für diese Zeit.

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